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BeitragVerfasst: 17.07.2008, 16:10 
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Hallo,

Reinhard hat geschrieben:
Eine Frage eröffnet sich aber doch:
Wenn es so ein Problem ist, Honig, der beim Entdeckeln anfällt nicht wieder zu verfüttern, weil dadurch eventuell Sporen der Faulbrut verteilt werden könnten, dann ist es aber meiner Ansicht nach das gleiche Problem, wenn ich ausgeschleuderte, Honigfeuchte Waben wieder in die Stöcke hänge.
Es ist ja gar nicht möglich, immer die gleichen Waben in die selben Völker zurückzuhängen. Dadurch kommt es ja zwangsläufig zu einer Durchmischung von Honigfeuchten Waben in verschiedene Völker.


Da hast Du vollkommen Recht - Beuten - Waben - Imkereigeräte werden regelmäßig über den selben Stand verteilt. Deshalb füttere ich auch mit Honig meine Flieger - denn die Trennung aller Utensilien auf ein Volk heruntergebrochen - funkt leider nicht - damit schaue ich einfach das mein Stand in Summe krankheitsfrei ist, damit kann ich dann den Honig einfach verfüttern und das war bis heute auch noch nie ein Problem !

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W:snowman: Gruß Sybill CM2
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BeitragVerfasst: 17.07.2008, 19:09 
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Ich denke, man sollte die ganze Geschichte nicht überbewerten. Wenn wir dann anfangen hinter jedem Baum einen Räuber zu sehen, sind wir reif für die Insel. :shock:

Ansonsten stimme ich Sybill zu, wenn sie schreibt:

Zitat:
- denn die Trennung aller Utensilien auf ein Volk heruntergebrochen - funkt leider nicht - damit schaue ich einfach das mein Stand in Summe krankheitsfrei ist, damit kann ich dann den Honig einfach verfüttern und das war bis heute auch noch nie ein Problem !


Herzliche Grüße

Dieter

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"Echte Imker sind reine Idealisten, Materielles ist ihnen ein Greuel"


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BeitragVerfasst: 17.07.2008, 20:45 
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Zitat:
Zitat Reinhard

Wie sehen andere Imker dieses Problem? Ist es überhaupt ein Problem?



Des Bienen-Muchs Worte


Zitat:
Zitat Der Bienen-Much

Honigfütterung erhöht das Faulbrutrisiko
Auch hier lässt sich für die Praxis ein stark erhöhtes Infektionsrisiko ableiten, wenn Honig für die Fütterung der Bienenvölker verwendet wird. Ob dabei Schleuder- oder Abschöpfhonig verabreicht wird, ist unerheblich. Solange nur Einzelvölker belasteten Honig erhalten, bleibt die Infektion zu Beginn wahrscheinlich auf diese beschränkt. Kommt es bei diesen Völkern zu einer offenen oder schleichenden Räuberei, werden die Erreger auf Nachbarvölker und Stände verschleppt.


sind absolut ernst zu nehmen :!: Verfüttern von Honig, auch Reste vom Entdeckelungswachs, sollte nur von sehr erfahrenen Imkern angewendet werden. Nur diese sind in der Lage schon die ersten Anzeichen von Brutkrankheiten zu erkennen und werden im leisesten Zweifel darauf verzichten. Auch erkennen diese schon beim ersten Blick eine beginnende Räuberei und können entsprechende Maßnahmen ergreifen, um dies nicht eskalieren zu lassen.

Ein klares NEIN also für imkerliche Anfänger, ein ebenso klares JA für Imker die wissen was Sache ist. Dies soll bitte kein Hochmut sein, sondern ein wichtiger Hinweis mit erhobenem Zeigefinger.

Josef

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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BeitragVerfasst: 18.07.2008, 09:52 
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Wohnort: Fahndorf bei Hollabrunn
Hallo,

ganz so streng sehe ich das nicht. Für mich ist das einzig gültige NoGo fremden Honig zu verfüttern. Honig von anderen Imkern( hier kennt man die Krankheitsgeschichte einfach nicht) und überhaupt Honig aus anderen Ländern( Honige werden von vielen Ständen und Imkerein vermischt - damit erhöhtes Risiko von Faulbrutsporenauftreten) darf man absolut nicht verfüttern. Mit dieser Methode holt man sich zu 50% die Faulbrut an seinen Stand. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich habe vor einigen Jahren einen Bericht gelesen, das jeder 2 ausländische Honig im Supermarkt mit Faulbrutsporen versetzt war. Was ja für den Konsumenten egal ist, aber für uns Imker dieser Honig einfach zu gefährlich ist.

Aber auch kleine Imkerein oder Imker mit weniger Erfahrung können, meiner Ansicht nach Ihren Honig selber verfüttern. Die Waben nach dem Schleudern werden ja auch "falsch" umgehängt. Ausserdem ist es im Herbst beim Einfüttern schon zu spät. Wenn man die Sporen in seinem Honig hat, dann hat man sie sicher auch in seinen Völkern und dann muß man sowieso schon sanieren und das betrifft dann eh immer den ganzen Stand.
Ausnahme: Nach erfolgter Faulbrutsanierung darf man niemals seine alten Honigreserven wieder verfüttern - aber ich denke das ist eh klar !

Also für mich gilt - eigenen Honig darf man verfüttern. Aber auch muß man auch als "Jungimker" oder als Imker mit weniger Stöcken immer die Krankheiten der Biene erkennen und richtig behandeln können - das ist Grundvorraussetzung einer Imkerei.

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W:snowman: Gruß Sybill CM2
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BeitragVerfasst: 18.07.2008, 10:31 
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Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008
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Registriert: 16.10.2007, 10:18
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Wohnort: Wien, Güssing
Hallo,

Zitat:
Also für mich gilt - eigenen Honig darf man verfüttern.

Da schliesse ich mich Sybill an.
Doch muß man seinen Honig mit Wasser verdünnen, sonst gibt es ein Masaker und die Bienen bleiben kleben und ertrinken, spreche aus eigener Erfahrung.

Gruß
Astacus


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BeitragVerfasst: 18.07.2008, 10:31 
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Siegerfoto 2008 Kalenderwettbewerb
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Registriert: 14.01.2008, 17:52
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Wohnort: Hagenbrunn/NÖ u. Steyr/OÖ
Ich sehe das auch so, wie Sybill. Von Verfüttern fremder Honige rate ich zu 100% ab.
Mir war nur die "Doppelbödigkeit" nicht klar, Entdeckelungswachshonig darf nicht verfüttert werden, die Waben aus dem Schleudern aber hängt man den Bienen in "loser Schüttung" - gemeint ist: ohne darauf zu achten, von welchem Stock sie kommen - wieder ein. Und da kommen ja alle Bienen mit allen Waben wieder in Berührung.
Man denke auch nur an die Völkervermehrung mit Sammelbrutablegern: Da wird auch der Honig unterschiedlichster Völker miteinander vermischt.

Als saniertes Faulbrutopfer (alle Völker vernichten, Desinfizieren sämtlicher Utensilien mit Ätznatron) vom letzten Jahr schaue ich natürlich auf peinlichste Sauberkeit bei allen Stöcken und habe natürlich keinerlei Honig mehr oder Futterwaben aus dieser schlimmen Zeit.

Meine Faulbrut habe ich mir durch Räuberei von Honig von einem anderen betroffenen Imker geholt. Damals habe ich mich noch nach Trachtende gewundert, wo der viele Honig herkommt, nicht ahnend, dass ich mir damit ein trojanisches Pferd eingeheimst habe. :cry:
Und diese Infektion war bzw. ist auch gar nicht zu verhindern gewesen.

Also: Sauberkeit und Kontrolle am eigenen Stand sind das Um und Auf bei der erfolgreichen Imkerei.
LG Reinhard

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Reinhard

http://honigfritsch.jimdo.com/

In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders


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