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 Betreff des Beitrags: Monilia, wie bekämpfen?
BeitragVerfasst: 14.10.2007, 20:52 
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Nachdem sich nun meine Obstbäume infolge des Laubabfalls deutlich lichten, muss ich mit Schrecken bei einen sehr großen Marillen- und einen eher kleinen Ringlottenbaum sehr hohen Moniliabefall feststellen. :cry:

Diese Obstmumien sind nur sehr schwer zu beseitigen, rütteln ist völlig ergebnislos, beim abschlagen werden die Fruchttriebe sehr stark beschädigt. Wenn ich alles wegschneide würde, bliebe ein verstümmelter Baum zurück.

Nun meine lieben Freunde, was würdet Ihr mir raten bzw. wie soll ich dieser Geisel Herr werden. Mit aggressiven Kalk spritzen möchte ich eher nicht, denn meine Gesundheit hat doch höhere Priorität als der Moniliabefall.

LG Josef

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 21:27 
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Hallo Drohne,

ich kenn das Thema. Bin zwar kein Obstbaumfachmann, aber von denen habe ich bis jetzt immer nur gehört, dass Monilia nicht wirklich weg zubringen ist.
Also meine Erfahrungen mit Krankheiten bei Obstbäumen:
Meine Obstbäume hatten/haben auch schon alle möglichen Krankheiten, Monilia, Birnenrost, Feuerbrand,...Blattläuse und andere Schädlinge. Ich muss natürlich auch dazusagen, dass ich nicht von der Ernte leben muss und daher der Natürlichkeit der Vorzug geben vor dem Ertrag.
Mein Rezept ist immer einfach, die befallenen Teile ausschneiden. Beim Feuerbrand ist das zwar ziemlich extrem, weil man von der befallenen Stelle immer noch gut einen Meter ins gesunde Holz rein muss, aber bei Monilia und Co. zwick ich in der Regel nur die unschönen Stellen weg (meist nur das Obst). Die Krankheit ist dadurch nicht weg natürlich. Was aber viel wichtiger ist, ist dass der Baum nicht vergiftet oder durch zu starken Schnitt noch verwundbarer wird.
Interessanterweise hat bei mir nur ein Baum Feuerbrand und das ist genau jener dem ich in diesem Jahr zwei dicke Äste raus nehmen musste. Alle anderen Bäume die ich nur recht sanft geschnitten habe sind gesund.
Also mein Rezept für die Baumkrankheiten ist nicht anders als bei einer Verletzung am menschmlichen Körper. Entferne den Eiter, säubere die Wunde, schau dass diese gut verheilt und der Patient stark, fit und gesund wird. Bei Monilia und Birnenrost hat es ca. 2 Jahre gedauert bis die Bäume frei davon waren. Jetzt sind sie stramme burschen und so ziemlich gegen fast alles gewappnet. Ein junger neuer Birnbaum ist wiederrum vom Birnenrost befallen. Ich bin aber guter Dinge, dass dieser in zwei bis drei Jahren stark genug ist um es den anderen Bäumen gleich zu tun.
Der Feuerbrandbaum macht mir noch ein bisschen Sorgen, weil der wirklich nur mehr ein paar Äste hat, aber auch das bekommen wir noch hin.

Mag ja sein, dass ich einen Vogel hab, aber bei meines Nachbarn Bäumen, die gleich wie meine Bäume auch immer geschnitten werden, aber wo sonst nie jemand mal drauf schaut oder die Bäume auch mal bewundert und stolz auf diese ist, bei denen sind sämtliche Krankheiten seit Jahren vertreten. Für mich gehören die Bäume zur Familie und das glaub ich macht den Unterschied aus.


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BeitragVerfasst: 18.10.2007, 11:03 
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Dankeschön für diese für mich doch eher erfreuliche Nachricht, denn ich dachte bereits daran die Motorsäge zu starten um den befallenen Baum zu entfernen. Nun werde ich fleißig die Fruchtmumien entfernen und nach dem Obstschnitt jede erreichbare Schnittstelle mit einem geeigneten Wundmittel schließen.

Rost, Feuerbrand, Monilia ect., aber auch Bienenkrankheiten wie Faulbrut, war in unserer Gegend bisher unbekannt. Offenbar müssen auch wir nun lernen damit umzugehen. Ständig kommen zu mir als Gesundheitswart Hiobsbotschaften wie Faulbrut in der Nachbarortsgruppe, oder Feuerbrand in Stockerau usw. Innerhalb zweier Jahren kann ich mit den zahlreichen Bescheiden nahezu einen A 4 Ordner füllen.

Aber noch kurz zu Feuerbrand.

Zitat:
Zitat Konrad

Beim Feuerbrand ist das zwar ziemlich extrem, weil man von der befallenen Stelle immer noch gut einen Meter ins gesunde Holz rein muss


Heißt dies, dass bei Euch von Feuerbrand befallene Bäume offiziell weiterleben dürfen? Ich habe -hätte- jedenfalls Federn davor, wenn ich im Falle eines Befalls eine Meldung machen würde und ein Trupp von der BH oder von wo auch immer meine etwa 150 Bäume -prophilaktisch- flach legen würden. :roll:

Hier noch ein Bild des Befalls an einer blauen Ringlotte.

Bild

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BeitragVerfasst: 18.10.2007, 12:29 
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Die Gemeinde hat einen Feuerbrandbeauftragten. Der kommt im Bedarfsfall vorbei und begutachtet mal den Baum. In manchen Fällen stellt sich heraus, dass es sich um eine starke Form von Monilia handelt. In meiner Umgebung (Umkreis von 2km) ist so gut wie jeder 5. Baum von Feuerbrand befallen gewesen. Die Gemeinde hat bis zu einem Stichtag hin die Entsorgung und die Kosten dafür übernommen. Die Bäume wurden nur bei starkem Befall komplett entfernt und im Heizwerk verbrannt. Bei leichterem Befall wurden die Äste großräumig ausgeschnitten und verbrannt.
Ich kann dir nur sagen, dass einem da schon ziemlich das Herz blutet wenn man feststellt, dass der Baum an einer fast unheilbaren Krankheit leidet. Und trotzdem bemühe ich mich ihn durch zu bekommen. In der Zeit von März bis Juni kontrolliere ich ihn täglich auf neuen Befall. Das ist die kritischste Zeit. Der heurige Mai war klimatisch für den Feuerbrand ideal, für die Bäume natürlich nicht. Jetzt schaut mein Baum optisch nicht mehr gut aus, aber Befall ist keiner mehr festzustellen. Ich bin gespannt wie es ihm im nächsten Frühjahr geht. Wenn noch mal ein Schub kommt, dann muss er wohl weg, ansonsten werde ich ihn hegen und pflegen bis er wieder der alte ist.

lg
Konrad


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BeitragVerfasst: 18.10.2007, 13:09 
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Konrad hat geschrieben:
Die Gemeinde hat einen Feuerbrandbeauftragten.


Gerade der ist -kann- ja das Problem -werden-. Warum, wenn ich hier an gewisse Sachverständige in der Bienenzucht denke, kommt mir das Grauen hoch, denn die schwefeln ganz einfach alles ab. Persönlich bereits mehrmals erlebt.

So könnte ich nun durchaus annehmen, wenn ein Baum beseitigt wird, ist eben auch eine gewisse potentielle Gefahr beseitigt. Also ich werde in dieser Hinsicht nun sehr auf der Hut sein.

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BeitragVerfasst: 20.10.2007, 10:03 
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Hallo Josef,

die mit Monilia befallenen Früchte müssen unbedingt im Herbst / Winter vom Baum herunter und verbrannt oder tief vergraben werden. Die Sporen des Monilia-Pilzes überwintern sonst in den Fruchtmumien und befallen im nächsten Frühjahr alle passenden Gehölze, die Plage wird so immer mehr!

Bei befallenen Ästen ("Spitzendürre") wird der vertrocknete Teil bis ins gesunde Holz abgeschnitten, die Äste werden ebenfalls verbrannt oder vergraben, nicht etwa kompostiert.

Die Steinobstbäume brauchen einen "pilzunfreundlichen" Schnitt, also eine gut durchlüftete Krone, die schnell abtrocknet.

Bei der eigentlich anfälligen Schattenmorelle habe ich das Problem so gut in den Griff bekommen. Ganz beseitigen kann man den Befall damit aber nicht.

Viele Grüße

Maja


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BeitragVerfasst: 20.10.2007, 20:37 
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Dankeschön Maja & All für diese wirklich großartigen Information.

Maja hat geschrieben:


die mit Monilia befallenen Früchte müssen unbedingt im Herbst / Winter vom Baum herunter und verbrannt oder tief vergraben werden.


Genau daran werde ich mich im kommenden Jahr halten. Bisher war diese Baumkrankheit bei uns absolut unbekannt und habe ich ersten Anzeichen wie braune Blätter oder abgestorbene Triebe überhaupt nicht beachtet. Ab sofort werden diese unverzüglich entfernt und in meiner Feuerstelle im Garten verbrannt.

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BeitragVerfasst: 21.10.2007, 06:57 
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noch was zum Wundverschluß:

Ich habe früher immer mit Kunstrinde ("Lac Balsam") die Schnittwunden verschlossen. Anfangs schaut das recht ordentlich aus. Zieht man nach einem oder zwei Jahre den Wundverschluß wieder runter (die Kunstrinde ist dann wie Gummi), dann muss man leider erkennen, dass das Holz darunter ziemlich geschwitzt hat und leider oft eine Schimmelbildung eingetreten ist.
Seit heuer habe ich die Wunden gar nicht mehr verschlossen und dabei festgestellt, dass das für den Baum ja nicht gerade lustig ist, aber immer noch besser als ne Gummihaut die die Wunde nur anfänglich schützt und später sogar schadet.
Ich frag mich, ob es nicht vielleicht gut wäre, die Wunde mit Bienenwachs zu verschließen. Im Wachs ist doch ein bisschen Propolis enthalten (oder nicht?), das die Wunde desinfizieren könnte. Das Wachs ist ein natürlicher Stoff, das der Wunde sicherlich nicht schadet. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Wachs nach entsprechenden Witterungseinflüßen auch von selbst dann wieder abfällt. Dann ist für den Baum das schlimmst schon überstanden.
Hat vielleicht schon jemand mal sowas probiert, oder ist das unter Imkern eh usus :oops: ?


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BeitragVerfasst: 21.10.2007, 14:14 
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Sehr interessant Konrad dieses Sache mit dem Wundverschluss.

Soeben war ich im Garten und habe ebenfalls einen Gummiartigen Wundverschluss entfernt. Mit einen Rasentraktor habe ich vor etwa zwei Jahren diesen Baum eine fürchterliche Wund zugefügt und diese sofort mit einem Wundverschluss verschlossen.

Es stimmt tatsächlich, unter dem Gummi schauts ganz einfach grauslich aus! :shock: Nicht nur Schimmel, siehe die beiden Punkte unterhalb der Fotos, sondern sehr viel feuchtes Holz kann man nach dem entfernen sofort erkennen. Dies kann für den Baum ganz einfach nicht gesund sein.

Zitat:
Ich frag mich, ob es nicht vielleicht gut wäre, die Wunde mit Bienenwachs zu verschließen.


Dies wäre mit Sicherheit besser und für uns Imker wesentlich billiger. Aber wie solch eine zähflüssige Paste zusammenbringen? Unsere Sybill ist in solchen Wachsfragen sehr kompetent, ist aber leider bei einem Imkerinnen Treffen im Salzburgischen. Wenn sie zurückkommt, werde ich sie sofort damit konfrontieren.

Hier noch das Bild wie es unter dem Wundverschluss tatsächlich aussieht.

Bild

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BeitragVerfasst: 21.10.2007, 14:17 
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Zitat:
Ich frag mich, ob es nicht vielleicht gut wäre, die Wunde mit Bienenwachs zu verschließen.


@Konrad:

Das Bienenwachs wird bei Kälte hart und spröde, da kann sich auch Wasser darunter ansammeln. Der Gehalt an Propolis im Wachs ist nicht sehr hoch, wenn du ein natürliches Mittel versuchen willst: frisches Baumharz (z.B. von Fichte und Kiefer) ist klebrig und wird nicht so schnell hart. Es enthält viele Stoffe, die auch in Propolis vorhanden sind, die Bäume schützen sich bei Verletzung mit dem gebildeten Harz gegen Pilze und Insekten. Wenn das im Wald gesammelte Harz schon älter und zu hart ist: einfach vorsichtig anwärmen.

Viele Grüße

Maja


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 23.11.2008, 18:36 
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drohne hat geschrieben:
Soeben war ich im Garten und habe ebenfalls einen Gummiartigen Wundverschluss entfernt. ....
Es stimmt tatsächlich, unter dem Gummi schauts ganz einfach grauslich aus! :shock: Nicht nur Schimmel, siehe die beiden Punkte unterhalb der Fotos, sondern sehr viel feuchtes Holz kann man nach dem entfernen sofort erkennen. Dies kann für den Baum ganz einfach nicht gesund sein.
Zitat:
Ich frag mich, ob es nicht vielleicht gut wäre, die Wunde mit Bienenwachs zu verschließen.



Hab gerade diesen interessanten Beitrag gelesen und wollte dem noch etwas hinzufügen.
Als ein befreundeter erfolgreicher Gärtner und Gartengestalter bei mir einmal auch diesen Wundverschluß gesehen hat, hat er mir den gleichen Ratschlag gegeben: Kein Wundverschluß.
Und außerdem: die Wunde an der Rinde sauber und gut ausschneiden (bei Bruchstellen zB), damit ja keine "Fransen" sind. Bei größeren Verletzungen, empfiehlt er anschließend während der Vegetationsperiode den gebildeten Kallus mit einem sauberen Messer wieder anzuschneiden, damit der Kallus noch größer wird und die Wunde schön umschließen kann!

Im Prinzip ist es ja wie beim Menschen, eine gut gereinigte Wunde wo Luft dazukommt, verheilt wesentlich besser als eine "zugepflasterte" wo es drunter oft näßt oder sich entzündet!

Gruß Ulrike

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Dipl.-Ing Ulrike Pisec
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 Betreff des Beitrags: Re: Monilia, wie bekämpfen?
BeitragVerfasst: 23.11.2008, 21:36 
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Hallo Ulrike,

das mit den Wunden beim Menschen ist so nicht mehr haltbar: es gab vor ca. 1 Jahr einen großen Artikel in der ZEIT, in dem darüber zu lesen war, daß eingepackte und zugepflasterte Wunden i.d.R. besser und schneller heilen als solche, bei denen permenent der Verband gewechselt wird. Bei Interesse stöbere ich gerne einmal im ZEIT-Archiv nach diesem wirklich äußerst interessanten Beitrag.

Bei den Bäumen ist es meiner Erfahrung nach tatsächlich anders: es mag großflächige Wunden geben, bei denen man einen Wundverschluss durchführt, z.B. um ein Austrocknen des Gewebes zu verhindern, üblicherweise verzichte ich aber auch darauf. Ich habe mit dieser Praxis bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, finde aber im Gegensatz dazu immer wieder zugekleisterte Schnittwunden, wo das Holz wunderbar vor sich hinfault.

Holzzerstörende Pilze fühlen sich halt im feuchten Milieu wohler als im trockenen.

Beste Grüße,
franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Monilia, wie bekämpfen?
BeitragVerfasst: 23.11.2008, 22:02 
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gärtner hat geschrieben:
es gab vor ca. 1 Jahr einen großen Artikel in der ZEIT, in dem darüber zu lesen war, daß eingepackte und zugepflasterte Wunden i.d.R. besser und schneller heilen als solche, bei denen permenent der Verband gewechselt wird.


Lieber Franz!

Da hast Du völlig recht, dauerndes Verbandswechseln ist immer schlechter, weil bei jedem Verbandswechsel in der Regel ein Teil der neu gebildeten "Haut" wieder zerstört wird und der Körper wieder aufs Neue regenerieren muß.
Das was ich gemeint habe, war : gar keinen Verband, damit Luft dazukommt; bzw, so einen Verband, der in so einer Wölbung über der Wunde steht, damit er die Wunde nicht berührt und seitlich genug Luft dazukommt.
Daß man das Ganze natürlich nur bei nicht sehr schweren Verletzungen machen kann ist klar. Sonst hast du recht, daß einmal zukleben und dann längere Zeit abwarten besser ist!

Liebe Grüße Ulrike

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Dipl.-Ing Ulrike Pisec
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 Betreff des Beitrags: Re: Monilia, wie bekämpfen?
BeitragVerfasst: 23.11.2008, 22:44 
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Machen wir doch bitte wieder einen Umkehrschwung zur Monilia Frage, denn auch im heurigen Jahr hängen wieder jede Menge dieser Mumien auf den Bäumen. Als Sofortmaßnahme werde ich mit dem Obstpflücker und einer Tele Stange diese herunterholen und sofort verbrennen.

Da wir jetzt aber einen Gartenexperten im Team haben, möchte ich ihm fragen, ob es allenfalls neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet gibt? Spritzen darf ich leider nicht, denn auch mein Garten ist bereits Bio zertifiziert.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Monilia, wie bekämpfen?
BeitragVerfasst: 24.11.2008, 07:16 
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ich habe erst jetzt diesen Beitrag erkundet. Da ich auch von dieser Pilzkrankheit betroffen bin, interessiert mich eine Lösung sehr.
Ich habe nach Rücksprache mit einem Weinbauexperten, der auch Obstbaumäßig gut drauf ist, bereits die Leichen von den Bäumen alle entfernt.
Betroffen war heuer sehr stark mein Zwetschkenbaum, aber auch der Apfelbaum hat schon ziemliche Krankheitssymptome gezeigt :cry:

Gibt´s irgendein biologisches Spritzmittel? Gifteln will ich in meinem Garten nicht!

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Reinhard

http://honigfritsch.jimdo.com/

In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders


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