Hallo,
irgendwie ist Deine Anfrage bei mir untergangen, gerne möchte ich Dir einen Teil beantworten:
LaPrimavera hat geschrieben:
da ich erst in 1 bis 2 Jahren zu imkern beginnen werde, mir aber schon seit längerem den Kopf über Beute, Rähmchenmass..Bienenrasse usw. zerbreche , will ich hiermit einen Thread erstellen in dem keine Frage zu peinlich erscheint.
Generell wirst Du Dir auf diese Weise einen guten Start sichern, denn es gibt nix schlimmeres als adhoc mit irgendeinen Beutenmaß etc. zu starten und dann versuchen in 5 Jahren alles wieder umzustellen.
LaPrimavera hat geschrieben:
Beginn mit 3 Völkern Carnica, da gibt es in Vorarlberg eine überschaubare Strain Vielfalt ( als Pechhacker Vorlesungsbesucher bleibt halt doch was hängen..) und von eurem Monatstip Autor.. IM Mohr übrigens auch einen Zuchtstamm(oder täusche ich mich da).
Eventuell würde ich mit 3 verschiedenen Strains ( ich nenn das halt so..den Unterschied zw. Carnica-Sklenar und Troiseck oder Singer zb...ist das Korrekt/Sinnvoll/los??) beginnen.
Nein, ist nicht sinnvoll. Du sollstest Dich am Anfang nicht mit der Zuchtrichtung herumschlagen, sondern einfach mit einer Wald und Wiesen Carnica beginnen. Gründe dafür sind einfach:
-) Du ersparst Dir am Anfang sehr viel Geld, und es macht einen auch nicht so fertig wenn man aufgrund mangelnden Erfahrung eine Königin verliert.
-) Die Unterschiede sind für einen Laien nicht wirklich bemerkbar
-) Und wenn dann sollstest Du Dir für Deine Region bzw. Planung passende Biene aussuchen:
Bsp:
o) Osten Österreich, Flachland, Blütentracht damit Frühtracht: Sklenar
o) Westen Österreich, Bergland, Waldtracht damit Spättracht: Troiseck
o) Erwerbsorientierte Imkerin sind mit Singerköniginnen ( bzw. auch Königinnen von anderen Züchtern die Leistungsprüfung durchführen) sicher gut bedient.
-) Am Anfang sollte man mit 3-4 Völkern, die die selbe Rasse haben anfangen ! Bei weniger Völker riskiert man einen Totalverlust, da man sehr viel "Völkerübergreifend" arbeitet - und da ist es auch gut, wenn man überall die selbe Rasse und damit Entwicklung hat.
-> Die für mich beste Methode ist bei einem nahen Imker des Vertrauens, dem man auch gleich als praktischen Ansprechpartner verwenden kann, 3 Kunstschwärme mit begatteter Jungkönigin kaufen. LaPrimavera hat geschrieben:
Beute: Flachzargen Langstroth, Kompatible Beute nach Magazinimker.de oder zum Wandern oder als Ergänzung die Erlanger Beute..
Gefallen täten mir auch die Zanderflachzarge mit Leistenkranz (im Bretschko Buch abgebildet bzw. Bauanleitung..)
Aber hab ich bei der Bretschko-Variante dann nicht wieder die Falz wos die Bienchen zerquetscht?
Übrigens war Imkermeister Mohr der erste der "mein" Beutesystem verwendet und auch darüber schreibt..danke über diese Plattform in den schönen Wald....(mit der Bitte das Thema Flachzargenimkerei so ausführlich als möglich zu behandeln.).
Deine Beute hört sich gut an. Wenn Du neu anfängst ist es immer wichtig ein bekanntes Beutensystem zu verwenden. Magazinbeuten sind zu bevorzugen ! Leider kenn ich das von Dir beschriebene System nicht, aber obige Kapazunder wissen von was sie sprechen bzw. schreiben .
LaPrimavera hat geschrieben:
Wie funktioniert die Standbegattung genau????
Ist da keine Inzuchtgefahr gegeben?
Auch nach Jahren nicht
Also das ist leicht: Da fliegt eine Königin auf eine Blume und dann kommen die Drohnen und die haben sich dann ganz lieb
Nein im Ernst - Drohnen fliegen 10 km pro Tag. Sie pendeln sich immer wieder in fremde Stöcke ein. Damit können Sie unglaubliche Strecken zurücklegen. Die Königin fliegt nur sehr begrenzt auf Hochzeitsflug. Dazu kommt, das die Königin sich mit 10-12 Drohnen paaren muß damit Ihre Samenblase voll ist. Wenn Du Deinen Standplatz so gewählt hast, das Du ganz normal im Umkreis von einigen Kilometern andere Imker stehen hast, mußt Du Dir wegen Inzucht keine Sorgen machen. Ich selber habe sehr viele Bienenvölker die alle recht nah aneindander stehen. Damit über Jahre keine Inzucht entsteht ( besonders da ich normalerweise selber Königinnen ziehe, da aber aufgrund der Leistungsprüfung alle die selben Gene haben) , kaufe ich mir regelmäßig Königinnen zu und habe damit immer wieder frisches Genmaterial am Stand. Oder hin und wieder fahre ich mit meinen Königinnen auch auf eine Belegstelle, damit kann man das Problem auch aus der Welt schaffen.
Ich hoffe, Du kannsn mit meinen Antworten was anfangen ! Ach ja und noch was, keine Fragen sind peinlich, jeder hat einmal selber mit dem Imkern anfangen müssen. Leider vergessen das viele erfahrene Imker auf Ihren Stammtischen. Aber lasst Euch davon nicht abschrecken - denn nur wer frägt, kann neue Information erhalten !