Rostock in der Bundesliga
Die Bundesligasaison 1991/92 begann für Hansa durch ein 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg mit der Tabellenführung. Überraschend konnten daraufhin ein 2:1-Auswärtssieg beim FC Bayern München und ein 5:1 gegen Borussia Dortmund erzielt werden, im Anschluss verlor Rostock jedoch mehr und mehr Spiele und fand sich zum Saisonende im Abstiegskampf wieder. Am letzten Spieltag besiegte Hansa Eintracht Frankfurt mit 2:1 und entschied damit die deutsche Meisterschaft zu Ungunsten der Frankfurter, der Abstieg der Rostocker in die 2. Bundesliga konnte hierdurch jedoch nicht verhindert werden. Im Europapokal der Landesmeister war Rostock bereits in der ersten Runde am späteren Pokalsieger FC Barcelona gescheitert, obgleich Hansa nach der 0:3-Niederlage im Camp Nou das Rückspiel im heimischen Ostseestadion mit 1:0 gewinnen konnte.
Drei Jahren Zweitklassigkeit folgte 1995 der erneute Aufstieg in die Bundesliga unter Trainer Frank Pagelsdorf, wo nach der ersten Saison der sechste Tabellenplatz belegt, jedoch auf die damit erreichte Teilnahme am UI-Cup verzichtete wurde. Nachdem es im Heimspiel gegen den FC St. Pauli zu Ausschreitungen gekommen und Hansa mit einer Platzsperre und einer Geldstrafe belegt worden war, bestritt Hansa Rostock statt im 25.500 Zuschauer fassenden Ostseestadion das nächste Heimspiel am 28. Oktober 1995 im Berliner Olympiastadion vor 58.492 Fans und stellte so den Zuschauerrekord des Vereins auf. Die Saison 1995/96 und die Saison 1997/98, in der Rostock mit Pagelsdorfs Nachfolger Ewald Lienen erneut Sechster wurde, waren die bislang erfolgreichsten Bundesliga-Spielzeiten des F.C. Hansa. 1998/99 nahm Hansa dann am UI-Cup teil, scheiterte dort jedoch schon am ersten Gegner, VSC Debrecen aus Ungarn. In den weiteren Spielzeiten fand sich Rostock zumeist im Abstiegskampf wieder, so konnte der Klassenerhalt in der Saison 1998/99 erst am letzten Spieltag durch den 3:2-Siegtreffer von Slawomir Majak in der 83. Minute gegen den VfL Bochum gesichert werden; im März 1999 hatte Lienen seinen Platz für Andreas Zachhuber räumen müssen.
Beim DFB-Hallenpokal im Januar 1998 hingegen spielte die Mannschaft groß auf. Im Qualifikationsturnier in Berlin besiegte Hansa zunächst Tennis Borussia Berlin und den 1. FC Nürnberg, im Halbfinale den Berliner Verein Hertha BSC und im Finale Carl Zeiss Jena. In der Endrunde in München sicherte Rostock sich nach einem 2:2 gegen den FC Gütersloh und einem 6:2 gegen Bayern München die Halbfinalteilnahme, wo Fortuna Düsseldorf mit 2:1 besiegt wurde. Das Endspiel um den Hallenpokal gegen den FC Schalke 04 gewann Rostock mit 4:3.
Zur Saison 2001/02 stellte Hansa mit 5,1 Millionen € Ablösesumme einen neuen Transfererlös-Rekord auf, als Victor Agali zum FC Schalke 04 wechselte, zur Saison 2002/03 holte Hansa Rade Prica für die Rekord-Ablösesumme von 2,2 Millionen € von Helsingborgs IF.
Erneute Zweitklassigkeit und Wiederaufstieg
Zu Beginn der Saison 2004/05 entschied sich der Vorjahres-Neunte Rostock gegen eine Teilnahme am UI-Cup und nahm erstmals am DFB-Ligapokal teil, wo Hansa in der ersten Runde gegen Bayer Leverkusen ausschied und im Folgenden 18 von 34 Bundesliga-Partien mit nur 31 erzielten Toren gegenüber 65 kassierten Treffern verlor. In 17 Hinrunden-Spielen erreichte die Mannschaft nur elf Punkte und verlor die ersten acht Heimspiele. Negativer Höhepunkt war dabei die 0:6-Niederlage gegen den Hamburger SV im November 2004, die den Rücktritt des Trainers Juri Schlünz zur Folge hatte. Unter Schlünz’ Nachfolger Jörg Berger spielte Rostock mit 1,4 Punkten pro Spiel gegenüber 0,6 unter Schlünz deutlich erfolgreicher, der Rückstand auf die Nichtabstiegplätze war aber bereits zu groß, so dass Hansa als Tabellensiebzehnter nach zehnjähriger Erstligazugehörigkeit in die 2. Bundesliga abstieg.
Zur Saison 2005/06 strebte Hansa den sofortigen Wiederaufstieg an, wobei die Vereinsführung zunächst weiter auf die Arbeit von Trainer Jörg Berger vertraute. Nach zwei Niederlagen an den ersten beiden Spieltagen wurde Berger jedoch am 14. August –als erster Trainer der laufenden Saison– entlassen. Sein Nachfolger wurde der zum F.C. Hansa zurückkehrende Frank Pagelsdorf, der bereits seinen Vertrag in Rostock im Juni 1997 als –bis heute einziger– Bundesligatrainer erfüllt hatte und zum Hamburger SV gewechselt war. Es folgten ein Sieg gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart im DFB-Pokal 2005/06 (3:2) und ein im weiteren Verlauf der Saison verflachender Aufwärtstrend. Rostock spielte eine schwache Rückrunde und belegte schließlich den 10. Platz, nur zwei Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt.
In der Saison 2006/07 blieb Hansa zum 17. Spieltag ohne Niederlage und stellte damit einen neuen Vereinsrekord für die 2. Bundesliga auf, allerdings musste man die Herbstmeisterschaft als Zweiter dem Karlsruher SC überlassen. Durch stabile Leistungen in der Rückrunde belegte die Mannschaft am letzten Spieltag nach einem 3:1 gegen die SpVgg Unterhaching den zweiten Platz und erreichte somit den Aufstieg. Nach dem letzten Spieltag kam es noch vor Saisonende zu einer Eskalation des Streits zwischen Trainer Frank Pagelsdorf und Manager Stefan Studer, der nach einem Beschluss des Aufsichtsrates durch Herbert Maronn ersetzt wurde.
Für die Saison 2007/08 ist das Ziel der Klassenerhalt, was auch durch den Erlös aus dem am 2. Juli 2007 erfolgten Verkauf der Namensrechte der nächsten 10 Jahre am Ostseestadion, jetzt DKB-Arena, an die Deutsche Kreditbank erreicht werden soll. Im DFB-Pokal 2007/08 gewann Hansa in der ersten Runde beim Südwest-Oberligisten SV Rot-Weiß Hasborn-Dautweiler mit 8:0.
Kader 2007/08
Kader der ersten Mannschaft
Die Neuzugänge Bartels, Gyaki, Lukimya-Mulongoti und Tüting trainieren wie auch der dritte Torhüter Klandt mit der ersten Mannschaft, sollen jedoch meist für die zweite Mannschaft auflaufen um so Spielpraxis zu sammeln.
Stand: 24. August 2007
Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
21 Jörg Hahnel Deutscher
29 Patric Klandt Deutscher
01 Stefan Wächter Deutscher
31 Kai Bülow Deutscher
23 Diego Brasilianer
05 Benjamin Lense Deutscher
16 Assani Lukimya Kongolese Deutscher
04 Orestes Brasilianer
03 Heath Pearce US-amerikaner
15 Christian Rahn Deutscher
13 Tim Sebastian Deutscher
27 Fin Bartels Deutscher
22 Stefan Beinlich Mannschaftskapitän Deutscher
08 Đorđije Ćetković Montenegriner
14 Ryan Gyaki Kanadier Österreicher
02 Dexter Langen Deutscher
17 Tobias Rathgeb Deutscher
07 René Rydlewicz Deutscher
12 Marc Stein Deutscher
25 Simon Tüting Deutscher
10 Zafer Yelen Türke
28 Victor Agali Nigerianer
20 Régis Dorn Franzose
11 Sebastian Hähnge Deutscher
09 Enrico Kern Deutscher
26 Addy-Waku Menga Kongolese
24 Marcel Schied Deutscher
18 Amir Shapourzadeh Iraner Deutscher

HSV - forever and ever....
Katholisch • Evangelisch • Neuapostolisch.
Ich habe kein Problem mit Kirchen. Außer es steht ein >Gelsen< davor.