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das Forum rund um die Kanareninsel La Gomera
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 Betreff des Beitrags: Und noch ein Döneken vonne Inseltouren a La PoPeYe
BeitragVerfasst: 04.12.2006, 21:36 
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Ja, da isser wieder!

Ich kann mich einfach nicht lumpen lassen! Wenn ihr schon so zahlreich meinen gestrigen Bericht aufgerufen habt, dann werdet ihr diesen auch mögen!

Also, es begab sich, dass ich nach einem guten Frühstück im XXX einen guten Zug nach XXX bekam und mitsamt Rucksack und guter Laune auf einmal auf einer kleinen Brücke stand und mein Kollege sagte: Jetzt gehts da links runter und dann nur noch geradeaus!

Ich war schon nach wenigen Metern so begeistert von der Natur, dass ich immer wieder auf den Auslöser meiner Kamera drückte.
Nach wenigen hundert Metern war die erste Speicherkarte voll!

Der Rucksack, den ich trug, noch immer sehr schwer und gehaltvoll!

Wir zogen also weiter und weiter, ich füllte Speicherkarte um Speicherkarte, der Sack auf meinem Rücken wurde leichter, wir schritten vergnügter drein und erreichten schließlich, voll, guter Laune und ziemlich erleichtert den "kleinen Wasserfall" im Valle Grand Rey.

Irgendwelche Inselarchitekten hatten über den Bachlauf hinweg Brücken gebaut. Dazu hatten sie nur die Steine, die in der Gegend rumlagen benutzt. Echte Kunst.

Na ja, ich bin ja nicht umsonst ein Fernderheimatwandernder, also beschloss ich spontan und gleich für meinen armen Freund mit, dass wir uns ebenfalls sofort an den Bau einer gewaltigen Wasserfallskulptur machen sollten!

Stunden später, nach dem Verzehr unserer gesamten Mitbringsel, war es dann geschafft. Zwei wunderschöne Steinskulpturen waren errichtet.

Durstig, ausgelaugt, noch immer leicht schwebend ob des Gefühls, etwas außerordentliches geschafft zu haben, machten wir uns auf den Heimweg.

"Komm, ich zeig dir noch Al Guro" oder wie das Kaff auch immer heißt, "da können wir ein kaltes Getränk zu uns nehmen" waren die letzten wohlgesinnten Worte meines Freundes wärend der letzten drei Wochen meines Urlaubes.

Wir kamen verschwitzt, auf dem Zahnfleisch kriechend, in Al Guro an und alle Einwohner schlossen ohne zu zögern ihre Fenster und Türen und spielten Verstecken mit uns.

Irgendwie sind wir doch noch lebend ins Tal gekommen!
Die ersten Bier bis zum Durst Stillen, musste mein Freund natürlich übernehmen.

Er zahlt heute noch den Kredit bei der Banco Espana ab!

Ich versuche mal, ob ich euch ein paar Bilder von unseren Kunstwerken einstellen kann.

Vollzieht die Wanderung doch einfach mal wieder nach! Ich weiß, dass ihr schon alle einmal da gewesen seit.

Bis denn und weiterhin viel Spass und Freude auf der Insel

wünscht

PoPeYe

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Ja! Du! Genau du bist jetzt angesprochen!

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 Betreff des Beitrags: Der nebulöse, staubige, unglaubliche und sehr dunkle Weg...
BeitragVerfasst: 25.11.2007, 10:37 
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Der nebulöse, staubige, unglaubliche und sehr dunkle Weg durch die Innereien der Insel.

Es begab sich im Jahre 2005, da brach ich, Höchstselbst, am frühen Morgen, zu einer kleinen Erkundungstour über die Insel auf.

Es war gegen 05:30 Uhr Ortszeit, als ich mein Hotel verließ und mich in Richtung Hafen im Valle Grand Rey aufmachte.

Zuerst führte mich mein Weg zur Ansiedlung Argaga, in der Nähe der Schweinebucht.
Dort angekommen, wählte ich den Aufstieg in Richtung Baranco Schweine und stieg immer weiter empor, bis ich in der Nähe von Hacia de El Cercado war.

Kurz bevor ich den letzten Berg nach El Cercado erklimmen wollte, machte ich noch im Tal eine spannende Entdeckung. Ein Teil des Felsens zur linken Hand sah so aus wie eine von Menschenhand geformte Grotte.
Neugierig geworden, unterbrach ich kurz mein zielstrebiges Wandern und näherte mich dieser seltsamen Konstruktion.

Es war inzwischen schon 08:15 Uhr geworden, die Temperaturen auf der Insel nahmen langsam zu, schließlich war es Mitte Juli und ich wusste genau, wie es in ein paar weiteren Stunden aussehen würde. Warm, wärmer am Wärmsten, Gomera! Der sogenannte Vorbackofen zum Höllischen Flammenhof.

Nun, nichts desto Trotz nahm ich meinen Rucksack von den Schultern, trank einen kleinen Schluck Rotwein und biss in mein mitgebrachtes Brötchen.
Nach dieser kleinen Zwischenmahlzeit machte ich mich daran, diese seltsame Konstruktion zu erkunden.

Ich tastete die Wände ab und stellte ziemlich schnell fest, dass es sich tatsächlich um ein von Menschen in die Natur eingepasstes Werk handeln musste.

Ich glaubte fest daran, dass ich eine gewaltige Entdeckung gemacht hätte und war deshalb auch gar nicht weiter erschrocken, als sich plötzlich der Boden zu meinen Füssen auftat und ich in ein metertiefes , enges Loch blicken konnte.
Sofort dachte ich an meine Ex-Frau. Auch sie konnte früher unbemerkt in ein tiefes Loch springen und war dann für ein paar Stunden verschwunden!

Nun, wenn man solche Begebenheiten schon von zu Hause aus kennt, scheut man(n) sich auch nicht, das Neue zu erkunden.

So also traf ich den verhängnisvollen Entschluss, hinabzusteigen in die Tiefen der Insel, um eventuell einer der Ersten zu sein, die La Gomera von Innen zu sehen bekommen.

Zum Glück für mich, hatte ich mit einem guten Freund am Vortage eine ebenfalls durch dunkle Stollen führende Exkursion unternommen und abends waren wir vor lauter Erschöpfung nicht mehr dazu gekommen, die Sachen zu sortieren.
So fand sich, ganz unten in meinem Rucksack, noch seine starke MagLite Taschenlampe!

Dermaßen perfekt ausgerüstet, drang ich weiter und weiter in den Berg hinein und schon nach kurzer Zeit war nichts mehr vom Tageslicht zu sehen.
Von der Abenteuerlust vorangepeitscht und mit einem kleinen bisschen Schiss in der Magengegend drang ich tiefer und tiefer in den Berg ein.

„Hier ist schon seit Jahrhunderten niemand mehr vor dir gewesen“, redete ich mir immer wieder ein und marschierte stundenlang durch den engen Stollen weiter.

Ich kann kaum mit eigenen Worten beschreiben, was ich zu sehen bekam.
Achate, Quarzadern, Schwefeleinlagerungen, ja sogar einen güldenen Schein glaubte ich ausmachen zu können.

Leider erwies sich gerade dieser als das ach so ersehnte Sonnenlicht, welches am anderen Ende des Tunnels in denselben schien.

Was glaubt ihr wohl, an welcher Stelle ich wieder ans Tageslicht kam?

Richtig, es war gut 280 m oberhalb von Borbalan! Der kleine Ausschnitt eines Tunnels, den ihr von unten, hoch oben am Berg erkennen könnt!

Der Abstieg erwies sich als sehr schmerzhaft und ich habe auch heute nur noch nebulöse Erinnerungen daran.

Der erste Schritt in Richtung Tal des Valle Grand Rey war schon einer zu viel. Ein Ausrutscher und es ging holterdipolter den Abhang hinunter.
Nachdem ich wieder zu mir gekommen war, klopfte ich mir den Staub aus den Klamotten, schlich und humpelte quer durch Borbalan in Richtung Casa Simon und habe mir dort bei Sven und Sylvia erst einmal ein Dutzend Bierchen gezischt, bevor ich mich dann für den Rest des Tages auf mein Hotelzimmer verkrochen habe um mich von den erlittenen Strapazen auszuruhen.

Leider ist bei diesem schnellen Abstieg meine Kamera in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass ich euch leider keine Bilder dieser Exkursion einstellen kann.

Ihr solltet diesen Weg aber unbedingt einmal nachwandern! Es lohnt sich!

PoP

:yawinkle:

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BeitragVerfasst: 25.11.2007, 13:07 
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Danke Pop :bussi . Echt spannend. Du hast es richtig spannend geschrieben. Ich war voll mit dabei in dem Tunel :shock: .

Und mutig bist du auch noch :shock:.
Den Tunnel kenne ich natürlich nicht und ich weiß ich noch nicht so recht, ob ich ihn auch kennenlernen möchte. Obwohl... :gruebel wenn ich jemanden finde, der mit mir dorthin geht...

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Juanita


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BeitragVerfasst: 25.11.2007, 20:31 
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Für dich und für manchen anderen aus diesem Thead würde ich s gerne und umsonst machen!

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