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 Betreff des Beitrags: Umfrage zu Völkerverlusten
BeitragVerfasst: 26.03.2007, 07:32 
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Das Bieneninstitut Mayen / Rheinland-Pfalz veranstaltet auch dieses Jahr wieder eine Fragebogenaktion zu Völkerverlusten und Varroabehandlung.

Den Fragebogen kann man auf:
http://www.bienenkunde.rlp.de
herunterladen.

Diese Umfrage ist eigentlich für Deutschland gedacht, es ist aber sicher für das Institut hilfreich, wenn sich auch andere europäische Imker daran beteiligen. Die Fragen zur Vermarktung sind dabei wohl eher nebensächlich. Die Befragung erfolgt anonym.


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BeitragVerfasst: 20.03.2008, 17:17 
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Auch dieses Jahr gibt es wieder unter o.g. Link einen Fragebogen zu Völkerverlusten und eine Blitzumfrage im Internet vom Bieneninstitut Mayen.

Mit ihrer Teilnahme unterstützen die Imker die Ursachenforschung zu Völkerverlusten.

Viele Grüße

Maja


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BeitragVerfasst: 20.03.2008, 17:45 
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Hallo Maja,

tolle Sache diese Umfrage. Heuer gab es auch eine Umfrage in Österreich dazu. Die Auswertung dieser steht aber natürlich noch aus. Sicher bin ich mir aber, das es in einigen Regionen sicher wieder sehr schlimm war !

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Gruß Sybill \:D/
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BeitragVerfasst: 24.03.2008, 21:22 
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ja, leider. ein imkerkollege in meiner region hat berichtet, dass von seinen 50 völkern 42 nicht überlebt haben. schrecklich!

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Reinhard

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BeitragVerfasst: 24.03.2008, 21:25 
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Reinhard hat geschrieben:
ja, leider. ein imkerkollege in meiner region hat berichtet, dass von seinen 50 völkern 42 nicht überlebt haben. schrecklich!


Als Imker fiebere und bange ich echt um jedes Volk, weis man mittlerweile warum der betreffende Kollege so viele Völker verloren hat. Interessant zu wissen wäre, wie und mit was behandelt wurde und vor allem mit was eingefüttert wurde.

Josef

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BeitragVerfasst: 24.03.2008, 21:47 
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ich hab leider noch keine näheren infos, werde die natürlich posten, sobald ich etwas weiß!

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Reinhard

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BeitragVerfasst: 24.03.2008, 22:06 
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Reinhard hat geschrieben:
ich hab leider noch keine näheren infos, werde die natürlich posten, sobald ich etwas weiß!


Ich (wir) warten mit größter Spannung darauf.

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BeitragVerfasst: 25.03.2008, 14:42 
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Hallo,

meine Erfahrung bei Völkerverlusten ist die, daß keiner welche zu gibt und meist erfährt man es ein Jahr danach.
Ein gutes Indiz für einen größeren Völkerverlust ist das Nichterscheinen des Imkers bei den Frühjahrstreffs der Ortsgruppen.
Das eigentliche Problem bei den Völkerverlusten ist aber, daß die betroffenen Imker von weit her auf die Schnelle sich die Bienenstöcke wieder beschaffen und aufs Gesundheitszeugnis vergessen.
Wir bräuchten ein gutes Bienenstockmonitoring mit Meldepflicht bei und Kontrolle durch Ortsgruppenobmann. (im Burgenland gibt es seit Jahren immer exakt 600 gemeldete Imker mit 10000 Völker :lol: ). In Deutschland haben die am Monitoring beteiligten Imker die niedrigsten Verluste und dahinter vermute ich eine größere Sorgfalt der beteiligten Imker.

Gruß
Astacus


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BeitragVerfasst: 25.03.2008, 18:51 
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Hallo Astacus,

ist eigentlich eine generell gute Idee, ich glaube nur nicht wirklich durchzuführen. Besonders die Imker die ein wenig schlampiger arbeiten, wollen keine Obmann/frau bei sich rumlaufen haben. Mit Deiner Methode hätten wir wahrscheinlich in kürzester Zeit die Hälfte der Imker verloren. Ja und eigenlich müssen wir froh sein, das sich Imker dazu entschließen dem Verband bei zutreten !

Ich glaube, das es in diesem Bereich einfach an Ehrlichkeit leidet - verschärfte Kontrollen würden aber unserem System schaden !

Bienenverluste sind normal, manchmal hat man Glück und alles hat gepasst und man ist verschont, ein anderes Mal muß man halt hineinbeißen ! Aber wer mir gegenüber immer nur behauptet, das man schon seit Jahren keine Verluste mehr hat, wird von mir sowieso nichtmehr ernst genommen. Das sind nämlich meisten die furchtbarsten "Imker" !

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Gruß Sybill \:D/
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BeitragVerfasst: 25.03.2008, 20:52 
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Hallo Sybill,

Zitat:
Ja und eigenlich müssen wir froh sein, das sich Imker dazu entschließen dem Verband bei zutreten !

In diesem Satz liegt schon das Grundproblem in der Imkerei. Wenn ich schon jeden aufnehmen muß (egal ob qualifiziert), ist das schon eine Unterwanderung der Bezeichnung Imker, so kann keine Qualität (Produkt und Ausbildung) geschaffen werden. Ein Neuling müßte froh sein, daß er vom Verein ausgebildet, bei der Vermarktung unterstützt und bei Untersuchungen (Honig, Futterkranz,..) gefördert wird, so sollte es eigentlich aussehen. Die Schwierigkeiten eines Neulings sind ja die richtigen Informationen zu finden und da muß der Verband ansetzen und ihn unterstützen. (z.b. Leihbienenstöcke für den Anfang, gemeinsame Schleuderräume, kostenlose Schulungen (Reform der Wanderlehrerausbildung)). In meiner Ortsgruppe kenne ich keinen Neueinsteiger, der nicht bei Beginn unnötig hohes Lehrgeld (könnte schon Böswilligkeit unterstellen) zahlen mußte.
Wir bräuchten mehr Imker (wie z.B. Frau IM Luftensteiner-Singer), die mit Herzblut bei der Sache sind und Kurse vorbildlich organisieren. Ihre Plattforum der Imkerinnen würde ich als Musterprojekt ( ohne Imkerbund Finanzierung) bezeichnen.
Sybill, bist ja sicher auch stolz dieser Truppe anzugehören und in Genuß deren Kurse zu kommen.
So sollte es für mich beim Verband ablaufen, wenn eine entsprechende Leistung geboten wird, steigen auch die Mitgliederzahlen (siehe Forum). Das man nicht gleich ernten kann versteht sich von selbst.

Gruß
Astacus


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 Betreff des Beitrags: Konkurrenzangst
BeitragVerfasst: 25.03.2008, 21:23 
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Ich hab ja auch das Gefühl, jedenfalls läßt so einiges, was ich höre, darauf schließen, daß viele alt-eingesessene Imker ganz große Angst vor Konkurrenz haben. Stimmt's oder hab ich recht?
franz.


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BeitragVerfasst: 25.03.2008, 21:49 
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Das mit dem "Futterneid" ist wahrscheinlich bei den alten Imkern vorhanden, das habe ich selbst z.T. beobachtet.
Ich glaube, aus dem Neid der anderen heraus, zuzugeben, dass man eine gute Ernte gehabt hat bzw. aus der Ehrlichkeit heraus, zugeben zu müssen, dass man Verluste, eine schlechte Ernte, etc. gehabt hat, hat diese Leute dazu bewegt, im "Geheimen" zu imkern. Zu viel Offenheit schadet, das ist die Devise.

Bei unseren jungen Imkern im Verein beobachte ich das nicht so sehr. Wahrscheinlich wachsen wir bereits damit auf, dass jeder Verluste hat und wir einander helfen bzw. uns mitfreuen.

Ich bin froh, bei einem Verein zu sein. Da fühle ich mich gut aufgehoben, verstanden, gebe auch meine Erfahrungen weiter (z.B. den neuesten Stand der Schulungen, auch wenn ich auf Widerstand stoße - z. B. "Das" haben wir noch nie so gemacht,...).
Mir wurde nach der Faulbrutmisere spontan Hilfe und Unterstützung bei der Bekämpfung angeboten, ebenso hätte ich im Frühjahr Schwärme ohne Probleme erhalten. DAS nenne ich Vereinsgemeinschaft.

Ebenso bin ich mit dem Imkerbund zufrieden, denn die Zeitschrift finde ich sehr gut und auch die finazielle Entschädigung nach der Faulbrut hat mein Budgetloch etwas verkleinert.

Ebenso sollten wir nicht vergessen, dass durch den Verband die Zucht, Schulung, finanzielle Unterstützungen, Förderprogramme,.... organisiert werden und wir alle nur durch den Verband mit einer Stimme auftreten können.

Vielleicht sehe ich das als "Außenstehender User" des Verbandes etwas blauäugig, aber das ist zumindest meine Sicht der Dinge.
In mögliche Rangeleien an der Spitze und sonstige Vereins-/Verbandsprobleme habe ich (gottseidank) keine Einblick.

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Reinhard

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BeitragVerfasst: 25.03.2008, 21:57 
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Astacus hat geschrieben:
meine Erfahrung bei Völkerverlusten ist die, daß keiner welche zu gibt


Ist ja logisch Astacus, denn wer stellt sich schon gerne und innerhalb eines gewissen Bekanntenkreises -Orts- Bezirksgruppe- als Fehleranfällig dar.

Solange nicht Mittel und Wege gefunden werden, wie mein(e) allfällige(n) Völkerverluste von öffentlicher Hand gefördert werden, wäre ich doch dumm Daten bekannt zu geben. Seien wir doch ehrlich, nicht Mitleid wäre die Ernte, sondern eher Häme und Spott.

Im übrigen meine ich, dass Verluste bis zu 50% doch wieder sehr leicht egalisiert werden können und an sich kein Problem sein sollte.

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BeitragVerfasst: 26.03.2008, 10:08 
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Hallo,

Astacus hat geschrieben:
Wir bräuchten mehr Imker (wie z.B. Frau IM Luftensteiner-Singer), die mit Herzblut bei der Sache sind und Kurse vorbildlich organisieren. Ihre Plattforum der Imkerinnen würde ich als Musterprojekt ( ohne Imkerbund Finanzierung) bezeichnen.
Sybill, bist ja sicher auch stolz dieser Truppe anzugehören und in Genuß deren Kurse zu kommen.


Ich war letztes Jahr auf der Versammlung der Imkerinnen in Salzburg und war von der Organisation, den Themen, den Beteiligen etc. sehr beeindruckt. Es war wirklich toll, einmal Informationen einer anderen Richtung betreffend (Bestäubungsdienstleistung) zu bekommen !

gärntner hat geschrieben:
Ich hab ja auch das Gefühl, jedenfalls läßt so einiges, was ich höre, darauf schließen, daß viele alt-eingesessene Imker ganz große Angst vor Konkurrenz haben. Stimmt's oder hab ich recht?

Aus meiner Sicht stimmt es, ich habe noch immer den Spruch " Wer will den eigentlich Jungimker", im Hinterkopf. Aber das ist der falsche Weg - Imker sind als Lobby nur interessant, wenn sich auch was tut ! Jungimker sind wichtig, und damit sollten diese vom Verband auch absolut unterstützt werden. Ich bin der Meinung von jedem neuen Imker profitieren auch die anderen, denn unsere Konkurenz ist nicht der Nachbarsimker sondern die 44kg Zucker die sich jeder Österreicher im Jahr kauft !

Reinhard hat geschrieben:
Bei unseren jungen Imkern im Verein beobachte ich das nicht so sehr. Wahrscheinlich wachsen wir bereits damit auf, dass jeder Verluste hat und wir einander helfen bzw. uns mitfreuen.

Das selbe beobachte ich auch. Wenn man zB. diese Forum hernimmt, oder eben die Plattform Imkerinnen oder sogar bei den Schulungen, man merkt das sich ein "Generationenwechsel" vollzieht. Die "jungen" Imker ( müsse nicht unbedingt im Alter jung sein - die Einstellung ist damit gemeint) sind sicher offener und kontaktfreudiger, als deren Vorgänger - Ausnahmen natürlich ausgeschlossen.

Dies ist aber, für mich, eine normale Entwicklung in Folge unserer Globalisierung. Einzelkämpfer werden es in Zukunft immer schwerer haben !

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BeitragVerfasst: 26.03.2008, 11:00 
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genau, Imker sollten wie die Bienen sein:
Das Volk steht über dem Einzelindividuum ;-)

Miteinander, nicht gegeneinander ist gefragt, besonders in einer Zeit rückläufiger Imkerschaft und damit rückläufiger Bienenanzahl. Im Sinne einer intakten Natur.

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Reinhard

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