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 Betreff des Beitrags: Drohnenzellen statt Arbeiterinnenzellen
BeitragVerfasst: 22.04.2008, 06:30 
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Ich habe, einerseits, um Mittelwämde zu sparen, andrerseits um den Versuch zu starten, heuer bei 2 Stöcken Folgendes versucht:
Ich habe in der 2. Einheit die Randwaben (1. und 11. von 11 Rahmen im Einheitsmaß) nur mit einer halben Mittelwand - oben angelötet - versehen. An der 9. bzw. im anderen Stock an der 10. Stelle habe ich den Baurahmen eingehängt.
Ich wollte sehen, ob Arbeiterzellen auf dem halben Rahmen "wild" gebaut werden, oder Drohnenzellen.
Das Ergebnis war eine Pattstellung. Ein Stock hat sofort Drohnenzellen gebaut, der andere Arbeiterinenzellen. Beide haben Nektar eingelagert. Beide haben den Baurahmen ausgebaut und bestiftet und die Drohnenversorgung ist überall etwa gleich, die Königinnen sind vom gleichen Züchter und gleich alt, die Völker gleich stark.

Woran liegt es also, dass je nach Volk unterschiedlich gebaut wird?

Warum wird generell ein Baurahmen im Frühling mit Drohnenwaben versehen? Kann es ein, dass durch die erzwungene Vorgabe durch die Mittelwände die Bienen froh sind, einmal nicht "nach Vorschrift" bauen zu müssen bzw. die vorgegebene Zellengröße auf Drohnen umbauen müssen?
Gibt´s darauf Antworten?

Drohnenbaubeobachtende Grüße

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Reinhard

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Zuletzt geändert von Reinhard am 22.04.2008, 08:23, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Drohnenzellen statt Arbeiterinnenzellen
BeitragVerfasst: 22.04.2008, 07:33 
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Hallo Reinhard

Ich hatte vor einigen Jahren einen Schaustock aus einen umgestürzten Glasballon erstellt, der Hals war abgeschnitten und ich habe darin einen Schwarm wild bauen lassen. Dabei ist mir aufgefallen, dass von außen keine einzige Arbeiterinnenwabe zu sehen war. Rundherum in alle Himmelsrichtungen nur Drohnenbau. Da bin ich eigentlich darauf gekommen, dass, wie Du richtig festgestellt hast, wir meiner Meinung nach für die Harmonie im Volk viel zu wenig Drohnenbau zulassen. Seither bekommen alle meine Völker mind. 2 Drohnenrahmen bzw. Lehrrahmen mit angelötetem Drohnenstreifen von 2cm zugesetzt.

mfg Walter


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 Betreff des Beitrags: Re: Drohnenzellen statt Arbeiterinnenzellen
BeitragVerfasst: 22.04.2008, 10:34 
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Reinhard hat geschrieben:
Woran liegt es also, dass je nach Volk unterschiedlich gebaut wird?


Diese Frage werden wir Menschen wohl niemals beantworten können, aber in erster Linie denke ich an die Spontanität der Bienen. Frei aus dem Bauch heraus und nach Herzenslust wird eben gebaut.

Sehr häufig quartiere ich einen Schwarm in einem Strohkorb ein, siehe angefügtes Bild. Wenn man solch einem Korb aufhebt und den Wildbau von unten betrachtet, wird man niemals auch nur annähernd den gleichen Wabenbau erkennen. Kreuz und Quer und dick und dünn, da ist einfach alles vorhanden.

Aber eine sehr interessante Frage Reinhard, wäre doch schön, wenn unsere anderen User hier ebenfalls ihre Meinung posten würden.

Josef

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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BeitragVerfasst: 02.05.2008, 05:40 
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Hallo!

Es ist aber auch völlig egal ob man ganze Mittelwände gibt oder nicht. Meine haben die Zellprägung verlassen und auf der Mittelwand Drohnenzellen errichtet :o. Und das schon im März.

lg Christof


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BeitragVerfasst: 02.05.2008, 15:47 
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Beiträge: 221
Wohnort: Halsbrücke / Sachsen
Hallo Reinhard,

die Bienen bauen im Frühjahr viel Drohnenzellen, da sie ja im Mai oder Juni Weiselzellen pflegen und schwärmen wollen. Die Jungköniginnen haben dann beim Begattungsflug die Auswahl unter vielen guten und starken Drohnen.

Behindert man den Bau von Drohnenzellen, indem man nur Mittelwände oder Waben mit Arbeiterbau gibt, errichten die Bienen (manchmal zum Verdruß des Imkers) wilden Drohnenbau in allen Ecken, über und auf Waben mit Arbeiterbau. Mindestens ein Baurahmen gehört daher im Frühjahr in jedes Volk. Ein Anfangsstreifen an den Leerrähmchen ist nicht notwendig, solange man den Baurahmen nicht als letzte Wabe an der Zargenwand oder am Fenster in der Hinterbehandlungsbeute hat, dort wird sonst manchmal quer gebaut. Man gibt den Drohnenrahmen direkt an das Brutnest, vor allem dann, wenn man ihn später zur Reduzierung der Varroaen ausschneiden will.

Viele Grüße

Maja


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BeitragVerfasst: 02.05.2008, 19:48 
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Siegerfoto 2008 Kalenderwettbewerb
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danke für die netten Antworten.
Ich denke auch - das war ja meine Ursprungsüberlegung - dass eben die nötige Anzahl an Drohnen für die Volksgesundheit vorhanden sein muss. Da das Umbauen der Mittelwände etwas zu viel Aufwand ist, bauen sich die Weiberl eben ihren eigenen Manderlrahmen, sobald sich dazu (Baurahmen) die Möglichkeit ergibt.
Mir ist auch schon passiert, dass bei einem noch einmal, aber zu spät eingehängten Baurahmen in Richtung Sommer die ausgeschnittene Fläche zuerst mit Drohnenzellen bebaut wurde und dann ab der Mitte mit Arbeiterinnenzellen. Also genau umgekehrt zum anfänglich geschilderten Fall.
Im Sommer denken die Bienen schon daran, die "Schmarotzer", die ihre Schuldigkeit getan haben, wieder loszuwerden. :n32:
Drohnenmitfühlende Grüße


@ Reinhard

Doppelposting, deshalb wurde eines von mir gelöscht, OK

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Reinhard

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