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 Betreff des Beitrags: Rähmchen drahten
BeitragVerfasst: 27.09.2007, 21:11 
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Wie drahtet ihr eure Rähmchen - senkrecht oder quer ?

Ich drahte meine Rähmchen schon seit Ewigkeiten quer. Es gibt keine verzogenen Rähmchen mehr, der Bienenabstand stimmt und es kommt selten zu Verbauungen zwischen den oberen Waben und Absperrgitter.

Beste Grüße

Dieter

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"Echte Imker sind reine Idealisten, Materielles ist ihnen ein Greuel"


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 Betreff des Beitrags: Re: Rähmchen drahten
BeitragVerfasst: 27.09.2007, 21:41 
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Der Bienen-Much hat geschrieben:
Wie drahtet ihr eure Rähmchen - senkrecht oder quer ?



Gute Frage Dieter, natürlich drahte ich als Breitwabenimker meine Rähmchen senkrecht bzw vertikal. Dies bitte in aller Gachn -Eile-, morgen werde ich ausführlich berichten warum und weshalb ich dies tue.

Da ich morgen bei einem Bauernmarkt Dienst habe, kommt meine Antwort leider erst am eher späteren Abend herein, aber bitte dennoch ins Forum gucken, OK.

LG Josef

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28.09.2007, 21:27 
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Sehr gute Frage die uns der Dieter hier gestellt hat, persönlich habe ich bereits alle nur denkbaren Varianten durchprobiert und bin bereits seit vielen Jahren beim vertikaldrahten geblieben, damit bin ich nun restlos zufrieden.

Diese Art zu drahten wurde in unserem Lande ursprünglich überall gelehrt, plötzlich kamen aber in den achtziger Jahren die damals relativ neuen Lehrkräfte der Imkerschule Warth, IM Spr... und IM Alt... auf die Idee, waagrecht zu drahten. Da dies nicht sonderlich funktionierte und die eingelöteten MW durch die Wärme im Bienenvolk wellig wurden, kamen die ersten Verbesserungen in Form von Hartholz -Buche- als Seitenteile. Dies brachte zwar tatsächlich eine gewisse Verbesserung mit sich, verteuerte aber naturgemäß die Rähmchenproduktion enorm und wurde deshalb umgehend wieder verworfen. Persönlich bin ich der Meinung, ein Rähmchen dürfe in der Selbstanfertigung keinesfalls mehr als 20 Cent kosten und soll so einfach als nur irgendwie möglich hergestellt werden können. Solch unnötige Firlefaxen wie Hoffmann Abstandhalter, oder überbreite Oberträger sind absolut entbehrlich.

In ersten Linie wird wohl die Art des Rähmchens dafür ausschlaggebend sein, wie gedrahtet wird. Da ich ausnahmslos mit der österreichischen Breitwabe und mit Ganzrähmchen imkere, hat sich eine sechsfache Vertikaldrahtung als am besten tauglich herausgestellt. Wichtig ist allerdings, dass die Drähte niemals vertikal genau untereinander zu liegen kommen, sondern immer etwas verschoben. Es sollte also gewissermaßen eine Art IVVI entstehen. Gerade Wanderimker wissen dies zu schätzen, denn damit wird verlässlich ein abrutschen der vollen Honigwaben beim Heimtransport vermieden.

Der Bienen-Much wird uns sicherlich auch begründen, warum er seine Rähmchen quer drahtet. Interessant zu wissen wäre auch, wie unsere übrigen Mitglieder ihre Rähmchen drahten?

LG Josef

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BeitragVerfasst: 29.09.2007, 08:10 
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Ich drahte ebenfalls von oben nach unten.

Rähmchen müßen für mich schnell gemacht sein, das ist mir am wichtigsten. Daher haben wir zB. zum Löcherbohren eine fertige Einrichtung mir 3 bzw. 6 Bohrern in Reihe. Damit werden alle Löcher, gleich bei mehrerern Leisten auf einmal gebohrt. Das hat sich bewährt und geht schnell.
Ausserdem habe ich bemerkt, je kürzer der Draht gespannt ist, desto schneller geht das einlöten der Mittelwand.

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Gruß Sybill \:D/
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BeitragVerfasst: 05.10.2007, 20:33 
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Hallo zusammen, hallo Josef,
tut mir leit für die etwas verspätete Antwort.

Quer, vor allem wegen den mechanischen Eigenschaften:

- Weniger Rahmenverzug
- Mittelwände rutschen weniger ab
- der Bienenabstand stimmt
- keine Verbauungen zwischen den oberen Waben und Absperrgitter

Noch eine Besonderheit, ich schraube meine Rähmchen.(3,0 x 20-25 mm / TX10)

Bild

Ich wurde deshalb schon viel belächelt, möchte aber die Schrauberei nicht
missen. Die Rähmchen sind insgesamt stabiler, ein Verziehen des Holzes ist fast ausgeschlossen.10 mm Abstandsstifte gibt es bei mir auch nicht mehr, hier kommen ebenfalls Schrauben zum Einsatz, die zusätzlich noch als Pole beim elektrischen Einlöten dienen. Das Schrauben geht, wenn man vorbohrt, flott von der Hand. Mein Sohn hat mir für diesen Zweck einen Kleinschrauber Bosch IXO geschenkt. Also, den Schrauber möchte ich nun gar nicht mehr missen - genial für diesen Zweck.

Beste Grüße

Dieter

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BeitragVerfasst: 05.10.2007, 21:09 
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Dieter, wenn Du mit dem Drahten Erfolg hast, warum denn nicht! Frage:dürfen wir bei nächster Gelegenheit ein komplett fertig gedrahtetes Rähmchen sehen? Mich interessiert vor allem wie das Rähmchen beschaffen ist.

Seit unsere Jungen erfreulicherweise immer mehr das imkerliche Kommando übernehmen, kommen auch bei uns vermehrt Schrauben zum Einsatz. So werden zB. die Zargen nicht mehr genagelt, sondern ausschließlich geschraubt. Ich bin verblüfft, wie stabil die neuen Beuten tatsächlich sind.



Zitat:
10 mm Abstandsstifte gibt es bei mir auch nicht mehr, hier kommen ebenfalls Schrauben zum Einsatz,


Hier hast Du mir unbewusst einen großen Gefallen gemacht. Dazu eine kleine Vorgeschichte: von einer Behindertenwerkstätte bekam ich vor vielen Jahren einen riesigen Sack mit runden Abstandshaltern aus Holz, welche bereits vorgestanzt waren. Da diese Quelle mittlerweile leider versiegt ist, habe ich mir mit U-Nägeln so la la geholfen. Da diese sehr starkdrahtig sind, fallen immer wieder welche heraus. Ab sofort werde ich für diese Zwecke auch Schrauben verwenden. :D


Aber Dankeschön für diesen Rähmchenbeitrag, ist wirklich sehr interessant.

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BeitragVerfasst: 05.12.2007, 19:35 
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@Bienenmuch: Schraubst Du Deine Rähmchen mit 4 oder 8 Schrauben?

mfg stixy


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BeitragVerfasst: 13.12.2007, 16:39 
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Ich drahte meine Rähmchen ebenfalls quer!
Der Grund dafür ist (wie der Bienen-Much bereits gesagt hat), daß der Bienenabstand erhalten bleibt.
Besonders in Verbindung mit einem 19mm starken Oberträger kommt dadurch ein Zusammenbauen von Zargen nicht mehr vor.

Sybill hat geschrieben:
Rähmchen müßen für mich schnell gemacht sein, das ist mir am wichtigsten. Daher haben wir zB. zum Löcherbohren eine fertige Einrichtung mir 3 bzw. 6 Bohrern in Reihe. Damit werden alle Löcher, gleich bei mehrerern Leisten auf einmal gebohrt

Auch ich verwende einen Mehrspindelbohrer (mit 4 Bohrköpfen). Das geht sich bei mir genau aus :-)

Allerdings gibt es beim Querdrahten auch Nachteile. So fehlt z.B. dem Ober-/Unterträger der Zusammenhalt durch den Draht, wodurch ein sehr fest verbautes Rähmchen (besonders mit Hoffmannschenkel) beim Herausziehen auseinandergezogen werden kann. Um dies zu verhindern, setze ich die oberen Nägel nicht von Oben, sondern von der Seite:

Bild

Ein Schrauben der Rähmchen - wie von Bienen-Much praktiziert - habe ich zwar selber noch nie ausprobiert, ist aber sicher auch eine gute Möglichkeit um die Stabilität zu gewährleisten!


MfG Johannes


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BeitragVerfasst: 13.12.2007, 17:07 
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stixy hat geschrieben:
@Bienenmuch: Schraubst Du Deine Rähmchen mit 4 oder 8 Schrauben?

mfg stixy


Bitte um Entschuldigung Stixy, aber unser Bienen-Much ist im Moment mit dem Umbau seiner Homepage sehr stark im Einsatz Ich denke er meldet sich nach getaner Arbeit sicherlich wieder, schließlich wollen wir ja über seine Arbeit meckern können. ;-) Allenfalls wäre auch ein PM nicht schlecht, denn da bekäme er bei einem allfälligen Kurzbesuch die Frage sofort präsentiert.

Aber ich denke vier Schrauben werden sicherlich ausreichen.

LG Josef

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BeitragVerfasst: 15.12.2007, 09:56 
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Hallo und guten Morgen allerseits
Na, da bin ich echt überrascht das mich hier jemand vermist. Nach meinen letzten Beitrag (Zucht & Co.) hatte ich mehr oder weniger das Gefühl das ich hier fehl am Platz bin.

Ich habe momentan sehr, sehr viel Arbeit, nicht nur in der Firma sondern ach privat. Ich erstelle zur Zeit für zwei Vereine aus unserer Region die Homepage. Alles per Hand und auf php – Datenbank gebunden. Mit Forum und alles was dazu gehört. Für einen Brieftauben und Kaninchenzuchtverein. Ist zwar alles „artfremd“, macht aber riesigen Spaß. Heute Nacht soll die erste Geschichte ins Netz, die zweite folgt dann nächster Woche. Ja, und dann ist noch meine Seite. Auch sie soll im neuen Jahr im „neuen“ Licht erstrahlen.

Zur Frage
4 Schrauben halten das Rähmchen zusammen und 4 Stück sind seitlich als Abstandshalter ( 8 mm) angebracht.

Grüße an alle

Dieter

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BeitragVerfasst: 15.12.2007, 13:32 
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Der Bienen-Much hat geschrieben:
Hallo und guten Morgen allerseits
Na, da bin ich echt überrascht das mich hier jemand vermist.


Doooch Dieter, wir alle warten jeden Tag und mit großer Spannung auf Deine außerordentlich interessanten Beiträge. Dein fehlen in letzter Zeit schrieb ich immer auf die zu bearbeitende Homepage zurück. Ich wäre echt traurig, wenn Du Dich hier nicht mehr so einbringen würdest. :cry:

Zitat:
Zitat Bienen-Much

Zur Frage
4 Schrauben halten das Rähmchen zusammen und 4 Stück sind seitlich als Abstandshalter ( 8 mm) angebracht.


Hab ich so vermutet und die seitlichen Abstandhalter mit den 4 Schrauben mache ich natürlich nach. Der Akku und die Schrauben liegen bereits griffbereit, unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen geht die schrauberei los. :D

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BeitragVerfasst: 01.01.2008, 20:02 
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Der Bienen-Much hat geschrieben:
Noch eine Besonderheit, ich schraube meine Rähmchen.(3,0 x 20-25 mm / TX10)


Diesbezüglich habe ich eine wichtige Frage Dieter! Da auch ich nunmehr vorhabe die Abstandhalter mit Schrauben anstatt mit U-Nägeln zu versehen, habe ich Spannplatten-Schrauben gekauft.

Nun kommen Bedenken innerhalb meiner Familie bezüglich dieser Schrauben hoch. Nun meine Frage: weiß man, ob diese Schrauben allenfalls den Honig in irgendeiner Weise belasten könnte. Persönlich denke ich eher nicht bzw. nicht mehr als verzinke U-Nägeln.

Wäre nett Dieter, wenn Du hier Deine Erfahrung posten würdest.

LG Josef

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BeitragVerfasst: 01.01.2008, 20:43 
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Grüß dich Josef

Spannplatten-Schrauben, sind das die schwarzen? Wenn ja, sind sie Brüniert und Phosphatiert. Die Stoffe sind etwas bedenklich. Ich verwende grundsätzlich eloxierte Schrauben also, die goldfarbenen. Nun, die Schrauben werden sowieso von den Bienen mit Propolis überzogen, ich geh da aber auf Nummer sicher. Wenn dann immer noch bedenken bestehen, das ganze gibt es auch noch aus Edelstahl.

Herzliche Neujahrsgrüße

Dieter

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BeitragVerfasst: 01.01.2008, 21:25 
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Dankeschön Dieter für die rasche Antwort, ist sehr nett von Dir.

Hier bitte zwei Fotos meiner Schrauben. Bitte die Bildqualität zu entschuldigen, ohne Stativ und nur auf die schnelle. Im übrigen arbeite ich gerade an der ersten Rähmchenserie im heurigen Jahr und nebenbei läuft der Laptop mit. Jawohl, auch am ersten Tag des neuen Jahresbin ich imkerlich im Einsatz :!: ;-)

Bild

Bild

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BeitragVerfasst: 01.01.2008, 21:41 
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Genau! Gelb-Verzinkt geht auch ;-)

Grüße

Dieter

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