So, unser Urlaub ist zu Ende und wir sind wieder in Deutschland angekommen. Hier ist das Wetter gerade das krasse Gegenteil zu Gomera: nass, kalt und neblig

(Was das Fernweh wieder erweckt...)
Der einzige Trost: im eigenen Bett schläft es sich wirklich traumhaft!
Alles in allem hat uns unsere knappe Woche auf Gomera sehr sehr gut gefallen. Die Landschaft, das Wetter und die auch die Leute sind wirklich umwerfend! In der Zeit dort hatte ich nicht einmal einen Gedanken an zu Hause verschwended - ich hätte jetzt noch länger dort bleiben können, aber wie das so mit Urlaub ist: irgendwann ist auch der zu Ende....
Hier mal eine Schilderung unseres ersten gemeinsamen Gomera-Urlaubs:
Anreise:
Mit der Iberia von Frankfurt nach Madrid - umsteigen - ab nach Teneriffa. Schon ziemlich stressig, daher haben wir uns gesagt, beim nächsten Mal gibts nen durchgängigen Flug! Vom Flughafen sind wir mit dem Bus zum Hafen von Los Christianos gefahren. Ging alles einwandfrei und die Preise vom Bus sind echt okay! Am Hafen angekommen hatten wir uns überlegt schon mal mit der Olsen nach San Sebastian zu fahren, da wir sonst knapp 3 Stunden auf den Garajonay hätten warten müssen und darauf hatten wir (zumindest dort am Hafen) keine Lust drauf.
Der Schock

29,90 Euro pro Person!! Im Internet hatte ich was gelesen von 23 Euro...... naja, das einzige was an der Überfahrt mit der Olsen gut war: wir konnten an Deck draussen stehen und zuschauen, wie Teneriffa langsam kleiner wird! Sah schon echt fantastisch aus!
Von innen konnten wir dann schon ziemlich schnell die ersten Umrisse von Gomera erkennen und ich saß faszierend im Sessel und habe diesen Anblick wirklich genossen
In San Sebastian haben wir die ersten Eindrücke gesammelt und sind dann mit der letzten Garajonay ins Valle gefahren. Es war schon spät als wir in unserem Studio angekommen waren, so das wir uns nur noch erschöpft ins Bett gelegt haben
Donnerstag:
Nach einem schönen Frühstück auf der Terasse und dem wirklich wunderschönen Anblick der Sonne, wie sie langsam über die Felsen krabbelt

haben wir uns auf den Weg gemacht und sind erst mal den Strand abgelaufen.
Danach sind wir mit dem Bus Richtung Nationalpark gefahren. Der Fahrer hat uns dann an einer Kreuzung hinter Igualero rausgelassen. Von dort gingen mehrere Wanderwege ab. Zuerst wollten wir den Alto Garajonay erklimmen, allerdings wurde uns die Hitze zuviel, je höher wir kamen. Deswegen sind wir auf halber Strecke wieder umgekehrt. Trotz allem hatten wir einen schönen Ausblick.
Sind dann zur Laguna Grande gewandert, haben dort was gegessen
(naja, man wird satt, aber wirklich empfehlenswert ist es nicht) und sind weiter nach El Cercado. Wirklich schön zu sehen wie sich die Landschaft immer wieder verändert. Etwas mulmig wurde es mir, als uns langsam der Nebel einholte

- kam mir vor wie in einem Gruselfilm....
Dann kamen wir an den verbrannten Flächen oberhalb Cercado vorbei. Man konnte das Feuer noch riechen! Es war wirklich erschreckend, so dass wir gleich einen Zahn zugelegt haben um zügig in Cercado anzukommen. Von dort sind wir mit dem Bus wieder zurück ins Valle.
Freitag:
Faulenzen und am Strand liegen......
Samstag:
Da wir uns den Tag vorher so schön ausgeruht hatten, wollten wir wieder was erleben. In unserem Reiseführer war die Wanderung zum Wasserfall als "Einsteiger-Tour" gekennzeichnet - wie gemacht für unsere immer noch schmerzenden Waden
-da wir ziemlich weit oben in Calera untergebracht waren, hatten wir auch täglich einen für uns ungewohnten Fussmarsch- .
Faul wie wir waren, sind wir mit dem Taxi nach El Guro gefahren, was wir uns eigentlich hätten sparen können, da das ja wirklich nicht sehr weit weg gelegen war, aber das konnten wir ja vorher nicht wissen.... :blushing:
Die Tour zum Wasserfall war richtig schön, aber Einsteiger-Tour?? Naja, so würde ich das nicht unbedingt nennen. Viel gekraxel und gekletter entlang des Bachbettes. Das letzte Stück vor dem Wasserfall mussten wir dann mit nackten Füssen durch Wasser waten, was ich allerdins als sehr angenehm empfunden habe. Auf unserem Weg haben wir jede Menge Wanderer getroffen. Mit einem älteren Paar sind wir dann wieder hinabgestiegen bis El Guro, da man sich zu viert doch besser über die Felsen helfen kann, als nur zu zweit.
Sonntag:
Lecker Frühstück im "Mango" und dann ab an den Strand und faulenzen (wie immer die schmerzenden Beine schonen

).....
Montag:
Mit der "Tina" gings raus aufs Meer um Delfine zu sehen. Dazu muss ich sagen, das ich wohl nicht wirklich ein geeigneter Seemann (bzw.-frau) bin, da das Boot so stark schwankte, dass ich mir den Brechreiz dauernd unterdrücken musste...... ich wollte einfach nicht die Fische füttern, so wie es andere Leute an Bord getan haben!
Delfine haben wir auch gesehen und ich war mal wieder schwer fasziniert, dass diese auch noch so nah an unserem Boot entlang geschwommen sind

.
Dienstag:
Den letzten Tag sind wir dann wieder etwas ruhiger angegangen. Wir haben den Fruchtgarten besucht und viele mir unbekannte Fruchsorten versucht. Ein paar Samen hab ich eingesteckt und werde dann mal versuchen davon was groß zu ziehen.
Haben uns noch etwas eingekauft und dann dem nächsten Tag traurig entgegengeschaut.....
Gestern sind war dann mit der ersten Fähre rüber und mit dem Flieger nach Hause.
Uns hat die Insel sehr gut gefallen, auch wenn wir nicht soviel gesehen haben, was wir eigentlich vor hatten. Die Sonne und die Wärme hat uns doch sehr zu schaffen gemacht.....
Das nächste Mal (und es wird ein nächstes mal geben) werden wir wohl eher im Herbst oder Frühjahr kommen. Jedenfalls nicht mehr im Hochsommer. Dann möchte ich auch gerne mehr von der Insel sehen.