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Wolli
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 05.09.2008, 20:18 |
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Registriert: 05.09.2008, 19:21 Beiträge: 13 Wohnort: Tirol
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Mich interessiert dieses Thema auch brennend. Da mir die angebotenen Holzböden mittlerweile zu teuer wurden und ich sie außerdem zweimal umbaute, bis sie mir praktisch genug erschienen habe ich nun eine Serie selbst gebaut. Versuchsweise normale Hochböden wie meine gekauften, aber eben auch zwei niedere. Diese niederen haben aber auch einen Einschub für die Windel. Mein Imkerpate empfiehlt Hochböden weil er meint, dass dies der Schwarmverhinderung dient, denn die Bienen könnten so Wildbau errichten wie sie wollen. Ich versuche aber in einer geheimen Aktion auch rauszufinden wie es mit den Flachböden aussieht Aber nun eine Frage:Bei den Hochböden hab ich ja hinten eine Öffnung, das ist der sogenannte Putzkeil wenn ich das richtig deute: Brauche ich den nur zum Beobachten, oder putzt man da tatsächlich auch einmal was raus?????? Bei den niederen Böden habe ich nämlich keinen Putzkeil, also keine Tür hinten. Gruß vom planlosen Jungimker Wolli
_________________ Wenn jemand sagt, er hat keine Zeit, dann bedeutet das nur, dass andere Dinge für ihn wichtiger sind Reinhard Höhn
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drohne
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 05.09.2008, 20:41 |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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@ Wolli
Es ist reine Geschmackssache ob niedriger oder hoher Boden, ich habe seit meinen Anfängen stets hohe Böden und bleibe nun einmal -vorerst- dabei, denn alles umbauen rentiert sich vermutlich doch eher nicht mehr. Aber ich denke niedere sind bedeutend Bienengenehmer und wer bitte braucht schon den entbehrlichen Wildbau?
Auch der Putzkeil ist absolut für den Hugo, denn die Bienen putzen doch viel besser und bedeutend schöner als wir es jemals können. Lediglich eine verlässliche Vorrichtung zur Milbenkontrolle soll/muss vorhanden sein.
Lass bitte wissen wofür Du Dich entscheiden wirst.
Josef
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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honigmaul
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 06.09.2008, 08:25 |
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Registriert: 29.08.2008, 17:23 Beiträge: 24 Wohnort: Hausruckviertel
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Hallo Bienenfreunde!
Ich hatte auch immer schon hohe Böden. Nachträglich habe ich einen Gitterboden samt darunter liegender Schublade eingebaut. Der einzig wirkliche Unterschied zwischen hohen und niedrigen Boden ist, dass die Bienen im hohen Boden Drohnenbau errichten können. Ob das ein Vorteil oder Nachteil ist, ist ungewiss.
Aber den offenen Gitterboden möchte ich nicht missen. Seither habe ich im Winter eigentlich keine verschimmelten Waben mehr.
Von der viel gepriesene Varroadiagnose halte ich nichts, da zumindest in unserer Gegend die Ameisen alle abgefallenen Milben verschleppen.
MfG Honigmaul
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Wolli
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 06.09.2008, 17:32 |
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Registriert: 05.09.2008, 19:21 Beiträge: 13 Wohnort: Tirol
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Hallo Josef, Du hast mir sehr geholfen mit Deiner Aussage "musste das Rad neu erfinden und hohe Böden bauen". Ich denke nun wirklich, dass der hohe Boden keinen gravierenden Vorteil hat. Durch den Bau niederer Böden erspare ich mir den Putzkeil, der offenbar nicht mehr benötigt wird und brauche noch dazu weniger Material. Was mich aber nun brennend interessiert:Wann verwendet ihr geschlossene Böden? Vielleicht für Ableger? Und müsste es dann ein Boden sein, der grundsätzlich offen ist, aber abgedeckt werden kann? Wir haben hier alle Gitterböden- für alles Wünsche euch einen schöne Abend, Wolfgang
_________________ Wenn jemand sagt, er hat keine Zeit, dann bedeutet das nur, dass andere Dinge für ihn wichtiger sind Reinhard Höhn
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drohne
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 13.09.2008, 20:51 |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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Zitat: Zitat Wolli Zitat: Zitat Wolli
Lieber Josef, verzeihe mir bitte wenn ich das Thema unbedingt weiterführen möchte, aber "Böden" sind im Moment sehr wichtig für mich...
Warum glaubst du sind niedere Böden Bienengenehmer und vor allem: Wann verwendest du geschlossene Böden?
Soll ich Ableger mit geschlossenen Böden machen indem ich beispielsweise eine Platte auf den Gitterboden auflege?
Vielen Dank,
Wolfgang
P.S. Du kannst das Thema gerne öffentlich weiterführen, die PN kam nur wegen meiner Frage. Liebe Freunde, offenbar sind her doch noch sehr wichtige Fragen offen, bekam ich doch von unserem Wolli eine erneute Anfrage der Böden betreffend. Also haut bitte fleißig in die Tasten, um unseren jungen Freund eine Entscheidungshilfe zu geben. Persönlich kann ich hier leider nicht all zu viel beitragen, verwende ich nach wie vor hohe Böden und ohne Gitter. Jedoch erinnere ich mich sehr gerne an meine ersten Beuten mit niederen Böden, diese waren stets sauber wie frisch gesaugt und das wichtigste war es absolut keinen Wildbau. OT aber wichtig: Wildbau am Wanderplatz ist echt unangenehm, da gibt es oft Berge davon und nun wohin damit. Wenn man Zuhause ankommt, hat man zumeist einen Berg Gatsch mitgebracht. Hoch war damals mit einem Wort modern, diese wurden eigentlich in allen Imkerschulen forciert und unsere Erzeugerfirmen wie Dötzl und Sewohl stellten die Produktion von niederen Böden komplett ein. Offenbar brachte es die Globalisierung mit sich, denn Styroböden, Böden mit Gitter und einer Lade und eben auch niedere Böden drangen ins Land. Rein aus dem Bauch heraus lieber Wolli, würde ich bei einem allfälligen Neustart eher zu niederen Böden greifen, zumal eine Varroawindel im hohen Boden sicherlich nicht mehr der letzte Stand der Dinge ist. Bin aber neugierig, was unsere jungen und alten Hasen dazu sagen. LG Josef
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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Walter Rojky
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 14.09.2008, 06:18 |
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Registriert: 08.03.2008, 18:08 Beiträge: 55 Wohnort: Fischamend
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Hallo Bienenfreunde Zum hohen oder niedrigen Boden möchte ich schon etwas bemerken. Bei Einraumüberwinterung und einem starken Volk hat ein niedriger Boden den Nachteil, dass die Bienen vom Platzangebot unten begrenzt sind. Bei einem hohen Boden können die Bienen die Traube nach unten durchhängend halten. Im Frühjahr ist ein Durchhängen das erste Zeichen von Platzmangel und Zeit für Erweiterung.
Gegen den Wildbau ist eine Bausperre ganz einfach einzulegen, da ist der Wildbau nur noch eine Aufstiegshilfe für die Bienen. Weiters ist so ein Wildbau eine willkommene Wachsausbeute für die Mittelwände.
Der Putzkeil diente früher für die Entnahme von toten Winterbienen, die zur Untersuchung eingesandt wurden. Man kann auch jetzt den Bienen einige Arbeiten abnehmen, wenn die toten Bienen von dort (während der Wintertraube) vom Imker beseitigt werden. Die Höhe des Totenabfall ist auch ein Zeichen vom gesunden oder eher kränklichen Bienenvolk.
Wer keinen Gitterboden hat, kann durch den Putzkeil bequem die Windel zur Varroakontrolle einlegen.
Bei meiner Betriebsweise wird in der brutfreien Zeit (zwischen Weihnacht und Neujahr) die Winterbehandlung per Oxalsäureverdampfung von hinten durchgeführt. Ein Loch von 13mm im Putzkeil (während des Jahres verschlossen) ermöglicht die Einbringung des Verdampferrohres. Ein kleiner Ventilator bläst den OX-Dampf in die Beute. Nach 5min ist die Behandlung vorbei und nach weiteren 20 Min. kann das Flugloch wieder geöffnet werden.
Somit hat ein hoher Boden doch einige Vorteile gegenüber einem niedrigen Boden.
Mfg Walter
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drohne
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 14.09.2008, 11:09 |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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Dankeschön an Walter Roiky für diese sehr interessanten Ausführungen. Ich denke da hat unser Wolli nun sehr genau die Vorteile von hohen Böden aufgezeigt bekommen.
Wer bitte kann noch über Vorteile bzw. allfällige Nachteile berichten?
Josef
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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Wolli
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 14.09.2008, 18:42 |
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Registriert: 05.09.2008, 19:21 Beiträge: 13 Wohnort: Tirol
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Ich bedanke mich sehr für die bisherigen Erklärungen. Da ich ja beide Arten von Böden vorbereitet habe, werde ich bald selbst einiges an Erfahrungen gemacht haben. Bisher hat der hohe Boden m.E. keine entscheidenden Vorteile, denn selbstverständlich mache ich auch beim niederen Boden einen Einschub für die Stockwindel, den man auch als Einlass für den Oxalsäureverdampfer verwenden kann.
Laut Josef und einigen anderen ist der Putzkeil nicht unbedingt notwendig, da die Bienen selber ausräumen, vermutlich sauberer als wir Menschen.
Lieber Josef: Ich wiederhole meine Frage
Wann würdest du mir raten geschlossene Böden zu verwenden? Ich glaube in deinen Aussagen einen feinen Unterton bemerkt zu haben, dass du offenen Böden nicht unbedingt den Vorzug gibst.
Mich würde das sehr interessieren.
Schöne Grüße aus dem total verregneten Tirol
Wolfgang
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honigmaul
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 14.09.2008, 19:27 |
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Registriert: 29.08.2008, 17:23 Beiträge: 24 Wohnort: Hausruckviertel
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Hallo Wolli!
Bei Einraumüberwinterung besteht beim hohen Boden tatsächlich der Vorteil, dass die Bienen unten anbauen können und so ein kugelförmiges Brutnest in der gewünschten Größe anlegen können.
Bei der Entscheidung ob offener oder geschlossener Boden würde ich unbedingt den offenen Boden empfehlen. Ich habe alle meine Böden umgebaut und bereue nichts. Bei mir ist nur während der Ameisensäurebehandlung die Schublade eingeschoben und somit der Boden zu. Ansonsten ist er das ganze Jahr offen. Ich kann eigentlich gegenüber den früheren Jahren auch keinen vermehrten Futterverbrauch im Winter feststellen. Meiner Meinung nach herrscht ein wesentlich trockeneres Klima im Stock. Verschimmelte Waben oder Kondenswasser sind zur Seltenheit geworden.
MfG
Honigmaul
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drohne
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 14.09.2008, 20:00 |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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Wolli hat geschrieben: Laut Josef und einigen anderen ist der Putzkeil nicht unbedingt notwendig, da die Bienen selber ausräumen, vermutlich sauberer als wir Menschen. Unter Garantie reinigen die Bienen sauberer als wir Menschen dies jemals könnten! Dazu eine Bemerkung: Kalkbrut im Frühjahr war bei Wetterumschlägen bis vor einigen Jahren eine sehr schlimme Sache. Im hohen Boden lagen diese weißen Klümpchen oft sehr lange in den Ecken herum und bildeten somit ständig eine potentielle Ansteckungsfahr. Dieses liegen lassen passiert im niederen Boden garantiert nicht. Zitat: Zitat Wolli
Josef: Ich wiederhole meine Frage
Wann würdest du mir raten geschlossene Böden zu verwenden? Ich glaube in deinen Aussagen einen feinen Unterton bemerkt zu haben, dass du offenen Böden nicht unbedingt den Vorzug gibst. Hier winde ich mich wirklich sehr mit einer Antwort, denn nach wie vor meine ich Bienen benötigen Wärme, ab Brutbeginn sogar sehr viel davon. Wenn ich das heurige Jahr in Erinnerung rufe, da gab es bereits Anfang Jänner Brut. Wenn nun die Böden offen sind und die Bienen sich infolge eines Kälteeinbruches zurückziehen müssen, verkühlt diese ganz sicher. Bei geschlossen Böden habe ich hier sicherlich einen sehr großen Vorteil. Ich halte nicht viel von unten offen und oben möglichst viel Raum geben. Obwohl wir im Winter vorm Kachelofen sitzen, dämme ich so gut es eben geht auch mein übriges Haus. Warum sollte ich dies nicht auch im Hundehaus oder bei den Bienenkästen auch so machen? Man sieht lieber Wolli, in dieser Frage bin ich vermutlich doch sehr konservativ und möglicherweise eben auch stur. Also bitte nicht unbedingt nach mir gehen. Josef
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Walter Rojky
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Betreff des Beitrags: Re: Hohe oder flache Böden? Verfasst: 15.09.2008, 06:36 |
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Registriert: 08.03.2008, 18:08 Beiträge: 55 Wohnort: Fischamend
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Hallo Imker Mit Gitterboden oder ohne Gitterboden möchte ich mich nochmals zu Wort melden. Erstens wird von den Bienen die Bienentraube geheizt und nicht die Beute. Wie Josef schon bemerkte ist bei Brut und eine tiefere Temperatur wie im Frühjahr und Herbst/Winter für die Bienen ein erhöhtes Arbeitsproblem. Ich selbst habe schon einige Beuten umgebaut und lege ab der AS-Behandlung eine dünne Alu-Platte ein. Zum Einen weil sonst die Verdunstung der AS nicht den gesamten Raum erreicht und zum Anderen, wenn stärkerer Wind bläst, die Bienen sich mehr in den oberen Bereich zurück ziehen und eine eventuell weiter unten befindliche Brut Schäden davon tragen würde. Um diesen Umstand zu beseitigen kommt eben eine Abdeckung hinein und bleibt bis ins Frühjahr drinnen. Um der Feuchtigkeit als Kondenswasser zu begegnen decke ich die Beute mit einem Leinentuch ab, obendrauf kommt ein Holzkreuz von ca. 8-10mm um einen Luftspalt zum Deckel zu haben. Über das Leinen kann die Feuchtigkeit nach außen verdunsten und ich habe keine verschimmelten Waben im Frühjahr. Das Leinen kommt jedoch erst Anfang Oktober obendrauf, da es sonst die Bienen mit Propolis zubauen würden. Im zeitigen Frühjahr, bevor die Bienen wieder Propolis eintragen würden, sollte das Leinen wieder gegen eine Folie getauscht werden, da dann sehr viel Wärme verloren gehen würde.
Ein weiterer Vorteil eines offenen Gitterbodens sehe ich bei der Varroa. Ich bin der Meinung nur eine tote Varroa ist eine gute Varroa, somit sind alle Varroen die sich hinunterfallen lassen, aus dem Volk und können keinen Schaden mehr anrichten. Allerdings bin ich draufgekommen, die Bienen sind nicht immer so friedlich wie ich es gewohnt bin. Vielleicht ist das nur am Anfang so und ich werde nächstes Jahr vermehrt Aufzeichnungen machen wie sich die Bienen verhalten.
Mfg Walter
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