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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 30.07.2008, 10:49 
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Liebe Ratgeber,

mit diesem buckel- oder drohnenbrütigen Ableger habe ich wohl eine praktische Anfänger-Lektion gemacht und bin noch dabei.

Hier die wichtigsten Punkte aus meiner Chronologie dieses Ablegers:

08.06.08 Aus 3 Brutwaben Ableger gemacht und für 8 Tage 3 km entfern aufgestellt.

16.08.08 Neben meinen zwei vorhandenen alten Ablegern aufgestellt, 5 Nachschaffungszellen gefunden, ausgeschleuderte Honigwaben zum Füttern eingehängt.

26.06.08 Alle Brutzellen leer. Ausgeschleuderte Honigwaben eingehängt.

05.07.08 Königin gesehen, war mir nicht 100 %ig sicher

29.06.08 Noch einmal Wabe mit Brut (Maden) eingehängt. Königin nicht entdeckt

13.07.08 Stifte und Maden in 2 Waben. Kö nicht entdeckt

22.07.08 2 Waben 1/3 voll Brut, Futterkranz, mit 1 : 1 Zuckerwasser gefüttert (bis 25.07 gefüttert). Kö nicht entdeckt

26.07.08 Auf 2 Waben Buckelbrut entdeckt, im "bienenforum.de" um Rat gefragt

29.06.08 Rat den Ableger aufzulösen befolgt, in 20 m Entfernung abgefegt, fotografiert, Königin im Foto entdeckt.

Dann schrieb mir Josef, Bienen samt Königin mit offener Brutwabe in Ablegerzarge und sehen ob aus der Königin noch was wird. Eine offene Brutwabe fand ich nicht in meinen beiden Ableger-Völkern. Ich fegte die Bienen in eine Ablegerzarge, hängte als Futter ausgeschleuderte Honigwaben und Mittelwände dazu und stellte sie mit Boden und Deckel und auf 1 cm eingeengtem Flugloch an den alten Standort.

Astacus schrieb mir:
Zitat:
Also, alles was du jetzt machen würdest, um diese Königin zu retten, ist tricksen, und das geht meist schief.
Mein Rat: gib Ihr den Zeigefinger mit Daumen, dann betteln sich die anderen Bienen schneller in die Völker ein.


Und ich glaube, du hast recht Astacus. Hoffentlich finde ich diese verdammte Königin. Ich will sie wegdrücken und dann die Bienen wieder in einiger Entfernung ausschütten, damit sie sich dann einbetteln. In einiger Entfernung deshalb, weil ja nach allem was ich las außer der Kö auch Drohnenmütterchen dabei sein könnten. Und vor die Fluglöcher meiner beiden Völker mach ich vorsichtshalber Absperrgitter. Ist's dann endlich gegessen mit diesem Ableger und seiner geheimnisvollen Königin :n19: ?

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holbee


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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 08:52 
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Hallo Holger,

ich gehe ja nicht so streng mit meinen Bienen um, bin mehr der tolerante Typ, der es liebt, die Bienen mal machen zu lassen und abzuwarten, was bei rauskommt. Mein Rat wäre: einfach mal gar nichts machen und abwarten und Tee trinken. Wenn das Volk sowieso verloren sein soll, kannst du es auch ruhig noch ein paar Wochen stehenlassen und abwarten, was passiert. Vielleicht beginnt die Königin dann doch noch mit dem Leben "vernünftiger" Eier.

Ich bin mit dem Völkerauflösen generell vorsichtig, denn es muss nicht imemr eine schlechte Königin sein, wenn ein volk sich nicht richtig entwickelt; es kann auch am Imker liegen, besonders wenn er Anfänger ist.

joachim

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 11:49 
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Danke für deine Antwort, Joachim. Sie macht Mut.

Ich habe tatsächlich die Königin nicht weggedrückt sondern zusammen mit den Bienen vom Tuch in eine Zarge mit zwei Mittelwänden und einer Honigwabe und einer ausgeschleuderten Honigwabe, aufgefüllt mit leeren Rähmchen, gefegt. Und nun warte ich einfach was geschieht. Füttern werde ich sie, sonst nichts. Vielleicht sollte ich nicht einmal füttern .... :?

Meine beiden Ableger-Völker brauchen jetzt mehr Aufmerksamkeit, noch einmal Honig schleudern, Heidehonig abwarten, wieder schleudern und dann Varao-Behandlung.

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holbee


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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 12:19 
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Sich selbst überlassen kann aber gehörig in Auge gehen Hans-Joachim! Warum, solchen Völkern fehlt es an allem, vor allem aber an einer organisierten Fluglochwache. Ferner müssen sie Brut pflegen, bekommen aber keinen wirklichen Nachwuchs aus der Damenriege. Auch als teilweise Standbegatter brauche ich nicht unbedingt diese Drohnen aus im besten Fall 3. Wahl.

Was ich gestern mit einem Drohnenbrütigen, aber noch sehr starkem Volk mit nur lediglich zwei Buckelbrutwaben -Beginn der Drohnenbrütigkeit- machte: mit Brutraum und Boden begab ich mich eine relativ weit entfernte Ecke meines Bienengartens. Dort wurden die Bienen auf die Wiese abgekehrt und die beiden Drohnenwaben entnommen. An dessen Stelle kamen zwei ausgebaute heurige Waben.

Bis ich an den gewohnten Platz des Volkes zurückkam, wurde ich bereits vom Massen von Bienen empfangen. Unverzüglich kam nun der Boden und der Brutraum an diese Stelle und die Bienen zogen Schwarmähnlich in ihre gewohnte Behausung ein. Als etwas Ruhe einkehrte, stellte ich ein Apidea Kästchen mit fertiger Königin hinein und das Volk verhielt sich bei der abendlichen 1. Fütterung wie sämtliche anderen Völker.

Das ganze kostete lediglich etwas Arbeit und ein gefülltes Begattungskästchen. Hätte ich dieses Volk sich selbst überlassen, wäre es dem Untergang geweiht gewesen.

@ Holger Preiss

Die Urgenz war überaus erfolgreich, nicht nur wurde dies ein wunderschöner Thread der unser Forum in Buckelbrutfragen noch sehr viel weiterhelfen wird, sondern es gab bisher bereits 16 Beiträge und 72 Zugriffe. Bitte weiter so tüchtig. :n3:

LG Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 13:54 
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Lieber Josef,

Wie plausibel, wie einfach, wie schlicht das klingt, die Schwierigkeiten tauchen erst bei der praktischen Umsetzung auf - Schicksal der Anfänger. Mein ursprünglicher Ableger, ich dachte schon, er sei doch gut gelungen, ist jetzt ein kümmerliches Häuflein Bienen mit einer wahrscheinlich behinderten Königin. Ich hab daraus gelernt ...

Wie schön, dass ich das Forum mit diesem Thread positiv bereichern konnte, wie du es(schmeichelhaft :oops: ) ausdrückst. Aber das macht Mut - positive Verstärkung, meint der Pädagoge :lol: .

Kann ich übrigens das Wort "Urgenz" mit "Dringlichkeit" ins Norddeutsche übersetzen?

:shock:

Tschüß!

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holbee


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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 14:18 
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Zitat:
Zitat Holger Preiss

... ich dachte schon, er sei doch gut gelungen, ist jetzt ein kümmerliches Häuflein Bienen mit einer wahrscheinlich behinderten Königin. Ich hab daraus gelernt ...


Freut mich lieber Holger, aber die Moral dieser Geschichte ist doch folgende: etwa einmal pro Woche ins Volk gucken um zu eruieren wie der Gesamtzustand ist. Die Königin muss nicht einmal behindert sein, wenn zB zum Begattungszeitpunkt schlechtes Wetter war und sie konnte nicht immer ausfliegen, ist sie eben nicht begattet. Somit kann ich bereits im Anfangsstadium imkerlich agieren.

Norddeutsch kann ich leider nicht, aber Dringend würde ich so zB so übersetzen: wenn die Blase voll ist und Du kannst auch welchen Gründen auch immer nicht, ist dies eben Dringend. Urgieren ist etwas einfordern, also Du willst und -die/der- andere reagiert nicht auf Dein Begehr. :n3:

Frage: bist Du wo anders holbee?

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 14:41 
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Hallo!

Walter Rojky schrieb weiter oben:

"Wie gesagt bei einer Buckelbrut sollte eine Königin vorhanden sein. Wenn sich aber nur Drohenbrut im Volk befindet dann ist es drohnenbrütig und gehört abgekehrt."

Da auf dem Foto eindeutig eine Königin identifiziert wurde, können wir davon ausgehen, das es keine drohnenbrütige Arbeiterinnen gibt. Es gibt also nur 2 Möglichkeiten:

1. Bei jungen Königinnen dauert es mitunter ein paar Wochen, bis sie befruchtete Eier legt. Das frühe Drohneneierlegen könnte ein Hinweis auf sehr große Fruchtbarkeit sein, die sich u.U. erst in einigen Wochen beweisen würde oder

2. Mangelhafte Begattung oder eine körperliche Missbildung der Königin.

Ich bin mal gespannt, als was sich die Kö erweisen wird!

joachim

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 14:51 
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Hans-Joachim Heyer hat geschrieben:
Ich bin mal gespannt, als was sich die Kö erweisen wird!


So gesehen dürfen wir uns auf weitere Infos von Holger freuen, denn die Mami durfte ja weiter leben. :n34:

@ Holger Preiss

füttern, füttern und nochmals füttern, aber immer nur sehr wenig und sehr stark eingeengtem Flugloch.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 15:43 
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Hallo Josef,
deine Frage verstehe ich nicht ganz:

Zitat:
Frage: bist Du wo anders holbee?


Meinst du, ob ich woanders bin als du? - Ja, ich bin südlich von Hamburg.
Meinst du, ob ich anderswo "holbee" heiße? - Ja ich habe mir in zwei anderen Foren den Benutzernamen Holbee gegeben.
Oder meinst du noch was anderes?

Auch ich bin gespannt, was nun aus dieser Königin wird. ich danke allen für die vielen aufschlussreichen Hinweise und Tips.

Ich werde also füttern, füttern, füttern :-) . Das Flugloch ist auf 1 cm eingeengt.
OK? :pfeif:

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holbee


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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 15:51 
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Hallo Holger,

Zitat:
Ich habe tatsächlich die Königin nicht weggedrückt sondern zusammen mit den Bienen vom Tuch in eine Zarge mit zwei Mittelwänden und einer Honigwabe und einer ausgeschleuderten Honigwabe, aufgefüllt mit leeren Rähmchen, gefegt.

In der Imkerschule lernt man, im Mai macht man Ableger mit 2 Brutwaben im Juni mit 3 Brutwaben und ab Juli gibt es nur mehr Kunstschwärme.

Jetzt hast du ein kleines Volk ohne Brut, d.h. in frühestens 21 Tagen (Ende August) schlüpfen die ersten Bienen. Aus diesem Völkchen kann kein überwinterungsfähiges Volk bzw. Trachtvolk fürs nächste Jahr werden.

Ich weiß leider nicht, wieviele Völker du hast und wie schmerzhaft der Ausfall eines Volkes für dich ist. Aber Selektionsverluste wirst immer in der Imkerei haben, du mußt nur schauen, daß du mehr Königinnen hast als du benötigst , und mit Einsteins Methode kann auch der Kleinstimker sich genügend Königinnen züchten.

Gruß
Astacus

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 21:16 
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Holger Preiss hat geschrieben:
Danke für deine Antwort, Joachim. Sie macht Mut.

Ich habe tatsächlich die Königin nicht weggedrückt sondern zusammen mit den Bienen vom Tuch in eine Zarge mit zwei Mittelwänden und einer Honigwabe und einer ausgeschleuderten Honigwabe, aufgefüllt mit leeren Rähmchen, gefegt...


Hallo!

Auch ich bin ja noch Anfänger, und gerade deshalb finde ich diesen Thread sehr lehrreich. Was also kann man tun, um in dieser Jahreszeit ein so kleines Völkchen noch zu retten?

Ich hatte mich in den vergangenen Tagen über alternative Varroabekämpungsmethoden informiert. Im Deutschen Bienenjournal Nr. 7 las ich in einem Beitrag von Ingo Lau über die Entnahme aller verdeckelten Brut (nach der letzten Honigernte) und Schaffung von Kunstschwärmen, die dann zB mit Milchsäure behandelt werden (er nimmt noch Perizin). 10 Tage später wird die Prozedur wiederholt usw... In einem anderen Text las ich, dass die Winterbienen erst ab Ende August erzeugt werden, und dass Brutentnahmen zur Milbenreduktion, die vorher vorgenommen werden, von den Bienen zu verschmerzen seien.

Zurück zu unserem Thema: Was halten die Experten von meinem Vorschlag, den Wirtschaftsvölkern die verdeckelte Brut zu entnehmen und dem kleinen Völkchen zu zuzuhängen? Die Wirtschaftsvölker wären damit entmilbt und das Völkchen gerettet?

joachim

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 31.07.2008, 21:52 
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@ Joachim

3 - 4 Wabenableger en Block und Wärmegeschützt sind bei den Züchtern durchaus üblich. Wenn eine Mami benötigt wird, kommt diese raus und somit entsteht ein 6 - 8 Wabenableger usw usf. Königinnenzucht ist eben auch bei uns ein Big Business.

Auch auf diese Weise kann man also entbehrliche Brutwaben verwerten.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 01.08.2008, 10:48 
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Hallo zusammen!

drohne hat geschrieben:
Die Waben sind leider unbrauchbar und sollten unverzüglich eingeschmolzen oder allenfalls sogar verbrannt werden.

Warum? Ich meine verbrennen...

Gruß,
Hary


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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 01.08.2008, 11:18 
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Hephaistos hat geschrieben:
Hallo zusammen!

drohne hat geschrieben:
Die Waben sind leider unbrauchbar und sollten unverzüglich eingeschmolzen oder allenfalls sogar verbrannt werden.

Warum? Ich meine verbrennen...

Gruß,
Hary


Bienenbrut, egal ob offen oder verdeckelt, verdirbt außerhalb des Stockes innerhalb von 24 Stunden und stinkt erbärmlich, noch dazu bei diesen Temperaturen.

Ein zusetzen in ein anderes Volk kommt keinesfalls infrage, Drohnenbrut ist keine Bienennahrung! Also entweder einschmelzen oder verbrennen. Ich denke diese kleine Wabenanzahl kann ein Imker durchaus verschmerzen.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Umgang bei Buckelbrut im Ableger
BeitragVerfasst: 19.08.2008, 16:32 
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Hallo Astacus,

wir sind vorgestern aus dem Urlaub zurück gekommen. Der Ableger, um den es bei den letzten Beiträgen (Buckelbrut) ging, ist regelrecht Opfer von Wespen geworden. Ich konnte es kaum glauben, was ich sah. Obwohl ich das Anflugloch auf 1 cm verkürzt hatte, schafften es die Bienen nicht genügend, die Wespen abzuwehren. Viele tote Bienen lagen vor dem Flugloch, andere torkelten nur noch heraus, als ob sie völlig geschwächt waren. Ich hatte vor 2 Wochen vor unserer Abreise das Flugloch ganz klein gemacht und ordentlich Futterteig auf die Rähmchen gelegt. Das muss die Wespen angelockt haben. Ich wollte gestern noch die Beute an einen entfernteren Standort stellen, aber jetzt ist alles zu spät, die Wespen haben die Bienen zerstückelt, aufgefressen und sie belagern die ganze Beute. - Die beiden Völker neben diesem Ableger bleiben von den Wespen unbehelligt. Auch die hatte ich vor 2 Wochen gefüttert, mit Zuckerwasser in einer Futterzarge. Die Fluglöcher hatte ich auf halbe Größe verkleinert. Bei dem einen Volk war der Schaumstoffstreifen raus gefallen, aber die Wespen werden mit Erfolg von den Bienen abgewehrt. Am Boden unterhalb beider Beuten wimmelt es jetzt von Wespen, ich glaube die suchen nach toten Bienen und leisten damit Aufräumarbeit.

Für mich ist dies eine Erfahrung, die ich so nicht erwartet hatte. Es ist dies wohl auch ein Wespenjahr, ich las in anderen Foren von ähnlichen räuberischen Überfällen durch Wespen, und wir erlebten auf unserem Segeltörn in der dänischen Südsee in jedem Hafen und manchmal sogar auf See bei Wind eine ungewöhnlich starke Belästigung durch Wespen.

Gruß aus der Nordheide

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holbee


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