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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 19.08.2008, 22:52 
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Holger Preiss hat geschrieben:
Hallo Astacus,

wir sind vorgestern aus dem Urlaub zurück gekommen. Der Ableger, um den es bei den letzten Beiträgen (Buckelbrut) ging, ist regelrecht Opfer von Wespen geworden.


Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, möchte aber dennoch etwas Kritik üben, ich hoffe um Verständnis Holger.

Wenn man diesem bereits angeschlagenen Ableger lediglich Futterteig gibt und für zwei Wochen sich selbst überlässt, hat man zwar das Gefühl etwas positives gemacht zu haben, aber man darf sich nicht wundern, wenn dies in die Hose geht.

Urlaub ist wichtig und richtig, aber in diesem besonderen Fall hätte ein Imker Deines Vertrauens fallweise eine Standbegehung machen sollen. Die Obmänner, Gesundheitswarte usw. stehen dafür sehr gerne zur Verfügung und diese wissen ganz sicher was unverzüglich gemacht werden muss.

Nun droht aber für die anderen Völker eine erhebliche Gefahr, denn die Wespen wissen wo es Futter in Hülle und Fülle gibt und die werden ganz sicher nicht von den anderen Völkern ablassen. Also in den nächsten Wochen auf der Hut sein und die Fluglöcher, speziell in der hereinbrechenden Dämmerung beobachten.

Josef

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 07:16 
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Hallo Drohne,

Man soll nicht über verschüttete Milch weinen. Das Volk war schon vorher ein Todeskanditat. So ist er nun eine Sorge los.
Zitat:
Die Obmänner, Gesundheitswarte usw. stehen dafür sehr gerne zur Verfügung und diese wissen ganz sicher was unverzüglich gemacht werden muss.

Selten so herzhaft gelacht, diese Aussage kannst ja nicht einmal selber glauben.

Ein normales gesundes Volk wird mit der Wespenplage fertig.

Dem Imker steht mit dem Vereinen von Völker die Möglichkeit der Bildung von starken Völker zur Verfügung.
Ein starkes Volk ist besser als drei schwache Ableger. Man darf nicht jeder Königin nachweinen, die Natur selektiert auch die schwachen raus.

Holger hat nun seine Erfahrung gemacht und die Chance es in Zukunft besser zu machen.
Erst wenn man Fehler wiederholt, sollte man sein "Können" in Frage stellen.

Gruß
Astacus

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 10:47 
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Hallo Drohne, hallo Astacus,

Ihr habt ja beide so recht, und ich habe meine Erfahrung gemacht. Ich dachte wirklich, mit dem Futterteig sei dem Volk für 2 Wochen gedient. Ein ungutes Gefühl, etwas falsch zu machen, hatte ich auch, das hab ich als Anfänger dauernd. Dieses Erlebnis mit den Wespen war allerdings sehr einprägend, das soll mir nicht noch mal passieren.

Und so habe ich gleich auf kleine Fluglöcher bei meinen beiden intakten Völkern geachtet. Die Wespen tummeln sich am Boden vor den Fluglöchern und suchen nach toten Bienen, sie balgen sich in Knäuln um solche Funde. Aber ich sehe auch immer wieder, wie die eine oder andere Wespe versucht, in ein Flugloch zu gelangen. Manchmal verschwindet eine darin, trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Bienen sie wieder rausschmeißen und weiterhin erfolgreich abwehren.

Wie kann man neben Flugloch verkleinern sonst noch die Bienen bei der Abwehr der Wespen unterstützen?

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holbee


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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 14:54 
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Astacus hat geschrieben:
Selten so herzhaft gelacht, diese Aussage kannst ja nicht einmal selber glauben.


Ist in unserer OG durchaus üblich! Beispiel: ein Imker des Nachbarortes hatte Faulbrut, nach erfolgter Sanierung wurde der betroffene Imker laufend von mir weiter betreut.

Weiteres Beispiel: unser Ehrenobmann war bereits sehr krank, die Liquitation des Standes haben der neue Obmann und ich zur gänze durchgeführt.

Weiters: ein 91 (!) jähriger OMR (Dr) hatte noch zwei Völker, ein ganzes Jahr lang und bis noch vor kurzem, war ich sein imkerlicher Begleiter.

Wäre dies in einer OG nicht so, müssten sich die Mitglieder, vor allem die jungen und engagierten, etwas einfallen -umweiseln- lassen.

Zu den schwachen oder starken Völkern. Es ist nicht so, dass sich nur überstarke Völker verteidigen können, sondern ausschließlich die Harmonie und Vitalität des Volkes ist dafür ausschlaggebend. Klar kann der Imker dazu seinen Beitrag in Form eingeengter Fluglöcher ect beitragen. Wie sonnst könnte sich ein winziges Volk im Apidea Kästchen verteidigen, oder ein 3, 4, oder 5 Wabenableger über den Winter gebracht werden. 3 Wabenableger en Block sind bei Züchtern durchaus üblich.

Nun noch ein kleines Beispiel, ich habe darüber bereits berichtet, aber weil passend eben auch hier einige Worte dazu. Ein Ableger in meinem Bienengarten hatte auch seine liebe Not mit einer beginnenden Räuberei und Wespen waren natürlich auch gleich zur Stelle. Kurzerhand entfernte ich dieses Volk und brachte es zu meinem Heimstand zur täglichen Kontrolle. Dort wurde es für 24 Stunden eingesperrt und am nächsten Tag das Flugloch auf eine Bienenbreite geöffnet.

Dieses Volk überlebte, ist nicht besonders stark, kann aber bei Bedarf durchaus an die Stelle eines Weisellosen Volkes im Bienengarten kommen. Wäre es stehen geblieben, wäre es garantiert im Himmel.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 19:00 
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Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008
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Hallo Drohne,

da kann man dir nur zu deiner Ortsgruppe gratulieren, da hab ich halt mit meiner den negativ Jackpot gemacht. Imker kommen in meiner OG nur, wenn sie etwas brauchen, ansonsten sind alles sture Einzelkämpfer, wie bei den Autofahrer, jeder glaubt er kanns am Besten und die anderen sind die Idioten.

Gruß
Astacus

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 21:10 
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Dankeschön Astacus, aber wir haben rechtzeitig umgeweiselt und haben die Jugend vorziert. Obfrau ist unsere junge Sybill, ihr Stellverteter der Pepe ist 35, der Kassier detto usw. Mit dem Fachwissen der jungen haben die Senioren einfach nicht mehr mitmachen können. Möglicherweise kommen da nicht nur Imkermeister hervor, sondern auch gut geschulte Funktionäre und wichtigtuende Wanderlehrer. :n3:

Das junge Team bringt echt was weiter und die lesen echt jedem Mitglied seinen Wunsch von den Augen ab. Wäre nicht umgeweiselt worden, wäre die OG garantiert den Bach runtergegangen, so wird wieder neuer Mut und vor allem Hoffnung gefasst.

Also lieber Astacus, es geht auch mit der Jungend und hau bitte einmal ordentlich auf den Tisch. Geht am besten, wenn man die Fehler der Alten schonungslos aufdeckt. :pfeif:

Josef

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