Auswanderung auf den Kanaren im XX Jahrhundert
Während der ersten Jahre des XX Jahrhunderts fand die Auswanderung in Richtung Kuba statt. Es waren hauptsächlich Männer zwischen den 15 und 30 Jahren. Die Lohnunterschiede zwischen den Kanarischen Inseln und Kuba waren der erste Anreiz (auf den Kanarischen Inseln verdiente man 1'5 Peseten vor den 25 oder 27 Peseten bei den Vereinigten Fruit Company von Kuba). Zwischen 1915 und 1920 verstärkte sich die Auswanderung der Canarios für andere Breiten, wegen der Auswirkungen des I Weltkrieges in der Inselwirtschaft. Dennoch findet in der Dekade der Zwanziger Jahre eine massive Rückkehr statt, wegen der kubanischen internen Krisen, wie z.B. der ernsten Steigung der Preises des Zuckers, der 1921 produziert wurde und "dem Tanz von Million" benannt war. Dieses produziert eine Reaktivierung der Wirtschaft der Kanaren dank der Verdienste der Auswanderer, die in jenen Jahren erarbeitet wurden.
1930 schreibt die kubanische Regierung Gesetze vor, mit denen versucht wird, die Arbeit" zu nationalisieren, dadurch wurde der Eingang der Ausländer sehr eingeschränkt. Die Reaktion der Canarios, die noch in Kuba waren, war sich zu nationalisieren und so zu versuchen, nicht durch die kubanischen Gesetze beeinflußt zu werden.
In den 30er Jahren verschlechterte sich die Wirtschafts der Kanarischen Inseln, aber das Fehlen von einem lateinamerikanischen Ziel mit guter Perspektive hielt die Zahl der Auswanderer zurück und dieses erhöhte die Sozialkonflikte auf den Inseln. Nach dem militärischen Coup von 1936 fand eine ernste Krise auf den Kanarischen Inseln statt
Zwischen 1941 und 1950 wanderten ungefähr 25.000 Canarios aus, von denen mehr als zweidrittel von den östlichen Inseln kamen, die hauptsächlich zu Zielen wie Sidni Ifni, der Westsahara und Guinea Ecuatorial gingen. Die Emigranten der westlichen Inseln gingen hauptsächlich nach Venezuela heimlich, verfolgt und bedroht. Dieses ist die Zeit der »Geisterschiffe », wie des Telémaco oder des Doramas. In diesen Booten flüchteten nicht nur « Hungeremigranten » sondern auch politisch Verfolgte. Es ist notwendig, zu betrachten, daß die spanische Gesetzgebung zwischen 1938 und bis 1946 die freie Auswanderung verbot, ausser zu den verbündeten Ländern, wie Nazi Deutschland. In diesen Jahren waren die kanarischen Emigranten auch nicht für die Immigrationpolitik von Venezuela attraktiv. Aber nachdem der militärische Coup von Delgado Chalbaud (1948) eine politisch benannte Änderung "der geöffneten Türen" ermöglichte, die jedoch auch nicht zu Nutzen der Canarios wurden, da sie illegal ankamen und sofort in Gefängnisse wie “Orchilla oder Guasina” gebracht wurden. Die Mannschaften der Gefangen gesetzten Boote wurden repatriiert nach Spanien oder in “Dorado” festgehalten wurden.. Man vermutet, das zwischen 1949 und 1951 ungefähr 62 Segelboote und um 4000 Leute, diese Reise auf sich nahmen,die im Durchschnitt 40 Tagen dauerte.1951 ändert sich die spanische Auswandergesetzgebung und die Regierung von Venezuela, geführt vom Militär Perez Jiménez , ermöglicht die Ankunft von ungefähr 60.000 Canarios nach Venezuela bis 1958.
Wer weiteres Interesse hat und und über genügend Spanischkenntnisse verfügt findet hier:
tagaragunche
sehr viele Informationen.
Landflucht(abstoßende Kräfte)
* Arbeitslosigkeit
* Bevölkerungsdruck durch hohe Geburtenraten
* unzureichende Ernährung
* mangelnde Dienstleistungen
* fehlende außerlandwirtschaftliche Arbeitsplätze
* fehlende Infrastruktur
* Abhängigkeit von Landbesitzern und Gläubigern
* niedriges Einkommen
* fehlende Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten
* mangelnde medizinische Versorgung
Landflucht(anziehende Kräfte)
* Hoffnung auf Arbeitsplätze
* bessere Verdienstmöglichkeiten
* medizinische und soziale Versorgung
* Bildung und Aufstiegchancen
* Wohnkomfort
* Freizeitangebot
* Teilnahme am Konsum
* wirtschaftliche und soziale Unabhängigkeit