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 Betreff des Beitrags: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 29.08.2008, 10:06 
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Beiträge: 62
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Hallo liebe Imkergemeinde!

Ich hab mir gedacht mal einen Threat zu eröffen in dem folgendes diskutiert werden sollte:

Vor- und Nachteile von Hoffmannrähmchen
Vor- und Nachteile von "langen" und "kurzen" Ohren

Ich imkere im Einheitsmaß, kein Hoffmann, wobei es auch hier (wie bei Zander) lange und kurze Ohren gibt. Die Oberträger sind hier 420 bzw. 400 mm lang (das Rähmchenformat selbst ist 370x223mm). Wie man meinen Vorstellungsthreat entnehmen kann, habe ich (leider) verschiedene Beuten in Verwendung.

Bei meinen "alten", gekauften Magazinen (außen Vollholz, dann kommt eine Styroporschicht (Ameisen lieben diese), innen eine MDF-Platte, welche bedigt durch Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen zum Verzug neigt) eignen sich eindeutig die langen Ohren besser, da wenn man kurze verwendet und die Rähmchen nicht 100%ig exakt in das Magazin einhängt, diese nach unten in das Magazin absacken. Bei den selbstgebauten Magazinen (aus Schaltafeln) ist der Vorteil bei den kurzen Ohren, da der Oberträger stark mit der Rähmchenauflage verkittet wird.

Hoffmannvariante habe ich noch nicht getestet, aber mit diesen angenagelten Kunststoffabstandhaltern bin ich auch nicht zufrieden. Also imkere ich ohne Abstandsregelung und komme damit eigentlich ganz gut klar. Der gravierendste Nachteil ergibt sich allerdings wenn man besetzte Beuten oder Magazine transportiert. Hier können die Rähmchen leicht verrutschen. Hab mir dabei schon 2 Mamis gequetscht Bild

Vielleicht kommte es auch nicht wirklich auf die Ausführung alleine an, sondern am eher auf das Zusammenspiel der verschiedenen Rähmchen- und Beutenausführung. Ich ersuche Euch hier Eure Erfahrungen, Gedanken und Anregungen fleißig zu posten.

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Gruß,
Hary


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 29.08.2008, 12:48 
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Registriert: 09.05.2008, 10:40
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Wohnort: Oberösterreich
Schönen Nachmittag,

ich hab Hoffmannrähmchen.
Der größte Vorteil liegt sicher darin, das es durch den starken oberträger keinen Überbau gibt, auch kein winziges bischen. :bravo:

Wenn ich dazu im Vergleich die Beuten meiner Imkerkollegen ansehe, die werden mit wachsabkratzen nicht fertig. :?

Ein weiterer Vorteil, der allerdings auch gleichzeitig ein Nachteil ist wie ich finde, sind die integrierten Abstandshalter.
Man spart sich die Kunststoffdinger, aber es besteht auch höchste Gefahr, die Kö zu quetschen, Bienen werden eigentlich immer wieder zerdrückt.

Wenn mein Vorrat an geakauften Rähmchen erschöpft ist, werde ich mir nach dem Prinzip von Josef eine Rächmchennagelvorrichtung bauen und ein Zwischending basteln.

Mit starkem Oberträger, ohne die Abstandshalter. Als Abstandshalter werde ich eine Art Kamm einlegen, der, nachdem die Rähmchen eingerichtet sind, wieder entnommen wird.
Da ich nicht wandere, sollte das kein Problem sein.

Könnte man auch so einen Kamm aus z. B.: Aluminium fräsen und den in der Beute fix montiert lassen, hat das Alu einen Einfluss auf das Wachs?
Sonst eben Niro Stahl, sollte auf alle Fälle gehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 29.08.2008, 14:24 
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Beiträge: 902
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Hallo,

@ Günther: Diese Abstandrechen gibt es fertig zu kaufen, allerdings rate ich Dir davon echt ab. Die Grunde sind einfach, wenn Du nicht wanderst, verrutschen die Waben auch nicht. Damit bräuchtest Du überhaupt keine Abstandshalter ( auch keine auf den Waben). Diese Rähmchenkämme verkleben nur sehr stark mit Propolis und Wachs und damit ist das Arbeiten damit um einiges erschwert.

Ich wandere mit meinen Bienen und verwende nur einfache Abstandhalter aus Holz, U-Hackerln oder Schrauben - verwende aber keinen zusätzlichen "Rechen" -die Kosten und der Mehraufwand sind es mir nicht wert.

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Gruß Sybill \:D/
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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 29.08.2008, 20:40 
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Wohnort: Schmidatal
Hephaistos hat geschrieben:
Ich hab mir gedacht mal einen Threat zu eröffen in dem folgendes diskutiert werden sollte:


Und dafür meinen herzlichsten Dank für dieses wirklich sehr interessante Thema, ich hoffe, Deine Fragen werden ausführlich beantwortet.

Ich möchte gleich damit beginnen:

Zitat:
Zitat Hephaistos

Vor- und Nachteile von Hoffmannrähmchen


Kommt natürlich auf die geplante Betriebsweise an, als Dickwabenimker im Honigraum wären diese für mich absolut unbrauchbar.

Josef

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 30.08.2008, 09:46 
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Beiträge: 62
Wohnort: Althofen, Österreich
Hallo nochmal!

Danke für Eure Antworten.

Der Vollständigkeit halber sollte man in diesem Thema vielleicht auch noch diskutieren über:

1) modifizierte Rähmchen (das sind die mit dem dicken Oberträger)
2) wie drahten: längs, quer oder diagonal (ich meine damit die ungebohrten Rähmchen, wo der Draht von innen mit einer Klammer an den Leisten "festgeschossen" wird)

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Gruß,
Hary


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 30.08.2008, 20:10 
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Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008
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Beiträge: 354
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Das Thema "Drahten" ist ein interessantes.

Ich habe, nachdem das in diesem Forum an anderer Stelle im Frühjahr empfohlen wurde, die Mittelwände - als mein Draht ausgegangen war - mit 6 Spaxschrauben befestigt.
Das hat sich als ziemlich unbrauchbar erwiesen: die MW haben sich total gewellt, so daß keine vernünftigen und v.a. keine einheitlich tiefen Zellen gebaut werden konnten. Für ein ordentliches Brutnest gänzlich unbrauchbar!

Ich drahte jetzt wieder 4-fach senkrecht mit 2 Drähten pro Rähmchen.

franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 31.08.2008, 07:29 
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Siegerfoto 2008 Kalenderwettbewerb
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Beiträge: 197
Wohnort: Kirchbichl/Tirol
Ich hab gekaufte, vorgebohrte Rähmchen mit Hoffmannschenkel im Einsatz. Beim Drahten war es jedoch so, dass sich beim Spannen des Drahtes dieser sich immer tiefer ins Holz hineinfraß und sich somit der Draht nicht wirklich spannen ließ. Daher habe ich nun Ösen gekauft, diese zuerst in die Bohrlöcher gepresst und drahte nun horizontal (weil die Löcher ja schon da sind). Ein Imker hat mir gesagt, dass ich beim Einlöten die Mittelwand unten anstehen lassen soll. Bei diesen Rähmchen hat sich dann die Mittelwand total verbogen. Ich lass die Mittelwand jetzt oben anstehen beim Einlöten und die Wellung ist wesentlich geringer.
In meinen Zargen haben ganz genau 11 Rähmchen Platz. Die Betonung liegt hier auf ganz genau. Das heißt ist nichts verklebt, dann kann man die Rähmchen mit der Hand noch halbwegs leicht reingeben und rausnehmen. Jetzt wo doch schon etwas Kittharz an den Schenkeln klebt, vielleicht auch durch Schwund oder Aufquilllen des Holzes, ist es so, dass es ohne Werkzeug nicht mehr möglich ist eine Wabe raus zu nehmen. Dementsprechend schwierig ist es dieselbige wieder rein zu pressen. Da helfen die Hoffmanschenkel doch sehr gut. Durch die Rundung unterhalb des Schenkels, schafft man es es recht leicht das letzte Rähmchen rein zur drücken. Die Gefahr Bienen zu zerquetschen besteht natürlich, wobei die Biene, zumindest beim reingeben des letzten Rähmchens, nach unten geschoben wird

lg
Konrad


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 31.08.2008, 10:58 
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Beiträge: 2164
Wohnort: Schmidatal
Konrad hat geschrieben:
Ein Imker hat mir gesagt, dass ich beim Einlöten die Mittelwand unten anstehen lassen soll. Bei diesen Rähmchen hat sich dann die Mittelwand total verbogen.


Zur Ehre dieses Imkers Konrad dazu eine kurze Erklärung: es macht sehr wohl Sinn die MW eher unten als oben einlöten, allerdings sollte man etwa 2 - 3 mm -nicht mehr- Abstand von der unteren Leiste halten.

Der Grund dafür ist, dass eine Randvoll gefüllte Honigwabe beim Transport nicht von der Oberleiste abreißen kann, denn sie sitzt ja unten auf. Dies ist für mich von ganz besonderer Wichtigkeit, da ich Dickwaben und einen zentralen Schleuderraum habe. Der Wabentransport kann oft mehr als 150 km betragen.

Ich drahte sechsmal vertikal mit E-Draht ohne Ösen, jedoch mit 1,5 mm Bohrlöchern und lass die MW, wie oben bereits gesagt, 2 - 3 mm von der unteren Leiste weg. Da bleibt alles wie es beim einlöten war und die Wachsplatte kann sich sehr wohl nach allen Seiten ausdehnen.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 31.08.2008, 16:55 
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Registriert: 29.01.2008, 19:00
Beiträge: 104
Wohnort: chemnitz, Sachsen
Hallo Imkersleut,

ich drahte senkrecht, minimal 3 -neuerdings 4-fach mit einem Draht. Meine MW (Deutsch-Normalmaß) sitzen immer unten auf. Gewellte Waben in extremer Form habe ich noch nie feststellen können, außer bei Wildbau.
Die Bienen bauen das Rähmchen komplett aus, "schnitzen" aber im Laufe der Zeit doch einige Öffnungen hinein. Meine Waben sind durchschnittlich 2 Jahre in Gebrauch. Auch verwende ich die Rähmchen nach Reinigung in der Regel wieder, weil -Kachelofen hab ich nicht mehr !!

freundliche Grüße

Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor- und Nachteile von div. Rähmchenvarianten
BeitragVerfasst: 01.09.2008, 07:46 
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Siegerfoto 2008 Kalenderwettbewerb
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Beiträge: 355
Wohnort: Hagenbrunn/NÖ u. Steyr/OÖ
Ich habe festgestellt, dass eine horizontale Drahtung besser ist, warum? Weil bei vertikaler Drahtung bei der Spannung das Rähmchen etwas aus der rechteckigen Form kommt und die horizontalen Schenkel etwas wellenförmig werden.
Der Nachteil ist die etwas längere Einlötzeit der MW. Dafür gibt es besonders bei frischen Waben keinen Bruch beim Schleudern.

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Reinhard

http://honigfritsch.jimdo.com/

In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders


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