
Walden, das Leben in den Wäldern

Hi Claro,
für mich ist das Flüchtlingsthema extrem schwierig...
Ich habe im Frühjahr live in Santiago die Ankunft von 57 Flüchtlingen aus Guinea miterlebt.
Tja wollte mal locker bei Don Tomate essen gehen... aber alles kam anders...
Ein junger Mann (schwarzes T-Shirt - Roter Stern kündigte im Lokal dreisprachig die Ankunft an... Es begann zu regnen...
Ich bin aus dem Lokal raus auf die Buhne davor...
Durch den Regen konnte die Guardia die Trennung zwischen Touris, Einheimischen und den Menschen aus Guinea nicht aufrechterhalten...
So kam ich nah ran... mit 4 Wasserflaschen...
Die Guardia versuchte mit einem Dolmetscher auf französisch das GPS und den Kompass zu finden...
Keiner antwortete...
Es waren viele ganz junge Menschen dabei, fast noch Kinder...
Das Rote Kreuz war da, machte aber erst gar nix...
Ich versuchte meine Wasserflaschen über das Rote Kreuz an die geflohenen Menschen zu kriegen... Nix, fast ne halbe Stunde lang... Da habe ich genervt... bis der Polizeiobere leicht genervt es zuliess...
Tja, dann kamen aus den Rote Kreuz Wagen auch Wasser und Plätzchen, die verteilt wurden...
Dann kam der junge Mann aus dem italienischen Lokal mit seinen Kollegen mit Brot und einem Riesenpott Fischsuppe... Wieder das gleiche Spiel.... Verzögern... nicht zulassen...
Ein Bus fuhr vor... laufender Motor... die ganze Zeit...
In einer halben Stunde würde die Fähre kommen...
Das Essen konnte dann doch noch ausgegeben werden...
Erst dann rückte ein Afrikaner das GPS und den Kompass raus.
Dann plötzlich mit Druck alle schnell schnell in den Bus und weg ins Camello bei San Sebastian... Sie durften nix mitnehmen... Rucksäcke alles lag noch stundenlang rum.
Aus Hygienegründen, wie mich der Guardia-Häuptling noch aufklärte...
Echt, Hut ab

vor den Italianos von Don Tomate
Letzlich kommen wir doch ALLE vor zig Generationen aus Afrika... also was soll der ganze Scheiss... WIR sind AFRIKANER (John F. Kennedy leicht global abgewandelt)
Schönen Tag noch Claro und danke für die Infos
