Der Tag der Abreise begann um 5.30 Uhr mit einer Dusche danach einem schnellen Kaffee im Stehen und kurz in ein Toast gebissen. Alles in der Wohnung überprüft ob Fenster und Türen geschlossen und ab runter zur Nachbarin. Geklingelt und nichts rührt sich… Tambara schon leicht unter Strom und in Panik und noch einmal geklopft und dann kam sie… da viel mir ein Stein vom Herzen. Koffer ins Auto und ab zum Flughafen gefahren. Als wir ankamen war die Abflug Anzeigetafel defekt und wir mussten ins Blaue hineinfahren und hoffen, dass wir am richtigen Terminal halten. Nun gut, schnelle Verabschiedung und ich dann mit Koffer los den Terminal suchen. Natürlich war ich falsch und ich musste einen ellenlangen Marsch hinter mich bringen bis ich am neuen Terminal war. Nun gut, eingecheckt trotz Übergepäck, verlief alles reibungslos.
Bei der Sicherheitskontrolle dann durch und da fragt mich doch nette Dame vom Bodenpersonal, ob ich deutsch spreche. Okay dachte ich, nach dem Urlaub hätte ich das ja angesichts der frischen braunen Hautfarbe ja noch verstanden, aber vor dem Urlaub?! Ich versicherte ihr, dass ich deutsch spreche, obwohl ich kurz davor war in Spanisch zu antworten. Ich teilte ihr dann kurz mit, dass ich Titan im Fuß hätte und ich wissen wolle ob es piepst und tatsächlich, ganz leise hat es piep gemacht. Also ich dann wieder alles angelegt wie Gürtel und meine Tasche an mich genommen und ab zum Gate. Das Boarding ging dann recht zügig und der Start war pünktlich.
Durch das nette Flugpersonal verging die Zeit recht schnell und ich war einfach nur glücklich als ich erst einmal auf Gran Canaria war. Kurzer Aufenthalt von ca. 30 Min. und schon ging es weiter nach Teneriffa.
Endlich, dachte ich, wie vertraut doch alles war. Ab ins Taxi und zum Hafen Los Christianos. Dort angekommen, gleich den Koffer in den Olsen-Wagon eingeschlossen, Ticket gekauft und ab auf die Terrasse, die ersten Sonnenstrahlen genießen. Die Wartezeit verging recht schnell und ich beobachtete 2 junge Mädels, die ziemlich gestritten hatten – wie sich später herausstellte, würde ich diese noch näher kennen lernen.
Auf der Olsen habe ich mich dann aufs Oberdeck gesetzt und ich konnte sehen wie schnell wir uns von Teneriffa entfernten. Die ersten Freudentränen kullerten, ich war glücklich endlich meinem Ziel wieder näher zu kommen.
In San Sebastian wurde ich dann von Blondie abgeholt und die Tränen kullerten wieder. Schnell den Mietwagen gesucht und da wurden wir nett überrascht. Da sie keinen Kleinwagen mehr zur Verfügung hatten, habe ich einen guten Mittelklassewagen bekommen inkl. Aircondition, welch Freude, so macht es doch Spaß ins Valle Gran Rey zu fahren. Am anderen Tag sollte ich den Wagen dann im Valle umtauschen gegen einen Kleinwagen. Die Fahrt war wunderschön und entspannt. Wir hatten uns viel zu erzählen und dann kamen wir an diese gewisse Stelle vom 19.12.2006. Natürlich habe ich dort angehalten und wir sind gemeinsam die Unfallstelle einmal rauf und einmal runter gegangen. Habe diese Treppe noch angeschimpft und dann ging es mir besser. Einige Minuten später sind wir dann in Playa angekommen und da saß dann auch schon die liebe Kiwi bei der Maria und speiste. Die Begrüßung war herzlich und ich habe mich sehr darüber gefreut. Schnell meinen Appartementverwalter angerufen und abgeklärt welches Zimmer ich habe und dann gleich was zu Essen bestellt. Danach dann aufs Zimmer, grob den Koffer ausgepackt und frisch gemacht und dann ins Nachtleben gestürzt. Alte Bekannte getroffen, herzliche Begrüßung erfahren und einen wunderschönen ersten Abend auf Gomera erlebt.
Die weiteren Tage habe ich dann einfach auf mich zukommen lassen. Nichts wurde geplant, ich habe einfach nur so gelebt wie ich es wollte. Ich habe jede Sekunde, Minute und Stunde genossen. Habe die Luft in mir aufgesogen und nichts bereut was ich auch getan habe. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt, eine liebe Person rein zufällig, schöne Erlebnisse gehabt. Einen tollen Abend in der Casa Simon verbracht mit sehr gutem Essen, lieber Gesellschaft und herrlichen ruhigen Sonnenuntergang. Danke an Sven und Silvia für die liebe Gastfreundschaft sowie auch an Nickolsen, freue mich schon auf Dezember. Habe eine wunderbare Inselrundfahrt mit Blondie unternommen. Das Rumkurven mit einem kleinen neunen Inselflitzer wie der Fiat Panda war einfach nur klasse. Am Strand von La Caleta gelegen und auf der Rückfahrt am Roque Agando eines der schönsten Naturschauspiele erlebt. Einen Wolkenfall ins Tal. Wir standen dort und konnten unseren Augen nicht trauen. Es war so wunderschön und ich bekam richtig Gänsehaut von diesem Anblick.
Leider kann ich euch keinen Bericht über eine Wanderung bieten, jedoch meine Gefühle und Liebe zu Gomera. Diese drei Wochen haben mir wieder gezeigt, dass mein Entschluss fest steht und ich Deutschland den Rücken kehren werde. Evtl. sogar etwas früher als geplant, da sich hier in Deutschland was ergeben hat womit ich vielleicht nicht bis März leben kann. Aber das wird sich noch zeigen. Eine gute Idee in der Tasche (danke an eine liebe Person für den letzten Schliff) und eine neue Zeit beginnt. Danke an all die lieben Personen, die mich so herzlich aufgenommen haben…