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 Betreff des Beitrags: Ein längst überfälliges Reisebericht von Juanita als Serie
BeitragVerfasst: 29.05.2007, 23:01 
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Mein Reisebericht, der seit Januar geschrieben werden wollte und nun von Nemo´s letztem Bericht sowie Lee Rückkehr inspiriert, sich jetzt plötzlich ohne Widerstand schreiben lässt.

Kapitel 1

Die Ankunft

Es war ein wunderschöner Freitag Nachmittag in Januar des Jahres 2007, als die halb zu Tode gequälte Juanita, (wenn nicht gerade auf dem Meer unterwegs, eine passable Frau in den besten Jahren) auf den Hufen von Garajonay Express in dem Hafen Vueltas angeschwemmt wurde. Ihre Lebenskräfte meldeten sich durch ein Kribbeln in der Magengrube zurück , als sie ihre tonnenschwere Reisetasche hinter sich ziehend, den ersten, wackeligen Fuß auf das von der Sonne erhitzte Festland setzte und diese schwimmende Folterkammer endgültig hinter sich ließ. Einen Meter weiter blieb sie stehen, schloss die Augen und atmete die salzgetränkte, nach Fisch und Muscheln duftende überraschend warme Atlantik Briese, die vermutlich einen genauso langen Weg wie Juanita hinter sich hatte, ein und aus, ein und aus. Der Schwindel und die Übelkeit zogen sich, wie eine kampfgeschwächte Feindesarmee langsam zurück. Ihre, von dem Geräusch des Motors gequälte Ohren sogen den Klang der heranrollenden Wellen und den, des bunten Treibens im Hafen wie eine herrliche Melodie ein. Die sonst so schnurrgerade graue Hafenmauer wölbte sich wie eine riesige Schlange vor ihrem Augen, doch die Wogen wurden immer glatter und glatter. Nun war sie frei und sie war da! Wirklich da! Voll und ganz endlich da. In ihrem ganz privaten Paradies. Und sie war so wunschlos glücklicklich, wie selten in ihrem Leben und der Grund dafür lag ausgebreitet wie ein atemberaubendes Kleid, das sie nur anzuziehen brauchte vor ihr, Es war ein herrlicher Tag. Ein Bilderbuchtag.. Vollkommen, heilig und überwältigend. Die Sonne hing wie ein achter Weltwunder über dem silbern glänzenden Meer und ihre Strahlen veredelten alles, worauf sie auch fielen. Bis auf die immer noch warm bemäntelte, staunende, entzückte und etwas entrückte Juanita. Ganze Schweißperlenkaskaden bannten sich den Weg an ihren Rücken, zwischen ihren Busen, an ihren Beinen entlang. Ihre Unterwäsche, T-Shirt, Hose, Socken füllten sich mit Flüssigkeit, als ob sie nicht eine Frau, sondern ein schmelzendes Eisberg umhüllten. Rasch entledigte sie sich ihrer schweren Jacke und des Pullis, die sie hastig in ihre Reistetasche stopfte und setzte sich, das rollende Gepäckstück hinter sich ziehend ins Bewegung. Ihre hungrige Blicke huschten zu den weißen Häusern, zu der kleinen Kapelle, zu der Hafenkneipe, zu dem steinigen Weg am Bergesrand, der zu der Finca führte, zu dem schwarzschimmernden Hafenstrand, der zwischen den vielen bunten Decken, Handtüchern und Strohmatten hervorlugte und Juanita atmete erleichtert auf. Alles war noch da. Und alles noch an seiner Stelle. Der Berg war dort, wo sie ihn verlassen hatte, das Meer, der Hafen, das Dörfchen. Alles wie gehabt. Nur etwas ordentlicher, aufgeräumter wie zuvor. Ein paar Häuser glänzten protzig um die Wette mit ihren neuen Fassaden, die Straße erschien schwarzer, glatter, der Himmel blauer. Juanita seufzte, streckte beide Arme aus, schloss das ganze so willig und so wehrlos vor ihr ausgebreitete Tal darin ein und genoss in allen Zügen das wohlbekannte Gefühl, heimgekommen zu sein, während ihre Reisetasche mit lautem Getöse auf den Asphalt knallte.

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Juanita


Zuletzt geändert von Juanita am 30.05.2007, 06:34, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.05.2007, 23:15 
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In der Fortsetzung, die bald folgt, wird Juanita ihre Bleibe beziehen und sich auf den Weg machen, den Tal neu zu entdecken. (mal schauen, was im Gedächtnis noch alles so hängen geblieben ist )

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Juanita


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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 12:53 
Danke, Juanita, :bussi ich bin gespannt wie es weiter geht! :-D


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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 13:09 
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Piratenlegende
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:respekt_2 und Danke, das Du uns diesen tollen Einblick in deine
Gefühlswelt gewährst!
Ich freue mich auch schon auf den zweiten Teil.
( Hoffentlich gibt es auch noch ein 3.und 4. Teil :yawinkle: )

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de corazon-desgarrador-despiadadamente
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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 14:33 
Danke Juanita, sehr schön erzählt, kommt einem doch einiges bekannt vor... :yawinkle:
Du scheinst auch nicht gerade eine Freundin von schwimmenden Fortbewegungsmitteln zu sein, versteh ich gut. :smilie_06
Hätte Gott (oder wer/was auch immer) gewollt, daß wir uns durchs Wasser bewegen, hätte er uns doch wohl Flossen und Schwimmhäute gegeben, oder? :nixweiss

Aber was nimmt man nicht alles auf sich für diese Insel... :heart:


Freu mich schon auf die Fortsetzung


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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 20:29 
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Hi Juanita, sehr schön liest er sich dein Reisebericht, MEHR DAVON, wünscht sich :bussi
Nemo

da kommt bei mir grad richtig Lust auf, meinen zu ergänzen, mal gucken.

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:duckie:


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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 21:53 
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@Juanita - sehr schöner Bericht!! Ich habe mir bildlich vorstellen können, wie es Dir im Januar gegangen ist. Deine Lyrik verdient übrigens ausgesprochenes Lob.



gekko hat geschrieben:
...
Hätte Gott (oder wer/was auch immer) gewollt, daß wir uns durchs Wasser bewegen, hätte er uns doch wohl Flossen und Schwimmhäute gegeben, oder? :nixweiss
...


@gekko - Gott (wenn es ihn/sie denn gibt) hat uns doch was gegeben: die Intelligenz, etwas zu entwickeln, um sich auch ohne Schwimmhäute und Flossen über das Wasser zu bewegen, um einem Vogel gleich in der Luft zu fliegen oder einem Kolibri gleich in der Luft zu stehen .....


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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 22:20 
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@ juanita, sehr schön geschrieben! Durch Deine lyrische Ader kann ich die Inselbegehung richtig mitfühlen. Dafür ein großes :danke:

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Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
(Aristoteles) Bild


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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 22:48 
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:rolleyes: Bild Danke für die schönen, zahlreichen Kommentare. Dank euch bin ich jetzt Feuer und Flamme. Heute hatte ich keine Zeit aber spätestens am Wochenende gibt es wieder was zu lesen.

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Juanita


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BeitragVerfasst: 31.05.2007, 12:50 
Zitat:
@gekko - Gott (wenn es ihn/sie denn gibt) hat uns doch was gegeben: die Intelligenz, etwas zu entwickeln, um sich auch ohne Schwimmhäute und Flossen über das Wasser zu bewegen, um einem Vogel gleich in der Luft zu fliegen oder einem Kolibri gleich in der Luft zu stehen .....

Stimmt schon, skyeye, aber dann hätte er (oder wer/was auch immer) doch auch noch gleich dafür sorgen können, daß KEINEM dabei schlecht wird, finde ich, wofür ist er denn schließlich Gott (oder wer/was auch immer)?? :nixweiss :yawinkle:


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BeitragVerfasst: 31.05.2007, 22:52 
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Das Apartment muss noch warten, weil ich irgendwie bei der Ankunft hängen geblieben war. :yawinkle:

Immer noch die Ankunft

Das Apartment, das sie via Internet über das Reisebüro La Paloma gebucht hatte lag mitten in Vueltas und Juanita hatte ca. 15 Minuten Marschweg vor sich. Unterwegs begegneten ihr sommerlich lässig, luftig, bunt bekleidete, sonnenölduftwolkenumhüllte Wesen mit entspannten, fröhlichen, tiefgebräunten Gesichtern, die einem ganz anderen Stamm anzugehören schienen, als das kältegeplagte, blasse, gestresste, voll und ganz in den Klauen des Alltagswahns gefangene Volk, dass sie zu Hause gelassen hatte. Hier in ihrem Paradies schienen alle zu lächeln. Ja! Diese Insel hatte einen Charme, der sogar den missmutigsten aller Menschen früher oder später die Züge glättete. Oder lag es doch an dem ganz besonderen Licht? Oder an dem guten Essen? An den Schwingungen von den Bergen vielleicht? An einem Segen von Oben? An dem Klima? An den noch unentdeckten gomeranischen Ziegenkäseenzym? Kam es vom Land, kam es vom Wasser? Was steckte hinter dem Geheimnis dieses entspannten Lächelns, dessen Vorräte auf dieser Insel ja unendlich sein mussten. Denn man trug es zu jeder Tages- und Nachtzeit, als ob es auf den Bananenbäumen wüchse oder Tonnenweise mit der Flut angeschwemmt käme. In Juanitas Wahlheimat ging man mit dem Lächeln bei Weitem nicht so verschwenderisch um. Man zog es nur zu besonderen Gelegenheiten auf und packte es nach Gebrauch sofort wieder weg. Auf La Gomera wäre das undenkbar. Irgendwie passten die Brummigen, Stress- und Kältegeplagten mit ihrer grauen Aufmachung nicht hierhin. Und seit Juanita den gomeranischen Boden betreten hatte, begann ihre Metamorphose. Und dies würde noch einige Zeit andauern, das wusste sie aus Erfahrung. Zufällig blickte sie in ein Ladenspiegel und stellte erstaunt fest, dass sie bereits wie ein Honigkuchenpferd grinste. Mit jedem Atemzug kam Juanita immer mehr an und mit jedem Schritt nahm die Insel sie immer mehr in sich auf und verzauberte sie. Wie hieß es noch mal auf spanisch? Ja, encantada. Verzaubert. An den Bars und Restaurants trieben sich schamlos verführerische Gerüche herum und sie sah sich schon im Geiste, wie sie am Abend an einem der Tische auf der Promenade von La Playa eine knusprig gegrillte Lenguado in das von ihr so geliebte Moho tunkte.
Auf der Höhe von la Paloma ging Juanita endgültig der Atem aus. Und es lag nicht nur einzig und allein daran, dass der Weg sie und ihr monströses Gepäckstück bergauf führte sondern weil sie dies in einem solchen Tempo bewerkstelligte, als ob der Leibhaftiger in Garajonay Express Gestalt ihr hinterher wäre. Juanita bremste aus, um die Hunderte von Sternchen, die ihr vor den Augen flatterten, in aller Ruhe verglühen zu lassen. Die schlaflose Nacht und die lange, strapaziöse Reise hatten sie wohl mehr mitgenommen, als sie für möglich gehalten hätte. Ich werde doch nicht jetzt schlapp machen, dachte sie besorgt und beschloss es etwas langsamer anzugehen. Sie kam auf die Insel um sich zu erholen und nicht um mitten des Überflusses an reinem Atlantikluft an Sauerstoffmangel zu ersticken. Es gab doch keine Termine, kein Flugzeug, kein Bus, keine Fähre mehr, die sie zu verpassen drohte. Juanita hatte ganze zehn Tage Zeit oder besser gesagt Auszeit und konnte damit tun, was und wann, mit wem und wie auch immer sie wollte.

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Juanita


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein längst überfälliges Reisebericht von Juanita als Ser
BeitragVerfasst: 31.05.2007, 22:55 
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Juanita hat geschrieben:
Mein Reisebericht, der seit Januar geschrieben werden wollte und nun von Nemo´s letztem Bericht sowie Lee Rückkehr inspiriert, sich jetzt plötzlich ohne Widerstand schreiben lässt.

Kapitel 1

Die Ankunft

Es war ein wunderschöner Freitag Nachmittag in Januar des Jahres 2007, als die halb zu Tode gequälte Juanita, (wenn nicht gerade auf dem Meer unterwegs, eine passable Frau in den besten Jahren) auf den Hufen von Garajonay Express in dem Hafen Vueltas angeschwemmt wurde. Ihre Lebenskräfte meldeten sich durch ein Kribbeln in der Magengrube zurück , als sie ihre tonnenschwere Reisetasche hinter sich ziehend, den ersten, wackeligen Fuß auf das von der Sonne erhitzte Festland setzte und diese schwimmende Folterkammer endgültig hinter sich ließ. Einen Meter weiter blieb sie stehen, schloss die Augen und atmete die salzgetränkte, nach Fisch und Muscheln duftende überraschend warme Atlantik Briese, die vermutlich einen genauso langen Weg wie Juanita hinter sich hatte, ein und aus, ein und aus. Der Schwindel und die Übelkeit zogen sich, wie eine kampfgeschwächte Feindesarmee langsam zurück. Ihre, von dem Geräusch des Motors gequälte Ohren sogen den Klang der heranrollenden Wellen und den, des bunten Treibens im Hafen wie eine herrliche Melodie ein. Die sonst so schnurrgerade graue Hafenmauer wölbte sich wie eine riesige Schlange vor ihrem Augen, doch die Wogen wurden immer glatter und glatter. Nun war sie frei und sie war da! Wirklich da! Voll und ganz endlich da. In ihrem ganz privaten Paradies. Und sie war so wunschlos glücklicklich, wie selten in ihrem Leben und der Grund dafür lag ausgebreitet wie ein atemberaubendes Kleid, das sie nur anzuziehen brauchte vor ihr, Es war ein herrlicher Tag. Ein Bilderbuchtag.. Vollkommen, heilig und überwältigend. Die Sonne hing wie ein achter Weltwunder über dem silbern glänzenden Meer und ihre Strahlen veredelten alles, worauf sie auch fielen. Bis auf die immer noch warm bemäntelte, staunende, entzückte und etwas entrückte Juanita. Ganze Schweißperlenkaskaden bannten sich den Weg an ihren Rücken, zwischen ihren Busen, an ihren Beinen entlang. Ihre Unterwäsche, T-Shirt, Hose, Socken füllten sich mit Flüssigkeit, als ob sie nicht eine Frau, sondern ein schmelzendes Eisberg umhüllten. Rasch entledigte sie sich ihrer schweren Jacke und des Pullis, die sie hastig in ihre Reistetasche stopfte und setzte sich, das rollende Gepäckstück hinter sich ziehend ins Bewegung. Ihre hungrige Blicke huschten zu den weißen Häusern, zu der kleinen Kapelle, zu der Hafenkneipe, zu dem steinigen Weg am Bergesrand, der zu der Finca führte, zu dem schwarzschimmernden Hafenstrand, der zwischen den vielen bunten Decken, Handtüchern und Strohmatten hervorlugte und Juanita atmete erleichtert auf. Alles war noch da. Und alles noch an seiner Stelle. Der Berg war dort, wo sie ihn verlassen hatte, das Meer, der Hafen, das Dörfchen. Alles wie gehabt. Nur etwas ordentlicher, aufgeräumter wie zuvor. Ein paar Häuser glänzten protzig um die Wette mit ihren neuen Fassaden, die Straße erschien schwarzer, glatter, der Himmel blauer. Juanita seufzte, streckte beide Arme aus, schloss das ganze so willig und so wehrlos vor ihr ausgebreitete Tal darin ein und genoss in allen Zügen das wohlbekannte Gefühl, heimgekommen zu sein, während ihre Reisetasche mit lautem Getöse auf den Asphalt knallte.


(Das Apartment muss noch warten, weil ich irgendwie bei der Ankunft hängen geblieben war.)

Immer noch die Ankunft

Das Apartment, das sie via Internet über das Reisebüro La Paloma gebucht hatte lag mitten in Vueltas und Juanita hatte ca. 15 Minuten Marschweg vor sich. Unterwegs begegneten ihr sommerlich lässig, luftig, bunt bekleidete, sonnenölduftwolkenumhüllte Wesen mit entspannten, fröhlichen, tiefgebräunten Gesichtern, die einem ganz anderen Stamm anzugehören schienen, als das kältegeplagte, blasse, gestresste, voll und ganz in den Klauen des Alltagswahns gefangene Volk zu Hause in Deutschland.
Hier im Paradies schienen alle zu lächeln. Ja! Diese Insel hatte einen Charme, der sogar den missmutigsten aller Menschen früher oder später die Züge glättete und ihn von Zuckerwatte, Schaukelpferd und pinkfarbenen Elefanten träumen ließ. Oder lag es doch an dem ganz besonderen Licht? Oder an dem guten Essen? An den Schwingungen von den Bergen vielleicht? An einem Segen von Oben? An dem Klima? An dem noch unentdeckten gomeranischen Ziegenkäseenzym? Kam es vom Land, kam es vom Wasser?
Was steckte hinter dem Geheimnis dieses entspannten Lächelns, dessen Vorräte auf dieser Insel ja unendlich sein mussten?
Denn man trug es zu jeder Tages- und Nachtzeit, als ob es auf den Bananenbäumen wüchse oder Tonnenweise mit der Flut angeschwemmt käme. In Juanitas Wahlheimat ging man mit dem Lächeln bei Weitem nicht so verschwenderisch um. Man zog es überwiegnd zu besonderen Anläßen auf und packte es nach dem Gebrauch sofort wieder weg. Auf La Gomera wäre das undenkbar.
Zufällig blickte Juanita auf ihrem Wege in ein Ladenspiegel und stellte verblüfft fest, dass sie offenbar wie ein Honigkuchenpferd grinste. Die Encantada Formel begann zu wirken. Mit jedem Atemzug kam Juanita immer mehr an und mit jedem Schritt nahm diese Insel sie tiefer und tiefer in sich auf.

An den Bars und Restaurants trieben sich schamlos verführerische Gerüche wie junge Burschen auf Brautschau herum und sie sah sich schon im Geiste, wie sie am Abend an einem der Tische auf der Promenade von La Playa eine knusprig gegrillte Lenguado in das von ihr so geliebte Moho tunkte.

Auf der Höhe von la Paloma ging Juanita endgültig der Atem aus.
Und es lag nicht nur einzig und allein daran, dass der Weg sie und ihr monströses Gepäckstück bergauf führte sondern weil sie ein Tempo drauf hatte, als ob sie das Apartment erst fangen müsste, bevor sie es bezog.

Juanita bremste aus, um die Hunderte von Sternchen, die ihr vor den Augen flatterten, in aller Ruhe verglühen zu lassen. Die Aufregung, schlaflose Nacht und die lange, strapaziöse Reise hatten sie wohl mehr mitgenommen, als sie für möglich gehalten hätte. Ich werde doch nicht jetzt schlapp machen, dachte sie besorgt und beschloss es etwas langsamer anzugehen.
Schön recht hatte sie! Sie kam auf die Insel um sich zu erholen und nicht um mitten des Überflusses an reinem Atlantikluft an Sauerstoffmangel zu ersticken. Es gab doch keine Termine, keine Flugzeuge, keine Busse, keine Fähren mehr, die sie zu verpassen drohte.
Juanita hatte ganze zehn Tage Zeit und konnte damit tun, was und wann, mit wem und wie auch immer sie wollte. Und so wie sie dort, vor La Paloma so selbstvergessen vor sich hin hechelte, wäre niemand auf die Idee gekommen, dass diese Frau gerade ihren millionenschweren Lottogewinn in Zeitwährung kassiert hatte.

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Juanita


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BeitragVerfasst: 01.06.2007, 21:18 
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Piratenlegende
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Also Juanita und nemo, Ihr seid Spitzenklasse!!!
Hoffentlich gibts bald mehr von euch zu lesen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein längst überfälliges Reisebericht von Juanita als Ser
BeitragVerfasst: 05.06.2007, 09:03 
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Wohnort: Frankfurt/M
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Juanita hat geschrieben:
Mein Reisebericht, der seit Januar geschrieben werden wollte und nun von Nemo´s letztem Bericht sowie Lee Rückkehr inspiriert, sich jetzt plötzlich ohne Widerstand schreiben lässt.

Kapitel 1

Die Ankunft

Es war ein wunderschöner Freitag Nachmittag in Januar des Jahres 2007, als die halb zu Tode gequälte Juanita, (wenn nicht gerade auf dem Meer unterwegs, eine passable Frau in den besten Jahren) auf den Hufen von Garajonay Express in dem Hafen Vueltas angeschwemmt wurde. Ihre Lebenskräfte meldeten sich durch ein Kribbeln in der Magengrube zurück , als sie ihre tonnenschwere Reisetasche hinter sich ziehend, den ersten, wackeligen Fuß auf das von der Sonne erhitzte Festland setzte und diese schwimmende Folterkammer endgültig hinter sich ließ. Einen Meter weiter blieb sie stehen, schloss die Augen und atmete die salzgetränkte, nach Fisch und Muscheln duftende überraschend warme Atlantik Briese, die vermutlich einen genauso langen Weg wie Juanita hinter sich hatte, ein und aus, ein und aus. Der Schwindel und die Übelkeit zogen sich, wie eine kampfgeschwächte Feindesarmee langsam zurück. Ihre, von dem Geräusch des Motors gequälte Ohren sogen den Klang der heranrollenden Wellen und den, des bunten Treibens im Hafen wie eine herrliche Melodie ein. Die sonst so schnurrgerade graue Hafenmauer wölbte sich wie eine riesige Schlange vor ihrem Augen, doch die Wogen wurden immer glatter und glatter. Nun war sie frei und sie war da! Wirklich da! Voll und ganz endlich da. In ihrem ganz privaten Paradies. Und sie war so wunschlos glücklicklich, wie selten in ihrem Leben und der Grund dafür lag ausgebreitet wie ein atemberaubendes Kleid, das sie nur anzuziehen brauchte vor ihr, Es war ein herrlicher Tag. Ein Bilderbuchtag.. Vollkommen, heilig und überwältigend. Die Sonne hing wie ein achter Weltwunder über dem silbern glänzenden Meer und ihre Strahlen veredelten alles, worauf sie auch fielen. Bis auf die immer noch warm bemäntelte, staunende, entzückte und etwas entrückte Juanita. Ganze Schweißperlenkaskaden bannten sich den Weg an ihren Rücken, zwischen ihren Busen, an ihren Beinen entlang. Ihre Unterwäsche, T-Shirt, Hose, Socken füllten sich mit Flüssigkeit, als ob sie nicht eine Frau, sondern ein schmelzendes Eisberg umhüllten. Rasch entledigte sie sich ihrer schweren Jacke und des Pullis, die sie hastig in ihre Reistetasche stopfte und setzte sich, das rollende Gepäckstück hinter sich ziehend ins Bewegung. Ihre hungrige Blicke huschten zu den weißen Häusern, zu der kleinen Kapelle, zu der Hafenkneipe, zu dem steinigen Weg am Bergesrand, der zu der Finca führte, zu dem schwarzschimmernden Hafenstrand, der zwischen den vielen bunten Decken, Handtüchern und Strohmatten hervorlugte und Juanita atmete erleichtert auf. Alles war noch da. Und alles noch an seiner Stelle. Der Berg war dort, wo sie ihn verlassen hatte, das Meer, der Hafen, das Dörfchen. Alles wie gehabt. Nur etwas ordentlicher, aufgeräumter wie zuvor. Ein paar Häuser glänzten protzig um die Wette mit ihren neuen Fassaden, die Straße erschien schwarzer, glatter, der Himmel blauer. Juanita seufzte, streckte beide Arme aus, schloss das ganze so willig und so wehrlos vor ihr ausgebreitete Tal darin ein und genoss in allen Zügen das wohlbekannte Gefühl, heimgekommen zu sein, während ihre Reisetasche mit lautem Getöse auf den Asphalt knallte.


(Das Apartment muss noch warten, weil ich irgendwie bei der Ankunft hängen geblieben war.)

Immer noch die Ankunft

Das Apartment, das sie via Internet über das Reisebüro La Paloma gebucht hatte lag mitten in Vueltas und Juanita hatte ca. 15 Minuten Marschweg vor sich. Unterwegs begegneten ihr sommerlich lässig, luftig, bunt bekleidete, sonnenölduftwolkenumhüllte Wesen mit entspannten, fröhlichen, tiefgebräunten Gesichtern, die einem ganz anderen Stamm anzugehören schienen, als das kältegeplagte, blasse, gestresste, voll und ganz in den Klauen des Alltagswahns gefangene Volk zu Hause in Deutschland.
Hier im Paradies schienen alle zu lächeln. Ja! Diese Insel hatte einen Charme, der sogar den missmutigsten aller Menschen früher oder später die Züge glättete und ihn von Zuckerwatte, Schaukelpferd und pinkfarbenen Elefanten träumen ließ. Oder lag es doch an dem ganz besonderen Licht? Oder an dem guten Essen? An den Schwingungen von den Bergen vielleicht? An einem Segen von Oben? An dem Klima? An dem noch unentdeckten gomeranischen Ziegenkäseenzym? Kam es vom Land, kam es vom Wasser?
Was steckte hinter dem Geheimnis dieses entspannten Lächelns, dessen Vorräte auf dieser Insel ja unendlich sein mussten?
Denn man trug es zu jeder Tages- und Nachtzeit, als ob es auf den Bananenbäumen wüchse oder Tonnenweise mit der Flut angeschwemmt käme. In Juanitas Wahlheimat ging man mit dem Lächeln bei Weitem nicht so verschwenderisch um. Man zog es überwiegnd zu besonderen Anläßen auf und packte es nach dem Gebrauch sofort wieder weg. Auf La Gomera wäre das undenkbar.
Zufällig blickte Juanita auf ihrem Wege in ein Ladenspiegel und stellte verblüfft fest, dass sie offenbar wie ein Honigkuchenpferd grinste. Die Encantada Formel begann zu wirken. Mit jedem Atemzug kam Juanita immer mehr an und mit jedem Schritt nahm diese Insel sie tiefer und tiefer in sich auf.

An den Bars und Restaurants trieben sich schamlos verführerische Gerüche wie junge Burschen auf Brautschau herum und sie sah sich schon im Geiste, wie sie am Abend an einem der Tische auf der Promenade von La Playa eine knusprig gegrillte Lenguado in das von ihr so geliebte Moho tunkte.

Auf der Höhe von la Paloma ging Juanita endgültig der Atem aus.
Und es lag nicht nur einzig und allein daran, dass der Weg sie und ihr monströses Gepäckstück bergauf führte sondern weil sie ein Tempo drauf hatte, als ob sie das Apartment erst fangen müsste, bevor sie es bezog.

Juanita bremste aus, um die Hunderte von Sternchen, die ihr vor den Augen flatterten, in aller Ruhe verglühen zu lassen. Die Aufregung, schlaflose Nacht und die lange, strapaziöse Reise hatten sie wohl mehr mitgenommen, als sie für möglich gehalten hätte. Ich werde doch nicht jetzt schlapp machen, dachte sie besorgt und beschloss es etwas langsamer anzugehen.
Schön recht hatte sie! Sie kam auf die Insel um sich zu erholen und nicht um mitten des Überflusses an reinem Atlantikluft an Sauerstoffmangel zu ersticken. Es gab doch keine Termine, keine Flugzeuge, keine Busse, keine Fähren mehr, die sie zu verpassen drohte.
Juanita hatte ganze zehn Tage Zeit und konnte damit tun, was und wann, mit wem und wie auch immer sie wollte. Und so wie sie dort, vor La Paloma so selbstvergessen vor sich hin hechelte, wäre niemand auf die Idee gekommen, dass diese Frau gerade ihren millionenschweren Lottogewinn in Zeitwährung kassiert hatte.



Juanita bezieht das Apartment

Das weißgetünchte Haus (5 Apartments und eine Dachterrasse), stand im oberen Vueltas am Ende einer Seitengasse die in eine Quergasse mündete.
Der betagte Wirt hatte schon vor dem Eingang im Schatten eines genauso betagten, ausladenden Baumes auf Juanita gewartet und nach einer kurzen Begrüßung führte er sie in das kühle, dunkle Treppenhaus.
Der kalte Hauch verschaffte ihr jedoch keine Erleichterung, denn gegen die Hitze, die in ihr loderte brauchte sie ein ganz anderes Kaliber wie z. B. Eisregen oder eine Ganzkörpereisscholle.
Die Temperatur in dem Treppenhaus schien mit ihrem Eintritt sogar um ein paar Grad gestiegen zu sein. Die Mischung aus Aufregung, Müdigkeit und grenzenloser Freude hatte sie in ein Zustand versetzt, den man lediglich mit einer stundenlangen kalten Dusche, schweren Essen, einer Flasche Wein und einem komatiefen Schlaf wieder loswerden konnte. Juanita strahlte aus allen Poren und emaillierte dabei so viel Hitze, als ob sie die sämtliche Straßenbeleuchtung Vueltas samt der Sonne verschluckt hätte. Nur noch 2 Stockwerke trennten sie von dem Ende ihrer Odyssee. Und diese waren ja schnell bewältigt, dachte sie, nahm ihr Gepäckstück, das bereits das Gewicht eines Panzers erreicht hatte in die Hand und der Aufstieg begann.
Sie liefen, liefen und liefen. Immer neue Treppen, neue Gänge, Windungen und wieder Treppen taten sich vor ihnen auf, dann wieder Gänge und dann wieder Treppen, die sie in einen Schneckentempo, Stückchen für Stückchen erklommen.
Die völlig desorientierte Juanita blieb dem Hauswirt immer dicht auf den Fersen. Ihre Befürchtung, in einem Labyrinth gelandet zu sein, an dessen Ende ein hungriger Minotaur lauerte, erschien dabei immerzu realer. Eine denkbar schlechteste Variante für einen erholsamen Urlaub, schmunzelte sie.
Um einen Auffahrtaufprall mit dem Wirt zu vermeiden, bremste sie scharf mit den Fersen, als der alte Mann plötzlich vor einer Tür stehen blieb. Juanita hielt den Atem an, als er den Schlüssel in das Loch steckte und nach der Klinke griff.
Die Tür glitt lautlos auf, und sie betrat ein übersichtliches Korridor, das in ein verdunkeltes Zimmer führte. Links befanden sich die Eingänge zu dem Schlaf- und Badezimmer. Der alte Spanier hinkte gemächlich auf das Fenster zu und riss mit einem überraschend kräftigen Schwung und mit viel Getöse die schweren Vorhänge auseinander. Der Salon erstrahlte im grellen Licht der 17 Uhr-Mitte-Januar-Sonne. Nur noch schnell die Glastür aufgesperrt und Juanita betrat ihre Terrasse. Und zwar so majestätisch und stolz, als ob sie all dies vor ihren Augen gerade eben höchstpersönlich erschaffen hätte. Der freie Blick auf das azurblaue Meer und die noch grelle, noch heiße, aber schon doch etwas müde, die Untergangroute ansteuernde Sonne verschlugen ihr den Atem. Azurblau und Gold kunstvoll miteinander verflochten, wie die kostbarsten Juwelen glitzernd und silbernschillernd.
Was für ein Reichtum. Was für ein Überfluss. Juanita konnte ihr Glück kaum fassen. Geblendet von der Sonne, kniff sie die Augen zusammen und blickte Richtung Horizont. Und da war er, der Horizont. Und wie er da war! Beinah hätte sie vergessen, dass es einen Horizont überhaupt gab. In ihrem Alltag in Frankfurt gab es jedenfalls keinen. Und nun konnte sie gucken so weit das Auge reichte. Gucken bis zu der blauen Linie, wo sich der Himmel und das Meer umarmten um miteinander zu kuscheln. Und sie, Juanita würde sich nichts von dieser Romanze entgehen lassen. Auf ihrer Terrasse saß sie schließlich in der ersten Reihe. Kein Taunus, Kein Balkon, keine Esche, keine toupierte Haarpracht, keine Palme, kein Haus, keine sprechende Erdbeere (hi,hi), Fliegenschwarm (ha, ha) keine Mauer, die ihr da dazwischen kamen. Gar nichts. Nur eine ganze Menge an klarem, wohlriechenden, gesunden, sauberen Luft, das man mit einem Eierbecher schöpften konnte (hi, hi).
Sie atmete tief ein. In ihrem Herzen flatterten hundert Schmetterlinge. Letztes Jahr hatte sie ja nicht so gut getroffen. Sie nahm damals das billigste Apartment, das sie kriegen konnte und ohne Ausblick eben. Na gut. Ein Apartment mit dem Blick aufs Nachbarn Balkon mochte auch mal unterhaltsam sein, aber dieses hier würde sie nicht wieder hergeben. Nicht für die unterhaltsamste Balkone dieser Welt. Niemals. Und sie schwor sich hoch und heilig nie wieder an der falschen Stelle zu sparen. Es waren doch nur 10 Tage im Jahr, wo sie sich Auszeit nehmen konnte und alles sollte so sein, wie sie es sich erträumt hatte. Keine faulen Kompromisse mehr!
Der alter Spanier riss sie aus ihren Gedanken. Er zeigte ihr wie was funktionierte, schaltete den Kühlschrank an, schob den Holztisch auf die schattige Seite des Zimmers und bat sie, es dort zu lassen, da es von der direkten Sonneneinstrahlung geschützt werden sollte. Mit ihren drei Wörtern spanisch versprach sie es ihm und er nickte.
Ein Hauch von einer Grimmasse, das man mit viel Phantasie und guten Willens als ein aufflatterndes Lächeln deuten konnte, malte sich für einen Bruchteil einer Sekunde auf seinem zerfurchtem Pokergesicht um sofort wieder zu verschwinden. Dann verschwand der Wirt auch und sie war endlich alleine.

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Juanita


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BeitragVerfasst: 05.06.2007, 10:55 
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suuuper toll, ich war wieder da, heulaufsmilie, ganz schön, danke :-D
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