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das Forum rund um die Kanareninsel La Gomera
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 Betreff des Beitrags: There must be ninetynine ways ..... to Vallehermoso
BeitragVerfasst: 02.02.2008, 13:11 
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Na gut, drei oder sieben weniger. Hier einer, der uns besonders gut gefallen hat, nachdem schon etliche andere bewältigt wurden.

Alle haben uns gelehrt, dass der Weg das Ziel ist, denn der Ort Vallehermoso selbst hat uns, bis auf den miesesten Fisch, den wir jemals gegessen haben, nicht sonderlich imponiert. Aber zumindest wartet er mit den häufigsten Markt-Kreisel-Neugestaltungen auf, die wir kennen gelernt haben.

Los ging's wie fast immer, mit dem Bus, Haltestation bei Maria. Das war immer ein spannender Reisebeginn , denn es galt zu wetten – Enthaltungen gab´s nicht - wo der Bus denn halten würde. Die Erfahrung lehrte: Stand man auf der Strand"promenade", so dicht an den Müllcontainern, und kam der Bus an, der Fahrer hupte, wenn's hoch kam und wies auf die Ecke. Man musste also um die Ecke, zur neuen Strandavenida hin, wo immer die Tische stehen, und dort wurde man hereingelassen. Stand man nicht an der Stelle neben den Müllcontainern, sondern an der neuen Avenida an den Tischen, kam er um die Ecke gebraust und man tat sehr gut daran, praktisch auf der Straße zu stehen, denn sonst lief man Gefahr, dass er an einem vorbei brauste.

Wir standen günstig, neben den Containern, einer auf der anderen Straßenseite, damit nix schief gehen konnte. Es war kurz nach 8 Uhr, es war diesig und es war kalt. Mit uns warteten zwei mitteljunge schlanke Frauen, kleine Leinentäschchen umgehängt, Wanderschuhe an den Füßen (wieso "wo den sonst"? Meine Frau z.B. reist mit dem Bus/Taxi immer in sehr leichten Sandalen und hat die Wanderstiefel in der Hand), lockerer Kleidung mit Röcken! und einem Kartenausriss in der Hand. Sie unterhielten sich leise, und wir ordneten die Sprachmelodie ein: wenn deutsch, dann sächsisch. Die zwei kletterten hinter uns in den Bus, und es gab ein längeres Palaver mit dem Fahrer.

Dann ging es los, und auf uns wartete die nächste interne Wette. Wo würde er am Ayuntamiento halten? Er hielt eigentlich immer dort, wo Leute standen, nicht wo das Schild war. Waren aber die Wartenden qua Outfit alles andere als Gomeros, hielt er genau am Schild und jeder Einsteigende wurde mit viel Stimmaufwand über sein Fehlverhalten, wenn er nicht genau am Schild gewartet hatte, bewillkommnet.

War dies gemeistert, konnte man die folgende stets wiederkehrende Szene erwarten: In der Straßenkehre, ich meine am Cementerio, meine Frau sagt, eine Kurve höher, liegt in Richtung Arure eine Haltestelle, mehr in einen Seitenwinkel gequetscht. Hier stieg immer ein Mann mit schwer zu schätzendem Alter zu. Ich denke, Mitte dreißig, und sein ganzes Gebaren war das eines sehr schüchternen Menschen. Ich hätte in Deutschland gesagt, der fährt zu einer Werkstatt für Behinderte. Dieser Mann wartete pünktlich an der Ecke; mal hatte der Fahrer was zu meckern, dass er zu weit auf der Straße stünde, mal stand er zu weit abseits, Richtung Wartehäuschen. Egal, es gab immer Mecker.

Wie oft habe ich mir gewünscht, nur mal 10 Minuten original gomerisch sprechen zu können, um diesem Rotzlöffel von Fahrer mal meine Meinung zu geigen.

War dies erlebt, konnte man auf das Folgende gewiss sein: Stets in Höhe der Ermita San Antonio ging auf dem rechten Bürgersteig eine junge Frau in unsere Richtung, vielleicht zu ihrer Arbeitsstelle. Sie war stets in weißer Hose und Jacke gewandet, wie eine Krankenschwester oder Sprechstundenhilfe, sie war stabil, sehr stabil, und ihr Gang war stabilitätsbedingt eher walzenförmig als elfig. Und jedes Mal kam vom Busfahrer der Kommentar "Puta".

Damit hörten die vorhersagbaren Dinge auf, und man konnte sich darauf konzentrieren, ob ab dem Palmarejo die Sonne zu sehen war. War an diesem Tag kaum.

Wir hatten dem Fahrer als Zielwunsch den "Apacarmiento cerca de Las Creces" angegeben und da hielt er auch. Hinter uns kamen die beiden für uns Sächsinnen zum Fahrer, es gab wieder ein Palaver und sie stiegen auch aus.

Der herrschenden Umgebungstemperatur da oben waren sie nicht angepasst gekleidet. Sie standen da, drehten ihre Karte in den Händen und blickten uns hilflos an. Wir glaubten so etwas wie "Vallehermoso" herauszuhören, und da waren wir ja nun Wegespezialisten. Also wortreiche Erklärungen, Kartenhinweise – nur das Feedback war irgendwie eigenartig. Es dauerte ein wenig bis wir begreifen, dass wir französische "Sächsinnen" vor uns hatten, und da waren die sprachlichen Verwirrungen schon gleich groß, weil ich außer "bon jour" nur wenig in französischer Zunge von mir geben kann. Die beiden zogen mehr fröstelnd als fröhlich vor uns los, während wir erst mal in Wanderstiefel, Fleece und winddichte Jacke schlüpften und uns auch auf den Weg machten.

Ab der Parkeinbuchtung nach Las Creces mussten wir ca. 200 Meter die Straße wieder zurück – bergan, gehen, bevor wir rechts auf einen schmalen Pfad in den Wald einbiegen konnten. Er verlief fast eben, aufpassen mussten wir auf Baum- und Strauchwurzeln und so kleine Felsknubbeln, die aus dem Wegeboden ragten. Manchmal wurde nach rechts der Baumbewuchs weniger, und wir hatten ein herrlichen Blick auf Teneriffa mit dem Teide und das Mar de nubes im Norden.

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Der Weg wurde knorriger, dann wieder breit und erdig, verließ dann den Waldrand und schlängelte sich, meist in Serpentinen, durch felsiges Gestein nach unten. Nach einer Stunde mit viel Fotografieren landeten wir dann bei der Haarnadelkurve auf der Forestal de la Meseta, dem breiten Forstweg, der sich von der Straße Epina – Vallehermoso bis zur Presa de los Gallos hinzieht. Hier war ein hübscher Rastplatz, weit unter uns sahen wir die beiden Französinnen auf die Presa zusteuern. Wenn die da heiter nach Vallehermoso wollten, dann wehe den Kleidungsfähnchen, die sie anhatten. Einige Wanderführer empfehlen für diese heute wohl nicht mehr begangene Strecke stabile Hosen – die vielen Dornen kannten wir noch auch den Jahren zuvor.

Wir aber konnten schauen und uns die Sonnen auf den Pelz scheinen lassen, das verschwitzte T-Shirt auf einem Blumenrasen trocknen lassen, bis es auch uns weiter zog.
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Diesmal sollte es auf dem Kamm der La Montaña weiter gehen. Das ließ sich auch auf den ersten 20 Metern gut an, aber dann wurde es, wie steht es im Wanderführer, etwas abschüssig und "abschnittsweise recht verwachsen". Verwachsen ist einfach: Du siehst den Weg bis 27 cm vor Deiner Schuhspitze vor dir und sonst nut Sträucher, mehr nicht. Um weiterzukommen, musst Du mit den Armen die sich vor dir aufbauenden Büsche und Ranken (immer stachelichte Brombeeren) durchteilen.

Abschüssig ist nicht, wenn der Weg ansteigt oder abfällt; abschüssig ist, wenn der Weg nicht waagerecht ist, sondern, meist beträchtlich, nach einer Seite abschießt. Hier war es immer nach rechts. Total sandiger Boden, auf dem die Schuhe kaum griffen, von Regenrinnen durchfurcht, und sicheres Fortkommen war nur durch intensives Festhalten an den Büschen möglich. Und die hatten hin und wieder gemeine Dornen und Haken und wir natürlich keine Handschuhe. Irgendwann musste eine Pause zur Wundverpflegung eingelegt werde; meine Frau war der Bpotanik etwas zu nahe gekommen.

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Na gut, diese Strecke war nicht länger als einige hundert Meter, dann traten die Sträucher zurück, der Weg wurde felsiger, die Schuhe fanden besser Halt. Tief unter uns zur Rechten sahen wir die südlichen "Vororte" (Band de las Rosas) von Vallehermoso und wussten, dort ist eine Straße, da wird man nicht von Fleischfressenden Pflanzen festgehalten.


Dabei, auch das hatten wir ja schon hinter uns: Die Straße durch den Süden von Vallehermoso bindet das Auge an jeder Ecke, immer neue Eindrücke einer großartigen und sehr gepflegten Landschaft gilt es zu verarbeiten. Ich würde mal gern einen ganzen Tag auf diesen wenigen Kilometern verbringen und nur fotografieren. Aber es ist eben Straße, und nichts finden wir schlimmer als nach vielen Kilometern Wanderung Straße latschen zu müssen.

Aber von diesen schönen Dingen im Tal waren wir weit (hoch) weg, kämpften uns weiter durch die Ranken, sahen auch schon mal weit vor uns den Roque de Cano liegen und fanden auch das beschriebene Aussichtplateau.
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Das hätte uns noch mehr Freude gemacht, wenn nicht kurz vorher wieder so eine Wanderwege-Ausschilderungs-Geniestreich-Stelle zu passieren gewesen wäre.

Wie das weiter geht.......gleich


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BeitragVerfasst: 02.02.2008, 13:50 
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Mit diesen Streichen hat es folgende Bewandtnis:

Die Wege sind/werden zunehmend nach den Regeln der European Rambler Association (ich bitte doch darum, den Namen nicht fehl zu interpretieren!) ausgezeichnet. Es handelt sich um kleine Farbmarkierungen, ca. 10 x 10 cm groß, wie quergestreifte Flaggen, in den Farben weiß – keine Farbe – rot (Hauptwanderwege) oder weiß – keine Farbe – gelb (Nebenwanderwege) oder manchmal auch weiß – keine Farbe – grün für lokale Wege, auf Felsen, Bäumen, Leitplanken.

Sind diese Farbstriche wie ein Andreaskreuz übereinander gestrichen, handelt es sich um einen falschen Weg. Es gibt auch Markierungen mit Pfeilen für einen Richtungswechsel. Solange Du dieses Zeichen nicht siehst, bist Du auf dem richtigen Weg, oder du hast es übersehen oder es war gar keines da. In den Straßen-Navigeräten erfolgen die Hinweise nach dem gleichen Prinzip – nur meist rechtzeitig!

Das Ganze ist im Rother ausführlich beschrieben. Wer einmal alle Möglichkeiten in Natura sehen will, der schlendere von der Abfütterungsstelle Chorros de Epina weiter nach unten bis zur Straßengabelung, wo es links nach Alojera und rechts nach Vallehermoso geht. Da ist auf der Leitplanke die gesamte Angebotspalette von Markierungen zu finden.

Du gehst also geradeaus und triffst auf einmal (die Erfahrung lehrt, nach 20 bis 30 Metern) auf das Schildchen mit der Bedeutung: falscher Weg. Du musst also, meist fluchend, wenn´s geht auch noch bergan, zurück. Wenn Du Glück hast, entdeckst Du wirklich eine deutliche Abzweigung, allerdings ohne Zeichen. Erst wenn Du 15 oder 20 Meter dieser Abzweigung gefolgt bist, dann taucht das Schildchen wieder auf. Und wenn du, sauer geworden, noch mal zurückgehst und versuchst, ob du ein Abzweigeschildchen finden kannst, dann war das (oft) vergebliche Mühe. Aber auch wenn du es findest, ist das ohnehin vergebliche Liebesmühe, denn wem willst du es zeigen und mit wem willst du schimpfen?

Gomera Spezial: Gleich am Anfang und am Ende (was ja von der anderen Seite aus gesehen auch wieder ein Anfang ist) oder an völlig unzweideutigen Stellen ohne Verirrungsmöglichkeit häufen sich die Markierungen so stark, dass du denkst, hier hat die EU die Farbe gesponsert und die musste aufgebraucht werden. Paradebeispiele sind für mich die überwältigenden Markierungen an der Ermita Santa Clara auf dem Weg nach Vallehermoso durch den Barranco de la Era Nueva (zwischendurch dann kilometerlang nichts) oder aber, auf dem Weg von Benchijigua nach Pastrana, genau unten im Barrancobett. Hier kann man sich nicht verlaufen, aber jeder Stein ist bekleckst. (Auch beim Aufstieg aus dem Wasserfallweg Richtung El Guro, wo die größeren Felsbrocken liegen, aber ich denke, das ist eine wilde Markierung.)

Mal zur Ehrenrettung der Gomera-Wanderwege-Markierer: das ist anderswo auch nicht viel besser, von Teneriffa mal ganz zu schweigen.

Wir wohnen in einer kleinen (ehemaligen) Residenzstadt, die zu ihren ehemaligen Bürgern (zu unrecht) zwei Königinnen, eine englische und eine deutsche, manche sagen sogar drei Königinnen, und ( zu rercht) eine andere, vor allem durch die Literatur bekannte Persönlichkeit zählt. Da es dazu eine in Deutschland einmalige Stadtanlage gibt, hats hier: Touristen. Was man da alles gefragt wird. Und wenn ich mir dann ansehe, was wie wo beschildert ist….. Ich war schon oft auf dem Rathaus reklamieren.

Zurück zum Thema: Wir waren der Markierungskunst erlegen und hatten das hübsche kleine Plateau erst im zweien Anlauf gefunden. Hier ist ein idealer Rastplatz. Wer die Tour gehen will: Erst hier eine größere Rast einlegen, nicht an der Forestal!
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Der Weiterweg führt zunächst durch einen steilen felsigen Hohlweg, steigt leicht an und umgeht einen Felsbrocken. Der Weg ist gut zu gehen, man muss nicht ständig den Blick fest am Boden haben, wechselt mal auf die linke und mal auf die rechte Kammseite und gibt durch die Büsche immer mal wieder Blicke auf die Umgebung frei. Ein lang gestrecktes, zackiges Massiv baut sich vor uns auf, es wird links durch einen Hohlweg umgangen, man sieht unter sich schon einen Fahrweg, der dann auch bald erreicht wird.

Die ganze Zeit sieht man den Roque El Cano langsam aber sicher näher kommen, auch große Teile vom Hauptort Vallehermoso sind einsehbar. Auf der linken Seite der Blick zur Montaña Blanca mit ihren Antennen. Den Abstiegsweg von dort nach Vallehermoso kann man gut ausmachen.

Insbesondere der Blick nach rechts in die Dörflein weckt wieder den Wunsch, dorthin eine Fototour zu machen.
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Am sehr holprigen Fahrweg angekommen haben wir uns dann nach links gewendet und sind in großen Kehren auf dem Weg nach unten gewandert. Man kann allerdings an der Auftreffstelle geradeaus über einen schmalen Pfad weitergehen, der kreuzt noch zwei mal die Piste und landet dann auf ihr. Dann war die Asphaltstraße erreicht, und wir hatten dreieinhalb Stunden wunderschöne Wanderstrecke hinter uns.
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Auf der Straße geht es nach links eineinhalb (langweilige) Kilometer bis zum Kiosko Bar Garajonay, wo es außer Saft nichts gibt.

Wer allerdings rechts abbiegt und die Straße bergan geht (riesiger "Weihnachtsstern" am nächsten Gebäude rechts), erreicht nach 600 Metern die Embalse de la Encantadora. Dort am See zu mittagsmahlen (wenn man noch was mit hat) ist erholsamer als im etwas nüchternen und um die Mittagszeit scheinbar völlig toten Vallehermoso selbst.

Nun will ich dem Ort nicht Unrecht tun, wir haben schon oft überlegt, da mal für einige Tage Quartier zu machen und die nähere Umgebung ohne den Druck, den Bus erreichen zu müssen, zu erkunden. Aber wenn man da ankommt und großen Hunger hat:
Kiosco Garajonay: nur Saft und so.
Kaum weiter, auch rechts (Triana?): kein Mittagstisch.
Central (?) neben Rafaelo und dem Arbeitsamt (?) siehe ganz am Anfang.
Casa Amaya: Ein Hauch von McDonalds, aber es hat geschmeckt. Iballa, das ist es: Mittags (kommen) die Lehrerinnen aus der gegenüber liegenden Schule zum Cafetrinken, an die Tischen großmächtige Bauarbeiter mit einem riesigen Appetit. Es gab tolle Portionen, hausgemacht und hat geschmeckt.

Wir sind immer mit dem Bus, noch einem Bus oder der Garajonay wieder zurück ins Valle gefahren. Ich stelle dazu mal demnächst eine hoffentlich interessante Betrachtung an.


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BeitragVerfasst: 02.02.2008, 14:43 
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BeitragVerfasst: 02.02.2008, 15:24 
Danke vielmals für diese wunderbar lebhaften Schilderungen, Gomerawanderer! Sie haben mir mehrmals "flashbacks" verursacht, so dass ich stellenweise wieder das Gefühl verspürte, das man hat, wenn die Schuhe im Sand abrutschen. Natürlich auch viele andere, angenehmere :-D . Es ist toll, dass du uns so viel Lesenswertes hier reinstellst. Ein Genuss!


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BeitragVerfasst: 02.02.2008, 15:26 
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Klasse, Gomerawanderer, echt toll geschrieben. :-D

Die Tour hört sich echt super an. Da krieg' ich den totalen Gomera - Flashback und will sofort wieder hin. Mist, das wir nicht zwei Urlaube hinkriegen.

Bekleidungsmässig haben wir auch unglaubliche Dinge auf La Gomera und La Palma beobachet. Manche Leute beschliessen ob der südlichen Lage wohl, das Sommer zu herschen habe. Und gerade ein Teil der Valle Toruristen scheint da absolut beratungsresistent zu sein. Wir hatten im letzten Mai oft, ca. 10, windige und veregnete, Grade oben im Nationalpark. Trotzdem hat man andauernd völlig verfrorene Touris in kurzen Hosen und T-Shirt gesehen. Teils sahen die Leute völlig fassungslos aus. Als wenn sie sich überhaupt nicht vorstellen könnten, das es hier oben kälter sein könnte, als unten im Tal.


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BeitragVerfasst: 02.02.2008, 15:31 
Stimmt, Lee. Im letzten Sommer habe ich eine spanische Familie dort oben getroffen, die gar nicht so schnell bibbern konnte, wie sie gefroren hat. Die Mädels standen in Miniröckchen und Sandalen im dichten, wirklich saukalten Nebel rum, Papa und Mama haben ihre Strickjäckchen um sich rum gewickelt und dann waren sie sehr schnell wieder im Auto verschwunden. Ich war platt!


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BeitragVerfasst: 02.02.2008, 16:26 
Besonders nett anzusehen sind auch die "Gomerasafari"- Touris in den offenen 4x4, die für einen Tag von Tenerife hier rüber kommen! Doch, denen macht das bestimmt Spass! :scheinheilig: :sm_03

Gomerawanderer: Hihihi! :bussi


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BeitragVerfasst: 02.02.2008, 21:28 
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Diese Safaris wurden doch früher auch von Gomera aus gestartet und waren offenbar sehr belebt. Habe ich allerdings schon Jahre nicht mehr gesehen.
Besonders schön, wenn sie am Sonntag in das familienüberfüllte La Laguna reinrauschten. Es wird behauptet, auf solchen Fahrten wären hin und wieder auch mal Nüchterne. Kann das sein?
Wir hatten da mal ein besonders schönes Erlebnis: Die rote Wand in Agulo hochgekrochen, ausgiebige Rast am Mirador gemacht, alte Leute brauchen halt mal eine Pause, und da kam von oben so eine Karawane angebraust und brachte die Fahrzeuge in einer riesigen roten Staubwolke wenige Zentimeter vor der Mirador-Mauer zum Stehen. Wir sind relativ schnell Richtung Juego de Bolas verschwunden, aber irgendwann kamen sie hinter uns her und bogen dann in einen rechts steil ansteigenden Pfad ab. Volles Gejohle, wer´s mal gesehen hat, weiß Bescheid. Und dann überschätzte sich einer der Fahrer, und seine Karre kam ins Rutschen, seine Fahrgäste konnten sich soeben in Sicherheit bringen und dann kippte die Karre aufs Dach (obwohl sie ja gart keines hat).
War das ´ne große Freude. Weil ich keine Prügel bekommen wollte, habe ich nicht laut Gotteslob gesungen, aber gesungen hab´ ich, und ich glaube, Er hat es gehört und Er hat sich auch gefreut.


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BeitragVerfasst: 02.02.2008, 21:39 
Gomerawanderer, Du glaubst garnicht, wie sehr Du mich mit Deinen Beiträgen heute erfreut hast! :floating_heart


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