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 Betreff des Beitrags: Welche Beuten-Systeme-Rahmen gibt es denn?
BeitragVerfasst: 19.10.2007, 20:43 
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Hallo,

bin leider immer noch kein Imker, deshalb hier wiedermal eine Newbie Frage:

Welche Beuten-Systeme gibt es denn?
Welche Rahmen gibt es denn?
Was sind Vor- und Nachteile dieser?
Welche sind denn so üblich?

lg
Konrad[/youtube]


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BeitragVerfasst: 19.10.2007, 21:53 
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Da möchte ich sogleich anfangen Konrad. :n3:

Ich imkere ausschließlich mit der Österreichischen Breitwabe, je nach Bedarf mit zwei Bruträumen und einem Honigraum, oder einem Brutraum und zwei Honigräumen, Jedes Magazin fasst im Normalfall 10 Waben, jedoch in den Honigraum kommen lediglich neun Waben. Wünsche mir also im Honigraum Dickwaben.

Ferner, hoher Boden ohne Gitter, Zwischendeckel, Futterschale und Deckel.

Zitat:
Welche Rahmen gibt es denn?


Rähmchenmaße, hier bitte: http://www.iphpbb.com/board/ftopic-9804 ... 9-102.html

Ferner


Zitat:
Was sind Vor- und Nachteile dieser?


Vorteile von großen Waben im Verhältnis zu kleineren: weniger Manipulationen, geringere Kosten in der Selbstanfertigung und schnellere Revisionen bei den Völkern

Nachteile von großen Waben: sehr schwer beim schleudern, denn Dickwaben können durchaus drei bis vier Kilo schwer werden, der Wabentransport ist mitunter sehr mühsam



Zitat:
Welche sind denn so üblich?


In Österreich überwiegt bei weitem das österreichische Breitwabenmaß, aber Langstroth und Dadant ist immer mehr im kommen. Bin neugierig, was unsere deutschen Freunde dazu sagen.

Dies natürlich in alles kürze, denn hier könnten wir Monate- bzw. Jahrelang plaudern.

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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 Betreff des Beitrags: Beuten und Rähmchenmaße
BeitragVerfasst: 20.10.2007, 16:45 
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Bei uns in Mitteldeutschland sind noch sehr viele Imker bei Normalmaß (370 x 223mm) in der Normbeute 52.
Bedingt aus DDR-Zeiten (es gab ja nichts anderes) und durch die Altersstruktur (älter als 60).
Normbeute 52 ist eine Zweietagige Hinderbehandlungsbeute die meist im Bienenhaus untergebracht ist. (http://www.imkerhomepage.de/meine_imker ... beute.html)
Ich selbst imkere in der Einfachbeute nach Liebig: https://www.uni-hohenheim.de/bienenkund ... hbeute.pdf.
Ich habe kein eigenes Grundstück und meine Magazinen stehen in Freiaustellung auf Pachtland.
Teilweise sind bei uns noch Kuntsch und Freudenstein üblich, allerdings beginnen auch jüngere Imker immer mehr mit Dadant.

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LG IMME


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 Betreff des Beitrags: Re: Beuten und Rähmchenmaße
BeitragVerfasst: 20.10.2007, 20:26 
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Imme hat geschrieben:
allerdings beginnen auch jüngere Imker immer mehr mit Dadant.


Eine wirklich sehr interessante Entwicklung, wenn ich nun erst zu imkern beginnen würde, wäre dies auch mein Maß. Allenfalls käme auch Langstroth in die engere Wahl.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.10.2007, 06:44 
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Dadant und Langstroth sind für mich ziemlich fachchinesich, aber es hat mir zumindest geholfen eine Webpage mit Infos hierzu zu finden.
http://www.magazinimker.de/kompatiblebe ... euten.php4

Ein Imker hat mir gesagt, wenn er nochmals anfangen würde, dann würde er die Zargen quadratisch machen, damit er abwechseln kann zwischen Kalt- und Warmbau. Was sagt denn ihr dazu? und was wird denn heute so verwendet ehr Kalt oder eher Warm?


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BeitragVerfasst: 21.10.2007, 14:53 
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Zitat:
Ein Imker hat mir gesagt, wenn er nochmals anfangen würde, dann würde er die Zargen quadratisch machen, damit er abwechseln kann zwischen Kalt- und Warmbau. Was sagt denn ihr dazu? und was wird denn heute so verwendet ehr Kalt oder eher Warm?


Die Segeberger Kunststoffbeuten für 11 Waben Normalmaß sind quadratisch und somit für Kalt- und Warmbau einsetzbar.

Ich verwende den Kaltbau, da das Brutnest so besser belüftet wird und die Bienen einen leichteren Zugang vom Flugloch in alle Wabengassen haben. In den Warmbau setze ich die Völker nur kurzzeitig während der Ameisensäurebehandlung, um dabei die Durchlüftung einzuschränken und die AS-Konzentration in der Beutenluft zu erhöhen.

Die Verwendung von zwei verschiedenen Wabenmaßen für Honig- und Brutraum (z.B. Dadantbrutwaben, HR-Flachzargen und -Dickwaben) finde ich nicht zweckmäßig.

Einen großen Brutraum kann man auch mit der Verwendung von zwei Brutzargen erzeugen, außerdem erleichtert dieses das Einengen schwächerer Völker im Frühjahr, man nimmt ihnen zeitweise eine leere Zarge weg und muß nicht mit Hilfsmitteln - wie Schieden aus Holz oder Dämmstoffen - herummurksen.

Eine einfache Brutdistanzierung zur Unterdrückung des Schwarmtriebs (z.B. Demaree-Plan) ist mit unterschiedlichen Wabenmaßen für Brut- und Honigraum nicht möglich. Die Bildung von Ablegern ohne die Verwendung von kleineren Ablegerkästen gleich in ihrer richtigen Brutzarge geht wegen der Größe der Dadantwaben auch nicht ohne weiteres.

Eine volle Honigraumzarge mit 11 Waben DN wiegt zwar um die 30 kg, aber das stört mich (noch ;-) ) nicht.

Viele Grüße

Maja


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BeitragVerfasst: 21.10.2007, 14:55 
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Konrad hat geschrieben:
Ein Imker hat mir gesagt, wenn er nochmals anfangen würde, dann würde er die Zargen quadratisch machen, damit er abwechseln kann zwischen Kalt- und Warmbau.


So imkert unsere Moderatorin Maja mit dem allerbesten Erfolg, sie wird diesbezüglich sicherlich ihre Meinung dazu sagen.

Leider kommt diese sicherlich sehr interessante Möglichkeit für mich nicht infrage, denn ich imkere im ÖBW Maß. Wenn ich nun damit in der Tracht mit Kalt- und ab dem einfüttern mit Warmbau imkern würde, würde vermutlich das totale Chaos entstehen. Warum: bei mir stehen meistens bei jeder Einheit 5 x 9, also 45 Völker. Hie sukzessive alle Waben rausnehmen, auf den Wabenbock hängen und dann wieder quer einordnen, wäre im Hinblick auf eine Räuberei doch sehr riskant. Auch hätte ich dann 12 doch sehr große Rähmchen in einem Magazin, was das Wandern wieder sehr beschwerlich machen würde. Aber bei wenigen Völkern durchaus interessant.

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BeitragVerfasst: 21.10.2007, 14:57 
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:oops: :oops: :oops: Ups, hier war Maja bedeutend schneller als der alte Droh. :lol:

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BeitragVerfasst: 22.10.2007, 11:53 
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Hallo,

international imkern 80% der erfassten Imker ( also statistisch gemeldet) mit dem Langstroth Magazin. Die Gründe sind eigenlich sehr naheliegend, da dieses und das Dadant-System zB. Europaweit ( mit zB. Ausnahme Österreich) gefördert wurde. Auch im amerikanischen Raum ist das Langstroth US System am häufigsten anzutreffen, gefolgt vom Dadant Maß.

Meiner Meinung nach gibt es in Österreich im Moment 3 Trends:
1) Die "nomalen" Imker ( nicht Vollerwerb) wechseln zu oder fangen im Moment mit der Flachzarge an. Die Gründe sind meist das das Imkern mit der Flachzarge sehr einfach und nicht so stark körperlich anstrengend ist.
2) Oder sie bleiben bei Ihrem traditionellen System wie der Breitwabe. Gründe: Kosten bei Umstellung, System ist für die Völkerführung sehr praktisch etc.
3) Große bzw. Erwerbsimker arbeiten schon oft mit dem Langstroth, da hier die Aufwand/Kosten - Nutzeneffekt einfach am besten ist. Gewicht oder Tradition spielt ja hier keine Rolle!

Persönlich arbeite ich auch mit der Österr. Breitwabe - aber wer weiß was die nächsten Jahre so bringen werden.....

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Gruß Sybill \:D/
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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Beuten-Systeme-Rahmen gibt es denn?
BeitragVerfasst: 01.10.2008, 17:46 
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Lieber Konrad!

Ich finde die Größe der Wabe ist nicht unbedingt wichtig, zwar sind alle bekannten
Maße erprobt und sicher für den jeweiligen Einsatz geeignet.

Ich persönlich versuche mit einem Maß (Brutraum, Honigraum) aus zukommen.

Mein Maß ist die Flachzarge.

Der Vorteil der gleichen Größe ist, ich kann die Waben im Bienenstock tauschen.

Viele Grüße Franz :n99:


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Beuten-Systeme-Rahmen gibt es denn?
BeitragVerfasst: 01.10.2008, 20:04 
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Registriert: 11.06.2008, 16:50
Beiträge: 22
Hallo Konrad
Wie Du bemerkt hast, auf eine einfache Frage unzählige Antworten und somit noch mehr Fragen.
So ist es aber vor dem Start praktisch allen Imkern gegangen. Lass Dich nicht entmutigen und frage weiter. Dein Problem wird sein, aus den Antworten das für Dich passende herauszufiltern.
Damit sind wir beim Kern angekommen.
Du musst Dir zuerst klar werden was Du willst und was Du darfst.
Orientierst Du Dich an einem Berufsimker welcher von den Bienen lebt oder an einem Berufsimker welcher von den Imkern lebt oder an Hobysten oder an den Kollegen im Imkerverein.
Was für eine Biene darfst / willst Du in Deiner Region halten.
Wie gross stellst Du Dir Deinen Betrieb vor. Wenn Du pro Tag 100 Völker durchschaust ohne Pole und die Honigräume pro Stück 30 kg oder 15 kg wiegen wird Dir das irgendwann Dein Rücken sagen. Wenn Du bei 10 Völkern bleiben willst, ist das Beutensystem egal. Die Bienen überleben alles.
Noch etwas zu Dadant. Es gibt Dadant Blatt 10er, 12er, Dadant USA, Dadant Modifiziert, Dadant Jumbo und dann als Honigräume die Flachzargen, Halbzargen mit Rähmchen 22, 25, 29 mm und das gleiche auch im Brutraum. Also bitte wenn Ihr von einem Mass sprecht, dann präzise.
Freundliche Grüsse
Hugo


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Beuten-Systeme-Rahmen gibt es denn?
BeitragVerfasst: 02.10.2008, 22:23 
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Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008
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Registriert: 02.03.2008, 22:39
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Ich hatte letztens die Phantasie, es einmal mit quadratischen Waben im Brutraum versuchen zu wollen, zB 33 x 33 cm. Hat jemand mit sowas Erfahrungen?

Wie bauen die Bienen eigentlich in der freien Wildbahn: längs oder quer zum Einflugloch???

Neugierige Grüße von

franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Beuten-Systeme-Rahmen gibt es denn?
BeitragVerfasst: 03.10.2008, 09:06 
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Beiträge: 902
Wohnort: Fahndorf bei Hollabrunn
Hallo,

gärtner hat geschrieben:
Wie bauen die Bienen eigentlich in der freien Wildbahn: längs oder quer zum Einflugloch???

Neugierige Grüße von

franz.


Weder noch, die Bienen bauen nämlich gar nicht brav. Sie bauen, abhängig von Sonnenstand, Erdmagnetismus, etc. einfach kreuz oder quer. Manchmal sogar sternförmig. Oft sind auch Waben verzweigt. Die genauen Gründe dafür kenne ich nicht.

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Gruß Sybill \:D/
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