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Margit P.
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Betreff des Beitrags: So lernte ich La Gomera kennen Verfasst: 06.01.2008, 16:30 |
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Registriert: 21.02.2007, 19:30 Beiträge: 149 Wohnort: Wien
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Wo ist denn La Gomera? / Kapitel 1
Es war im April 1981, als uns ein befreundetes Ehepaar besuchte, um sich von uns zu verabschieden, weil sie vorhatten auszuwandern. Sie hatten schon alle Brücken hinter sich abgebrochen, haben ihr gut gehendes Cafehaus verkauft, Wohnung alles schon aufgelöst. Es hörte sich richtig abenteuerlich an. Sie wollten nach La Gomera.
La Gomera, das hab` ich ja noch nie gehört, ich konnte mit diesem Namen nichts anfangen, wusste auch Anfangs nicht mal wo dieses La Gomera sein sollte. Es ist eine kleine Insel im Atlantik und gehöre zu den Kanaren, eine Nachbarinsel von Teneriffa, so wurde mir dann erzählt. Sie soll eine grüne Insel sein u. einen Regenwald hat sie auch und es gibt auf der ganzen Insel mehr Palmen als auf den übrigen Kanaren zusammen. Außerdem soll es dort ruhig sein, also nicht solch ein Trubel wie in Gran Canaria oder Teneriffa. Aber das kannte ich ja auch noch nicht. Unsere Freunde kamen richtig ins schwärmen als sie davon erzählten. Für sie war es die Zukunft und das Leben, das sie ihrem kleinen Sohn bieten wollten. Wir wünschten viel Glück u. mein Ex (wir sagen ab jetzt Poldi zu ihm) sagte noch: „Ruft an wenn es wirklich so schön ist, dann kommen wir nach!“ Ich dachte mir dabei noch nicht viel, denn es wurde ja im allgemeinen viel gesprochen, bis der Tag zu Ende war, blablabla…..
Wir entschließen uns auch, nach La Gomera zu reisen! / Kapitel 2
Es war Mitte Juni, als ein Anruf aus La Gomera kam. Es ist wunderbar dort, eine ganz tolle Insel, genau so wie sie beschrieben wurde. Wir sollen doch auch nachkommen, auf ein paar Monate zumindest. Für mich war es schon sehr reizvoll die Stadt für ein paar Monate gegen Sonne, Meer u. Palmen zu tauschen. Poldi und ich waren sich einig, dass uns so ein Langzeiturlaub gut tun würde. Am Abend trafen wir Gabi u. Peter, das sind unsere besten Freunde. Als wir ihnen von unserem Vorhaben erzählten, waren die zwei schon nach kurzer Zeit soweit, dass sie uns beneideten und in Erwägung zogen mit uns auf 2-3 Monate in den Süden zu fahren. Es wurde auf einmal ein richtiger Schlachtplan entworfen, der immer realistischer wurde. Bei uns war es einfach, da ich im Fitnesscenter von Poldi arbeitete u. er konnte sich auch für einige Zeit losreißen, da er das Center mit einem Co. hatte. Bei meiner Freundin war die Sache schon etwas schwieriger, sie stand in einem Arbeitsverhältnis. Aber sie hatte auch Feuer gefangen u. nahm sich vor ihren Chef um eine Auszeit zu bitten u. ihr Verlobter, der selbständig als Tontechniker arbeitete, der sah kein Problem darin sich frei zu nehmen.
In den kommenden Tagen hatten wir dann richtig Stress! Termine absagen, verschieben, Daueraufträge abschließen, mit dem Hund zum Tierarzt, wegen dem Impfzeugnis, eben ALLES erledigen so dass wir ohne Probleme 2-3 Monate dem Lande adios sagen konnten. Poldi musste einen Bus besorgen, denn wenn wir zu viert u. unserem Hund so weit fahren mussten, war ein doch viel Bus bequemer. Er hatte ja viele Bekannte, die unter anderem auch einen Autoplatz besaßen u. so war es nur logisch, dass er auf Busschau ging. Am selben Abend stellte er mir dann auch schon unseren neuen Bus vor. Als ich ihn sah, war ich erst einmal leicht geschockt, denn vor mir stand ein uralter Samba VW-Bus. Rot ab den Fenstern weiß, dann hatte er über den Fenstern noch längliche Panoramafenster u. zu guter letzt auch noch ein Fetzendach ( Plane). Meine Enttäuschung konnte ich nur mit Mühe verbergen. Ich dachte nur, die alte Kiste bringt uns doch nicht einmal bis an`s Mittelmeer. Aber als wir dann ein paar Proberunden mit ihm drehten, Poldi hatte das Dach geöffnet, man konnte es bis zur hintersten Sitzreihe zurück schieben, hatte ich den Bus in mein Herz geschlossen. Es hatte fast ein Cabrioletgefühl in mir ausgelöst. Ja, da war ich mir schon sicher, dass die Fahrt bis nach Südspanien Spaß machen würde, denn diese sollte ca. 3 – 4 Tage dauern. Am nächsten Tag begann Poldi schon damit, den Bus umzubauen, so daß hinten eine Liegefläche entstand.
Zu viert und einem Hund im alten VW-Bus in Richtung Kanarische Inseln! / Kapitel 3
Es waren keine 2 Wochen vergangen u. wir saßen zu viert und unserem Hund im Bus und fuhren in Richtung Süden. Anfangs war es eine angenehme, ruhige Fahrt, denn der alte Sambabus brachte seine Tachonadel nicht über 80 km/h, außer es ging bergab, dann musste man ihn sogar bremsen, dass nicht das Temperament mit ihm durchging. Aber leider wurde die Reise schon am 1. Tag wegen einem Motorschaden in Norditalien je gestoppt. Wir waren kurz vor Venedig, bei Treviso, als nichts mehr ging. Ein Abschleppauto musste her und ab in die Werkstätte. Der Mechaniker sagte uns kurz und bündig: „ Motor kaputo“! Für mich war der Traum einen wunderbaren Urlaub zu erleben ausgeträumt. Die Anderen waren natürlich auch schwer enttäuscht. Aber da hatte ich nicht mit Poldi gerechnet. Wenn er sich einmal etwas vorgenommen hatte, tat er auch alles was in seiner Macht stand um es zu verwirklichen. Er sprach noch einmal mit dem Mechaniker ob er eine Tauschmaschine für den Bus besorgen konnte. Der Mechaniker war ein wenig amüssiert darüber, denn seiner Meinung nach gehöre der Bus schon auf den Autofriedhof. Als er merkte, dass es Poldi ernst damit war, fing er an zu telefonieren. Nach kurzer Zeit sagte er uns dann, dass er für den nächsten Tag einen neuen Motor bekommen könne. Unsere Stimmung hatte sich auf einen Schlag wieder gehoben. Wir rechneten schon mit 2 Tagen bis der Bus wieder fahrbereit war. Der Chef dieser Werkstätte war so nett, dass er uns ein Auto borgte und damit suchten wir uns ein Hotel. Erst einmal das Beste daraus machen, darin waren wir uns einig. Da wir in der Nähe von Venedig waren einigten wir uns schnell darauf, den Abend in Venedig zu verbringen. Es war ein wunderschöner Abend, den wir mit einem guten Essen und ein paar Gläschen Wein beendeten. Als wir wieder in unserem Hotelzimmer waren, saßen wir noch bis spät in die Nacht zusammen und stellten uns vor, wie es auf der Insel sein würde. Wir hatten ja nur die Erzählung unserer Freunde, die schon in La Gomera waren. Ich weiß gar nicht, ob es damals schon ein Internet gab, wir hatten auf alle Fälle noch keines, wo wir uns informieren hätten können u. Fotos hatten wir auch noch keine gesehen. Im Morgengrauen legten wir uns dann endlich schlafen. Den nächsten Tag verbrachten wir mit Einkaufsbummel in Traviso u. zwischendurch immer wieder in die Werkstatt fahrend um zu sehen, wie die Reparatur voran ging. Als uns der Mechaniker sagte, dass der Bus am nächsten Tag, Mittags schon fertig sei, hatten wir wieder richtig gute Laune. Noch einmal im Hotel schlafen und dann wieder ab auf die Piste.
Beim Frühstück freuten wir uns auch schon wieder auf`s weiterfahren. Aber vorher noch einmal in die Werkstatt. Der Bus sprang gleich an u. Poldi machte wieder einmal eine Probefahrt mit ihm. Ja, alles in Ordnung, hörte sich gut an der neue Motor u. dann ab zum Löhnen. Na gut, was muss, dass muss.
Endlich saßen wir wieder im Auto und fuhren, aber jetzt noch langsamer als vorher, denn die Maschine musste erst eingefahren werden. Da aber die ganze Strecke Autobahn war, vergaß man schon mal, dass man es langsam mit einem neuen Motor angehen sollte. Was uns dann schon wieder am nächsten Tag auf den Kopf fallen sollte. Wir steuerten in Nordspanien schon wieder eine Werkstatt an, weil der Motor nicht mehr richtig Gas annahm. Dort wurden dann die Zylinder neu eingestellt u. es ging weiter. Wir sollten aber nicht lange Freude haben, denn die Reise durch Spanien war ein Spießrutenlauf durch viele Werkstätten die auf der Strecke waren. Nach einer Woche u. insgesamt 12 Werkstättenstopps waren wir endlich in Südspanien- Cadiz angekommen.
Die Überfahrt! / Kapitel 4
Wir waren alle fix und fertig. Aber, wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her! Wir hatten das Glück, dass wir für den nächsten Tag einen Platz auf der Fähre, die auf die Kanaren ging, bekamen. Unsere Stimmung hatte sich von 0 auf 100 hinaufgeschraubt, vor allem freuten wir uns auf eine angenehme Dusche, denn wir sind die letzten Tage nur mehr durchgefahren, wenn wir nicht gerade kurz in einer Werkstatt standen. Also noch eine Nacht im Bus schlafen und dann ab nach Teneriffa.
Auf dem Schiff waren wir einen ganzen Tag, eine Nacht und am darauf folgenden Tag, es war der 23. 7. 1981, zufällig auch mein 25. Geburtstag, legten wir gegen Mittag in Sta. Cruz de Tenerife an. Dann war es endlich soweit, wir waren auf den Kanarischen Inseln angekommen. Wir wussten, dass wir hinunter in den Süden der Insel, nach Los Christianos fahren mussten. Denn dort legt die Fähre nach La Gomera ab. Was wir auch sofort machten, denn wir wollten keine Zeit verlieren, da uns noch nicht die Abfahrtzeiten bekannt waren. Im Hafen von Los Christianos erkundigten wir uns erstmal um wie viel Uhr die Fähre nach La Gomera auslief. Jetzt wussten wir, dass wir noch sehr viel Zeit hatten, denn damals ging nur 2mal täglich eine Fähre nach La Gomera. Um 10 Uhr Vormittag und um 20 Uhr Abends. Erst einmal gingen wir etwas essen und danach spazierten wir wieder in den Hafen hinunter. Wir gingen zur Strasse hinauf, denn vielleicht konnte man La Gomera von dort aus schon sehen. Aber leider, es war sehr dunstig und so sahen wir nur bis Playa las Americas und ich dachte mir insgeheim, hoffentlich ist La Gomera wirklich anders. Denn ich war noch nie ein Fan von Massenstränden.
Endlich war die Zeit um und wir konnten mit dem Bus auf die Fähre fahren. Die Überfahrt war ganz ruhig aber trotzdem sahen wir viele Einheimische denen man ansah, dass ihnen schlecht war und die auf den Bänken liegend die Überfahrt hinter sich brachten.
La Gomera! / Kapitel 5
Als wir dann in San Sebastian an Land fuhren, war die Sonne schon untergegangen. Es war finster und eine sehr schlechte Straßenbeleuchtung, Poldi bemühte sich einen Wegweiser zu finden, auf dem Richtung Valle Gran Rey stand. Denn das hatten uns unsere Freunde gesagt, wenn wir in San Sebastian ankommen, dann müssen wir quer durch die Insel, ins Valle Gran Rey fahren und dort hinunter in den Hafen, wo ein kleiner Kiosk steht. Der Wirt heißt Jose u. der weiß wo sie wohnen würden. Heute wäre es natürlich viel einfacher, wo jeder schon ein Handy besitzt.
Das soll die Hauptstadt der Insel sein, Es waren nicht viele Häuser und Poldi hatte bald die richtige Straße gefunden. Da dachte ich, wenn die Hauptstadt schon so klein ist, wie viele Häuser stehen dann im Valle Gran Rey. Jetzt ging es bergauf, viele, viele Kurven bergauf in die finstere Nacht hinein. Von der Umgebung sah man nichts, draußen war es nur dunkel. Beim hinauffahren sah man wenigstens noch ein paar Lichter der „Stadt“, wenn man sich umdrehte und hinunter sah. Aber jetzt, wo wir schon ganz schön hoch oben waren, da war es nur mehr schwarz. Die paar Autos die auch auf der Fähre mitgefahren sind und einige Zeit noch vor uns zu sehen waren, die waren natürlich schon über alle Berge und wir fuhren jetzt ganz alleine durch die finstere Nacht. Als es die ersten Abschnitte bergab ging, wurde auch noch die Straße schlechter. Engere Kurven, viele, viele Schlaglöcher und zwischendurch auch noch mittelgroße Steine auf der Straße. Poldi kam ganz schön in`s Schwitzen. Meiner Freundin und mir wurde schön langsam schlecht. Die ewigen Kurven und da draußen sah man nirgends ein Licht. Endlich kamen wir bei ein paar Häusern wo Licht brannte vorbei. Am Ende des Ortes lasen wir dann auf einer Tafel „ Las Hayas“. Es war aber für uns von keiner Bedeutung, da wir auch keine Straßenkarte hatten und daher gar nicht wussten wo dieser Ort liegt. Es geht aber ab jetzt fast nur mehr den Berg hinunter, was uns an eine baldige Ankunft hoffen ließ. Wir waren jetzt schon eine ganze Stunde in den Bergen unterwegs. Die Kurven hörten nicht auf. Als wir endlich wieder vom weiten ein paar Lichter sahen, heute weiß ich, dass es die Lichter von Arure waren, war dann endlich wieder einmal ein Wegweiser zu sehen. Nach links ins Valle Gran Rey, nur mehr ein paar km. Jetzt kam wieder Freude auf, da wir dachten, dass wir jetzt bald die ganzen Strapazen hinter uns hatten. Aber das Ärgste kam erst jetzt. Die Straße wurde noch enger und die Kurven ließen auch nichts Gutes verheißen, Auf der einen Straßenseite sah man eine Felswand hoch, auf der rechten Seite sah man gar nichts, was ja nur bedeuten konnte, dass es da hinunter ging. Wir hofften nur, dass uns jetzt ja kein Auto entgegen kam. Dann endlich sahen wir vom weiten ein paar Lichter und nach einiger Zeit endlich keine Felswand neben uns hochragen. Der Ohrendruck ließ auch nach und die Kurven wurden weniger und wir fuhren jetzt schon an ein paar Häusern vorbei. Die Straßenbeleuchtung war sehr spärlich. Als wir dann wieder zu einem Abzweiger kamen, da stand nach links Puerto u. nach rechts La Playa, ohne das km angegeben waren, was uns hoffen ließ, dass wir jetzt bald am Ziel sind. Dann war es soweit und wir hatten das Ende der Straße erreicht.
Endlich im Hafen vom Valle Gran Rey angekommen! / Kapitel 6
Vor uns sahen wir einen Kiosk wo noch ein paar Leute auf Holzstämmen saßen und dahinter das Meer, in dem ein paar kleinen Fischerboote herum tümpelten. Mit weichen Knien stiegen wir aus dem Bus aus. Es war eine Wohltat, obwohl wir noch immer das Gefühl hatten, die Serpentinen zu fahren. Wir gingen auf dem steinigen Boden zu dem Kiosk und bestellten einmal etwas zum trinken. Die wichtigsten Wörter, wie bitte, danke, Bier, Wein und bis zehn zählen, hatten wir ja schon aus einem Wörterbuch gelernt. Als wir dann auch auf ein paar Baumstämmen saßen, machte sich eine gewisse Verzweiflung in mir breit. Warum haben wir das gemacht, da hätte es doch mit Sicherheit schönere Orte gegeben, wo wir unser Geld an den Mann bringen konnten und ich sicherlich nicht auf Hocker die aus Baumstämmen sind sitzen musste. Aber ich war auch schon zu müde um mir darüber noch weiter den Kopf zu zerbrechen und dann müssen wir ja nicht so lange auf La Gomera bleiben. Ich wurde aus Gedanken gerissen, als sich der Wirt zu uns gesellte. Er war ganz lustig und stellte sich bei uns als „ el Mago „ vor. Er fragte uns, von welchem Land wir kommen. Als wir im sagten, das wir Austriacos sind, erzählte er uns von selbst, dass im Hafen auch eine Familie aus Österreich wohnt. Wir versuchten ihm zu erklären, dass wir zu ihnen wollten und schon schickte er seinen Sohn los, der nach ein paar Minuten mit unseren Freunden zurück kam. Als ich sie sah, viel mir wirklich ein Stein vom Herzen, da es ihnen anscheinend wirklich sehr gut ging. Als wir ausgetrunken hatten, wollte ich nur mehr zu unseren Freunden ins Haus und schlafen. Unsere Freunde meinten, dass die Männer mit dem Bus soweit wie möglich zum Haus fahren sollten, wegen dem Gepäck und die Frauen gehen zu Fuß, der Weg sei ja auch kürzer. So war es, der Weg war zwar kürzer, aber wenn ich auch nur im leisesten geahnt hätte, dass er nur steinig waren und wir zwischendurch sogar über Felsen klettern mussten, wäre ich bestimmt im Auto mitgefahren. Wir kamen an Hunden vorbei, die in den neben den Häusern liegenden Müllsäcken nach Essbarem suchten. Es gab zwar ein paar Lichter, die zwischen den Häusern die eine kleine Hilfe waren, aber von der heutigen Straßenbeleuchtung noch sehr weit entfernt war. Als wir dann endlich im Haus angekommen sind, war ich schon sehr erleichtert. Das innere des Hauses war sehr nett eingerichtet und sah gar nicht nach einer Urlaubswohnung aus. Unsere Freunde hatten ja den wichtigsten Hausrat mitgenommen und das innere mit viel Liebe zu einer netten Wohnung dekoriert. Da es im Haus nur vier Betten gab, holte Poldi für uns die Matratzen aus dem Auto und die legten wir im Innenhof auf den Boden. Nach dem wir das Schlafproblem gelöst hatten setzten wir uns noch mit einer Flasche Wein zusammen und erzählten von der nun endlich hinter uns liegenden Odyssee nach La Gomera. Unsere Freunde merkten, dass unsere Eindrücke von der Insel zur Zeit nicht gerade die Besten waren und versprachen mit uns am nächsten Tag eine Inselrundfahrt zu machen und uns die Schönheit der Insel zu zeigen. Es war schon lange nach Mitternacht als wir endlich schlafen gingen und es machte mir überhaupt nicht aus, auf der Matratze schlafen zu müssen, denn ich war hundemüde. Als wir dann auf unserer Matratze, unter freiem Himmel lagen, spürte ich zum ersten mal den Zauber der Insel. Noch nie zu vor hatte ich einen so schönen Sternenhimmel gesehen, der sich ober mir ausbreitete und ich so in einen seeligen Schlaf viel.
_________________ Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
(Aristoteles)
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Mumintroll
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 06.01.2008, 16:35 |
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| ...nicht mehr so ganz neu hier |
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Registriert: 31.07.2007, 14:48 Beiträge: 33 Wohnort: Bayern
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wow - danke für die ausführliche Beschreibung des Kennenlernens. Ich kann mir das Abenteuer Anreise ins VGR lebhaft vorstellen...
Super 
_________________ Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig? - Johann Nepomuk Nestroy
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la rana
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 06.01.2008, 16:45 |
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Margit P.  Danke, dass Du uns an Deiner "Reise" teilnehmen lässt. Wie sehr erinnern mich manche Momente an meine eigenen Erlebnisse....
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Gomerapirat
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 06.01.2008, 17:00 |
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Registriert: 26.10.2006, 20:37 Beiträge: 2001 Wohnort: Ruhrpott
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Lee
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 06.01.2008, 17:43 |
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Registriert: 08.01.2007, 00:20 Beiträge: 0
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Klasse, Margit!!! Echt schön geschildert, wie abenteuerlich die Anreise damals war.
Freue mich schon auf Deine weiteren Beschreibungen 
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Thorsten
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 06.01.2008, 18:58 |
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Registriert: 13.10.2006, 11:56 Beiträge: 44 Wohnort: Solingen
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Danke, auch ich freue mich weiterlesen zu können
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Margit P.
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 07.01.2008, 00:30 |
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| ...nicht mehr so ganz neu hier |
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Registriert: 21.02.2007, 19:30 Beiträge: 149 Wohnort: Wien
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Danke, es ist schön, daß Euch mein Bericht gefallen hat. Anfangs hatte ich schon befürchtet, daß ich Euch meine Erzählung zu langgezogen geschrieben habe. Aber wie ich schon am Küchentisch erwähnt habe, sind die meisten Ereignisse in der Geschichte wichtig um meine Gefühle wiedergeben zu können.
@ Lee, natürlich werde ich von meiner ersten Inselrundfahrt schreiben. Dann gibt es noch ein paar einschneidende Erlebnisse, die ich in La Gomera schon hatte.
Es freut mich, daß noch weitere Erlebnisse, die ich auf meiner Lieblingsinsel hatte, lesen wollt. 
_________________ Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
(Aristoteles)
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Gomerapirat
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 07.01.2008, 13:36 |
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Registriert: 26.10.2006, 20:37 Beiträge: 2001 Wohnort: Ruhrpott
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_________________ de corazon-desgarrador-despiadadamente Vivan los Piratas!
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Mumintroll
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 08.01.2008, 07:33 |
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Registriert: 31.07.2007, 14:48 Beiträge: 33 Wohnort: Bayern
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Da schließe ich mich doch mal total uneigennützig dem Pirat an 
_________________ Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig? - Johann Nepomuk Nestroy
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Margit P.
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.01.2008, 19:50 |
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Registriert: 21.02.2007, 19:30 Beiträge: 149 Wohnort: Wien
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Der erste Morgen auf der Insel! / Kapitel 7
KICKERICKI!!!!!!!! Womit ich bestimmt nie gerechnet hätte ist, dass mich am ersten Morgen in La Gomera ein Hahn wecken würde. Es war auf einmal ein Gefühl von „daheim“. Dazu muß ich noch sagen, dass ich als Kind auf dem Lande aufgewachsen bin. Es war schon hell, Tageslicht, aber noch keine Sonne. Blauer Himmel und keine Wolken. Ganz nah vor mir, sah ich an einer schroffen Felswand hoch. Sie war fantastisch. Es war so ein richtiger WAUHHHH – Blick. Diese verschiedenen Rottöne, die sich wie Platten schichtweise durch die Felswand zogen. Ganz leise richtete ich mich auf und sah mir einmal bei Tageslicht an, was die Nacht so alles verborgen hatte. Es gab einen kleinen Garten, wo ein Orangen- u. ein Papayabaum stand. Vor dem Haus war eine kleine Terrasse, die mit Bambus überdacht war, da hatten wir unser Nachtlager aufgeschlagen. Der Innenhof war mit einer ca. 2 m hohen Mauer umgeben. Also nach außen sah man nicht viel. Meine Uhr sagte mir, dass es schon 9 Uhr war. Poldi schlief noch fest neben mir als ich aufstand und ins Bad ging, welches ich ja in der Nacht schon kennen gelernte hatte. In der Küche war der Tisch schon für`s Frühstück gedeckt, aber die Schlafzimmertüren waren noch zu und es sah aus, als ob die Anderen alle noch schlafen würden. Als ich frisch aus dem Bad wieder heraus kam, kam Ulli mit dem kleinen Marcel gerade zur Eingangstür herein. Sie hatte eine Tüte in der Hand woraus sie ganz frische Brötchen nahm. Ach, wie die dufteten. Dann kam auf einmal Leben in`s Haus. Die Türen gingen auf und einer nach dem anderen erschien noch so richtig schlaftrunken. Da war ich dann schon froh, dass ich die erste im Bad war, denn ich hatte mit Sicherheit genauso verschlafen ausgesehen wie sie. Von den Brötchen waren wir dann alle begeistert und langten ordentlich zu. Nach dem Frühstück erzählten uns unsere Freunde, was sie mit uns für diesen Tag alles geplant hatten. Zuerst sollte es hinauf in die Berge gehen und bei der Heimfahrt, am späteren Nachmittag würden wir uns 2 Häuser ansehen, die zu mieten wären. Darüber waren wir natürlich sehr froh, denn das hieß, das wir endlich die Koffer und Taschen ausräumen und sie für einige Zeit verstauen könnten. Dann entschlossen wir uns mit dem Auto unserer Freunde zu fahren, denn der war größer als unser Bus. Jetzt waren wir ja 3 Pärchen, ein Kind und ein Hund. Unsere Freunde hatten sich in Deutschland ( Ulli, sie war ja aus D )bei einer Versteigerung von ausgedienten Polizeiautos einen alten Bus den das Überfallskomando gefahren hatte, ersteigert. Er war grün, man konnte die Plane abnehmen und dann waren auf der Längsseite je eine Bank, auf der gut 5 Leute Platz nehmen konnten. Der Einstieg war von hinten. So fuhr man wie mit einem riesigen Jeep und man konnte dadurch auch viel mehr von der Landschaft sehen. Jetzt freuten wir uns schon sehr endlich diese angeblich so wunderbare Insel kennen zu lernen.
_________________ Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
(Aristoteles)
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Gomerapirat
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.01.2008, 23:06 |
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Registriert: 26.10.2006, 20:37 Beiträge: 2001 Wohnort: Ruhrpott
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Margit P.
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 13.01.2008, 21:26 |
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Registriert: 21.02.2007, 19:30 Beiträge: 149 Wohnort: Wien
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Jetzt geht es hinauf ins Tal / Kapitel 8
Obwohl die Sonne schon über den Berg hervorgekommen war und es schon ganz schön warm war, meinten unsere Freunde, wir sollen uns unbedingt einen Pullover u. eine lange Hose mitnehmen. Denn oben in den Bergen, da kann es ohne weiteres kälter sein oder gar zu regnen beginnen. Wir nahmen uns dann auch eine wärmere Kleidung mit, obwohl ich dacht, dass kann doch nicht sein, bei dieser Hitze und es waren auch keine größeren Wolkenbildungen zu sehen. Egal, wir schnappten unsere Pullovern und hinaus aus dem Haus. Wir gingen einen schmalen, steinigen Pfad zwischen den Häusern vor, bis wir nach kurzer Zeit auf einer Straße waren. Bis jetzt sah ich noch nichts schönes oder wunderbares was es mir Wert wäre, so wie unsere Freunde, auszuwandern. Im Gegenteil, die Häuser die hier standen waren alles andere als schön. An der Ecke war ein kleiner Laden, wo man sogar von außen sah, dass er bis zur Decke hinauf mit Ware voll gerammelt war. Unsere Freunde erklärten, daß sie hier einkaufen würden. Im Hafenviertel, welches Vueltas heißt, gäbe es nur 2 Läden zum einkaufen, man sagt hier „Tienda“ zu den kleinen Geschäften und das wäre diese und ein Stück weiter oben nach der Kurve da ist auch noch eine Tienda. Vor dieser Tienda saß ein älterer Mann mit einer Zigarillo in der Hand und wir machten es unseren Freunden nach und grüßten mit einem „hola“, welches mit einem freundlichem Lächeln zurückgegeben wurde.
Da stand dann auch schon ganz eng an eine Hausmauer der Bus unserer Freunde eingeparkt. Also stiegen, besser gesagt zogen wir uns an der hinteren Seite des Wagens hoch. Für uns Frauen war es nicht ganz einfach, da die Trittbretter zum Einsteigen ziemlich weit auseinander standen. Als alle im Auto waren, fuhren wir dann endlich los. Nachdem wir die Häuser von Vueltas hinter uns hatten, erblickte ich zum erstenmal Natur. Vor uns breiteten sich, soweit ich sehen konnte Bananenfelder aus und ich konnte weit sehen, da die Aussicht von dem Gefährt hinunter wirklich super war. Ich konnte ganz weit, sogar bis auf den Atlantik hinaus sehen. Er hatte ein fast unnatürliches blau. Der blaue Himmel, die grünen Bananenfelder und im Hintergrund das tiefblaue Meer. Ja, dass war ein schöner Anblick. Unser Freund kannte anscheinend schon alle Schlaglöcher, die in nicht geringer Menge auf der Straße zu finden waren, denn er umfuhr sie sehr geschickt. Manchmal allerdings wenn sie zu eng aneinander lagen, da nützte sein ganzes Geschick nichts und es rüttelte uns dann so richtig schön durch. Nach einigen Minuten kamen wir zu einem kleinen Ort, wo die Häuser eng aneinander auf den Berg gebaut waren. Das sah sehr nett aus, es waren gepflegtere Häuser als jene, die ich im Hafen gesehen hatte. Der Ort hieß La Calera. Da fuhren wir dann auch an einer Bank vorbei und es tat ein wenig gut, zu wissen wo man Geld holen konnte, wenn man es brauchte. Von jetzt an ging es das Tal hinauf eine ganz enge Straße und bevor wir in eine Kurve fuhren, wurde laut gehupt. Ich ließ mir dann erklären, dass es hier üblich ist, immer vor einer Kurve zu hupen, denn so weiß man, dass auf diesem Abschnitt ein Auto entgegen kommt.
Als wir dann La Calera hinter uns hatten, war es auf einmal wie eine andere Welt. Zwischen den Bananenfeldern standen riesige Palmen, auf der gegenüberliegenden Talseite schon richtig im Berghang drinnen stand eine kleine Kapelle, um sie herum standen viele Palmen, obwohl es dort oben sehr felsig aussah. Danach kamen wir wieder zu ein paar Häusern und das war „ Casa de la Seda“. Anfangs machte ich mir schon Sorgen wegen dem Gegenverkehr, aber da wir noch keinem Auto auf einer engen Stelle begegnet waren hatte ich meine Aufmerksamkeit der schönen Umgebung geschenkt. Jetzt hatten wir zur Abwechslung endlich einmal eine lange Gerade vor uns. Es ging ca. 200 m gerade aus und vor der nächsten Kurve blieben wir am Straßenrand stehen. Vor uns sahen wir wieder einige Häuser, es handelt sich um Los Granados und unser Freund zeigte auf ein ebenerdiges altes Haus, es stand in der Mitte des Tales. Von dem Haus aus war die weite Sicht bis zum Meer hinunter garantiert. Er sagte uns, dass dieses Haus eines der 2 Häuser war, die zu mieten seien, aber in diesem Haus, gäbe es noch keinen Strom. Gabi sagte gleich, dass sie auf jeden Fall nicht ohne Strom wohnen wollte und somit war schon mal klar, dass wird für die nächste Zeit mein zu Hause sein. Mir gefiel die Lage, die Aussicht, die man von dem Haus aus haben musste. Wir konnten es uns aber jetzt nicht ansehen, da der Señor, der es vermietete tagsüber mit dem Taxi fährt und wir uns erst gegen 20 Uhr das Haus ansehen könnten. Das 2. Haus wäre über dem Barranco, in Hornillo und da gäbe es schon einen Strom. Aber jetzt fahren wir erst einmal weiter, denn es gibt noch sooooooooooo viel zu sehen, ab jetzt war es ein schönes Abenteuer. Ich hatte noch nie zuvor so viele Palmen, außer auf Ansichtskarten, auf einem Platz gesehen. Es war wunderschön, die Häuser hier waren alle auf Terassenfelder, die zur linken genauso wie zur rechten Talseite hinauf gingen, gebaut. Jetzt muß ich noch einmal erwähnen, dass man von diesem Auto aus den besten Ausblick hatte. Ich sah alles, hinauf die steilen Felswände oder hinunter zum Meer. Ja, das war wohl mit Abstand der schönste Fleck Erde, den ich bis dahin gesehen hatte. Es ging nun wieder steiler, kurviger und enger den Berg hinauf und vor jeder unübersichtlichen Kurve wurde einmal gehupt. Man hörte auch zwischendurch von oben vom Berg ein hupen, nur wussten wir da noch nicht, ob dieses Auto gerade das Tal verlässt oder den Berg herunter fährt. Etwas später, da waren wir schon weit oben im Tal, die Straße windete sich um den Berg herum, rechts ging die Felswand hoch, links sahen wir hinunter in das weite Tal. Es gab keine Leitplanken, sondern es war eine Zinnenmauer die einem vor einem Absturz schützte. Dann war es soweit und wir hörten wieder ein hupen, aber dieses mal war es ganz nah. Also hupten wir auch zurück und da sahen wir dann auch schon den Wagen der uns entgegen kam und gegen dieses Auto war unser Bus klein. Es war einer der hellblauen Lastwagen, die die Bananen zur Fähre nach San Sebastian brachten oder 3mal die Woche die Müllsäcke, die die Einwohner am Straßenrand vor ihren Häusern abstellten, zur Mülldeponie fuhren. Jetzt mussten wir zurück schieben, denn an dieser Stelle konnten wir nicht an einander vorbei fahren. Es war aber nicht weit, was wir retour fahren mussten, denn diese Ausweichstellen waren sehr häufig. Aber ich muß ehrlich gestehen, ich hatte schon Angst, denn unser Auto war ja auch nicht gerade klein und in einer solchen Situation welche sich hier bot, war ich ja noch nie. Aber unser Freund meisterte diese Aufgabe sehr geschickt. Er hatte darin sicher schon Übung, denn er ließ überhaupt keine Nervosität aufkommen. Der Lastwagenfahrer hob zum Gruß die Hand und fuhr an uns vorbei. Es ging weiter und nach einigen Kurven hielt er wieder an einer geraden Stelle am Strassenrand an und meinte, er zeigt uns jetzt eine Stelle von der aus man das ganze Tal überblicken könne und da bleibe er generell immer wenn er hier vorbei komme stehen um eine Rauchpause zu machen. Wir „sprangen“ vom Auto herunter und gingen zu einem Felshügel, ca. in der Mitte sahen wir einen natürlichen Durchgang wo ein kleines einladendes Plätzchen war, von dem aus man einen sensationellen Ausblick ins Tal hinunter hatte. ( Im Fotoarchiv von anno dazumal habe ich schon ein Foto von diesem schönen Aussichtsplätzchen reingestellt.) Wir saßen auf den Steinen und blickten hinunter ins Tal. Es war zum verlieben. Da wusste ich dann schon, dass ich es hier sicher einige Zeit aushalten konnte. Wir rauchten unsere Zigaretten aus und gingen danach wieder zum Bus zurück. Unser Freund meinte, dass unser nächstes Ziel Las Hayas wäre, dort würden wir essen, aber wir müssen es erst bestellen, denn man muß sonst zu lange warten. Also alle wieder auf den Bus und weiter. Es ging noch einige Kurven hinauf und dann waren wir aus dem Tal draußen.
_________________ Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
(Aristoteles)
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Lee
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 13.01.2008, 22:46 |
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Registriert: 08.01.2007, 00:20 Beiträge: 0
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Sehr schön, Margit. Klasse  Ich finde es sehr gut, das Du Deine Erlebnisse so ausführlich schilderst. Weiter so, bitte 
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Thorsten
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14.01.2008, 17:23 |
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| ...nicht mehr so ganz neu hier |
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Registriert: 13.10.2006, 11:56 Beiträge: 44 Wohnort: Solingen
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Super schön deine Schilderungen, kannst du evtl ein Paar Bilder von damals in deine Geschichte einbauen, dann wäre es noch schöner:)
Gruß
Thorsten
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