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Maja
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Betreff des Beitrags: Springkraut Verfasst: 12.08.2007, 17:04 |
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Registriert: 19.03.2007, 16:40 Beiträge: 221 Wohnort: Halsbrücke / Sachsen
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Das Drüsige Springkraut, Impatiens glandulifera, ist ein "Neubürger" aus Asien. Es blüht bei uns von Juli/August an bis zum Frost und spendet Pollen und Nektar. Die Staubgefäße befinden sich oben in der tiefen Blüte, so daß die Bienen, die diese Blüten besuchen, wie mit einer Bürste auf ihrer Oberseite mit dem Pollen regelrecht gepudert werden und auch so am Flugloch zu beobachten sind.
Ursprünglich eine Zierpflanze im Garten ("Bauernorchidee"), hat sich das Springkraut an den Flußufern stark verbreitet. Aus falsch verstandenem Naturschutz wird es manchmal von den Amtsgrünen verteufelt und sogar versucht, es auszurotten, da es die einheimische Vegetation an den Ufern verdrängt. Naja, mir als Imkerin soll es recht sein, wenn das eintönige Gras an unseren geplagten Gewässerrändern vom Springkraut ersetzt wird. Da wächst fast nichts anderes, vor allem nichts, was Bienen und anderen Insekten nützlich ist.

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jomasch67
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 28.11.2007, 15:24 |
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Registriert: 16.11.2007, 10:08 Beiträge: 27 Wohnort: Brixlegg
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Zitat: Naja, mir als Imkerin soll es recht sein, wenn das eintönige Gras an unseren geplagten Gewässerrändern vom Springkraut ersetzt wird.
Da dieses Kraut nur eine einjährige Pflanze ist und daher keinen Ganzjahresbewuchs sicherstellt (wie z.B. Gräser), könnte es durchaus passieren, daß es zu einer erhöhten Erosion kommt (speziell an Uferböschungen).
Dies ist allerdings meines Wissens nicht wissenschaftlich belegt - aber auch nicht widerlegt!
Da es in solchen Fällen allerdings ratsamer ist eher zu vorsichtig zu sein, kann ich die "Amtsgrünen" schon verstehen
MfG Johannes
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Bert
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Betreff des Beitrags: Re: Springkraut Verfasst: 28.08.2008, 19:47 |
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Registriert: 27.01.2008, 18:52 Beiträge: 7 Wohnort: St.Radegund
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Springkraut - Erfahrungen Ein Imkerkollege hat mir vor kurzen eher von negativen als positiven Erfahrungen mit dem Springkraut berichtet. Als Positiv betonte er den hohen Futterwert (5kg zufüttern reicht für den Wintervorrat ???)- jedoch wir sind zum Honigerzeugen und nicht zum Einfüttern Imker und da liegt seiner Aussage nach das Problem - der Honig vom Springkraut ist äußerst dünnflüssig und zudem aber sehr bitter (??) und nicht vermarktungsfähig! Ich weis aus eigener Erfahrung wie stark das Springkraut in den letzten Jahren unsere Auen (zwischen Tittmoning und Burghausen) und nun auch die Wälder erobert und bin leider noch zuwenig lang Imker um selbst einen vergleich zu Früher anstellen zu können! Wer hat noch Erfahrungen mit dem Springkraut - BERICHTEN - ich bin schon neugierig!!
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Reinhard
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Betreff des Beitrags: Re: Springkraut Verfasst: 29.08.2008, 08:30 |
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| Siegerfoto 2008 Kalenderwettbewerb |
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Registriert: 14.01.2008, 17:52 Beiträge: 360 Wohnort: Hagenbrunn/NÖ u. Steyr/OÖ
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Jetzt lasse ich meine imkerlichen Interessen weg und denke als Umweltschützer: Mir tut es weh, wenn wieder einmal ein durch den Menschen verändertes Ökogefüge entsteht, noch dazu mit meines Erachtens verheerenden Folgen. Denken wir nur daran, dass auch die Varroa durch den Menschen bei uns eingeschleppt wurde!
Ich beobachte seit Jahren die Uferböschungen in meiner Heimat in OÖ und muss feststellen, dass sich das Springkraut rasantest ausbreitet und fast jeden Unterwuchs überwuchert und sogar Richtung angrenzende Wälder "wandert" und dort auch den Niedigwuchs komplett niederdrückt. Schaut schon wie eine Springkrautmonokultur aus. Es fehlen heimische höhere Pflanzen, die eine Konkurenz darstellen.
Kann evtl. unser Gärtner etwas dazu sagen?
_________________ Reinhard
http://honigfritsch.jimdo.com/
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
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Supernova
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Betreff des Beitrags: Re: Springkraut Verfasst: 29.08.2008, 08:59 |
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Registriert: 24.08.2008, 22:54 Beiträge: 31 Wohnort: Tirol, Bez. KB
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Reinhard hat geschrieben: Jetzt lasse ich meine imkerlichen Interessen weg und denke als Umweltschützer: Mir tut es weh, wenn wieder einmal ein durch den Menschen verändertes Ökogefüge entsteht, noch dazu mit meines Erachtens verheerenden Folgen. Denken wir nur daran, dass auch die Varroa durch den Menschen bei uns eingeschleppt wurde!
Ich beobachte seit Jahren die Uferböschungen in meiner Heimat in OÖ und muss feststellen, dass sich das Springkraut rasantest ausbreitet und fast jeden Unterwuchs überwuchert und sogar Richtung angrenzende Wälder "wandert" und dort auch den Niedigwuchs komplett niederdrückt. Schaut schon wie eine Springkrautmonokultur aus. Es fehlen heimische höhere Pflanzen, die eine Konkurenz darstellen.
Kann evtl. unser Gärtner etwas dazu sagen? Grundsätzlich könnte ich dir fast zustimmen. ABER wir haben gerade in Mitteleuropa schon ALLES verändert. Urwald gerodet, Mais, Kartoffeln, Tomaten etc. eingeführt und angebaut in einer Monokultur die alles andere verdrängt hat und sogar die Hühner sind hier nicht heimisch. Dass die Bienen in dieser Welt nicht alleine überleben könnten wissen wir alle. Deshalb macht mir das Springkraut, das den Bienen wenigstens ein bißchen von dem wieder zurück gibt was wir ihnen genommen haben absolut kein Magengrimmen! Verbreiten muss es man nicht, das macht es schon selber, verhindern tu ich es aber auch nicht ... fg die Nova
_________________ mfg Supernova
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gärtner
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Betreff des Beitrags: Re: Springkraut Verfasst: 29.08.2008, 09:08 |
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| Moderator Kalenderwettbewerb Siegerfoto 2008 |
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Registriert: 02.03.2008, 22:39 Beiträge: 356 Wohnort: D-Brandenburg
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Nicht wirklich...
Reinhard, Du hast eh schon alles angesprochen, und ich teile absolut Deine Bedenken.
Das Problem ist, daß wir kaum etwas dagegen unternehmen können, weil im Ökosystem inzwischen ebenso schnelle Veränderungen imgange sind, wie in unserer Kultur und Zivilisation als ganzer (Stichw.: Klimawandel, Internet, Überwachungsstaat,...). Wenn man sich das näher anschaut, könnte einem angst und bange werden, aber wir sind ja auch gut im Verdrängen.
Zurück zum Ökosystem: Ad hoc fallen mir noch einige andere Neophyten ein, die sich massiv ausgebreitet haben, wie z.B. die Robinie (einerseits meine beste Bienenweide, von den Förstern aber nicht sonderlich geliebt), die Traubenkirsche (hierzulande als "Försterpest" bezeichnet), die Kanadische Goldrute, die flächendeckend Brachflächen und Bahndämme überzieht, das Springschaumkraut und ein kriechender roter Klee, die in den letzten Jahren als sehr lästige Gärtnerei-, Beet- und Rasenunkräuter aufgetaucht sind. Alle diese Pflanzen haben einen enormen Ausbreitungsdrang, dabei aber keinen evolutionär gewachsenen Platz in unserem Ökosystem, was sie so gefählich macht.
Aber, wie alles im Leben, gibt es auch hier mehrere Seiten: - diese Pflanzen können uns durchaus von Nutzen sein (zB als Bienenweide oder Nutzholz) - sie können lästig sein, weil sie den ökonomischen oder ästhetischen Nutzen der besiedelten Kultur- und Naturlandschaft nachhaltig zu stören imstande sind und - sie können evtl. auch schädlich sein, worüber zu urteilen ich mich allerdings für zuwenig kompetent halte.
Soweit meine bescheidene Meinung dazu... Eiligen Gruß, franz.
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