Hamburg (AFP) — Die Nickende Distel ist die Blume des Jahres 2008. Die zur "dörflichen Unkrautflora" zählende Pflanze mit ihren dekorativen Blüten gelte in mehreren Bundesländern als bedroht, erklärte die Loki Schmidt Stiftung in Hamburg. Wegen der zunehmenden Verstädterung wachse die Nickende Distel heute vorwiegend noch in Museumsdörfern. Ihren Namen hat die Blume des Jahres von ihren so genannten nickenden Blütenständen: "Wie ein Spazierstock" halte sie - anders als die mehr als hundert anderen Distelarten - den Kopf geneigt, sagte ein Stiftungssprecher.
An einigen Orten ließen sich auf kalk- oder stickstoffhaltigen Böden noch Exemplare der Nickenden Distel finden, erklärte die Namensgeberin der Loki Schmidt Stiftung, die Frau von Altkanzler Helmut Schmidt. Früher habe diese Blume am Rande von Dörfern am Wegesrand, auf trockeneren Flächen oder Schuttplätzen ungestört wachsen können. Inzwischen steht sie nach Stiftungsangaben in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
Vögeln wie dem Stieglitz, verschiedenen Falterarten sowie Bienen und Hummeln gewähre die Nickende Distel Nahrung und Lebensraum, erläuterte die Stiftung, die sich für den Schutz der Natur und besonders gefährdeter Pflanzen einsetzt. Die "zweijährige" Pflanze, der im ersten Jahr nur eine Blattrosette mit Dornspitzen wächst und die erst im zweiten Jahr die purpurfarbenen Blüten trägt, kann mehr als einen Meter hoch werden. Wegen ihres süßlichen, moschusähnlichen Dufts wurde sie früher auch Bisam-Distel genannt. Ihre Blütezeit dauert von Juli bis September.
AFB 11.10.2007
Dazu bitte ein sehr wichtiger Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nickende_Distel
LG Josef