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 Betreff des Beitrags: Imkern....wie anfangen
BeitragVerfasst: 15.07.2008, 22:58 
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Hallo, sehr verehrte Expertenrunde..

da ich erst in 1 bis 2 Jahren zu imkern beginnen werde, mir aber schon seit längerem den Kopf über Beute, Rähmchenmass..Bienenrasse usw. zerbreche , will ich hiermit einen Thread erstellen in dem keine Frage zu peinlich erscheint.

Meine Vorstellung einer Imkerei ist wiefolgt:

Beginn mit 3 Völkern Carnica, da gibt es in Vorarlberg eine überschaubare Strain Vielfalt ( als Pechhacker Vorlesungsbesucher bleibt halt doch was hängen..) und von eurem Monatstip Autor.. IM Mohr übrigens auch einen Zuchtstamm(oder täusche ich mich da).
Eventuell würde ich mit 3 verschiedenen Strains ( ich nenn das halt so..den Unterschied zw. Carnica-Sklenar und Troiseck oder Singer zb...ist das Korrekt/Sinnvoll/los??) beginnen.

Beute: Flachzargen Langstroth, Kompatible Beute nach Magazinimker.de oder zum Wandern oder als Ergänzung die Erlanger Beute..
Gefallen täten mir auch die Zanderflachzarge mit Leistenkranz (im Bretschko Buch abgebildet bzw. Bauanleitung..)
Aber hab ich bei der Bretschko-Variante dann nicht wieder die Falz wos die Bienchen zerquetscht?
Übrigens war Imkermeister Mohr der erste der "mein" Beutesystem verwendet und auch darüber schreibt..danke über diese Plattform in den schönen Wald....(mit der Bitte das Thema Flachzargenimkerei so ausführlich als möglich zu behandeln.).
Boden muss ich mir noch weiter das Haupt zermartern..Vorschläge immer gerne...
Aufstellplatz wäre gegeben..Wandermöglichkeit auch..

So..puh..das wars fürs erste, danke fürs Lesen und Danke an alle die hier auf so zivilisierte Art Ihren ungeheueren Wissenspool teilen .

euer Andi

Ach nein...jetzt kommen noch die Fragen(hehe):

Wie funktioniert die Standbegattung genau????
Ist da keine Inzuchtgefahr gegeben?
Auch nach Jahren nicht?









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 Betreff des Beitrags: Und die nächste Frage:
BeitragVerfasst: 26.07.2008, 16:49 
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Registriert: 06.05.2008, 21:59
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Irgendwie muss ich meine fragen wohl undeutlich formuliert haben....tut mir leid.

Also nächste Frage: Kann ich in Wien ab Herbst einen Imkerkurs ( Anfänger) besuchen?

Vielen Dank im Voraus..falls sich doch jemand erbarmt..


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 Betreff des Beitrags: Re: Imkern....wie anfangen
BeitragVerfasst: 26.07.2008, 18:46 
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Hallo,

irgendwie ist Deine Anfrage bei mir untergangen, gerne möchte ich Dir einen Teil beantworten:

LaPrimavera hat geschrieben:
da ich erst in 1 bis 2 Jahren zu imkern beginnen werde, mir aber schon seit längerem den Kopf über Beute, Rähmchenmass..Bienenrasse usw. zerbreche , will ich hiermit einen Thread erstellen in dem keine Frage zu peinlich erscheint.

Generell wirst Du Dir auf diese Weise einen guten Start sichern, denn es gibt nix schlimmeres als adhoc mit irgendeinen Beutenmaß etc. zu starten und dann versuchen in 5 Jahren alles wieder umzustellen.

LaPrimavera hat geschrieben:

Beginn mit 3 Völkern Carnica, da gibt es in Vorarlberg eine überschaubare Strain Vielfalt ( als Pechhacker Vorlesungsbesucher bleibt halt doch was hängen..) und von eurem Monatstip Autor.. IM Mohr übrigens auch einen Zuchtstamm(oder täusche ich mich da).
Eventuell würde ich mit 3 verschiedenen Strains ( ich nenn das halt so..den Unterschied zw. Carnica-Sklenar und Troiseck oder Singer zb...ist das Korrekt/Sinnvoll/los??) beginnen.


Nein, ist nicht sinnvoll. Du sollstest Dich am Anfang nicht mit der Zuchtrichtung herumschlagen, sondern einfach mit einer Wald und Wiesen Carnica beginnen. Gründe dafür sind einfach:
-) Du ersparst Dir am Anfang sehr viel Geld, und es macht einen auch nicht so fertig wenn man aufgrund mangelnden Erfahrung eine Königin verliert.
-) Die Unterschiede sind für einen Laien nicht wirklich bemerkbar
-) Und wenn dann sollstest Du Dir für Deine Region bzw. Planung passende Biene aussuchen:
Bsp:
o) Osten Österreich, Flachland, Blütentracht damit Frühtracht: Sklenar
o) Westen Österreich, Bergland, Waldtracht damit Spättracht: Troiseck
o) Erwerbsorientierte Imkerin sind mit Singerköniginnen ( bzw. auch Königinnen von anderen Züchtern die Leistungsprüfung durchführen) sicher gut bedient.
-) Am Anfang sollte man mit 3-4 Völkern, die die selbe Rasse haben anfangen ! Bei weniger Völker riskiert man einen Totalverlust, da man sehr viel "Völkerübergreifend" arbeitet - und da ist es auch gut, wenn man überall die selbe Rasse und damit Entwicklung hat.

-> Die für mich beste Methode ist bei einem nahen Imker des Vertrauens, dem man auch gleich als praktischen Ansprechpartner verwenden kann, 3 Kunstschwärme mit begatteter Jungkönigin kaufen.

LaPrimavera hat geschrieben:
Beute: Flachzargen Langstroth, Kompatible Beute nach Magazinimker.de oder zum Wandern oder als Ergänzung die Erlanger Beute..
Gefallen täten mir auch die Zanderflachzarge mit Leistenkranz (im Bretschko Buch abgebildet bzw. Bauanleitung..)
Aber hab ich bei der Bretschko-Variante dann nicht wieder die Falz wos die Bienchen zerquetscht?
Übrigens war Imkermeister Mohr der erste der "mein" Beutesystem verwendet und auch darüber schreibt..danke über diese Plattform in den schönen Wald....(mit der Bitte das Thema Flachzargenimkerei so ausführlich als möglich zu behandeln.).


Deine Beute hört sich gut an. Wenn Du neu anfängst ist es immer wichtig ein bekanntes Beutensystem zu verwenden. Magazinbeuten sind zu bevorzugen ! Leider kenn ich das von Dir beschriebene System nicht, aber obige Kapazunder wissen von was sie sprechen bzw. schreiben .

LaPrimavera hat geschrieben:
Wie funktioniert die Standbegattung genau????
Ist da keine Inzuchtgefahr gegeben?
Auch nach Jahren nicht


Also das ist leicht: Da fliegt eine Königin auf eine Blume und dann kommen die Drohnen und die haben sich dann ganz lieb :oops:

Nein im Ernst - Drohnen fliegen 10 km pro Tag. Sie pendeln sich immer wieder in fremde Stöcke ein. Damit können Sie unglaubliche Strecken zurücklegen. Die Königin fliegt nur sehr begrenzt auf Hochzeitsflug. Dazu kommt, das die Königin sich mit 10-12 Drohnen paaren muß damit Ihre Samenblase voll ist. Wenn Du Deinen Standplatz so gewählt hast, das Du ganz normal im Umkreis von einigen Kilometern andere Imker stehen hast, mußt Du Dir wegen Inzucht keine Sorgen machen. Ich selber habe sehr viele Bienenvölker die alle recht nah aneindander stehen. Damit über Jahre keine Inzucht entsteht ( besonders da ich normalerweise selber Königinnen ziehe, da aber aufgrund der Leistungsprüfung alle die selben Gene haben) , kaufe ich mir regelmäßig Königinnen zu und habe damit immer wieder frisches Genmaterial am Stand. Oder hin und wieder fahre ich mit meinen Königinnen auch auf eine Belegstelle, damit kann man das Problem auch aus der Welt schaffen.

Ich hoffe, Du kannsn mit meinen Antworten was anfangen ! Ach ja und noch was, keine Fragen sind peinlich, jeder hat einmal selber mit dem Imkern anfangen müssen. Leider vergessen das viele erfahrene Imker auf Ihren Stammtischen. Aber lasst Euch davon nicht abschrecken - denn nur wer frägt, kann neue Information erhalten !

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Gruß Sybill \:D/
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 Betreff des Beitrags: Re: Und die nächste Frage:
BeitragVerfasst: 26.07.2008, 19:08 
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Hallo,

LaPrimavera hat geschrieben:
Also nächste Frage: Kann ich in Wien ab Herbst einen Imkerkurs ( Anfänger) besuchen?


Normalerweise werden nur im Frühjahr Anfängerkurse angeboten, da man da auch bei den Bienen praktische Übungen machen kann.
Aber hier ein Link zu einer Aufstellung zu österreichischen Imkerschulen - vielleicht hast Du ja Glück:

Imkerschulen in Österreich - Links

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 Betreff des Beitrags: Manderl und Weiberl
BeitragVerfasst: 26.07.2008, 22:07 
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Sybill schreibt:

Zitat:
Drohnen fliegen 10 km pro Tag. Sie pendeln sich immer wieder in fremde Stöcke ein. Damit können Sie unglaubliche Strecken zurücklegen. Die Königin fliegt nur sehr begrenzt auf Hochzeitsflug.


Heißt das, die jungen Chefinnen werden auch daheim, in ihrem eigenen Stock begattet :?: :?: :?:

Neugierig, franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Manderl und Weiberl
BeitragVerfasst: 27.07.2008, 08:14 
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Registriert: 25.01.2007, 15:39
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Wohnort: Fahndorf bei Hollabrunn
Hallo,

gärtner hat geschrieben:
Sybill schreibt:

Zitat:
Drohnen fliegen 10 km pro Tag. Sie pendeln sich immer wieder in fremde Stöcke ein. Damit können Sie unglaubliche Strecken zurücklegen. Die Königin fliegt nur sehr begrenzt auf Hochzeitsflug.


Heißt das, die jungen Chefinnen werden auch daheim, in ihrem eigenen Stock begattet :?: :?: :?:

Neugierig, franz.


Nein, die Begattung der Biene kann nur in der Luft erfolgen. Es ist sogar so, das unterschiedliche Rassen - unterschiedliche Begattungshöhen haben.
Mit obigen Worten wollte ich nur erklären, das zB. theoretisch eine Drohne aus Kärnten hier bei mir in Niederösterreich meine Königin gegatten könnte. Drohnen sind nicht an den Stockgeruch gebunden, sie werden bei jeden Volk bis zur Drohnenschlacht akzeptiert, eingelassen und gefüttert. Dh. sie kommen ohne Probleme in jedes Volk hinein. Da damit die Versorgung der Drohnen gewährleistet ist, könnte eine Drohne auf diesen Weg weite Strecken zurücklegen- halt einfach jede Nacht in einen anderen Volk übernachten.
Dieser Weg ist in der Natur öfters notwenig um eben eine Vermischung von unterschiedlichen Gene zu gewährleisten.

Auch bei uns Menschen hat das schon immer funktioniert. Früher - vor dem Zeitalter der Automobile- schickten wir ja auch die jungen, ausgelehrten Burschen auf Wanderschaft (Walz) um Ihre Gene im ganzen Land zu verteilen :n51:

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Gruß Sybill \:D/
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 Betreff des Beitrags: Weitgereist...
BeitragVerfasst: 27.07.2008, 14:24 
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Danke für die ausführlichen Erläuterungen - ich hatte mich echt schon gewundert...

Aber jetzt weiß ich, warum's mich hierher verschlagen hat... ;-) :lol: ;-)

Ich hoffe nur, es bleibt mir das Schicksal meiner Drohnen erspart - die sitzen nämlich gerade vor den Beuten und - ätsch - rein lassen is nicht mehr...

franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Imkern....wie anfangen
BeitragVerfasst: 30.07.2008, 16:42 
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Beiträge: 7
Wohnort: Wien / Bregenz
Servus wiedereinmal!!!!!!!!!!

WOW..da bin ich echt schön baff über so geballte Antwortkraft.....

Liebe Sybill vielen Dank..ich hoff meine fragerei nervt nicht zu sehr.

Ich habe in Vorarlberg einige Imker "bei der Hand" und werde natürlich auch Kontakt zu IM Mohr herstellen.

Ich kann euch gar nicht sagen wie ich mich drauf freu zu Imkern.

Die Bretschko - Beute habe ich glaub ich auf der HP der Bienenwerkstatt gesehen ( als Foto) ..da werd ich demnächst sowieso mal hinschauen..Honig kaufen und dumm rumfragen.....

Nächste Frage: Kann ich mit der Flachzarge bei guter Weidentracht ev. schon Honig gewinnen=?
Oder ist das für die Brutentwicklung nicht so gut?( Andererseits wenn noch genügend Winterfutter vorhanden ist...)

Danke im Voraus für eure Antworten

euer Andi


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 Betreff des Beitrags: Neue Frage neues Glück?
BeitragVerfasst: 30.07.2008, 16:46 
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Registriert: 06.05.2008, 21:59
Beiträge: 7
Wohnort: Wien / Bregenz
Habe bei Wolfgangs Bienen die am Himmel stehen ( in Wien) eine Folie zwischen Honigzarge und Deckel gesehen.

Was bringt das ?
Warum kein Propolisgitter ? ( müsste doch ähnlich sein mit dem Vorteil dass ich Propolis hab.

lg euer Andi


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