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Mumintroll
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Betreff des Beitrags: Der Troll auf der Insel Verfasst: 28.09.2007, 09:10 |
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| ...nicht mehr so ganz neu hier |
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Registriert: 31.07.2007, 15:48 Beiträge: 33 Wohnort: Bayern
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Hallo zusammen,
wie angekündigt arbeite ich gerade an meinem Reisebericht, er wird aber anscheinend umfangreicher als gedacht, daher poste ich die verschiedenen Teile, die ich schon fertig habe, in (un-)regelmäßigen Abständen hier rein.
Mal gucken, vielleicht kann ich auch das eine oder andere Bild noch mit ein bauen.
Aber genug Vorgelaber, hier der erste Teil (= die ersten beiden Tage):
Dramatis Personae:
Mumintroll: Wanderfreund und Sonnenbade-Verächter
Snork-Fräulein: Frau des Trolls und Sonnenbade-Fan
Mumerick: Freund des Trolls, Mountainbiker, Jogger, Wanderer und Sonnenbader
Kleine Mü: Freundin des Snork-Fräuleins, Sonnenanbeterin
Ort des Geschehens:
La Gomera, 8 Nächte in Hermigua und 6 Nächte in San Sebastian
Tag 1: Anreise
Juhu, es geht los. Nachdem ich den ganzen Vortag damit verbracht habe, alle Fragen der Mitreisenden zu beantworten, stellt sich mir erstmals die Frage, ob es so klug war, andere Personen mit zu nehmen. Was die alles wissen wollen – bin ich etwa der Reiseleiter!? Der nächste Zweifel taucht beim Betrachten des Gepäcks auf: Wir haben alle nur für 7 bis maximal 10 Tage gepackt, aber dennoch ist es eine ganze Menge geworden. Ob unser auf der Insel angemieteter Seat Ibiza das wirklich alles unterbringt? Gute Güte, da bin ich ja mal gespannt. Und so geht es hin und her, aber irgendwann sind dann doch alle (= Personen und Gepäckstücke) im Auto und es geht ab zum Flughafen. Vorsorglich habe ich schon mal meine Bergschuhe angezogen (Platz sparen), ich kämpfe um jeden Kubikzentimeter!
Am Flughafen geht alles reibungslos, bis auf die Sicherheitskontrolle. Meine Bergschuhe werden mir zum Verhängnis. Nachdem ich in den letzten 2 Jahren damit einmal via London nach Kerry in Irland und einmal via Amsterdam nach Glasgow geflogen bin und das nie ein Problem war, muss ich sie bei einem Flug nach Teneriffa ausziehen. Da schaug’ her, das hätte ich nicht gedacht. Und weil wir grad dabei sind, lieber Herr Troll, machen’s doch mal ihr Handgepäck auf und zeigen’s uns mal, was sie so alles eingepackt haben. Naja, die machen auch nur ihren Job und ich fliege schließlich in den Urlaub, des passt scho. Irgendwann ist auch das heil überstanden und ich darf mich zur feixenden Meute zurück gesellen. Dafür gönne ich mir ein (preislich-)üppiges Weißwurst-Frühstück am Flughafen und freu’ mich wie ein Schnitzel, dass es endlich losgeht. Im Flugzeug schlagen das geringe Frühstück und das Weißbier gleich mal kräftig zu und der Troll und Mumerick, der aus Solidarität gleich mal mitgefrühstückt hatte, pennen noch vor Verlassen der Rollbahn ein. Unbestätigten Gerüchten zu Folge, sollen sie sogar schon beim Rausrollen zur Startbahn geschnarcht haben – aber das sind vermutlich bösartige Verleumdungen des Snork-Fräuleins. Wir haben höchstens die Augenlider von innen mal kurz auf Löcher kontrolliert. Mehr nicht. Allerdings muss ich zugeben, dass ich erst aufgewacht bin, als das Flugzeug sich in den Steigflug begeben hat. Nach einer kurzweiligen Flugreise (Was aber nicht an dem Bordfilm „Happy Feet“ lag, so ein lahmer Film), sind wir auch schon in Teneriffa angekommen und somit knapp 7h nach dem Verlassen der Wohnung in greifbarer Nähe unseres Ziels. Es ist sauwarm und das Gepäck ist schwer. Und die Kontaktlinsen sollten wohl auch langsam mal wieder aus den Augen gepopelt werden. Dem Gepäckschleppen (was hat das Snork-Fräulein bloß wieder alles in ihre Tasche gepackt?) folgte eine unterhaltsamen Taxifahrt nach Los Christianos, bei der ich erfahren durfte, dass der arme Taxifahrer seinen Privatmercedes mit dos milliones kilometres (!) aufgrund einer Unachtsamkeit einer Senorita verloren hat, der das Handy im Auto runtergefallen ist und deswegen in ihn rein gefahren ist. Naja, so lebhaft wie er es mir erklärt und dabei mit einer Hand in seinem Handy die Fotos des demolierten Autos raussuchte, bin ich mir immer noch nicht so sicher, wem hier was passiert ist… Aber es hat mich köstlich amüsiert, also habe ich ohne größeres Zucken die geforderten 25 Euro Taxikosten bezahlt, auch wenn sein Taxameter nach Zuschlagsberechnung 19,70 anzeigt. Aber was solls. Es ist Urlaub. Und meine Linsen sollten wirklich bald raus.
Am Fährhafen durfte ich dann erstmals mein erlerntes Spanisch an die Frau bringen (die Diskussion mit dem Taxifahrer zählt nicht) und 4 Tickets für den Garajonay Express kaufen. Das ging sehr gut, schon aufgrund der Tatsache, dass die Dame sehr gutmütig und geduldig war… Nach der ruhigen Überfahrt, erwartete uns auch schon eine Dame mit meinem Namen auf nem Schild und übergab uns das Auto. Hier noch die kleine Mü als Zweitfahrerin eingetragen und dann kam der kreative Part: Das Verstauen des Gepäcks. Mittlerweile ist es auch schon kurz vor 21:00 und es wird langsam aber sicher dunkel. Irgendwie bekommen wir mit dem Umlegen des einen Drittels der Rückbank tatsächlich alles Gepäck unter und die beiden Damen haben auf den verbleibenden 2 Dritteln auch noch Platz. Also könnte es losgehen mit der Fahrt nach Hermigua. Ach ja – meine Linsen müssten nu wirklich raus.
Die Fahrt durchs dämmernde San Sebastian und die Strecke nach Hermigua erweist sich als spaßig. Anders wird es erst, als wir die Tunnel gen Norden durchbrechen und dort feststellen dürfen, dass aufgrund der Wolken hier bereits stockfinstere Nacht herrscht. Da wird das Fahren mit einem voll beladenen Auto auf unbekannter, unbeleuchteter und einer sich in Serpentinen hinab windenden Strecke zu einem echten Abenteuer. Aber was soll’s, einfach langsamer machen. In Hermigua verpassen wir auch gleich mal die Abzweigung Richtung El Tabaibal, wir haben einfach mit ner größerer Strasse gerechnet. Mumintroll, Du Depp, Du bist nicht mehr daheim, hier ist der Kartenmaßstab ein anderer. Also wieder wenden, zurück fahren, noch mal wenden, da der Winkel der Straße ein Abbiegen nur aus einer Richtung erlaubt und hoch den Berg. Klingt eigentlich ganz einfach, ABER: An unserem Anreisetag ist natürlich eine Fiesta in Hermigua, es ist gegen 21:30 und die Leute machen sich auf den Weg. Die Straßen sind voll. Mehrfaches Wenden gestaltet sich schwieriger als gedacht. Und die Linsen müssten auch raus. Und als ich den Berg hoch will, kommt auf der Mitte des Weges auch noch einer entgegen und ich muss bremsen. Leider hält aber die Handbremse das Gewicht des Autos nicht auf diesem Gefälle, was ich aber erst feststelle, als ich „Anfahren am Berg mit Handbremse“ spielen will. Also gleichzeitig Bremse und Gas mit rechts drücken und Kuppeln und versuchen, den ersten Gang rein zu bekommen. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich früher Rallye-Fahrer werden wollte? Mit einem ohrenbetäubenden Heulen bekomme ich den Wagen tatsächlich (in die richtige Richtung) in Gang und komme den Berg hoch. Puh, welche Erleichterung. Jetzt nur noch der Strasse folgen und zu den „Los Corralitos“ abbiegen. Gesagt getan, nur leider ist die Auffahrt zu den Los Corralitos noch steiler und der Wagen kommt im ersten Gang nicht hoch. Dank der Fiesta sind auf der Strasse genug Autos unterwegs, ein rückwartiges Rollen und neues Anlaufnehmen kommt also nicht in Frage. Also alle Mitreisenden der Mumintours aus dem Auto scheuchen und schieben. Mit einem noch mitleidserregenderen Heulen also zuvor, kommt der kleine Ibiza dann auch diese Auffahrt hoch und wir stehen am Parkplatz. Hurra! Eine Frage stellt sich uns aber dann doch noch: Ist es normal, dass ein Auto so stinkt? Egal, das werden wir morgen sehen, heute nur noch auspacken, was trinken, Linsen raus und in die Heia!
Also gleich mal hoch zu den beiden wunderschön in einer Bananenplantage gelegenen Häuschen, doch da folgt schon der nächste Spaß: Wo sind die Schlüssel? Die sollten doch in den Türen stecken! Und alles ist abgesperrt? WTF! Jetzt aber schnell eine systematische Suche starten und gucken, ob wir was übersehen haben. Leider stellt sich heraus, dass das einzige, was wir übersehen haben, die Tatsache ist, dass die eigentlich abgesperrte Balkontür des einen Hauses nicht richtig eingerastet war und sich aufziehen lässt. Somit steht uns schlimmstenfalls nur noch ein Übernachten aller in einem Haus, statt im Auto bevor. Und Alkohol haben wir auch keinen dabei, damit man sich die Situation schön trinken kann…
Mittlerweile haben wir schon mal das Gepäck nach oben verlagert und beratschlagt, was zu tun ist. Glücklicherweise hatte ich die E-Mail mit den ganzen Daten ausgedruckt dabei, damit ich morgen mal unser Reisebüro in Vallehermoso anrufen kann. Beim Durchlesen der Mail bzgl. unseres Aufenthalts in Hermigua (vielleicht haben wir ja doch was übersehen) stelle ich überrascht fest, dass da ist ne spanische Handy-Nr. angegeben ist. Also schnell das Telefon raus und da angerufen. Mental habe ich mich schon auf ein hoffnungsfrohes Spanisch-Stammelgespräch eingestellt – falls überhaupt jmd. ran geht – als meine ersten Vorstellungssätze auf deutsch unterbrochen werden. Puh, so geht das dann doch leichter. Nachdem ich kurz die Lage geschildert habe, verspricht die nette Frau Zierau von http://www.vallehermoso.de sich sofort darum zu kümmern und sich gleich wieder zu melden. 10 Minuten später ruft sie auch schon an und sagt, der Eigentümer hätte die Hausverwalterin, die das wohl vergessen habe, dass wir heute ankommen, ebenfalls erreicht und sie wäre in 5 Minuten da. Hail to the King, es wird alles gut! Ach ja – die Linsen müssen wirklich raus, das kann ich nu nach holen, ein Haus ist ja hintenrum offen.
Wir haben dann noch alle Essens- und Getränkereste ausgepackt, einen kleinen 22 Uhr Snack eingelegt und auf die Hausverwalterin gewartet, die dann so gegen 23:30 eintrudelte. Erschrocken hat sie dann noch festgestellt, dass das eine Haus über die Balkontür zu öffnen gewesen wäre und ebenso verblüfft war sie, dass wir tatsächlich beide Häuser gebucht hatten. Das andere musste sie nämlich erst noch putzen, was sie dann auch noch tat. Dies sind allerdings alles nur Vermutungen, die gute Frau war nämlich nicht sonderlich gesprächig, da sie wohl schon geschlafen hatte und etwas stinkig war, dass sie unseretwegen noch mal hier her musste. Aber da gabs von unserer Seite ausnahmsweise keinerlei Mitleid, wir waren froh, dass wir gegen 0:00 in der Heia waren.
Tag 2: Erster Tag vor Ort
Nachdem wir bis etwa 10:00 geschlafen hatten, stand Einkaufen ganz oben auf unserer Liste. Also wieder rein ins Auto (juhu, es stinkt nicht mehr und fährt auch noch) und wieder zurück nach San Sebastian. Dank der Infos hier im Forum gleich mal ins Hipertrebol und happy shopping. Ich war ja vorgewarnt bzgl. der zu ziehenden Nummern an der Käsetheke, aber dennoch überrascht, dass das alles neben Spanisch auch in englisch und deutsch angeschrieben war. Aber gleich mal ne Nummer gezogen und erneut ziemlich blöd geguckt. Nr. 78. Die Leuchtanzeige sagte aber 34. Naja, vielleicht ist die ja kaputt. Also brav warten, während die anderen weiter shoppen und mal hören, was die nächste freie Nummer wird. Als dann aber treinta i cinco aufgerufen wurde und die Anzeige auf 35 umsprang, war ich eher ernüchtert. Aber was solls, einfach weiter mit den anderen einkaufen und später wieder nachschauen, vielleicht tut sich ja was. Wir waren dann nach etwa 30 Minuten mit den restlichen Einkäufen fertig und haben noch mal bei der Theke geguckt – leider waren sie dann doch schon bei Nummer 52 angekommen. Also Käse aus dem abgepackten Regal gegriffen und raus hier. Die nächste Überraschung: Das Zahlen. Es war eigentlich überraschend wenig, was so auf dem Display auftauchte, bis der von der kleinen Mü ausgewählte Schinken für die Rühreier mit Schinken dran kam. 11 Euro pro 100g Schinken? Und das 3x? Sauber. Schnell noch mal den Schinken kontrolliert, da stand kein Preis drauf. Die Vekäuferin gefragt, die hat es auch noch mal per hand in die Kasse eingetippt, es hat gestimmt. Ganz großer Respekt, kleine Mü, wir lassen es aber krachen.
Letztere hat sich dann auch noch ein bisschen ereifert, ist noch mal zum Regal zurück, um es zu kontrollieren und ich habe aufpassen müssen, dass ich nicht das Lachen anfange. Aber zurückgeben wollte sie den Schinken komischerweise auch nicht (hat ja die Gemeinschaftskasse bezahlt). Dann gings schon wieder zurück nach Hermigua und ich konnte mir die Strecke mal bei Tag angucken. Ist ja wirklich harmlos gewesen, aber wenn man sie nicht kennt und nachts unterwegs ist, kommt das alles viel schwieriger vor, als es wirklich ist.
Nach einem leckeren Frühstück in der Sonne – ohne den Schinken in den Rühreiern zu verschwenden -, sind wir dann mal zu Fuß die 500m nach Hermigua runter, um das etwa 1 km entfernte Meeresschwimmbecken an zu gucken. Von der Ferne haben wir ja auch schon die Fahrstrecke zur Playa Las Caletas angucken können, das sah auch spannend aus, war aber erst für Tag 4 auf dem Plan. Mumerick und ich hatten die Badehosen drunter, die Damen hielten es nicht für nötig. Am Becken angekommen waren wir erstmal verblüfft, dass es eher ein Algentümpel war, als ein Schwimmbecken, dann ist mir aber die Mitteilung seitens der Fröschin hier eingefallen, dass das Gesundheitsamt alle Strände, bis auf das geschlossene Meeresschwimmbecken in Hermigua, mit gut bewertet hatte. War wohl nicht umsonst geschlossen. Aber halb so schlimm, die anwesenden Einheimischen tummelten sich in der Felsenbucht direkt daneben, die ohnehin viel schicker aussah. Also sind Mumerick und ich auch gleich mal rein und haben es genossen. Während die Damen eher bedröppelt aus der Wäsche guckten, weil sie ja nichts zum Baden drunter hatten. Nach einer kurzen Planscherei ging’s wieder zurück, wir wollten ja nur mal gucken und hatten fest vor, wieder zu kommen. Was wir aber irgendwie nimmer geschafft haben. Der Rückweg war ganz lustig, weil die nassen Badehosen natürlich entsprechende Flecken an den eher peinlichen Stellen der Überhosen kreierten und wir so aussahen, als hätten wir es nimmer ganz zur Toilette geschafft.
Der Rest des Tages verlief eigentlich ganz unspektakulär, aber wunderschön auf der Terrasse unserer Häuschen. Beim Sonnenuntergang über Bananenplantagen in das Dorf hinab und aufs Meer hinaus blicken und dabei einen lecker Wein trinken – das Leben kann so schön sein und die Anreisestrapazen waren schon vergessen.
Bitte den Rest des Urlaubs mehr davon!

_________________ Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig? - Johann Nepomuk Nestroy
Zuletzt geändert von Mumintroll am 12.10.2007, 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Lee
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 28.09.2007, 09:38 |
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Registriert: 08.01.2007, 01:20 Beiträge: 0
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Absolute klasse, Mumintroll!
Super, wie Du die Tücken des "Urlaubsalltags" beschreibst.
Unser Auto war z.B. auch so eine lahme Gurke, kam wenns beladen war auch kaum den Berg hoch.
Klasse, dass Du noch mehr schreiben willst! Freue mich schon darauf! 
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la rana
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Betreff des Beitrags: Re: Der Troll auf der Insel Verfasst: 28.09.2007, 10:50 |
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Mumintroll hat geschrieben: Also alle Mitreisenden der Mumintours aus dem Auto scheuchen und schieben.
Muchas gracias,  , sehr aufschlussreich, dass doch so fast alles gelesen wird, so von wegen Wasserqualität .....
Bitte weiter so!!!
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nemo
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 28.09.2007, 19:25 |
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| ...nicht mehr so ganz neu hier |
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Registriert: 16.03.2007, 16:09 Beiträge: 149
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 , danke du lieber Troll, für diesen Eröffnungsreisebericht  , ich freu mich auf die Fortsetzungen, gracias!!!!!!!!!
Nemo
_________________
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prallesleben
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 29.09.2007, 14:39 |
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Danke Mumintroll!!! Habe schön in mich reingeschmulnzelt und vieles bildlich vor meinem inneren Auge gesehen. Freue mich schon auf meeeeeeeeeeeeehr!!! 
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gekko
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 29.09.2007, 18:16 |
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Danke Mumintroll, supertoll geschrieben, macht richtig Spaß, freue mich schon auf die Fortsetzung... 
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Mumintroll
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.10.2007, 09:19 |
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Registriert: 31.07.2007, 15:48 Beiträge: 33 Wohnort: Bayern
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Da ich im Moment in der Arbeit ziemlich viel um die Ohren habe, dauert der nächste Teil noch etwas, der gute Mumerick bastelt aber derzeit an einem Online-Fotoalbum.
Erste (unfertige) Eindrücke kann man hier
http://www.myrepository.de/pics/gomera/
schon mal genießen...
_________________ Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig? - Johann Nepomuk Nestroy
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kiwi
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.10.2007, 14:25 |
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Das ist umwerfend, Mumintroll! Du hast mir gerade eine wirklich gute Zeit beschert, während der ich die Seele baumeln lassen konnte. Kein Wunder, dass du Dinge so genau siehst! Und wahrscheinlich überhaupt nicht verstehst, weshalb andere Leute das nicht auch sehen und sich merken können. Superschön, deine "Spaziergänge".
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prallesleben
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.10.2007, 14:34 |
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Danke für den Hinweis zu den schönen Fotos!
Stell den Link doch bitte noch mal in einen eigenen Thread unter "Linktipps" ja? Dann geht es hier nicht unter...
Ohne Dich drängen zu wollen: Ich freue mich schon auf Deine Fortsetzung
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Mumintroll
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.10.2007, 15:48 |
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Registriert: 31.07.2007, 15:48 Beiträge: 33 Wohnort: Bayern
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Dein Wunsch ist mir Befehl, die Tage 2 und 3 hatte ich noch in Reserve (dann les' ich halt nicht nochmal drüber):
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Tag 3: Wanderung Agulo – Juego de Bolas (Besucherzentrum)
Eigentlich war für heute ja der Besuch an der Playa Las Caletas angesagt, dieser Plan musste aber dummerweise über den Haufen geworfen werden. Anscheinend hat das Snork-Fräulein die Anreise nicht ganz so gut verkraftet und liegt völlig fertig in der Gegend rum. Nachdem der Mumerick seinem ersten Bewegungsdrang schon durch ein frühmorgendliches Joggen Genüge getan hat, steht nun eine Diskussion beim Frühstück über den weiteren Tagesablauf an.
Das Ergebnis ist, dass das Snork-Fräulein mit der kleinen Mü zum Sonnenbaden auf der Terrasse verbleibt und mich zum Wandern weg schickt. („Komm, geh, Du wirst doch sonst nur hibbelig, wennst die ganze Zeit hier mit mir rumliegen musst“). Gesagt getan, nur wo hin? Zu Fuß zu Playa Las Caletas? Mit großer Runde über El Moralito und Palmar oder ohne? Da schaltet sich der Mumerick ein und sagt, dass er trotz Joggings auch mit kommen würde, sofern ich nicht die Las Caletas-Tour auswähle. Also suchen wir uns was anderes aus, Familie Wolfersperger hat da ja noch so einige Ideen mehr auf Lager. Nachdem wir uns also auf die Tour Agulo – Besucherzentrum Nationalpark geeinigt hatten, heißt es rein ins Auto und ab zum „schönste Dorf der Insel“. Naja, so was ist natürlich immer Geschmackssache und es ist auch wirklich nicht hässlich, aber ist es wirklich sooooo schön? Wir werden es sehen, wenn wir das mit dem Rest der Insel verglichen haben. Unterhaltsam ist allerdings schon, dass gleich neben der Strasse beim Restaurant Vistas (?) 3 große Busse stehen, um dort Touri-Scharen verköstigen zu lassen. Dabei ist es erst kurz vor 12 Mittags. Es ist halt überall das gleiche. Sobald ein Dorf/Ort als schönstes der Insel/des Landstriches/des Kontinents/der Milchstraße bezeichnet wird, gibt’s mindestens einen TUI-Ausflug hin.
Uns stört das in dem Moment aber gar nicht, da wollen wir ja eh nicht hin. Wir parken also das Auto und wandern bei brütender Mittagshitze los. Lt. Tourenbuch geht es hinter Agulo in die Steilwand, also spielen wir beim Zusteigen das beliebte Spiel: Rate mal, wo da der Weg sein könnte. Nachdem wir während des Zustiegs nichts erkennen können, aber der ausgewiesene Wanderweg direkt auf die Steilwand zu hält, führt das zu den wildesten Spekulationen und entsprechender Neugier bei uns. Ein Notfallplan für den Fall des Verfehlens des Einstiegs in die Wand ist auch schon gefunden, wir setzen uns dann einfach unten in die Sonne, nehmen ein bis drei Cervezas zu uns und fahren dann völlig abgekämpft vom Aussitzen der Zeit wieder zurück zu den Damen. Diese Selbsttäuschung bleibt uns aber glücklicherweise erspart, der schmale Pfand, der sich die Steilwand hinauf schlängelt, ist dann doch irgendwann gut zu sehen und problemlos zu meistern. Gelegentliche Schnauf-, Foto- und Trinkpausen bieten immer wieder wunderschöne Tiefblicke hinab nach Agulo. Als sich dann auch noch der Teide zeigt, wird es beinahe malerisch und erste Zugeständnisse an „das schönste Dorf“ werden auch noch gemacht. So von oben mit dem Meer und dem Teide, das hat schon was. Aber wir sind ja nicht zum Vergnügen, sondern zum Wandern hier, also weiter im Takt und hoch die Wand. Als wir oben ankommen, ändert sich das Bild drastisch. Schluss mit den grünen Büschen und wilden Sträuchern, plötzlich dominieren verdorrte Pflanzen, Kakteen und ausgetrocknete Flussläufe das Bild. Nicht schlecht, das nenne ich Abwechslung. Irgendwie aber auch bizarr, ich erwarte ständig, dass 3 Mexikaner mit Sombrero auf dem Kopf unter der nächsten Palme liegen. Lt. Führer geht’s nu an einem Stausee (Embalse de La Palmita) vorbei, den wir auch anhand seiner Staumauer identifizieren, Wasser gibt’s derzeit allerdings so gut wie keins. Dennoch wird auch hier wieder eines deutlich: Sobald auch nur ein Hauch von Feuchtigkeit möglich ist, wird es grün. Der Flusslauf, der hier sonst aufgestaut werden würde, mag zwar nur noch ein Rinnsal sein, man erkennt den eigentlichen Verlauf aber dennoch sehr gut an den Palmen, den Büschen, dem Schilf usw. Und somit ändert sich die mexikanische Steppe auch spontan wieder zurück zur grünen Insel. Wir steigen auf dem Kies und Schotterweg vorbei an echten Casa Rurales (Las Casas del Chorro - um nicht zu sagen: Die sind sauber am Ar….m der Welt platziert) und schrauben uns beständig höher. Irgendwann gelangen wir dann in das kleine Örtchen La Palmita und gehen zur Sehenswürdigkeit, der Ermita San Isidro. Naja, nicht sonderlich spektakulär, aber eine Trinkpause auf jeden Fall wert. Dann müssen wir nur noch 3km die Teerstrasse hinauf und schon sind wir am Wendepunkt der Tour, dem Besucherzentrum. Auf dem Weg dahin begegnen wir einer etwas blassen Senorita in Wanderklamotten. Kann also keine Einheimische sein. Wie selbstverständlich fängt sie auf Deutsch an, uns Fragen zu stellen. Gut, kein echtes Deutsch, sondern herrliches Schwitzerdütsch, aber lustig ist es schon. Treffen sich 2 in Spanien, beide reden Deutsch. Dieses seltsame „Gefühl“ dabei, sollte sich bei uns aber auch im Laufe der Zeit legen. Nachdem etwa 90% der Wanderer, denen wir in den 14 Tagen begegnet sind, deutsch sprechen, ist es einfach ein Automatismus, dass man einen blassen, mitteleuropäisch anmutenden Wanderer auf Deutsch anspricht. Die paar Franzosen und Engländer, die wir getroffen haben, waren irgendwann statistische Ausreißer  Nachdem wir der netten Schweizerin erklärt hatten, dass das weisse, eckige Gebäude in der Tat die von ihr anvisierte Ermita San Isidra ist und sie das mit einem „Das ischt ja nit beruschend“ quittiert hat, kommen wir auch kurze Zeit später am Besucherzentrum an. Tja, was soll ich sagen. Es ist ja nett. Es waren auch nur 2 Kleinbusse da, aber letztlich war es „nit beruschend“. Aber die Aussichtskanzel ganz oben, die war schon wieder deutlich beruschender. Da wir nach einem Rundgang durch das Besucherzentrum erstmal genug gesehen hatten, wollten wir dann doch langsam wieder zurück, da wir auch die Wolken-Wetter-Lage hier so gar nicht einschätzen konnten (das sollte sich erst ganz langsam ein wenig bessern, ist doch anders als in den Alpen  ).
Also hinter dem Besucherzentrum vorbei auf die roterdige Strasse und schon wieder eine neue Landschaft. Alles in rotem Sand gehüllt, Kieferngruppen und dazu ein Eukalyptus-Baum. Aha, hier werden also Tennisplätze geerntet. Über die nächste Kuppe hinweg kamen wir dann auch schon zum Barranco de las Rosas und schraubten uns beständig bergab. Mittlerweile hatten die Wolken und der Teide ein nettes Bild erschaffen, es sah so aus, als würde der Berg auf den Wolken schweben. So gefällt mir das – eine nette Wandertour, viele Höhenmeter und abwechslungsreiche Landschaften. Das kann bitte so weiter gehen, wenn, ja wenn der gute Mumerick nicht seine Jogging-Socken zum Wandern angezogen hätte und beim Abstieg feststellen musste, dass das keine so tolle Idee war, da seine Zehen nun akut Blasen-gefährdet waren. Großartig – also das Beste hoffen und zurück nach Agulo. Der restliche Rückweg verlief sehr schön über einen Camino den Barranco hinab und dann über den Friedhof zurück nach Agulo. Hier rein ins Auto und zurück zu den Damen und die Zehen begutachten. Das ernüchternde Ergebnis war: Seine Blasen an den Zehen hatten auch schon wieder Blasen. Ganz großes Tennis, mein Held! Das wars wohl mit den ambitionierten Touren in diesem Urlaub!
Naja, was solls, lassen wir uns mal überraschen, wie es weiter geht. Ein weiterer „Rückschlag“ war die Mitteilung der Damen, sie wollen heute Reisgeschnetzeltes kochen. Wie bitte? Schon wieder selber kochen? Ich will endlich essen gehen, zefix. Aber leider stand die Planung schon fest und wir durften noch Einkaufen fahren. Und Kochen. Und Abwaschen. Großartig. Das interessanteste dabei war aber, dass es uns beim Kochen 2x die Sicherung rausgehauen hat. Das erste Mal war nicht so tragisch, Sicherung wieder rein und dann halt den Wasserkocher nicht nebenher auch noch anmachen. Als sie aber das zweite Mal rausgeflogen war und wir keinen Strom mehr hatten, waren die Sicherungen im Sicherungskasten alle noch drin. Und im Nebenhaus gabs auch keinen Strom mehr. Aber alles nicht so schlimm, ganz ruhig, wir hatten ja gelesen, dass gelegentlich der Strom ausfallen kann. Als wir aber 10 Minuten später feststellten, dass der Rest des Ortes noch Strom hatte, war die Verwirrung schon wieder größer. Mit meinem besten Hörsprachkurs-Spanisch und einem kleinen Sprachführer bewaffnet machte ich mich also auf, um den Plantagengießer, der die Bananen unter uns gegossen hat, zu fragen, ob es hier noch nen zusätzlichen Sicherungskasten geben könnte. Dank des Sprachführers, der auch ’caja de fusibles’ kannte, konnte ich mich sogar soweit verständlich machen, dass mir der nette Mensch den Sicherungskasten für die gesamte Anlage gezeigt hat, der unter unseren Häusern hinter einer Metalltür versteckt war. Die ebenfalls anwesende Blumengärtnerin hat uns dann noch (mit Händen und Füßen) erklärt, dass sie auch einen Schlüssel zu der Tür habe und im Gegensatz zum Bananengärtner nur 100m entfernt wohnen würde. Meine Güte, der Hör-Lernkurs hatte sich echt gelohnt. Im Laufe der Unterhaltung ist mir dann noch eingefallen, dass unser zweiter Schlüsselbund vom anderen Haus noch einen zusätzlichen Schlüssel dran hat, den keiner zuordnen konnte. Also habe ich den mal ausprobiert, während mir die Blumengärtnerin dauernd erklärt hat, dass sie eigentlich die einzige ist, die hier nen Schlüssel hat, wir aber jederzeit bei ihr klopfen könnten. Als mein Schlüssel dann auch passte, hat sie kopfschüttelnd das Lachen angefangen und sich gar nicht mehr eingekriegt. Naja, somit war das Abenteuer auch erledigt, einen schönen Dank auch an die Hausverwalterin, die uns zu den Schlüsseln oder gar den Sicherungen natürlich gar nichts gesagt hatte. Ich frage mich nur, wie das Leute machen, die nur eines der beiden Häuser buchen und dann den Schlüsselbund ohne Sicherungsschlüssel haben? Naja, die klopfen dann halt die Gärtnerin raus. Nach all der Anstrengung hatte ich mir die dann folgende abendliche Entspannung nebst Wein allerdings redlich verdient und der Tag war wieder erfolgreich und schön verbracht worden.
Tag 4: Playa de La Caleta
Neuer Tag, neues Glück. Heute war die Fahrt zum Strand angesagt, die Damen waren schon ganz hibbelig. Also nach dem späten Frühstück erstmal das Auto voll räumen und los. Die Straße, die laut allen vorhandenen Führern „teilweise“ asphaltiert sei, war netterweise durchgängig asphaltiert, aber dennoch gewöhnungsbedürftig. Streckenweise war die Straße – besonders an den Kurven – doch ziemlich eng und führte öfters zu spontanen Stoßgebeten im Sinne von „Bitte jetzt kein Auto entgegen kommen lassen“. Ging aber eigentlich trotz alledem sehr gut und problemlos.
An der Playa unten angekommen, wurde meine Begeisterung ob des schönen, wenngleich (oder gerade weil?) bewölkten Himmels immer größer, der Strand mit dem schwarzen Sand war schick und die Bar daneben in idealer Reichweite. Hier gleich mal nen Sonnenschirm gemietet, da ich schon nen Sonnenbrand bekommen, wenn ich bloß an Strand denke. Mist – ich habe dran gedacht, mal gucken, wie mein Rücken morgen aussieht…
Aufgrund der ach so anstrengenden Anfahrt mussten wir uns natürlich gleich mal in die Fluten stürzen und abkühlen und dann mehr oder weniger Sonnenbaden (ich weniger, die anderen viel mehr – war bei mir aber trotzdem zu viel, ich bekam - natürlich – sofort nen Sonnenbrand. Denkt Ihr mal nicht an den Strand, wenn Ihr mitten drauf sitzt/liegt). Nach einer guten halben Stunde war mir erstmals langweilig und ich wollte den anderen was Gutes tun, also ging ich Bier holen. Mumerick kam dann hinterher, um mir beim Tragen der Plastikbecher zu helfen, da ich keine Flaschen zum Strand mit hin nehmen wollte. Diese Abwesenheit der Männer nutzte - Nein, kein feuriger Spanier - ein älterer Deutscher (genauer gesagt, ein Bayer), der mit Frau und Schwägerin auf der Insel war, gnadenlos aus und gesellte sich zu den Damen. Das von der Ferne nach einer Unterhaltung aussehende Ereignis entpuppte sich bei der Rückkehr schnell zu einem reinen Monolog des guten Herrn, der anscheinend von seinen beiden Damen erstmal genug hatte und seine Geschichten anderen erzählen wollte.
Vermutlich kannten seine Frauen bereits alle Geschichten. Nach einer kurzen Vorstellung wurden wir in kürzester Zeit über alle seine vergangenen Urlaube auf La Gomera, der Tatsache, dass seine Frau hier eine Ferienwohnung hat und, dass er locker 10 Dorada-Biere trinken kann, ohne dass er was spürt, aufgeklärt („Schmeckt scho ned schlecht des Zeigs, aber da kost locker zehne saufa und Du gschpiarst imma no nixe“. Danach erzählte er mir noch, dass er mal Maurer war, beim Straßenbau war und wie gut ihm die Trockenbauweise der Kanaren gefällt, was dazu führte, dass das Snork-Fräulein ihn ab sofort „Bob den Baumeister“ nannte. Bob erzählte noch dies und das, v.a. aber, dass der Weg von Palmar zur Playa La Caleta jetzt total versaut war. Früher war es nur ein kleiner Pfad, nu sei es ein voll ausgebauter „Preiß’n-Steig“. Irgendwann gesellte er sich wieder zu seinen Frauen zurück und wir ließen alle weiter die Seele baumeln. Alle? Nein, nicht alle. Eine kleine Mü leistete dem Frohsinn erbitterten Widerstand und begann zu nölen, dass es ihr hier nicht gefalle, es sei viel zu kalt. Wie bitte? Zu kalt? Ich bin in nasser Badehose unter dem Schirm gelegen und sie ohne Schirm in letztlich voller Montur. Selbst die eigentliche Frostbeule Snork-Fräulein ist nur im Bikini rumgesprungen. Ich werde Frauen nie verstehen. Letztlich stellte sich dann noch heraus, dass es neben dem Wetter auch der Strand war, der hat ihr auch nicht gefallen. Wie war mein erster Gedanke am Abreisetag: War das wirklich klug, noch jmd. mit zu nehmen? Als es dann auch noch kurzfristig (5 Minuten) zu regnen begann, was mich irgendwie königlich amüsiert hat, weil es so aus dem Nichts kam und auch dorthin wieder verschwand, war das restliche Wohlwollen der kleinen Mü gänzlich dahin und sie lag schmollend in der Gegend rum, was man aber super ignorieren konnte.
Als es dann langsam zu dämmern begann, haben wir zusammen gepackt und über ein Essen nachgedacht – da bot sich die Bar am Strand ja mehr als nur an. Gesagt, getan und ab an die Bar. Und wenn wir schon mal hier sind, bitte für den Mumerick und das Snork-Fräulein irgendwas mit Saugnäpfen  . 20 Minuten später lagen bei denen je 2 große Chocos auf dem Teller, die kleine Mü und ich genossen hingegen die Doraden (kein(e) Nemo!), die wir uns bestellt hatten. Wenn man das tote Schwimmtier vorher an der Theke aussuchen kann, schmeckt es gleich noch besser.
Köstlich gesättigt machten wir uns dann vom Acker und auf den Weg nach Hause. Die Rückfahrt war fast kein Problem, problematisch war nur, dass einmal tatsächlich an einer der engsten Stellen auf der Straße direkt hinter einer Kurve einer entgegen kam, der tatsächlich der Meinung war, dass ich rückwärts den Berg hoch in die Kurve hinein zurück setzen solle, damit er vorbei kommt. Ein wenig fröhlich-heftiges Gestikulieren später hat er dann doch in die 3m hinter ihm liegende Ausweichbucht zurück gesetzt, mir es aber durch die Fensterscheiben bestimmt so was von gegeben mit dem, was er geschimpft hat, dass ich mich sicher wahnsinnig schlecht gefühlt hätte, wenn ich gewusst hätte, was er überhaupt gesagt hat. In Hermigua sind wir dann mal die andere Talseite entlang gefahren, damit wir das auch mal gesehen hatten. Diese Straße soll sehr schön gewesen sein, ich habe nur nicht viel mit gekriegt, da ich mich ziemlich aufs Fahren konzentrieren musste, weil das doch teilweise extrem eng alles war. Den anderen hat’s aber gefallen. Allen? Nein, nicht allen. Die kleine Mü hat zur Krönung des Tages eröffnet, dass sie hier nie und nimmer Autofahren wird, weil sie sich das nicht zu traut. Naja, was soll’s, dann fahr ich halt den ganzen Urlaub Auto, dann müssen sich wenigstens die Sonnenbader komplett nach mir richten…
Den restlichen Abend ließen wir dann schon fast traditionsgemäß mit ner Flasche Wein auf der Terrasse verstreichen und genossen den Urlaub.
_________________ Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig? - Johann Nepomuk Nestroy
Zuletzt geändert von Mumintroll am 10.10.2007, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
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la rana
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.10.2007, 16:51 |
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Mumintroll! Der Troll aller Trolle!  Gracias! Erfrischend und sehr spannend! Wird die kleine Mü irgendwann mal zufrieden sein? fragt sich neugierig die Frosch.
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prallesleben
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.10.2007, 17:19 |
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herbi
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.10.2007, 17:20 |
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Registriert: 26.06.2007, 16:07 Beiträge: 0 Wohnort: An der Wümme
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la rana
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.10.2007, 17:27 |
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prallesleben hat geschrieben: .
Und: Ich will meeeeeehr lesen, schreibe ich jetzt aber ganz klein, damit der Trollnicht in Zugzwang gerät
Troll, sie will mehr lesen, sa cht sie! 
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