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stefan mandl
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Betreff des Beitrags: Buckfast Verfasst: 15.02.2008, 17:54 |
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Registriert: 14.11.2007, 17:32 Beiträge: 225 Wohnort: wien
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Liebe Bienenfreunde!
Um den Blutdruck meiner Forenkollegen ein wenig in Schwung zu bringen, darf ich ein stets beliebtes Thema anschneiden: die Buckfastbiene.
Am Wochenende habe ich einen befreundeten Imker besucht, der ca. 1000 Buckfastvölker betreut. Wir haben einen Stand mit gut 30 Völker durchgeschaut. Ein Volk war tot.
Er verwendet 12 rahmige Dadant Beuten, diese waren ca. zu 3/4 mit Bienen gefüllt. Also sehr starke Völker.
Im Vergleich: unsere Carnica-Völker sind derzeit ca. 1/2 bis 3/4 Zanderzarge groß. Also ca. die Hälfte seiner Völker.
Interessanterweise haben wir beim Öffnen keinen Smoker verwendet und obwohl Flugwetter war, keine Stiche abbekommen. Er meint, das ist normal bei ihm.
Er füttert rund 25 kg Zucker als Winterfutter, wir haben früher rund 10 kg bei unseren Carnicas gefüttert.
Seine durchschnittliche Erntemenge liegt bei 60 kg, unsere bei den Wirtschaftsvölker bei rund 40 kg.
Die Sanftmut ist ca. vergleichbar. Schwarmneigung kann ich bei der Buckfast nicht beurteilen, habe keine verlässlichen Daten dafür.
Die Problematik ob Reinzucht oder Hybridzucht ist eine weitläufige und schwer sachlich zu argumentieren.
Meine Aufgabe ist es nicht, für die Buckfastbiene zu werben, (wir selbst haben ausschliesslich Carnica-Reinzucht) aber wir sollten einmal in Ruhe nachdenken, wieso gerade größere Betriebe auf die Hybridbiene setzen.
Was denkt ihr zu diesem Thema?
BG stefan mandl
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Maja
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15.02.2008, 18:36 |
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| Moderator |
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Registriert: 19.03.2007, 16:40 Beiträge: 221 Wohnort: Halsbrücke / Sachsen
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Hallo,
für einen Berufsimker, der in entsprechend mildem Klima in Massentrachten wandert, ist die fleißig sammelnde Buckfastbiene sicher interessant, wenn er ihre Eigenheiten, wie volksstarke Überwinterung und entsprechenden Futterverbrauch mit seiner Ökonomie vereinbaren kann.
Was ich unpraktisch finde, ist die Zucht von Hybridköniginnen, da man hier immer auf einen professionellen Züchter angewiesen ist, was auch einen erheblichen Kostenfaktor darstellt.
Nicht so eng sehe ich die vielbeschworene "Gefahr", daß ein in der Nähe befindlicher Buckfastimker den Carnica-Haltern ihre standbegatteten Königinnen "verdirbt", da es (sicher durch Heterosis-Effekte) zu interessanten guten Ergebnissen bei Sammelfleiß und Friedfertigkeit kommt. Ich hatte selbst mal durch Standbegattung einer Königin mit Bienen eines Wanderimkers deutlich gelb gefärbte Bienen in einem Volk, welches sich danach durch außerordentlichen Fleiß ausgezeichnet hat. Diese Eigenschaft blieb auch bei den weisellosen Ablegern dieses Volkes zum großen Teil erhalten, die Bienen der nachgezogenen Königinnen sind jedoch nicht mehr gelb gefärbt. Diese Völker überwintern stärker als andere und suchen im Herbst noch fleißig nach Futter. Bei der Varroa muß man natürlich hinterher sein. Mal sehen, ob sich der Sammelfleiß über einige Generationen erhält.
Viele Grüße
Maja
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15.02.2008, 21:29 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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Ein sehr interessantes, aber überaus sensibles Thema Stefan, aber dennoch möchte ich mich für die Eröffnung bedanken. Ich denke jeder der hierzu seine Meinung kundtun möchte, ist herzlich dazu eingeladen.
Bis zum vergangenen Jahr habe ich mehr oder weniger neutral die Standpunkte der beiden Seiten beobachtet, aber seit dem letzten Besuch mit meinen Königinnen in der Belegstelle Hirschgrund, hat sich meine Meinung deutlich zum negativen der Carnica gewandelt. Die graue Biene selbst kann natürlich nichts für meinen Meinungsumschwung, aber wenn die Kinder der Belegstellenbegatteten Königinnen mehr braun als grau sind, fragt man sich doch, wozu man sich die Mühe macht um eine Belegstelle zu besuchen. Bekanntlich begann dieses Desaster damit, dass ein relativ großer Erwerbsimker seine Buckis unmittelbar neben diese Belegstelle gestellt hat. Mit Sicherheit waren da die wenigen Vatervölker der Belegstelle deutlich unterlegen.
Offenbar haben hier noch einige wenige Carnica-Züchter das sagen und auch unsere Funktionäre wollen aus welchen Gründen auch immer, noch an der Carnica festhalten. Ich denke diese Züchter verkaufen lediglich nur noch Nostalgie.
Persönlich zählt bei mir lediglich der Ertag, völlig sekundär ist die Rasse die mir diesen einbringt. Ich denke -und hoffe-, dass dieses Rassengesetz -welch ein Wort- möglichst bald vom Tisch gefegt wird.
Josef
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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Konrad
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.02.2008, 07:05 |
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| Siegerfoto 2008 Kalenderwettbewerb |
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Registriert: 01.10.2007, 19:28 Beiträge: 197 Wohnort: Kirchbichl/Tirol
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nur mal ne Frage: Wie lange gibt es den die Buckfast schon?
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Maja
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.02.2008, 10:10 |
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| Moderator |
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Registriert: 19.03.2007, 16:40 Beiträge: 221 Wohnort: Halsbrücke / Sachsen
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Astacus
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.02.2008, 10:35 |
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| Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008 |
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Registriert: 16.10.2007, 10:18 Beiträge: 532 Wohnort: Wien, Güssing
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Mein Bienenkriterium ist die Sanftmütigkeit, alles andere ist mir egal. Ob jetzt eine Biene gelbe Ringe hat oder nicht, ist für mich nicht entscheidend.
Zitat: Bekanntlich begann dieses Desaster damit, dass ein relativ großer Erwerbsimker seine Buckis unmittelbar neben diese Belegstelle gestellt hat.
Da ja Niederösterreich ein Carnica-Land ist und die Belegstellen ja einen besonderen Schutz genießen, wäre ich persönlich in diesem Fall für eine strenge Exekution der Gesetze und würde als Imkerbund einen Musterprozeß durchziehen um klare Rechtsverhältnisse zu schaffen. Es entspricht nicht meiner Rechtsauffassung, daß durch den Gesetzesbruch einzelner eine Mehrheit den "Schaden" hat und ihre gewünschten Zuchtziele nicht erreichen kann.
Man muß auch nachdenken, ob die Schutzradien um eine Belegstation nicht zu gering sind und gegebenenfalls hier nachbessern.
Gruß
Astacus
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Thomas1
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.02.2008, 12:56 |
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Registriert: 16.10.2007, 18:11 Beiträge: 1
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Sehr geehrter Herr Dr. Mandl,
mit größter Hochachtung muss ich feststellen, dass Sie der erste österreichische Bienenwissenschaftler sind, der ohne Vorurteile einen Kommentar zur Buckfast-Biene abgegeben hat.
MfG
Thomas
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.02.2008, 14:39 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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@ Astacus
Hirschgrund hat einen Schutzgürtel von lediglich vier Kilometern, bekanntlich fliegen Drohnen locker bis zu 10 km, noch dazu ist dort eine brettlebene Gegend. Hier also von einer anerkannten Belegstelle zu reden, halte ich für sehr bedenklich. Bisher -also ohne Buckfastbiene- wurde dieses Manko außer dem Körmeister nahezu niemanden bewusst, denn grau waren bei uns ohnehin alle Bienen.
Aber wenn die Kinder der dort begatteten Mamis etwas taugen, habe ich an sich keinen Schaden, abgesehen vom Zeitaufwand, da mir die Farbe vollkommen egal ist. Sanftmut ist sicherlich wichtig, aber primär ist für mich letztendlich der Ertrag, denn damit finanziere ich meinen Lebensunterhalt.
Zitat: Zitat Astacus
... würde als Imkerbund einen Musterprozeß durchziehen um klare Rechtsverhältnisse zu schaffen.
Mir als Bienenzüchter vorzuschreiben welche Rasse ich haben darf, ist an sich schon kurios! Ich denke dies gibt es in keiner anderen Sparte der Tierzucht. Dies auch von einem Erwerbsimker zu verlangen, obwohl man genau weiß, dass die Carnica in Relation zur neuen Rasse nicht sehr gut dasteht, ist meiner bescheidenen Meinung nach schlicht und einfach falsch. In Teilen von Kärnten ja, im übrigen Österreich nein.
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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einstein
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Betreff des Beitrags: Buckfast Verfasst: 16.02.2008, 16:01 |
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Registriert: 22.10.2007, 19:00 Beiträge: 379
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Auf die Gefahr hin, daß ich jetzt jedwede Reputation verspiele und wenn ich bei einem Spiegel vorbeigehe, dieser erblindet, muß ich die Runde was fragen.
Eine Burgenländerin (Kroatin gebürtig) heiratet einen Kärntner (Slowene gebürtig) die zeugen Kinder - was ist das Kind dann nach Eurer Defination ein.....Österreicher(in) nehme ich mal an.
Ein anders Beispiel- die Haflingerpferde sind gut schön und sehr brave arbeitsame Pferde.
Woher kommen sie: sie sind das Zuchtergebnis aus einem Araberhengst und einer Tiroler Stute, der Rasse Warmblut.
Ein reiner Hybrid also, Bitte an Euch nie mehr Haflinger sagen, sondern nur mehr Hybridpferd.
Bei Hunden z.B. Ein Neufundländerrüde deckt eine Schäferhündin und diese bekommt Junge - was kommt raus der "Hybrid" Hovawart eine äußerst schöne und gutmütige kinderliebende Rasse '(habe selber eine Hündin) aber bitte nur mehr Hundehybrid nennen, nicht mehr Hund.
Ich kann dies Heuchelei schon nicht mehr hören, wenn die Kärtner schon unter sich bleiben wollen (die Bienen) dann bitte nie mehr nach Kärnten in Urlaub. Manderl und Weiberl extra urlauben und schlafen sowieso, denn sonst kommt womöglich noch ein Hybrid dabei heraus (wahrscheinlich ein Nieder- oder Ober........
Weil Ordnung muß sein, ich wäre daher für ein Reinzuchtgesetz in Kärnten, zwar mein Vorschlag, wird sich aber nicht durchsetzen, weil´s auch Ok sind die Kärtner obwohl keine Hybriden!!
Zuletzt geändert von einstein am 16.02.2008, 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.02.2008, 17:04 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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@ Einstein
Klare Worte von eine echten Experten, der weiß von was er redet. Wort für Wort kann ich jederzeit unterschreiben:!:
Wenn dieses, möglicherweise einst durchaus gut gemeinte NÖ Bienenzuchtgesetz, nunmehr bedeutungslos geworden ist, sollte man dieses endlich novellieren und sämtliche Rassen zulassen. Ich denke ein Erwerbsimker weiß sicherlich besser als ein Verbandsfunktionär, was für seinem Betrieb gut ist. Wenn ich wandern möchte, muss ich eine schriftliche Erklärung abgeben ausschließlich mit der Carnica zu wandern. Woher soll ich denn wissen welcher Rasse die bereits zugehören, wenn ich doch selbst aus den Belegstellen mit Fehlbegattungen zurückkomme!
@ Thomas 1
Freut mich endlich von Dir ein Lebenszeichen zu erhalten, darf ich bitte erinnern und hier http://www.iphpbb.com/board/f-98043460nx75479-33.html um eine kurze Vorstellung ersuchen. Ich denke wir Imker haben es nicht notwendig gänzlich anonym zu sein. Danke bereits jetzt schon für diese kleine Mühe.
LG Josef
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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Astacus
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.02.2008, 20:13 |
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| Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008 |
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Registriert: 16.10.2007, 10:18 Beiträge: 532 Wohnort: Wien, Güssing
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Hallo Drohne,
da will ich mal die Rassendiskussion auf eine andere Ebene bringen.
Findest du es richtig, wenn einer das Gesetz mißachtet, nur um mehr Gewinn zu machen ?
Die Buckfast zu halten ist eindeutig ein Verstoß gegen das NÖ, Wiener, Kärtner und Steirische Bienenzuchtgesetz.
Ich im Burgenland könnte die Buckfastbiene halten, aber was hätte ich davon ? Ich würde einen Streit mit meinen Imkernachbarn provozieren, dem kein Mehrertrag dafür stehen würde.
Ich habe unsere Regierung auch nicht gewählt und muß deren Arbeit akzeptieren. Also wenn wir die Buckfast wollen, sollte man an unsere Obmänner herantreten und bei einer Landessitzung darüber abstimmen.
Einfach das Gesetz brechen um persönliche Vorteile zu erringen, kann es ja nicht sein ?
Aber das ist ja das Grundübel in der Imkerei, daß jeder macht wann und was er will (Bienenseuchengesezte, Varroabehandlung, Wandergesetze,Hygiene,... ) ohne an die Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen zu denken ein miteinander habe ich in der Imkerei noch nicht erlebt.
Man kann ja den Belegstellenschutz (höhere Schutzradien) weiter ausdehnen und dafür die Rassen freigeben und jedem wäre geholfen.
Gibt es eigentlich eine Buckfastbelegstelle in Österreich ?
Gruß
Astacus
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.02.2008, 20:34 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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Astacus hat geschrieben: Die Buckfast zu halten ist eindeutig ein Verstoß gegen das NÖ, Wiener, Kärtner und Steirische Bienenzuchtgesetz.
Halten Asatcus, kann man ja die Buckfast bei uns ja, dies ist keineswegs illegal, aber wandern darf man damit nicht in NÖ. Damit bitte kein Irrtum aufkommt, ich halte ausschließlich und nach wie vor die Carnica Biene, muss aber leider feststellen, dass diese immer mehr braun werden. Bedauerlicherweise auch die Kinder der Belegstellen Mamis. Deshalb Frage ich mich mittlerweile nach dem Sinn dieses Gesetzes. Zitat: Ziat Astacus
Gibt es eigentlich eine Buckfastbelegstelle in Österreich ?
Hier habe ich etwas gefunden, weis allerdings nicht wo dies genau ist. http://www.buckfast-austria.com/belegstelle/index.htm
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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stefan mandl
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Betreff des Beitrags: Buckfast Verfasst: 19.02.2008, 11:07 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2007, 17:32 Beiträge: 225 Wohnort: wien
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Liebe Bienenfreunde!
Da anscheinend viele recht begeistert sind von der Buckfastbiene, darf ich einen Vorteil der Carnica hervorheben, der fuer unsere Betriebsweise wesentlich ist:
Die Carnica hat die Faehigkeit als sehr kleines Volk den Winter zu ueberstehen, wir haben schon Carnicavoelker auf zwei Waben durch den Winter gebracht.
Der grosse Vorteil dabei ist, dass auch wesentlich weniger Winterfutter gebraucht wird. Frueher haben wir 10 kg Zucker pro Volk als Winterfutter gegeben, damit war die Ueberwinterung gesichert.
In der letzten Saison haben wir ueberhaupt nicht mehr gefuettert, sondern ca. diese Menge an Honig drinnen gelassen.
Die Ueberwinterung als Kleinvolk ist eine besonders wertvolle Eigenschaft dieser Biene, da die Ausgaben fuer Winterfutter doch ein wesentlicher Kostenfaktor einer Imkerei sind.
Diese Eigenschaft zeigt auch die besondere Anpassung der Carnica an unser Klima: wozu im Winter ein so grosses Volk, wenn es auch billiger geht.
Gerade in einer biologisch gefuehrten Imkerei ist der hohe Zuckerbedarf ein Problem.
Zweitens: Ein groesseres Volk ist das Ergebnis einer verstaerkten Bruttaetigkeit; wie sieht das mit der Varroavermehrung aus?
Drittens: Laut Vererbungslehre braucht es eine gezielte langfristig konstante Zucht, damit aus Hybriden erbstabile Linien entstehen. Die erbstabile Biene ist wichtig, damit ich bei den nachfolgenden Generationen auch mit grosser Sicherheit mit bestimmten gewuenschten Eigenschaften rechnen kann.
Ist das bei der momentanen Buckfastvermehrung gewaehrleistet oder ist es eher so, dass jeder einkreuzt, was er fuer richtig haelt?
Genau diese Erbinstabilitaet ist es, die der Carnicaimker fuerchtet.
Deshalb ist Buckfast auch nicht gleich Buckfast, sondern die Mischung, die gerade der jeweilige Imker zusammengebracht hat.
Wie ich bereits anfangs geschrieben habe, haben einige Imker ganz wunderbare Bienen zustande gebracht, andere sind vielleicht gescheitert. Aber was passiert mit dem Erbmaterial, das nicht so gewuenschte Eigenschaften hatte: es bleibt in unserem allgemeinen Genpool und ist sehr schwer wieder raus zu bekommen.
Ein Beispiel dafuer, dass zwar nichts mit der Buckfastbiene zu tun hat, aber die Problematik von Einkreuzung mit anderen Rassen veranschaulicht: Die afrikanisierte Biene, ist eine Mischung aus afrikanischer Biene und europaeischer Biene in Suedamerika. Beide Ursprungsrasse waren friedlich, das Ergebnis ist aber eine extrem stechlustige und schwarmfreudige Biene, deren Verbreitung nicht zu stoppen ist. Und natuerlich ein grosses Problem nicht nur fuer die Imker sondern fuer die gesamte Bevoelkerung. Wer traegt nun dafuer die Verantwortung?
Mir gefaellt an der Buckfastbiene, dass sie viel Honig bringt; ob mehr als die Carnica, weiss ich nicht. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie stark sich ein Carnicavolk mit junger Koenigin entwickelt und welche Mengen Honig moeglich sind.
Und das Argument, dass die Buckfast stechlustiger ist, darf man meiner Erfahrung nach nicht gelten lassen. Es gibt auch bei manch Carnicaimker recht lebhafte Damen.
Ich glaube, die Entwicklung sollte nicht dahingehen, ob Buckfast oder Carnica, sondern es waere gut, eine erbstabile, angepasste, friedliche und ertragreiche Biene unseren Nahckommen zu sichern.
BG stefan mandl
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 19.02.2008, 20:44 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2166 Wohnort: Schmidatal
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Was soll man auf solch einen großartigen Beitrag von Stefan Mandl schon Antworten, aber unbedingt möchte ich in erster Linie natürlich auf den Kostenfaktor eingehen.
Zitat: Zitat Stefan Mandl
In der letzten Saison haben wir ueberhaupt nicht mehr gefuettert, sondern ca. diese Menge an Honig drinnen gelassen.
Auch ich als zertifizierter Imker praktiziere diese Methode, indem ich die Völker nach der Sonnenblume in den Donau- bzw. Marchauen ganz einfach in der Goldrute stehenlasse und dort mit der Milbenbehandlung beginne. Dies natürlich in der Absicht, möglichst wenig bzw. überhaupt keinen Bio-Zucker aus Brasilien zu benötigen. Aber ob dies ökonomisch tatsächlich Sinnvoll ist? Ökonomisch deshalb, zB sind die Marchauen von mir locker 80km entfernt, dies kostet Zeit, Treibstoff, die Umwelt wird belastet usw. Hier werden wir uns sicherlich etwas einfallen lassen müssen. Zitat: Zitat Stefan Mandl
Die Carnica hat die Faehigkeit als sehr kleines Volk den Winter zu ueberstehen, wir haben schon Carnicavoelker auf zwei Waben durch den Winter gebracht.
Überstehen schon Stefan, aber dies werden nicht immer wirklich gute Trachtvölker und beim allfälligen verstärken schwächt man naturgemäß die besseren Völker.
Was mich in den letzten Jahren ständig und immer mehr stutzig macht, ist die Tatsache, dass auch wirklich sehr stark eingewinterte Völker, trotz wirksamer Milbenbekämpfung, im Frühjahr oft nur mehr ein Schatten ihrer selbst sind. Hier wäre ein direkter Vergleich zwischen Buckfast und Carnica für mich wirklich sehr interessant. Oft denke ich, möglicherweise wird mittels AS die Schwächen unserer Carnica schonungslos aufgedeckt. Ich hoffe hier zu irren!
Bezüglich der bei uns derzeit gültigen Wanderbestimmungen möchte ich noch ein Wort verlieren. An sich stehen wir Wanderer tatsächlich mit einem Fuß im Gefängnis, denn ich muss eine Erklärung ausfüllen, ausschließlich mit der Carnica zu wandern. Wie kann ich dies guten Gewissens tun, wenn es bereits in den Belegstellen nachgewiesene und bestätigte Fehlbegattungen gibt?
Fragen über Fragen also, es wäre deshalb schön, wenn auch unsere anderen User hier Ihre Meinungen posten würden.
Josef
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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Milb
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 19.02.2008, 21:26 |
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Registriert: 01.10.2007, 19:31 Beiträge: 38 Wohnort: Hessen
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Die Beiträge hier sind offenherzig und fair
das finde ich gut
allerdings ist das mit den Genen kein ausschließliches Problem
der Buckis
auch bei Carnika bringt nur der verantwortungsvolle Züchter
ein super Material zustande
Eine Reinzucht um der Reinzucht willen
ist genauso eine Sackgasse wie das zusammenbringen
der neuesten Moderassen.
Buckis überwintern sehr stark
brauchen dadurch etwas mehr Futter
explodieren im Frühjahr
bringen viel Honig
das bezieht sich wie bei Carnika auf gute Völker
Ausfälle hat man überall
Ich bin noch am Vergleichen
werde immer mal darüber berichten
Ach ja habe jetzt eine CaLinie am Stand die mit der Bu mithalten könnte
man wird sehen wie es läuft
Euer Milb
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