Der Tag im Fabelwald:
Morgens 8.00 Uhr an der Bar Maria; die Sonne versteckte sich noch
hinterm Berg und die ersten Jogger liefen Ihre Runde. Die Promenade
lag sanft ruhig vor meinen verschlafenen Augen. Eine kühle klare Luft und
das rauschen des Meeres, versetzte mich in einen leichten Traum und
Dämmerschlaf. So richtig fit war ich noch nicht und Piratenfrau genoß auch
die Stille.....sonst hätte Sie ja was gesagt!
Wir freuten uns beide tierisch auf diesen Tag, denn nun ging es für uns zum
erstenmal hinauf in die Berge und in den Garaonay Nationalpark!
Der Bus von Timah holte uns pünktlich ab und es begrüßte uns unser Wanderführer " Chris ".
Als wir durch Arure fuhren ( wir kamen beim letztenmal gerade bis zur
ersten Bus-Station in Arure - La Merica Abstieg!-) begann am Ortsausgang
die ersten begrünten Berge, die wir erspähten. Wir konnten uns garnicht
satt daran sehen. La Gomera. GRÜN!!!

Es war herrlich und gierig
schauten wir aus die Busfenster, damit wir ja nichts verpassen. " Schön,
Super, Schau mal da drüben, hast Du das da hinten gesehen?", waren
wohl die meisten Worte von uns beiden.
Und dann auf einmal ..........

von jetzt auf gleich.......

...fuhren wir mitten in ein Wald rein!!!
Ich kam mir vor, als ob man mich aus dem Orbit gebeamt hätte!!!
Die ganze Zeit grüne Berge und aufeinmal sind wir mitten in ein dichten
Wald. Wir schauten uns nur an; grinsten und schauten wieder aus dem
Fenster!
Endlich angekommen, stiegen wir aus und machten uns mit der Gruppe auf in den Fabelwald! Ein Mann, der uns allen durch seine offenen Turnschuhe auffiel, kam nicht weit. Als wir den ausgebauten Weg verließen und steil in den Wald aufstiegen, blieb der aufeinmal nach ca.
50 m zitternd einfach sitzen! ( Er hätte Herzprobleme und könne nicht
mehr weiter!) Chris meinte, er solle mal was trinken und er zug ne kleine
0,33 l Wasserpulle aus seiner Tasche. Der Wanderführer rief ein Taxi und
erklärte wo der Mann sich aufhält; ich spendierte Ihn noch ne Literflasche
kühles Wasser und dann ging es weiter.
( Früher waren das die Wege der Sklaven, meinte Chris......dabei wurd mir ganz anders. Wenn man bedenkt das die früher den Weg hier hoch-
gegangen sind und dick-bepackt wieder runter; unter diesen Bedingungen der Sklaverei!.......Stimmte mich jedenfalls sehr nachdenklich! )
Wir gingen über den Bergkamm mitten durch den Fabelwald und es war
Wunder,.Wunderschön! Kleine schmale Wege...von Moos verkleidete Bäume...dichtes frisch riechendes Grün....einfach Klasse. Piratenfrau und
Ich blieben oft stehen und atmeten tief durch. Wir wollten das alles nicht
so schnell an uns vorüberziehen lassen.
Dann sind wir an ein Rastplatz gekommen, ( den Namen weiß ich immoment leider nicht - mitten im Garaonay Park!- da standen auch so
Beton-Grills ), wo ein paar Jugendliche gegrillt haben. Chris meinte scherzhaft, das wir gleich alle zum Essen kommen würden und 10 min.
später kam eine junge Dame aus der Clique auf und zu und reichte jeden
von uns ein gerösteten Maiskolben! Das war ne richtig nette tolle Sache von diesen jungen Leuten und wir schmatzten unsere Maiskolben.
Dann ging es Richtung Arure, wo wir in der Chonchita Bar die beste Kressesuppe der Insel Essen sollten. ( Der Weg dorthin, genauso traumhaft!

)
Nun die Kressesuppe schmeckte mit Mojo und Gofio echt lecker; nur im
naturellem Zustand fragte ich mich schon, wo die Kresse denn sein sollte?

( Möchte dieses aber bitte nicht als verzogene Kritik verstanden wissen, denn für 3,50 Euro, soviel futtern wie man mag; da
mache ich dann auch Abstriche!

)
Ach so, da war ja noch der Mann mit den Herzproblemen....der wartete
in der Conchita Bar auf uns und als wir gingen zahlte er außer sein Essen
und die 3 Gläser Rotwein dazu; noch 4 Brandy und 5 !!! Bier!
Herzprobleme?
Dann ging es wieder mit dem Bus runter ins Tal, wo wir im Mango den
Nachmittag noch mit 2 Kaffee-Cordados abschlossen.
Abends sind wir dann zum Felsen gegangen, haben uns angekuschelt und
uns den Sonnenuntergang angeschaut.
Diesen Tag werden wir NIE vergessen, als wir das erstemal in den Fabelwald von La Gomera gingen!
