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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 25.10.2008, 18:30 
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Mensch Franz, bei der Mühe die du dir gemacht hast bekomme ich fast schon Angst, dass Familie und Job bei dir zu kurz kommen könntenBiene1
Besten Dank Superr Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 25.10.2008, 18:39 
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Hallo Peter,

ich hoffe, Du hast schön gefeiert!

Keine Sorge um mich: im Herbst bin ich immer ganz fleißig, wie die Hamster...
Und Sachen, die mich selber interessieren, hindern mich halt manchmal am Schlafengehen.
Außerdem: that's my job!

Schönes Wochenende wünscht franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 25.10.2008, 19:08 
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Hallo Drohn55,

ich kenne einen Imker, der seine Essigbäume gerodet hat, da der Honig nach Urin riecht. Er hat mich auch davor gewarnt.

Gruß
Astacus

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http://www.imkerei-muellner.at


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 25.10.2008, 21:02 
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Astacus hat geschrieben:
Hallo Drohn55,

ich kenne einen Imker, der seine Essigbäume gerodet hat, da der Honig nach Urin riecht. Er hat mich auch davor gewarnt.


Also solche Leute Leute kann man echt nicht mehr ernst nehmen. :shock:

Was da alles fuer Unsinn geredet wird, geht echt auf keine Kuhhaut mehr. Da wird vom Buchweizenhonig gewarnt weil der angeblich stinkt und vom Edelkastanienhonig weil er nach Jauche riecht ect ect. In Wirklichkeit sind dies die gefragtesten und seltensten Honige ueberhaupt. Im Flugradius meiner Bienen stehen mehrere Essigbaeume, aber deren Geruch und auch Nektar habe ich noch niemals als unangenehm empfunden.

Josef

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 01.11.2008, 16:25 
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Folgendes, aus dem großen Buch der Garten- und Landschaftsgehölze von Hans-Dieter Warda, ist mir gerade in die Hände gefallen.

Amerikanische Linde, Blütezeit Juli wird stark von Bienen beflogen
Winterlinde, Blütezeit Juni/ Juli, beste Honiglinde bis 1000kg/ha, weniger Blattläuse (Honigtau) als Sommerlinde aber bis 24kg Blatthonig/großem Baum
Sommerlinde, Blütezeit Juni,blüht nach etwa 15-20 Jahren, sehr gute Bienenweide (800 kg/ha)
Silberlinde, Blütezeit Juli-August, wenig Honigtau, 1200kg/ha Honigertrag
Wer hat noch weitere Infos über die Rentabilität von Linden?
Beste Grüße Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 02.11.2008, 11:16 
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Hallo Peter und all@,

wie in anderen Beiträge meinerseits schon beschrieben, hab ich Linden in einem Waldstück vor der "Nase" meiner Bienen. Wieviele, weiß ich nicht (hab sie noch nicht gezählt :mrgreen: ), aber Null-Ertrag hatte ich noch nie. Allerdings ist die Ecke ein wenig sumpfig und ein kleines Fließ plätschert da, wahrscheinlich ist das der Grund, warum immer ein Ertrag möglich ist. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die Linden "nasse Füße" mögen. Aber vielleicht kann Franz dazu bessere Aufklärung geben.
In ausgesprochen trockenen Jahren geht der Ertrag zurück, aber 2008 hab ich von 4 Völkern nur aus der Linde so um die 60 kg rausgeholt. Dabei bin ich gegenüber den Bienen großzügig und nehme nur die voll verdeckelten bzw. kurz davor stehenden Waben (wie man das ja auch allgemein so halten sollte). Alle Kränze, Pollenwaben mit Honig etc. bleiben drin.
Für mich ist der Lindenhonig immer ein schöner Abschluß des Bienenjahres, denn dann ist Schluß.

freundliche Grüße

Wolfgang

P. S. seeeehr nachträglich noch alles Gute zum Geburtstag :oops: :oops: :oops:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 02.11.2008, 18:08 
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Hallo Peter,

das ist sehr interessant! Welche Ausgabe des "Warda" hast Du denn. In meiner - herausgegeben von der Baumschule Bruns - finde ich diese Angaben nicht, wie auch ansonsten überhaupt keine Informationen über Nektar-/Pollenerträge der Gehölze.

Bei uns war heute im Honiglehrgang noch die Rede von der Krimlinde (Tilia x euchlora), die ebenfalls einen sehr hohen Nektarertrag haben soll und der Winterlinde kaum nachsteht. Die Silberlinde hat nach Angaben des Vortragenden mehr Attirationscharakter durch starken Duft als ein tatsächlich hohes Nektarangebot.

Ich werde der Sache nachgehen.

franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 02.11.2008, 19:21 
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Drohn55 hat geschrieben:
Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die Linden "nasse Füße" mögen.

Hallo Wolfgang,
das ist sehr ausschlaggebend.
Zitat:
P. S. seeeehr nachträglich noch alles Gute zum Geburtstag

Danke


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 02.11.2008, 19:32 
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gärtner hat geschrieben:
Hallo Peter,

das ist sehr interessant! Welche Ausgabe des "Warda" hast Du denn.
franz.

2. Auflage, März 2002
Zitat:
Ich werde der Sache nachgehen.

Das ist gut.
Man findet nirgens eine aktuelle komplette Infoübersicht in Bezug auf Linden. Viele übernehmen die Infos von anderen und so kommt es mir auch bei Warda vor.
Gruß Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 03.11.2008, 21:02 
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Reinhard hat vor ca. 1,5 Wochen weiter oben geschrieben:

Zitat:
Edelkastanienhonig schmeckt wunderbar... mir zuminmdest, obwohl es Manche gibt, denen er zu würzig ist.
Bin schon gespannt auf dein Gaumenurteil, Franz. Lass hören, was deine Zunge sagt


Jawohl, heute ist das Packerl angekommen! Nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an Josef!
Ja, der Edelkastanienhonig schmeckt wirklich sehr speziell, aber überaus guat und lecker! Meine 2 Damen - besonders die Kleine - sind auch begeistert und ich mach mir jetzt gleich noch ein schönes Butterbrot mit diesem herrlichen Erzeugnis.
Aber es ist eh klar, daß die beiden Glaserln, die mir der Josef geschickt hat, nur zu besonderen Anlässen aufgetischt werden!

@Josef: Mich würde jetzt noch einmal interessieren, für wieviel Euronen das 500 g Glas Bio-Edelkastanienhonig auf dem Markt in Wien über die Budel geht (sogt ma so?) - wenn's kein Geheimnis ist.

Beste Grüße von franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 03.11.2008, 21:13 
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Der Franz hält Wort und vergisst nicht einmal (s)ein Kostprobeversprechen, herzlichsten Dank auch dafür. :bravo:

gärtner hat geschrieben:
Josef: Mich würde jetzt noch einmal interessieren, für wieviel Euronen das 500 g Glas Bio-Edelkastanienhonig auf dem Markt in Wien über die Budel geht (sogt ma so?) - wenn's kein Geheimnis ist.


Ist kein Geheimnis und liegt öffentlich bei unserem Folder auf, das 1/2 kg Glas kostet EUR 6,50 plus 0,50 Pfand, das 1 kg Glas kostet EUR 12,50 detto 0,50 Pfand.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 03.11.2008, 21:30 
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Zitat:
das 1/2 kg Glas kostet EUR 6,50 plus 0,50 Pfand


Na, ich finde, das ist ein angemessener Preis für diese absolute Rarität. Schade, daß bei uns so etwas nicht wächst - andererseits bin ich aber nicht so stichfest wie der Josef. Biene6
Vielleicht sollte ich besser Lavendelfelder pflanzen!
LG f.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 03.11.2008, 22:29 
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gärtner hat geschrieben:
Vielleicht sollte ich besser Lavendelfelder pflanzen!
LG f.

Franz, ist dir bekannt, welcher Lavendel am besten geeignet ist?
Gruß Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 04.11.2008, 00:47 
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Zitat:
Franz, ist dir bekannt, welcher Lavendel am besten geeignet ist?


Der Lavendel, der in S-Frankreich angebaut wird, wo auch der leckere Lavendelhonig herkommt, ist eine Hybridform aus Lavandula angustifolia (Echter Lavendel) und L. latifolia (Breitblättriger Lavendel, Speik-Lavendel). Die Franzosen nennen ihn nicht "la lavande", sondern "le lavandin", er bringt wohl einen deutlich höheren Ölertrag, aber ein minderwertigeres Öl als vom echten Lavendel.

Bei uns gibt es manchmal auch diese Hybridform oder auch den Speik-Lavendel zu kaufen. Beide finde ich nicht so wirklich schön - und würde deshalb immer beim Echten Lavendel bleiben.

Von diesem gibt es nun diverse Sorten, wie zB 'Grappenhall' (wird ziemlich hoch und blüht nicht sooo gut), 'Munstead' (eher helleres Blau), 'Hidcote' (dunkel lavendelblau) oder 'Hidcote Blue Strain' (dunkel violett blau) und noch einige andere mehr. Mir persönlich gefallen die dunkleren Sorten besser, bienenweidemäßig dürften sie aber alle ziemlich identisch sein.

Seit ein paar Jahren werden zunehmend auch Lavandula dentata (mit gezahnten Blättern) und der Schopflavendel (Lavandula stoechas) angeboten. Hier bitte Vorsicht: beide sind in unseren Breiten nicht winterhart!

Hier ein Bild von L. dentata, aufgenommen vor einigen Jahren auf der schönen Insel La Palma:

Bild

Beste Grüße, franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rentabilität einer gepflanzten Bienenweide
BeitragVerfasst: 04.11.2008, 07:48 
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Ein herrliches Foto, Franz.
Ein kräftiges Blau, blütenreich, duftintensiv und nicht so niedrig sollte er sein.
Lieber im Frühjahr pflanzen?
Gruß Peter


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