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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelne Biene übern Winter bringen?
BeitragVerfasst: 04.10.2008, 22:46 
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Beiträge: 2258
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kekshandlung hat geschrieben:
So letzte Frage: Funktioniert der Mechanismus des Stachels auch, wenn die Biene tot ist?


Neine und keine Sorge, denn dies ist vollkommen unmöglich. Der Stachelapparat liegt in einer Scheide verborgen und dieser müsste mit Muskelkraft ausgefahren werden. Wenn der Körper ex, dann auch der Stachel.

Eine morgiges Foto würde mich sehr freuen.

Josef

_________________
Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelne Biene übern Winter bringen?
BeitragVerfasst: 04.10.2008, 23:01 
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Registriert: 04.10.2008, 12:14
Beiträge: 11
Also Froni... So haben wir die Gute nun getauft, hat ihre Ruhestätte wieder in der Freiheit erlangt. Sie ist von uns gegangen, wird uns aber immer als tapfere Kämpferin in Erinnerung bleiben. Was Froni tatsächlich so fertig gemacht hat, weiß man nicht, ihr gings mal gut, mal schlecht, vielleicht war sie einfach nur alt?
Auf den Bildern wird man nichts erkennen. Ich habe nunmal keine Canon sondern eine Billigkamera vom Saturn für sechzig Euro. In eurer Erinnerung wird Froni also nur als schwarzer Fleck erhalten bleiben. Aber sie weilte tatsächlich noch über 24 Stunden unter uns, ehe sie in den Bienenhimmel flatterte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelne Biene übern Winter bringen?
BeitragVerfasst: 05.10.2008, 17:56 
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Beiträge: 114
Wohnort: Erzgebirgsvorland
Liebe Imkerfreunde,


vielen leidgeprüften Imkern ist es erst im letzten Herbst oder Winter so

ergangen: mit einem mal und völlig überraschend waren die Kästen leer!! Alle

Arbeit umsonst.

Wir hegen und pflegen die süßen Racker so gut wir können. Doch, wenn sie sich zu weit aus unserem

schützenden Bienengarten entfernen, lauert so manche Gefahr auf sie. Sie sind arglos, weil sie nur ihren

wohlsorgenden Imker kennen, der sich sehr viel Mühe mit ihnen gibt. Oft können sie den

Menschen nicht als eine reelle Bedrohung ausmachen. Seien es seine Hinterlassenschaften

(Umweltgifte) oder er selbst. Möglicherweise sind unsere Lieblinge schon zu stark domestiziert und

damit instinktlos geworden.

Wo in Hochzeiten täglich mehr als 2000 junge Bienen das Licht der Welt erblicken, ist der Tod jedoch

ein ganz natürlicher Bestandteil unseres Hobbies. All zu gern verdrängen wir diesen unangenehmen Teil der

Imkerei. Die Gründe ihres Ablebens sind jedoch vielfältig. Immer öfter sind es

nicht Pestiziede oder die Varoa distructor, die das Ende dieser für die Bestäubung unserer

Kulturpflanzen so wichtigen Insekten bedeuten. Nein. Trotz großer Antrengungen seitens der Vereine

und Verbände, das Wissen über die Honigbiene als Vertreterin der staatenbildenden Insekten zu

verbessern ,ist es noch nicht ausreichend gelungen,das Bewußtsein der Öffentlichkeit dahingehend

zu sensibilisieren,daß es sich dabei um ein Wildtier handelt. Es geschiet immer wieder , daß Mitbürger

aus Unwissenheit aber in wohlmeinender Absicht einzelne Tiere mit nach Hause nehmen und diese dort

mangels sachkundiger Haltung verenden. Bei anderen Wildtierarten ist es

eine Selbstverständlichkeit,daß mann die Jungen, die man gelegentlich

hilflos findet,nicht mit der Hand berührt. Es ist bekannt: sie werden dann

nicht mehr von den Eltern angenommen(Feldhase,Rehkitz). Nicht so bei

der Biene.Ist das Insekt erst verklammt, werden einige Unwissende von ih

rem Helfersyndrom getrieben und vermenschlichen das Widtier Biene. Die

Biene ist ein schützenswertes Tier. Doch nicht jerder, der

einen guten Willen hat, tut auch Gutes!

Jetzt werden einige sagen: "Du übertreibst.So schlimm ist das nicht." Doch

das sind immer die gleichen.Sie wiegen sich in falscher Sicherheit. Ich meine

,dieses unangenehme Thema sollten wir nicht

auf die leichte Schulter nehmen. Morgen kann es auch euch betreffen.


Euer jens


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelne Biene übern Winter bringen?
BeitragVerfasst: 06.10.2008, 08:53 
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Registriert: 04.10.2008, 12:14
Beiträge: 11
Hallo Jens.

Ich fühle mich jetzt einfach mal angesprochen als eine der unwissenden von ihrem Helfersyndrom geplangten Damen, die ein einzelnes Tier 'nach Hause' nehmen und wo es dann durch Unwissenheit und Naivität ums Leben kommt.
Und... ich finde du übertreibst tatsächlich. Ich habe erstens noch niemals erlebt, dass jemand eine Biene unterwegs gesehen hat und dann meinte: 'Ach joah, warum nicht? Ich nehm dich mit nach Hause, Bienchen, da kannst du dann was zu essen haben und dann bist du mein Haustier.' Bienen sind Bienen und die Kinder lernen bereits in der dritten und einmal in der fünften Klasse, dann meist intensiver, dass eine Biene in einen Stock gehört und ihrern Stamm braucht um zu leben. Dazu lernt man als Kind, wovon sich Bienen ernähren, was sie mit dem Nektar und dem Blütenstaub anstellen und womit man kurzfristig aushelfen kann, wenn einem ein Tier begegnet, dass es nicht mehr lebend in den Stock schaffen würde. Außerdem - google is your friend und es gibt zweieinhalb Millionen Seiten auf dieser Welt, wo man sich zur Not informieren kann.

Als nächstes - ich sagte ja bereits, dass niemand unterwegs auf die Idee kommt eine angeflogene Biene einzusammeln und als Haustier zu halten. Aber ist es denn nicht irgendwo total egal, ob ich eine Biene, die jetzt auf meinem Balkon sowieso sterben würde - weil krebst da nur noch umeinander und ist so schwach, dass nicht einmal mehr daran zu denken wäre, dass sie just in diesem Moment wieder zu ihrem Stamm fliegen kann - mit in die Wohnung nehme und ihr was zu futtern anbiete und sie dann, trotz aller Bemühungen und Informationen die man sich einholte, wegstirbt oder ob man sie direkt aufm Balkon verenden lässt? Hop oder Top? Balkon oder Wohnung? Fakt ist, auf dem Fensterbrett wäre Froni noch vorgestern mittag gestorben, hätte ich sie allerdings bis morgen durch bekommen, morgen solls hier wieder warm werden, hätte sie wieder zurück fliegen können, wäre sie bei Kräften gewesen.

Die Biene als solche mag ein wildes Tier sein, aber man nimmt auch kranke Rehkitze, Vogeljunge oder Katzenbabys auf, wenn sie keine Chance haben, allein durch zu kommen. Auch wir Menschen werden versorgt, wenns uns mies geht und für mich ist erste Hilfe immer Pflichtprogramm, auch wenns nur ne Biene ist. Du beispielsweise hättest mir auch hier, bevor sie gestorben ist, Hilfe und Ratschläge erteilen können, ich habe mich an euch gewandt, weil ich selbst damit überfordert war.

Wie gesagt, man kommt nicht einfach auf die Idee, sich ne Biene als Haustier zu halten und somit mach ich dass auch nicht oft. Nun sagst du, es ist nicht richtig, sich ohne Hintergrundwissen um eine Biene zu kümmern, die vielleicht zu irgendeinem Imkerstamm gehört. Du hättest mit mir dein Wissen teilen können und vielleicht wäre Froni dann eher wieder fit geworden. ABER ich habe das Gefühl und das nicht nur diesmal, das ging mir leider schon verdammt oft so, wenn man sich in einer Akutsituation Rat und Hilfe in einem Forum suchen will, wird man entweder nicht oder nur wenig ernst genommen oder man bekommt garkeine Antwort. Ich hatte diesmal Glück wenigstens von einem Ernst genommen zu werden und Hilfe bekommen zu haben, geschafft hats Froni dennoch nicht.

Aber vielleicht ist es der falsche Weg zu sagen, dass man die Menschen wieder dafür sensibiliseren sollte, dass die Biene ein Wildtier ist, wenn sie doch keines mehr ist, weil sie durch ihren Imker ihre Scheu vor dem Menschen verloren hat. Vielleicht wäre es eher ein Weg, etwas an sich zu ändern und nicht die Wissbegier der Leute zu ignorieren?

Tut mir Leid, vielleicht habe ich dich missverstanden, aber ich finde deine Sichtweise der Dinge echt schräg. Würdest du denn auch nach einem Autounfall den Verletzten liegen lassen, weil du Angst hast was falsch zu machen? Gerade für dich müsste doch Leben Leben sein, egal ob das einer Biene oder das eines Menschen.

Übrigens, ich persönlich bin ganz froh darüber, dass Bienen 'vermenschlichen', ich wünschte, dass wäre mit Wespen ähnlich. Ich habe eine kleine Tochter und es wäre für mich der totale Horror, wenn sie gestochen würde. Aber wenn Bienen sie anfliegen bin ich nicht mehr so beunruhigt, weil ich eben weiß, dass eine Biene wesentlich lockerer im Umgang mit einem Menschen ist, als eine Wespe. Bei denen hilft nur eins, Kinderwagen weeeeit weg schieben. Insofern macht ihrs nicht falsch. Für mich ist das okay. Das selbe wie mit Hunden. Sind auch 'Wildtiere' die angepasst wurden. Wäre dem nicht so, würde heut noch jeder Köter der mir auf der Straße begegnet auf die Kleine losgehen. Wollert ich sowas? Wollert ihr sowas? Wenn ihr ein Kind hättet? Ein Kleineres? Kleiner als der Hund? Ein Kind, dass so total ins Beuteschema passen würde? Wohl kaum.

In diesem Sinne,

Grüßla, die kekshandlung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelne Biene übern Winter bringen?
BeitragVerfasst: 11.10.2008, 18:26 
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Siegerfoto 2008 Kalenderwettbewerb
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Registriert: 17.12.2007, 19:02
Beiträge: 114
Wohnort: Erzgebirgsvorland
Hallo Kekshandlung,

ich melde mich erst heute, weil mein PC unpässlich war. Er kommt leider ins Alter.
Prima, daß du mir antwortest. Allem Anschein nach ist es dir tatsächlich ernst mit der Biene gewesen. Ich
dachte mir, du nimmst hier n paar Männer auf den Arm, lachst dir ins Fäustchen, und das wars. Du hast
einen rießen Hipe um eine (1) Biene gemacht und Fotos reingestellt , die , vorsichtig gesagt, nicht dafür
geeignet sind.
Mein Ernst war es nicht ganz. Ich ging davon aus, daß du sofor merkst: hier will dich einer auf die Schippe
nehmen. Entschuldige, ich wollte dich nicht kränken! Aber da macht dich die Naivität (verzei mir bitte diesen
Ausdruck ein letztes Mal) schon wieder charmant!
Wenn du dich bei allem was du tust mit so viel Eifer und Fürsorglichkeit ins Zeug wirfst, dann hat deine
kleine Tochter ( zu der ich dir hier noch nachträglich gratulieren und alles Gute wünschen möchte ) wohl den Hauptgewinn
gezogen!
Wenn du noch weitere Fragen hast, stehe ich dir gern zur Verfügung.
Ich hätte dir gern eher geantwortet, aber ich kämpfe die letzten Tage mit der Tücke des Obfekts( Computer).



Lg Jens


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