Bienenforum.com

Ein Forum für Bienen- und Honigfreunde
Aktuelle Zeit: 03.12.2008, 06:24

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 30 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Gedanken zum Eintrag von Astacus
BeitragVerfasst: 09.05.2008, 22:32 
Offline

Registriert: 09.05.2008, 20:26
Beiträge: 13
Wohnort: Feldkirch-Vorarlberg
Hallo

tja, womit wir wieder beim Anfang wären, jeder kämpft für sich, schreien tun alle gemeinsam.
Das ist bitte nicht als Vorwurf zu werten, was bleibt denn dem Einzelnen über? Irgendwo versucht jeder mit seinen Möglichkeiten, Wissen, Ansichten, .... sein erarbeitetes zu sichern.

Leider ist es so, das der Informationsfluss in den Verbänden von oben herab oder umgekehrt nicht funktioniert.
Dies ist aber genau das Manko warum diese Einigkeit bei den Vereinen, Verbänden und Interessensgemeinschaften fehlt.
Vielleicht ist der Sepp Holzer aus Tirol ein Begriff, der wurde anfangs auch sehr belächelt aber wenn man ihn heute ansieht, dann ist er heute im Blickfeld der anderen.

Ich bin überzeugt davon das ein wertvoller Schritt jener wäre, dass sich hier einfach Interessensgemeinschaften bilden, die die Bedenken, Ansichten und Meinungen über den Einsatz dieses Mittels und der dadurch entstehenden Probleme an die Öffentlichkeit bringen. Öffentlicher Druck bringt vieles in Bewegung.
Aber man muss dann auch die Entwicklungen innerhalb sehen, die Meinungen prallen aufeinander, Spannungen entstehen, .....
Es entstehen zwei Lager die dann aufeinander prallen, aber wenn man sich nicht der Konfronation scheut, bin ich überzeugt das man positives bewegen kann, es braucht eben nur starke und überzeugte Persönlichkeiten an der Front.

lg


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.2008, 06:16 
Offline
Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008
Benutzeravatar

Registriert: 16.10.2007, 10:18
Beiträge: 532
Wohnort: Wien, Güssing
Hallo Colorado,

Zitat:
Vielleicht ist der Sepp Holzer aus Tirol ein Begriff, der wurde anfangs auch sehr belächelt aber wenn man ihn heute ansieht, dann ist er heute im Blickfeld der anderen.

Wer Sepp Holzer gelesen hat, sollte auch Bittere Ernte gelesen haben.
http://www.jena-hof.at/neu/content.php?op=news&kz=1&m1=1
Man sieht in diesem Buch deutlich, daß alles 2 Seiten hat und man einer Betriebsweise nicht blind folgen soll (gilt genauso bei den Bienen).

Gruß
Astacus


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.2008, 06:23 
Offline

Registriert: 09.05.2008, 20:26
Beiträge: 13
Wohnort: Feldkirch-Vorarlberg
Dem stimme ich völlig zu, es ist nicht alles vom Sepp Holzer der Schlüssel der Wahrheit, ich meinte dies nur in dem Zusammenhang, das man die Menschen, dies betrifft die Imker, die Verantwortlichen und insbesondere die Kunden sozusagen wachrütteln muss, weil dann geschieht etwas, wenn das Rädchen mal in Bewegung ist, kommt vieles nach.
lg






Astacus hat geschrieben:
Hallo Colorado,


Zitat:
Vielleicht ist der Sepp Holzer aus Tirol ein Begriff, der wurde anfangs auch sehr belächelt aber wenn man ihn heute ansieht, dann ist er heute im Blickfeld der anderen.

Wer Sepp Holzer gelesen hat, sollte auch Bittere Ernte gelesen haben.
http://www.jena-hof.at/neu/content.php?op=news&kz=1&m1=1
Man sieht in diesem Buch deutlich, daß alles 2 Seiten hat und man einer Betriebsweise nicht blind folgen soll (gilt genauso bei den Bienen).

Gruß
Astacus


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.2008, 06:37 
Offline
Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008
Benutzeravatar

Registriert: 16.10.2007, 10:18
Beiträge: 532
Wohnort: Wien, Güssing
Hallo Colorado,

ein Schwierigkeit in Änderungen besteht darin, daß einer, der die Fehler im System aufzeigt sofort vom System als Störenfried bekämpft wird, denn es kann ja nicht sein, daß eingefahrene Gewohnheiten falsch sind.
Sepp Holzer wäre ja dafür ein gutes Beispiel. Es verlangt einen standhaften Charakter das Rädchen in Bewegung zu setzen. Ich renne noch immer gegen eine Betonmauer um in meiner Ortsgruppe eine gemeinsame gleichzeitige Varroabekämpfung durchzuführen und die Gegenargumente sind selten sachlich sondern meist nur persönlich angreifend. Wenn es in einer Gruppe nicht funktioniert, wie soll es dann nach außen funktionieren?

Gruß
Astacus


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.2008, 06:52 
Offline

Registriert: 09.05.2008, 20:26
Beiträge: 13
Wohnort: Feldkirch-Vorarlberg
Hallo

das kann ich sehr gut nachvollziehen, das ist kräfteraubend und es ist ein Spiessrutenlauf.
Es ist auch so, dass meist die "Alten" vorne dran sind oder welche die einfach festgefahrene Meinungen haben, sehe das bei meinem Schwiegervater auch so, so wird das gemacht weil man das schon immer so gemacht hat und nichts anderes. Personen mit anderen Meinungen werden sofort bekämpft auch wenn deren Meinungen Handlungen und sonstigem zu mehr Erfolg führen würden.

Das es dann meist nicht auf der sachlichen Ebene bleibt sondern ins sehr persönliche geht ist leider ein negativer Aspekt der Sache und ihr nicht dienlich. Es verhärten sich dann die Fronten.

Meiner Meinung nach aber ist es jedoch so, dass jede grosse Reise mit dem ersten Schritt beginnt, jeder Anfang in grossen Dingen ist schwer und steinig, aber wenn niemand beginnt was ist dann? So wie es jetzt ist ist es ja auch keine Zukunft.

Für mich gibt es einfach mehrere Dinge, da wo die Worte nichts mehr fruchten müssen Taten gesetzt werden, es bilden sich dann zwei Lager, die Befürworter und die Gegner. Ich schrieb ja vorher schon, es wird sich dann spalten.
Diese Spaltung kann kommen, allerdings besteht meist dann die grosse Gefahr, dass Teile vom einen oder vom anderen Lager unsicher werden und dann abspringen und somit die Position geschwächt wird. Wenn es die der anderen ist umso besser, wenn es die eigene ist umso schlechter.

Ich weiss, das ist ein schwerer Kampf und Stand, habe solche Kämpfe schon mehrfach durchgestanden, aber wenn man von der Sache überzeugt ist, dann lohnt sich dieser Kampf und man findet die nötigen Kräfte dafür und auch die Personen dazu.
Nötigenfalls müsste man einen eigenen Verein gründen oder Gemeinschaft mit Gleichgesinnten die das vertreten.
Es ist mir schon klar, dass dann damit das Problem nicht aus der Welt geschafft ist, die Varroabekämpfung nicht den Erfolg hat den man sich vorstellt, aber es ist ein Zeichen und ein Schritt in die richtige Richtung, der erste Schritt des Beginnes der grossen Reise.
Ich vertrete die Ansicht es ist besser etwas zu tun und sei dies in kleinen Schritten als gar nichts zu tun, aber die Anfeindungen sind das andere Thema, man braucht schon einen sehr starken Willen und viel Kraft dazu.
Es ist der Kampf von Don Chichotte gegen die Windmühlen.

Keinesfalls möchte ich aber meine Worte als Aufhetzung oder Beleidigung deiner Person empfunden haben, ich teile deine Ansichten völlig und finde es gut, dass du dich für Dinge einsetzt.

lg







Astacus hat geschrieben:
Hallo Colorado,

ein Schwierigkeit in Änderungen besteht darin, daß einer, der die Fehler im System aufzeigt sofort vom System als Störenfried bekämpft wird, denn es kann ja nicht sein, daß eingefahrene Gewohnheiten falsch sind.
Sepp Holzer wäre ja dafür ein gutes Beispiel. Es verlangt einen standhaften Charakter das Rädchen in Bewegung zu setzen. Ich renne noch immer gegen eine Betonmauer um in unserer Ortsgruppe eine gemeinsame gleichzeitige Varroabekämpfung durchzuführen und die Gegenargumente sind selten sachlich sondern meist nur persönlich angreifend.

Gruß
Astacus


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.2008, 07:15 
Offline
Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008
Benutzeravatar

Registriert: 16.10.2007, 10:18
Beiträge: 532
Wohnort: Wien, Güssing
Hallo Colorado,

Zitat:
Keinesfalls möchte ich aber meine Worte als Aufhetzung oder Beleidigung deiner Person empfunden haben, ich teile deine Ansichten völlig und finde es gut, dass du dich für Dinge einsetzt.

Ich habe keine Beleidigungen herausgelesen und stimmen mit deinen Ansichten überein.
Um meine Standfestigkeit brauchst dich auch nicht zu fürchten, wovon ich überzeugt bin dafür trete ich auch ein.
z.B.
http://www.iphpbb.com/board/ftopic-98043460nx75479-772.html

Gruß
Astacus


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.2008, 07:17 
Offline

Registriert: 09.05.2008, 20:26
Beiträge: 13
Wohnort: Feldkirch-Vorarlberg
Das ist sehr gut, eine gute und lobenswerte Einstellung.





Astacus hat geschrieben:
Hallo Colorado,

Zitat:
Keinesfalls möchte ich aber meine Worte als Aufhetzung oder Beleidigung deiner Person empfunden haben, ich teile deine Ansichten völlig und finde es gut, dass du dich für Dinge einsetzt.

Ich habe keine Beleidigungen herausgelesen und stimmen mit deinen Ansichten überein.
Um meine Standfestigkeit brauchst dich auch nicht zu fürchten, wovon ich überzeugt bin dafür trete ich auch ein.
z.B.
http://www.iphpbb.com/board/ftopic-98043460nx75479-772.html

Gruß
Astacus


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Feuerbrand Streptomycin
BeitragVerfasst: 09.09.2008, 18:46 
Offline

Registriert: 06.09.2008, 22:28
Beiträge: 31
Wohnort: D- 82110 Germering
Hallo und Grüß Gott,

da komme ich ein wenig ins schmunzeln, wenn ich mir diesen " Feuerbrand"thread zu Gemüte führe. Zur Bekämpfung des Feuerbrandes ist weder die Rodung der befallenen Gehölze noch eine Streptomycinanwendung nötig.
Erwinia amylovora, so heißt der Erreger, braucht zur Vermehrung eine Zuckerlösung. Das ist der Nektar, bzw der Honigtau. Alle Bäume , Sträucher und Pflanzen welche Nektar oder Honigtau hervorbringen können von dem Feuerbrandbakterium befallen werden. Der Feuerbranderreger wandelt den Nektar- oder Honigtau in ätzende Essigsäure um. Daher das Schadbild Feuerbrand.
Das bedeutet , wenn die Umwelt in Ordnung ist, also genügend Nektar- oder Honigtau sammelnde Insekten vorhanden sind kann das Bakterium sich nicht vermehren.
Und nun funkt der Feuerbrand, dieses Bakterium , ins labile wirtschaftliche System der Obstproduktion und den laufenden Umbruch in der Landschaft und der Landwirtschaft hinein. Letzterer beschreibt das
Bauernsterben und wird Strukturwandel genannt. Für die Vermehrung braucht es hohe
Temperaturen und zuckerhaltige Nährstoffe aus Pflanzen. Verbreitet wird das Bakterium
durch den globalen Handel und den Transport von infizierten Pflanzen. Schon seit 200 Jahren
ist es in Nordamerika bekannt. 1957 wurde es erstmals in Europa, in Südengland, festgestellt.
1989 erreichte es den Kanton Thurgau CH, 1993 Österreich und Deutschland, und seit 2007 kommt es in allen
Ländern Europas vor.
Wer mehr über die Bekämpfung des Feuerbrandes ohne Antibiotika und Rodung der Kulturen wissen will, möge sich bitte per PM bei mir melden.

Wer zum Zentralen Landwirtschaftsfest vom 20. bis 28. September 2008 nach München kommt findet mich in Halle 7 , Stand 36. Beratung völlig ohne Kosten, Versprochen ! Es geht mir um die Umwelt !

Liebe Grüße
Cornelius

_________________
Wer nichts weiß, muß alles glauben !

Zitat von Marie Ebner- Eschenbach / Austria
E-Mail: fridolin@imkereibrandt.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Feuerbrand Streptomycin
BeitragVerfasst: 09.09.2008, 20:06 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 18.01.2007, 00:00
Beiträge: 2164
Wohnort: Schmidatal
cornelius hat geschrieben:
Wer mehr über die Bekämpfung des Feuerbrandes ohne Antibiotika und Rodung der Kulturen wissen will, möge sich bitte per PM bei mir melden.


Warum bitte kann dies nicht offiziell im Forum besprochen werden? Und weiters: wenn ein Sachverständiger in meinem Bienengarten Feuerbrand diagnostiziert, werden kurzerhand die betroffenen Bäume gefällt. Wie könnte ich mich allenfalls davor schützen?

Josef

_________________
Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Feuerbrand Streptomycin
BeitragVerfasst: 10.09.2008, 13:50 
Offline

Registriert: 06.09.2008, 22:28
Beiträge: 31
Wohnort: D- 82110 Germering
Hallo und Grüß Gott,

wer bezeichnet sich alles als " Sachverständiger " ? Bei dieser Titulierung hebt bei mir ein müdes Lächeln an. Viele geben sich als " Sachverständige " (sogar mit staatlichen Diplom ) etc. aus. Wer allerdings mal beleuchtet was die wahren Motive sind nach denen beurteilt wird, wird schnell resignieren oder kämpfen.

Die Frage der natürlichen Feuerbrandbekämpfung ist so komplex und umfangreich , ca. Stoff für 2 oder 4 Semester, das die Beantwortung dieser Fragen das Forum in seinem Umfang sprengen würde. Deshalb werde ich gerne bei wirklichem Interesse schriftlich dazu Auskunft geben. Referenzprojekte sind weltweit ausweisbar, auch in Österreich ! Die AGES in Wien weis sehr genau über diese Möglichkeit Bescheid, verhindert aber die Anwendung nach Möglickeit. Warum wohl ?
Vorab ein Link zu einem Praktiker, der die Technik zur natürlichen Feuerbrandbekämpfung anbietet . Mit dieser Methode ist auch der völlige Verzicht auf Pestizide in der Landwirtschaft möglich:
http://www.verblasetechnik.de/

Herzliche Grüße
Cornelius

_________________
Wer nichts weiß, muß alles glauben !

Zitat von Marie Ebner- Eschenbach / Austria
E-Mail: fridolin@imkereibrandt.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Feuerbrand Streptomycin
BeitragVerfasst: 10.09.2008, 15:07 
Offline

Registriert: 06.09.2008, 22:28
Beiträge: 31
Wohnort: D- 82110 Germering
Eine Infoseite zur Feuerbrandbekämpfung von Rudi Schneider :
Feuerbrandbekämpfung mit Düngemittel –natürlich geht das auch!
* Anwendung nach Prognosesystem!
* Sie verwenden Löschkalkdünger (Calciumhydroxid), Produktname HYDROCAL® in Staubform, deren Wirkungsweise aus den Seuchenverordnungen (Tierhaltung) und deren Anwendung gegen alle Pilze, Viren und Bakterien längst bekannt sind.
* Die Ausbringung (bei Tau) vor, während, oder nach dem Regen.
* Keine umweltbelastende Nebenwirkungen, reine Düngewirkung auf Blatt und Boden.
* Im Obstbau ist die Anwendung von Löschkalkdüngern auch zur Feuerbrandbekämpfung seit 1999 erfolgreich und praxiserprobt.
* Wir haben zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen die Technik entwickelt, damit das Schreckgespenst Feuerbrand ein Gespenst bleibt. Mehr auf meiner Homepage :
http://www.imkereibrandt.de/feuerbrand.html

Herzliche Grüße
Cornelius

_________________
Wer nichts weiß, muß alles glauben !

Zitat von Marie Ebner- Eschenbach / Austria
E-Mail: fridolin@imkereibrandt.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Feuerbrand Streptomycin
BeitragVerfasst: 14.11.2008, 17:13 
Offline
Siegerfoto 2008 Kalenderwettbewerb
Benutzeravatar

Registriert: 01.10.2007, 19:28
Beiträge: 197
Wohnort: Kirchbichl/Tirol
Na, Prost :evil:
Rückstände des Antibiotikums Streptomycin in Obst gefunden
Zitat:
Im Frühjahr wurde zur Bekämpfung des Feuerbrandes im Erwerbsobstbau in der Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg das umstrittene Antibiotikum Streptomycin angewendet. Im Rahmen des Rückstands-Monitorings der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurden nun Streptomycin-Rückstände auf Obst (Äpfeln) gefunden.

Dies, obwohl seitens der AGES behauptet wurde, dass bei der Blütenanwendung von Streptomycin im Kernobstbau keine Rückstände bei Kernobst zu erwarten seien, da das Antibiotikum sehr rasch abgebaut würde.

"Dass aber die Antibiotika, wie die aktuellen Untersuchungsergebnisse der AGES beweisen, offenbar den gesamten Reifungsprozess des Obstes bis hin zur Ernte überdauern können, zeigt wie wackelig und unsicher die Annahmen waren, auf die sich Landwirtschaftsminister Pröll stützte, als er ein durch österreichische und EU-Gesetze verbotenes Antibiotikum über das Schlupfloch der sogenannten 'Gefahr- im-Verzug-Zulassung' freigab.

Konsequenz aus diesen neuen Erkenntnissen muss daher sein, dass der zukünftige Landwirtschaftsminister im kommenden Jahr dem Antibiotikaeinsatz im Obstbau kein grünes Licht mehr erteilt", fordert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber.

"Aus Meinungsumfragen lasse sich eindeutig ableiten, dass die ÖsterreicherInnen Antibiotika im Obstbau mit großer Mehrheit ablehnen. Daher muss auch die Qualitätsstrategie der AMA jetzt überarbeitet werden", so Pirklhuber, der daran erinnert, dass sich die AMA im Frühjahr nicht dazu durchringen konnte, Streptomycin-behandeltem Obst das Gütesiegel zu verweigern. Sie fasste nur den halbherzigen Entschluss, das AMA-Gütesiegel nur dann zu verleihen, wenn das Obst rückstandsfrei sei.

Streptomycin-Rückstände in Obst gefunden


traurige Grüße
Konrad


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Feuerbrand Streptomycin
BeitragVerfasst: 14.11.2008, 18:59 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 18.01.2007, 00:00
Beiträge: 2164
Wohnort: Schmidatal
Eine ähnliche Meldung wurde soeben im ORF gebracht. Spar und REWE schlossen natürlich sofort aus, dass solche Äpfel in ihrem Obstregalen gefunden werden. Na die werden demnächst aber schön blöd schauen.

Josef

_________________
Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Feuerbrand Streptomycin
BeitragVerfasst: 20.11.2008, 15:55 
Offline

Registriert: 06.09.2008, 22:28
Beiträge: 31
Wohnort: D- 82110 Germering
cornelius hat geschrieben:
Das es in der Feuerbrandbekämpfung auch ohne Antibiotikum und Abholzen geht, davon bin ich nach vielen Feldversuchen zutiefts überzeugt. Nur diese Überzeugung gegen die Chemieindustrie rüberzubringen grenzt fast wie das kämpfen gegen Windmühlen.
Desgleichen trifft dies auf das Bienenvolksterben durch Pflanzenschutz(gift)mittel zu.
Siehe dazu auch den Beitrag auf meiner Homepage :

Seltsam, bis vor kurzem wurden Zeissloff, Berger und Brandt von den Berufsimkern, an der Spitze Hederer, Koch ,Haefeker u.a. noch wie Idioten behandelt und bezeichnet. Weil wir schon damals ( 2002 ) das Bienenvolksterben, wie auch die franz. Imker, nicht der Varroamilbe sondern den Pflanzenschutzgiften zugeordnet hatten ! Das in dem Aufsatz erwähnte Treffen der deutschen und der franz. Imker hat übrigenss Eric Zeissloff eingefädelt. Siehe dazu auch das " Straßburger Protokoll " auf dieser Homepage!

Der Erfolg liegt vor den Fluglöchern

2003 besuchte uns eine Gruppe von französischen Imkern und Wissenschaftlern in Donaueschingen. Sie berichteten uns von den Bienenverlusten mit neuartigen Symptomen dort. Sie erklärten uns, dass mit Hilfe einiger engagierter Wissenschaftler die Wirkstoffe Imidacloprid von Bayer und Fipronil von BASF als Hauptursache ermittelt worden waren.

Unsere französischen Imkerkollegen versuchten daraufhin ein Verbot dieser Produkte als Pflanzenschutzmittel für Bienenweidepflanzen zu erreichen und zogen dafür vor Gericht. Sie versuchten gleichzeitig, uns in Deutschland auf die Gefahren dieser Produkte aufmerksam zu machen und hofften auch, dass wir bei den deutschen Konzernen etwas bewegen könnten....

Mehr:http://www.imkereibrandt.de/neuigkeiten.html

_________________
Wer nichts weiß, muß alles glauben !

Zitat von Marie Ebner- Eschenbach / Austria
E-Mail: fridolin@imkereibrandt.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Feuerbrand Streptomycin
BeitragVerfasst: 20.11.2008, 16:56 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 18.01.2007, 00:00
Beiträge: 2164
Wohnort: Schmidatal
Strepto dürfte schneller vom Giftregal wegkommen als es dorthin kam, was ich im übrigen sehr hoffe. Warum, bei uns war vor einigen Tagen gewissermaßen der Bär los, weil dieses Mittel gerade am Tag des Apfels in den Äpfeln aufgefunden wurde. Sämtliche Medien berichteten davon.


@ Cornelius

soeben habe ich Deine im übrigen sehr interessante HP besucht. Nun habe ich eine Frage: ständig verlinkst Du zu dieser HP, was natürlich Dein gutes Recht ist, wäre es da nicht allenfalls abgebracht auch unser Bienenforum in der Linkleiste aufzunehmen?

Josef

_________________
Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 30 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

Achtung vor Streptomycin-Einsätze in Eurer Umgebung
Forum: Arbeiten im März
Autor: Sybill
Antworten: 4
Antibiotika gegen Feuerbrand: Imker warnen (ORF.at)
Forum: Bienen & Medien
Autor: Limaria
Antworten: 2
Bekämpfung von Feuerbrand
Forum: Bäume
Autor: Sybill
Antworten: 24
Artikel über Feuerbrand im DER STANDARD vom 17.4.2008
Forum: Bienen & Medien
Autor: Astacus
Antworten: 2

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Style based on FI Subice by phpBBservice.nl
Hosted by iphpbb3.com
Beliebteste Themen: Forum, Foto, Liebe

Impressum