blondie hat geschrieben:
Soll man deshalb aber die teils halb verhungerten oder gequälten Tiere
einfach verrecken lassen?
Ich hab bisher nur Gutes von Pro Animal gehört,
und ich denke,
es ist in jedem Fall gut, wenn sich für eine gute Sache
eingesetzt wird...ob für Mensch, Tier oder die Umwelt!
Ich gebe Dir insofern recht, dass ich wahrscheinlich auch nicht an einer Katze in Not vorbeigehen könnte, ohne was zu tun und ohne dass mich das Mitleid packt. Und es ist sicherlich lobenswert sich für den Tierschutz zu engagieren.
Aber (war klar, dass da jetzt ein "aber" kommen musste

) das Thema ist mir einfach nicht so nahe wie z.B. das Thema, dass wir uns immer mehr unseren Lebensraum zerstören oder dass es immer noch Menschen gibt, die verseuchtes Wasser trinken müssen, um zu überleben usw. usw.
Ich komme ursprünglich vom Bauernhof und habe mir dementsprechend schon viele Diskussionen eingehandelt, wie fies und unbarmherzig oft mit armen Tieren umgegangen wird usw. Das stimmt oft nur teilweise und viele Menschen haben einfach nicht genug Ahnung, um das richtig beurteilen zu können (da schließe ich mich übrigens nicht aus).
Ja, ich stelle das Wohl des Mensches über das der Tiere. Ja, ich bin nicht der Ansicht, dass alle Lebewesen gleich sind. Ich erschlage Mücken, wenn sie auf meinem Arm sitzen, ich esse Tiere. Wenn ich ein Reh sehe, denke ich neben "hach wie süß" auch schon mal "hach wie lecker".
Ich bin halt ein Mensch. Als Katze auf Gomera würde ich das sicherlich anders sehen. Und ich reagiere allergisch auf die Menschen, die aus irregeleiteter Tierliebe die Welt mit viel Energie in Aufruhr versetzen, anstatt die Energie zum nachdenken zu nutzen (s. Beispiel von Sycorax).