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 Betreff des Beitrags: Ganzzargen und Flachzargen mischen
BeitragVerfasst: 19.07.2008, 23:13 
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Registriert: 09.05.2008, 10:40
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Nachdem ich in meinem Vorstellungsbeitrag von Josef eine Andeutung gehört habe muss ich natürlich nachfragen:

http://www.iphpbb.com/board/ftopic-9804 ... 9-972.html


Zitat:
unten Ganz- und oben Flachzargen, hast Du Dies auch tatsächlich gut überlegt? Ich denke darüber werden noch sehr viel zu reden haben.


Ich dachte mir das so:

Ganz unten der erste Brutraum als Ganzzarge, klar. Der zweite genauso.

Einfach aus dem Grund, um bei der Durchsicht, wenn man hier Flachzargen hätte, nicht die doppelte Menge Rähmchen kontrollieren zu müssen.

Dann die Honigräume als Flachzargen, erstens wegen der Gewichtsersparniss, zweitens hat man, wenn bei einer Ganzzarge noch nicht alles verdeckelt ist, bei der kleinen nur verdeckelten Honig.

Ich spiele aber auch mit dem Gedanken, als ersten Honigraum auch noch eine Ganzzarge aufzusetzen, einfach aus dem Grund, das ich im Herbst die unterste Zarge entferne, und der erste Honigraum dann der zweite Brutraum wird, so hätte ich jedes 2. Jahr den gesamten Wabenbestand ausgetauscht.


Was spricht dagegen, ich sage gleich dazu, mir ist als kleiner Hobbyimker nicht wichtig, wie schnell ich meine Völker bearbeiten kann.


Grüße, Günther.


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BeitragVerfasst: 19.07.2008, 23:39 
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Zur Kenntnis genommen Günther und dieses Thema ist sehr sehr wichtig, aber die -meine- Antwort wird sicherlich etwas länger ausfallen, deshalb bitte ich zu bereits später Stunde um etwas Geduld, OK.

Möglicherweise und wenn Du damit einverstanden bist, verschiebe ich diesen Thread dann zum Betriebsweisen Thread, OK.

LG Josef

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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BeitragVerfasst: 20.07.2008, 10:30 
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Hallo Imker

Vielleicht kann ich zum besseren Verständnis beitragen. Ich imkere mit Breitwabe im Warmbau, 12rahmig, habe einen Brutraum und eine Halbzarge als Normalraum zur Überwinterung. Im Frühjahr kommt auf die Vollzarge ein Absperrgitter, eine Vollzarge mit Waben und Mittelwänden und als oberste Zarge die Halbzarge mit den verbliebenen Futterwaben vom Winter. Da in den meisten Fällen auch Brut dabei ist, wird beim Erweitern eine bis zwei Brutwaben aus dem Brutraum in den Honigraum gehängt. Dadurch ist das Brutnest (durch Absperrgitter getrennt) bis obenhin wieder durchgängig.

Durch die Brutwaben im Honigraum werden die Jung- und Pflegebienen angezogen und bevölkern die gesamte Beute.

Wenn die Brutwaben in der Halbzarge geschlüpft ist und die Zarge voll mit Frühjahrshonig (verdeckelt) ist, wird sie entfernt und als Winterfutter in den Kühlraum gestellt.
Das Jahr über imkere ich nur mehr mit 2 Vollzargen und Absperrgitter. Je nach Trachtangebot kann aber auch mit einer Halbzarge erweitert werden.

Nach der letzten Schleuderung kommt der Honigraum samt Absperrgitter weg und die Halbzarge mit Frühjahrshonig als Winterfutter obenauf.

Ich erspare mir das lästige entnehmen von nicht verbrauchtem Winterfutter und brauch daher auch nicht einfüttern. Es kommt nach der letzten Schleuderung sofort die Ameisensäure-Behandlung gegen die Varroa.

Ein weiterer Vorteil dieser Betriebsweise sehe ich im nächsten Frühjahr, es ist immer genug Platz zur Ausweitung für das Volk und die Königin und die eventuelle notwendige Erweiterung im Frühjahr ist nicht so dringend. Weiters kommen sie nicht in die Lage zuwenig Winterfutter zu haben und die Restfutterentnahme entfällt.

Natürlich sind die Zargen nummeriert damit keine Verwechslungen stattfindet.

Gerade für einen Hobby- oder Kleinimker sehe ich schon sinnvolle Perspektiven mit Voll und Halbzargen. Es mag vielleicht ein Nachteil wegen zwei verschiedene Wabenmasse geben, die Flexibilität ist aber nicht zu unterschätzen.

Ich kann beispielsweise auch mit einer Halbzarge erweitern, bringe in die Mitte beider Halbzargen auch ein oder zwei Vollzargenwaben mit Brut über das Absperrgitter. Damit kann ich je nach Volksstärke den Platz besser anpassen.

Mfg Walter


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BeitragVerfasst: 20.07.2008, 21:23 
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Wohnort: Schmidatal
@ Günther

Mit der Überlegung, Ganz- und Flachzargen im Einsatz zu haben, wirst auf Dauer eher nicht glücklich werden. Da wäre Walter Roikys Methode, nämlich Ganz- und Halbzargen zu verwenden, schon bedeutend besser. Wenn einem jedoch das Gewicht der Zargen wichtig ist, sollte man eher nur zu Flachzargen greifen.

Für mich kommen beide Methoden nicht infrage, möglicherweise bin ich da noch etwas rückständig, da aber der Ertrag und die Manipulation passt, sehe ich keinerlei Gründe diese bewährte Betriebsweise zu ändern.

Ich habe es schon sehr oft geschrieben, aber dennoch mit einigen Worten wie ich imkere. Im Einsatz sind bei mir 10 rahmige ÖBW im Kaltbau, kein offener, aber hoher Boden.

Erfahrungsgemäß geht bei uns die Tracht etwa Ende Juli mit der Sonnenblumenerte zu Ende. Zu Beginn dieser Tracht kommt die Mami in den untersten Raum und dann kommt das Absperrgitter zum Einsatz. Anmerken möchte ich, dass es im untersten Raum ausschließlich heurige Waben gibt, jedoch keine unbebrüteten.

Überwintert wird ausschließlich einräumig und mit etwa 10 - 12 kg Futter. Mehr braucht ein Volk ganz sicher nicht und dies spart mir eine Menge Futterkosten. Anhand der Wabengassen erkenne ich genau wie weit der Futterverbrauch fortgeschritten ist. Sollte es für das eine oder andere Volk knapp werden, kommen ab etwa Mitte Feber und bei passendem Wetter wöchentlich Fladen von Futterteig auf die Rähmchen.

Erweitert wird ausschließlich mit Ganzzargen, wobei ich wie Walter Roiky die Bienen mit einer verdeckelten Brutwabe in den oberen Raum locke


Soweit meine Meinung Günther zu unterschiedlichen Zargengröße. Es wäre nett, wenn wir erfahren könnten wie Deine Entscheigung ausfallen wird.

Josef

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