Ein schöner Angelplatz liegt vor den Salzsalinen
(las salinas) im Nordosten der Insel.
Aber -
cuidar - man
kann vom Meer eingeschlossen werden, wenn man nicht aufpasst. Damit das auch gut klappt mit dem entspannten Gomeraurlaub habe ich mich zwei freundlichen Gomeros angeschlossen, die oft dort angeln und alles gut kennen -
mejor.
Im Nebeneffekt werden die eigenen Spanischkenntnise (cerveza, ron, coca-cola) ausgefeilt und erweitert,
bekanntlich lernt der Mensch am Meisten durch eigenes Ausführen.
Von der Straße zum Playa de la Caleta führt etwas oberhalb ein Fussweg ab und nach 30 – 40 min erreicht man „las salinas“.
Mit Angelgepäck, fünf Liter Trinkwasser usw. ein nicht zu unterschätzender Weg.
Zum Wandern und als Besuch der natürlichen Salinen aba immer einen Ausflug wert!
An unserem Angeltag hatten die Fische keinen Hunger oder es waren gerade keine da.
Nach vielen schönen Stunden am Meer dann doch noch unerwartet der Erfolg.
Ein kleiner blauer Fisch mit gelben Streifen!
Das Anglerlatein in Bezug auf Größe und Gewichts eines Fisches spreche ich gut, deshalb habe ich links oben neben dem salema eine zigarettenkippe abgebildet. Salemas wechseln mit dem Alter und Größe Ihre Farbe und werden grünlich/silbern. Klein schmecken sie super, mein Hauswirt hat mir abends aus Mitleid, weil ich nur einen Fisch gefangen habe, zwei Makrelen mit auf den Teller gelegt, damit es nach was aussieht – selbstgefangen schmeckt immer am Besten!
Salemas fressen an der Oberfläche (superficie) des Meeres.
Gefangen haben wir sie mit altem Brot, das in einem Lasso und vier Drillingen steckte.
Mit Blei bis ca. 1 m und ohne auf der superfischie.
Peresosas, (auch mit Brot) werden größer und reichen schon für eine kleine Familie:
An dieser Stelle ein paar kritische Worte, die den schönen Tag getrübt haben.
Wenn ich einen Fisch fange bekommt er einen Schlag auf den Hinterkopf, ist dann k.o. und danach töte ich ihn mit einem Kreuzschnitt durchs Herz, dass bei allen Fischen unter der Kehle sitzt.
Wenn ich den Fisch nur vom Haken löse und ihn in einen aufgewärmten Charco werfe, in dem er zwanzig Minuten erstickt, dann finde ich das barbarisch.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, das ich Gomeros
nicht mit Barbaren gleichsetze, sondern nur eine meiner Meinung nach notwendige und nicht erfolgte Handlung kritisieren will. Auf mein Nachfragen hieß es: er stirbt alleine – das stimmt. Die Frage ist nur wie? Wenn ich an die Hochsee-, Schleppnetz-, Berufsfischerei insgesamt denke, dann schmeckt mir der Fisch schon nicht mehr so gut.
Anderes Thema: Mariscos
Meeresfrüchte, wie Schnecken und Lapas sind auch eine leckere Sache. Wenn das Meer tief (nivel) ist kann man sie leicht „pflücken“. Die Lapas saugen sich schnell am Fels fest und lassen sich dann nur noch mit einem Messer lösen.
Die muschelförmigen Lapas sind eine schöne Dekoration, innen perlmut. Die Schnecken und Lapas werden erhitzt (ohne vorherigen k.o. – Schlags) und während sich die Lapas leicht lösen, müssen die Schnecken mühsam mit einer Stecknadel aus ihrem Gehäuse gepult werden. Um ein Marmeladenglas vollzubekommen muss man lange pulen. Ich habe mir eines mit nach Hause genommen und werde es meinen Gästen, a la gomera, wie Erdnüsse auf einem kleinen Teller servieren. So als Snack für zwischendurch, zum Bier z. B. (hehe) Da werde ich ein paar grüne Gesichter sehen, vielleicht gelingt mir ein gutes Foto...

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