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BeitragVerfasst: 13.03.2008, 20:00 
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Hans-Joachim Heyer hat geschrieben:
Ich fürchte, genau damit wurde die in D einst heimische Mellifera kaputtgezüchtet - und nun ist die Carnica an der Reihe?


Keine Sorge Joachim, dies werden die ACA und unsere zahlreichen Züchter mit Sicherheit nicht zulassen. Lediglich den Belegstellen muss erhöhte Aufmerksamkeit entgegengebracht werden, dann bleibt unsere Carnica genauso so wie sie ist.


Zitat:
Zitat stefan mandl

Josef, Du hast recht mit Deiner Forderung nach einer leistungsstarken Biene, aber weißt Du, ob unser Heil im Kreuzen verschiedener Rassen liegt. Vor allem, wie werden Deine Enkerln und weiteren Generationen über uns urteilen, wenn sie auch von den Bienen leben wollen?


Jetzt darf ich aber den Spieß umdrehen Stefan und fragen, ob nicht gerade unsere Enkerl einmal mit dem Finger auf uns zeigen werden und fragen: warum haben wir als Standimker heutzutage 90kg Honig und ihr damals lediglich 30kg? Ich denke, auch wenn die Buckfastbiene zu uns kommt, wird die Carnica sicherlich nicht untergehen.

Mein -leider illegaler- Wunschtraum wäre: auf einem meiner Neuner Staffeln stehen jeweils drei Völker von Dr. Stefan Mandl, drei von mir selber und drei Völker der Buckfastbiene. Die Völker wären lediglich nummeriert und somit Anonym. Die Auswertung der Ergebnisse sollten Funktionäre unserer Ortsgruppe anstellen.

Das wär was Stefan und sicherlich auch im Sinne unserer Enkerl. Ja ja ich weis es bereits, der Josef nähert sich langsam aber sicher der Senilität. :lol:

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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 Betreff des Beitrags: Vergleich
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 20:10 
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Mein lieber Josef!

Beim Vergleich, welche der drei Völker besser sind, weiß ich natürlich, daß meine die Besten sind. :D

Aber um wirklich einen aussagekräftigen Versuch zu machen, müssen wir viel mehr Völker vergleichen. Das ist aufwendig und teuer. Dafür gibt es keine Forschungsgelder.

So werden wir uns weiter in Unwissenheit wiegen.

BG stefan mandl


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 Betreff des Beitrags: Buckfast
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 21:42 
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Hans Joachim!
Das unterschreibe ich, denn meine, jeder für sich soll sich seinen Stamm oder Rasse oder Merkmals selbst erarbeiten.
Und nicht von gesetzes wegen bevormundet werden.
Gruß
WWW.hummelzucht.at


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 Betreff des Beitrags: Re: Buckfast
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 21:55 
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einstein hat geschrieben:
Und nicht von gesetzes wegen bevormundet werden.

WWW.hummelzucht.at


Genau das ist der springende Punkt! Verbote bringen lediglich Ärger und machen diese Sache noch interessanter.

Ich oute mich: als Herrenfahrer bin ich eher gemächlich unterwegs, aber wenn ich Polis auf der Strasse sehe, steige ich unbewusst auf das rechte untere Pedal. :lol:

Josef

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 Betreff des Beitrags: Buckfast
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 22:05 
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dER eINSTEIN HAT DIE iDeeee!!!!!!!!!!!!


ich weis gar nicht ob ich sie euch verraten soll????

Mia mochn an Vagleich- wöchane Beinln schena fliagn dan?
Hmmm
Gruß, der siegessichere Einstein (meine fliegen sicher am Schönsten!!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Buckfast
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 22:19 
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einstein hat geschrieben:
Mia mochn an Vagleich- wöchane Beinln schena fliagn dan?


OT, die Witzecke ist hier: :lol: http://www.iphpbb.com/board/f-98043460nx75479-32.html und hier reden wir über die Buckfastbiene.

Schön sollen bitte unsere Damen sein, aber möglichst viel Honig erwarte ich mir von den Bienen, sag ich ja eh immer wieder. :roll:

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 Betreff des Beitrags: Buckfastbiene
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 22:32 
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Wir reden ja eh über die Buckfast - wegen den braunen Ringen meine ich ja, daß sie schön sind.
Übrigens: ich habe mal etwas gerechnet - wenn nicht verrechnet - dann leisten ca. 4o Bienen 1 Watt.
Jetzt kann man bei einem Ertragsvolk, welches 80.000 Bienen hat, die fliegen 5 x je Tag aus, das ganze 4 Wochen lang, die Energie berechnen.
Wären in etwa 280 kw oder 280.000 Watt - was 28 l Heizöl Extra leicht entspricht oder z.B wären das in Flugkilometer bei einem Verbrauch für 100 km von einem Gramm Zucker - das Rechenbeispiel überlasse ich Euch!!!!
Gruß Einstein


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 Betreff des Beitrags: Einwurf
BeitragVerfasst: 14.03.2008, 00:07 
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Ich hab bei der ganzen Gschicht über Buckfast und Carnica 1 grosses Problem, nämlich, daß die Buckfast, v.a. vom Josef, nur unter dem Aspekt der Ertragsmaximierung gesehen wird.

Ich kann das schon verstehen, wenn man davon leben muß, dann schaut man halt, daß möglichst viel dabei heraus kommt. Aber, wenn wir eine Sache nur unter dem Ertragsaspekt sehen, bringt uns das wirklich weiter?

Ein Beispiel: In dem kleinen Dorf, aus dem ich komme, gab es einmal ungefähr 12 Bauern. Die hatten Kühe, Schweine, Hühner, bauten Getreide und Kartoffeln an, hatten ein Stück Wald und Bienen. Sie haben davon gelebt, vielleicht mehr schlecht als recht, aber sie waren stolze (Klein-)bauern. Ich hab das selbst in meiner Kindheit noch erlebt.
Dann kam das Diktat der Gewinnmaximierung.
Heute gibt es im Dorf noch einen Bauern im modernisierten alten Stil und einen, der im Sinne der Gewinnmaximierung arbeitet. Der hat die Flächen der anderen gekauft oder gepachtet, eine riesigen Schweinestall gebaut und verpestet die Luft mit seiner Billigfleischproduktion.
Damit die Kinder der anderen Bauern möglichst schnell an ihre bestimmt sehr erfüllungsträchtigen Arbeitsplätze gelangen können, wurden alle Straßen aus- und eine Autobahn quer durch die ganze Gemeinde gebaut, die heute die ehemals halbwegs idyllische Ortschaft mit einer permanenten Lärmkulisse samt LKW-Schwerverkehr beglückt.
Ich bin heilfroh, daß ich dort nicht mehr wohne!

Was ich sagen will:
Nicht nur Quantität, sondern auch Qualität ist gefragt, ganz besonders gelten müßte das - in meinen Augen - unter dem Bio-Label.

Mit einem nachdenklichen Gruß in die Nacht,

franz.


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 Betreff des Beitrags: Traum von Wirklichkeit
BeitragVerfasst: 14.03.2008, 02:30 
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Hallo Joachim,
ich träume denselben Traum, es war schön wieder mal an ihn erinnert zu werden. Du nennst Dich Anfänger aber ich nenne Dich Meister der Anfänge. Dein Traum ist nicht real aber er ist ein Ideal. Du bist noch nicht so befangen in einer verfahrenen Realität wie wir. Mir sind Ideale wichtiger als Realität die niemand gewollt hat aber die wir alle erschaffen haben. Behalte Dir dieses Ideal durch all die Jahre der fachlichen Diskussionen die da noch auf Dich zukommen werden. Wenn Du dieses Ideal verlierst werden dich alle wissenschaftlichen Symposien nicht retten können. Aber Du kannst es. Wenn Du Deinem Traum treu bleibst. Man wird Dich Träumer nennen, Spinner und Idealist. Aber nur das Wissen um das Geschenk der Götter (Bienen sind nicht ein Teil der Evolution sondern ein Geschenk der Götter) dieser Satz ist zwar nicht wissenschaftlich zu untermauern - aber er hat Seele. Es war einfach schön wieder an diesen Traum erinnert zu werden.
Danke Heinz

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BeitragVerfasst: 14.03.2008, 10:23 
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Hallo Josef und Stefan,

Zitat:
Mein -leider illegaler- Wunschtraum wäre: auf einem meiner Neuner Staffeln stehen jeweils drei Völker von Dr. Stefan Mandl, drei von mir selber und drei Völker der Buckfastbiene. Die Völker wären lediglich nummeriert und somit Anonym. Die Auswertung der Ergebnisse sollten Funktionäre unserer Ortsgruppe anstellen.

Als Burgenländer bin ich ja nicht an die Rassen gebunden, wir könnten den Versuch ja legal bei mir aufziehen, würde aber dann noch welche von mir dazustellen (ein eingezäuntes, abgelegenes Grundstück wäre vorhanden).
Was man aber bedenken muß, daß jeder seine eigene Völkerführung hat und dadurch auch einen großen Einfluß auf die Bienenstärke.

Wenn Euch 200km nicht zu weit sind, könnt ihr ja über mein Angebot nachdenken.

Gruß
Astacus


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.03.2008, 11:04 
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Hallo Stefan Mandl, Gärtner und Bienenwerkstatt,

ich glaube, wir sind Geistesverwandte!

euer joachim


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.03.2008, 20:45 
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@ Gärtner & All Mitdiskutierer

Schöne Worte und sehr gut geschrieben Franz, dies erinnert mich sehr stark an meine eigene Kindheit!

Aber wenn wir uns hier bereits auf der Nostalgiewelle befinden und allenfalls die Leistungsauslese hinterfragen, möchte auch ich gerne etwas aus meinem Erinnerungsfundus hervorkramen.



Pardon bitte wenn es etwas länger wird, aber ich denke dieser historische Rückblick dürfte hier doch sehr passend sein.

In der Nachkriegszeit war unser direkt am Neusiedler See gelegenes Dorf, welches unter der russischen Besatzungszeit enorme Not litt, eines der ärmsten aller burgenländischen Gemeinden. Ohne Selbstversorgung war das nackte überleben nahezu nicht gewährleistet und tatsächlich hatte auch jedes Haus seine kleine Landwirtschaft mit einem Pferd, Kuh, Schweine, Hühner, Enten und Gänse. Unsere damalige Situation erinnert mich im übrigen sehr stark an die Landwirtschaft des heutigen Rumäniens.

Wie meine Großmutter dies schaffte, kann ich mir heute ganz einfach nicht mehr vorstellen, aber sie war tatsächlich in der Lage für uns 15 Kinder (!), vier aus eigener Familie und elf aus Nachbars Verwandtschaft, täglich zu kochen. Eingekauft wurde nahezu niemals und wenn, dann höchstens etwas Topfen, Rosinen und wenn es besonders hoch her ging, waren für Vater fallweise 5 Stück Filterlose 3er Zigaretten drinnen. Sämtliche Lebensmittel stammten ausschließlich aus eigener Produktion. Es war vollkommen egal wie viel Liter Milch die Kuh gab, oder ob das selbst abgestochene Schweindl 100 oder 130kg auf die Waage brachte. Auch die tägliche Anzahl der Eier im Hühnerstall waren völlig bedeutungslos, waren es viele, freuten wir uns, wenn nicht, war dies auch kein Malheur. Verwertet wurde ganz das was da und griffbereit war. Meinem Großvater war auch nicht wichtig ob Honig in den Waben war, aber wenn doch, wurde der Bau ganz einfach herausgeschnitten und die leeren Rahmen kamen ungedrahtet abermals ins Volk zurück. Das herauszuzeln dieses unermesslich wohlschmeckenden Honigs werde ich niemals vergessen. Der alte Mann mit seiner ständig kalten Tschibock im Mund, würde sich nun aber ordentlich wundern, wenn wir heutzutage von grauen, braunen, oder auch schwarzen Bienen reden. Auch ob seine Bienen Stecher oder friedfertig waren, spielte ihm absolut keine Rolle, denn wir Kinder wurden stets angehalten die Beubang –Bienenbank- in Ruhe zu lassen.

In den sechziger Jahren änderte sich diese an sich beschauliche Situation sehr rasch und es kam bei uns erstmalig so etwas wie die ersten Anzeichen einer Leistungsgesellschaft auf. Natürlich wurde dies niemand schlagartig bewusst, oder es konnte sich jemand vom Anfang an dagegen wehren. Weder gab es damals Internet, Fernsehen oder Tageszeitungen, aber die Werbemaschinerie der großen landwirtschaftlichen Anbieter kam bereits ins rollen und die ersten Kataloge flatterten ins Haus. Hier wurden plötzlich besonders legefreudige, oder auch besondere Fleischühner angeboten. Natürlich wurden diese nicht mehr mit Mais ect. aus eigener Produktion gefüttert, sondern mit Kraftfutter aus dem neuen Lagerhaus, oder die Kuh wurde plötzlich entbehrlich, weil es nun ja ganz billige Milch aus der Milchgenossenschaft gab. Bäume wurden neuerdings angeboten, deren Früchte doppelt so groß waren wie zB unsere großartige Hauszwetschke, aus Kricherl wurden mitunter Faustgroße Mirabellen und aus dem Maschanzker wurde ein Golden Deliziös.

In jener Zeit wurde bei uns der Grundstein für eine gewisse Spezialisierung gelegt, jene, die auf irgendeinem Gebiet, zB Weinbau, Feldgemüse, oder von mir aus auch im Schilfabbau besonders erfolgreich waren, nahmen diese Herausforderung freudig an und waren entweder sehr gut auf ihrer Sparte unterwegs, oder scheiterten und wurden somit zu Auspendlern bzw. zu Kleinhäuslern und somit zu Tageslöhnern. Dieser Zustand war durch nichts einzudämmen und dauert nach wie vor unvermindert an.

Wenn ich mir nun 50 Jahre später den oben beschriebenen Ort Illmitz näher ansehe, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Tüchtigkeit der Bürger erwirtschaftete einen unglaublichen Wohlstand mit wunderschönen Bürgerhäusern, einer Reihe von Hotels, Restaurants, Gerwerbetriebe und einer ganzen Reihe von Banken. Auch die Landwirtschaft hat hier bestens mitgehalten und es gibt Top Winzer die es zu Weltmeisterehren gebracht haben -Kracher, Haider, Nekowitsch ect. Diese wurden aber nicht so erfolgreich weil sie wie vor 50 Jahren ihre Rieden bestellen, sondern Weinreben aus der ganzen Welt importieren.

Auch der Natur kam dieser Wohlstand zugute, es gibt mittlerweile den Weltbekannten Nationalpark Neusiedler See und div. Naturschutzgebiete. Übrigens, auch eine ganz tolle Belegstelle wurde in Illmitz errichtet.

Man sieht also aus diesem lebenden Beispiel, meine lieben Freunde, die Welt dreht sich unaufhörlich weiter und Innovation kann angenommen, oder eben abgelehnt werden.


Josef, der sich fragt ob es tatsächlich eine bessere Biene als seine Carnicas gibt?

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 Betreff des Beitrags: Nostalgiewelle
BeitragVerfasst: 14.03.2008, 22:02 
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Ich will es kurz machen und es dann dabei bewenden lassen. Nur soviel, um nicht ganz mißverstanden zu werden:

Einer meiner Lieblingssprüche lautet:

Ökologisch handeln heißt, den technischen (in unserem Fall wohl auch den "biotechnischen") Fortschritt selektiv zu nutzen.

Es ging und geht mir in meinem statement nur darum, daß ich es für wichtig halte, die uns umgebende Welt und Wirklichkeit nicht NUR nach quantitativen und ökonomischen Kriterien zu beurteilen, sondern die qualitativen, die geistigen, sinnlichen und von mir aus auch die seelischen Aspekte in unsere Betrachtungen und Entscheidungen miteinzubeziehen.

Natürlich ist es toll, daß die Leute bei uns heutzutage genug zu essen haben und schöne Häuser und Autos und daß wir Bauern- und Arbeiterkinder die Möglichkeit hatten, eine Superausbildung zu bekommen, sogar zu studieren (Danke Bruno!), aber das alles hatte und hat auch einen Preis, und wir dürfen nie übersehen, daß unser ganzer Wohlstand auf des Messers Schneide steht, und schon morgen alles ganz anders sein kann...

Ich denke halt, daß es darauf ankommt, das richtige Maß zu finden in unserer maßlosen Zeit.

Noch ein kleiner Hinweis, der mir heute wichtig ist, am 14. März 2008: Tibet! Die Tibeter könnten alles haben von den Chinesen: Fortschritt, Wohlstand, Eisenbahnen, Straßen und Betonhäuser. Sie müßten halt nur dafür ihre Seele verkaufen. Sie wollen aber nur die Freiheit, ihre Kultur und ihre friedliche Religion zu leben, und dafür lassen sie sich - wieder einmal - zusammenschlagen und niederschießen. Wir sollten an sie denken!

Was das alles mit unserer Bienendiskussion zu tun hat? Ich weiß es auch nicht, irgendwie aber schon was, sonst wären wir nicht da gelandet.

Liebe Grüße von
franz,
der jetzt genug philosophiert hat.


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 Betreff des Beitrags: Buckfast
BeitragVerfasst: 14.03.2008, 22:43 
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Ich will ein wenig den Mahner "spielen".
Es ist schon schön, in der Nostalgie zu schwelgen, den guten Zeiten, den goldenen Zeiten zu huldigen.
Einige von Euch wissen, daß ich fast wöchentlich in der ehemaligen DDR auf Arbeit bin - jawohl auf Arbeit bin.
Diese Bürger dort - einige wünschten sich auch die Zeiten zurück, bis einer mal aufstand und das aussprach, was sich viele dachten und das ging so: ihr habt die schlechte Zeit schon vergessen und erinnert euch nur an das Schöne.
Das was ich hier einbringen möchte ist Folgendes: der Fortschritt von Menschenhand erdacht, erforscht, erarbeitet ist einer der höchsten Güter, auf die wir verweisen können.
Wollt ihr wirklich nicht nur einen Schritt zurück, sondern "nur zurückgehen"?
Warum gebt ihr nicht eure Autos her und fährt wieder mit den Pferden, warum schaut ihr TV in Farbe und nicht SW?
Ich könnte euch Biespiele endlos an der Zahl "vorhalten", die Antwort würde meistens sein, sollen doch zuerst die anderen, ich mach später.
Leute so kommen wir auch nicht weiter, wir alle haben die Erde ausgebeutet und die Resourcen verbraucht und vernichtet und tun es immer noch. Wir haben aber auch die Chance daraus zu lernen um Fehler nicht zu wiederholen, der Mensch würde Hunger leiden, wäre nicht die Wissenschaft mit ihren Regeln (Erbgesetze - Mändel) auf der Bühne erschienen.
Hätte nicht Darvin die Hummeln nach Australien gebracht, dann gäbe es keine Schafzucht und wir hätten Probleme mit der Wolle (zu wenig) hätte nicht Sklenar seine genialen Ideen gehabt, wo stünden wir heute?
Dieses Beharren auf der einzig seeligmachenden Bienenrasse Carnica ist in meinen Augen nichts anderes als Furcht der einfachsten kreatürlichen Art.
Wir wissen, daß mit dem möglichen Ende der heimischen Bienen eine große Katastrophe auf uns zukommen könnte, und dies wollen wir mit allen - mit allen Mitteln verhindern und vergessen dabei, daß die Natur schon einen Schritt weitergegangen ist.
Das Beispiel wie weise die Natur ist sei mir gestattet: wenn man einen Esel und ein Pferd kreuzt, ein Muli ist das Ergebnis aber diese sind unfruchtbar.
In der Natur auf normale Weise lassen sich immer nur artverwandte Arten >(Rassen) vermischen und kreuzen.
Nachdenklich macht mich, daß wir bei Bienen von Rassen sprechen und z.B. bei Hummeln von Arten. Was ist da der Unterschied.
Jede Erklärung die hier kommt ist nichts anderes als den i Punkt nochmals zu teilen und dann davon 1/4 zu nehmen. Warum einfach,. wenn es kompliziert auch geht.
Ich bitte euch, laßt mal die Emotionen weg, setzt euch hin und denkt mal eine halbe Stunde nach, wieso die Natur es zuläßt, daß sich Bienrassen -arten kreuzen lassen und wieso sie das freiwillig machen - der Mensch es ihnen aber verwehren möchte.
Gruß Einstein

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BeitragVerfasst: 14.03.2008, 23:01 
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@ Einstein

genauso schön geschrieben wie die vorigen Postings von unserem Gärtner, alle Achtung :!:

Aber eines bitte müssen wir alle unbedingt vermeiden, nämlich zwei Fronten zu schaffen. Es wäre ansonsten wirklich sehr Schade um dieses großartige Thema.

Josef

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