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 Betreff des Beitrags: Notfütterung
BeitragVerfasst: 26.03.2008, 17:17 
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Liebe Bienenfreunde!

Aus aktuellem Anlaß darf ich auf eine besonders wichtige Arbeit hinweisen: Das Notfüttern

Da die Bienenvölker bereits kräftig in Brut sind, kann es bei dieser anhaltenden Kälteperiode sehr schnell zu Futtermangel kommen. Gerade die größten Völker sind davon betroffen.

Deshalb ist es ratsam, die Stöcke kurz von hinten anzuheben, um durch Schätzen des Gewichtes einen Überblick über die Futtervorräte zu bekommen.

Die leichteren Völker vorsichtig öffnen und schauen, ob noch genug Winterfutter da ist, wenn dem so ist, ist die Sache erledigt. Falls nicht, dann sollte von oben kristallisierter Honig oder zumindest möglichst nahe am Brutnest warme Zuckerlösung geboten werden, damit sie nicht verhungern.

Falls das kalte Wetter andauert, muß die Prozedur wiederholt werden.

Die beste Möglichkeit zu füttern wäre das Zuhängen von Futterwaben, die man voriges Jahr auf Lager gelegt hat oder von "Varroaopfern". Falls keine Honigwaben vorhanden sind, dann unbedingt anders zu füttern versuchen.

BG

stefan mandl


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BeitragVerfasst: 26.03.2008, 17:26 
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Ist Futterteig nicht auch geeignet und eigentlich besser als Zuckerlösung?

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Reinhard

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BeitragVerfasst: 26.03.2008, 17:32 
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Lieber Reinhard!

Wahrscheinlich ist es egal ob Futterteig oder flüssig. Der Nachteil bei Teig könnte sein, daß die Bienen Wasser benötigen, um ihn verwenden zu können.
Falls zu wenig Kondenswasser im Stock ist, müssen sie dafür ausfliegen und das ist bei kalter Witterung nicht allzu empfehlenswert.

Wichtig ist, daß sie überhaupt irgendwie zu Zucker kommen.

BG

stefan


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BeitragVerfasst: 26.03.2008, 19:28 
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Reinhard hat geschrieben:
Ist Futterteig nicht auch geeignet und eigentlich besser als Zuckerlösung?


Hier bitte muss man differieren und Pardon bitte, wenn ich mich hier einmische. Futterteig ist nicht gleich Futterteig, der im Handel erhältliche Apifonda ist innerhalb kürzester Zeit staubtrocken und wie Stefan richtigerweise sagt, da benötigen die Bienen Wasser, sogar sehr viel, um dieses steinharte Zeug irgendwie verwerten zu können.

Ganz anders ist die Sache mit dem selbstgemachten Futterteig. Diesen gibt man bekanntlich in eine Folie und drückt ihm mit einem Nudelwalker auseinander. Bei der Verabreichung schneidet man lediglich einen kleinen Schnitt hinein und legt diese Flade auf die Folie. Dieser Futterteig bleibt sehr lange geschmeidig und die Bienen benötigen dazu auch kein Wasser.

Apifonda lehne ich im übrigen total ab und dieses Zeug kommt mir garantiert nicht mehr ins Haus.

Zitat:
Zitat Stefan Mandl

Wichtig ist, daß sie überhaupt irgendwie zu Zucker kommen.


So gesehen und in dieser abnormen Kälteperiode richtig!

Josef

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BeitragVerfasst: 27.03.2008, 09:58 
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drohne hat geschrieben:
Apifonda lehne ich im übrigen total ab und dieses Zeug kommt mir garantiert nicht mehr ins Haus.



Josef


Oje und ich habe vor ein paar Tagen etwa 20 dag Apifonda in jeden Stock als Überbrückung bis zum hoffentlich warmen Wetter am Wochenende gegeben. Na, da mache ich mich gleich mit einer Warmwassersprühflasche auf den Weg, damit sich meine Bienen keine Staublunge holen.

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Reinhard

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BeitragVerfasst: 27.03.2008, 10:54 
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Reinhard hat geschrieben:
Oje und ich habe vor ein paar Tagen etwa 20 dag Apifonda in jeden Stock als Überbrückung bis zum hoffentlich warmen Wetter am Wochenende gegeben.


Keine Sorge Reinhard, 20 dag ist ja nicht wirklich viel, möglicherweise werden die Bienen infolge der relativ hohen Luftfeuchtigkeit damit fertig. Wenn nicht und das ganze zu Stein geworden ist, bitte rausnehmen und versuchen mit warmen Wasser aufzulösen. Selbst dies dauert mitunter sehr lange.

Josef

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BeitragVerfasst: 27.03.2008, 14:06 
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Hallo!

Ich hab gestern einen Pollenteig zuzubereiten versucht. Bin schon neugierig ob sie ihn mögen. Die Zuckerlösung in der Futtertasche rühren sie zur Zeit fast nicht an.

lg Christof


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 Betreff des Beitrags: Aufpassen!!!
BeitragVerfasst: 27.03.2008, 20:43 
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Nachdem ich mit großen Entsetzen bemerkte, dass ein Großteil meiner Völker fast trocken ist, habe ich gerstern alle Futterwabenreserven in die Völker gegeben. Heute habe ich mit warmen Zuckerwasser 1:1 und Ziplock Beuteln weiter gefüttert.
Jetzt hoffe ich, dass der Entwicklungsknick durch das Zurückfahren der Bruttätigkeit nicht zu groß ausfällt.
Gruß Peter
Ich möchte noch anmerken, dass mein Wetterbericht für nächste Woche wieder Schnee in den Bergen voraussagt. Also könnte sich das mit dem Sch...wetter noch eine Weile hinziehen. Damit kommen eventuell noch Völker in Not, die bisher gut ausschauten. Um hier Vorsorge zu treffen, wären die Temperaturen fürs kommende WE ideal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufpassen!!!
BeitragVerfasst: 27.03.2008, 21:34 
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the czar hat geschrieben:
Nachdem ich mit großen Entsetzen bemerkte, dass ein Großteil meiner Völker fast trocken ist, habe ich gerstern alle Futterwabenreserven in die Völker gegeben. Heute habe ich mit warmen Zuckerwasser 1:1 und Ziplock Beuteln weiter gefüttert.


Nun kannst beruhigt durchatmen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Für kommende Woche wäre es vermutlich sehr eng oder sogar schon zu spät geworden.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufpassen!!!
BeitragVerfasst: 28.03.2008, 09:39 
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Hallo,

the czar hat geschrieben:
Heute habe ich mit warmen Zuckerwasser 1:1 und Ziplock Beuteln weiter gefüttert.


Hilfe, was ist bitte ein Ziplock-Beutel ? Den Begriff habe ich noch nie gehört.

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W:snowman: Gruß Sybill CM2
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 Betreff des Beitrags: Re: Aufpassen!!!
BeitragVerfasst: 28.03.2008, 10:21 
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Sybill hat geschrieben:
Hallo,

the czar hat geschrieben:
Heute habe ich mit warmen Zuckerwasser 1:1 und Ziplock Beuteln weiter gefüttert.


Hilfe, was ist bitte ein Ziplock-Beutel ? Den Begriff habe ich noch nie gehört.

Hallo Sybill,
das sind so eine Art wiederverschliessbarer Gefrierbeutel mit Druckverschluß. Wenn es draußen zu kalt ist und die Futterwabenreserven erschöpft sind, dann ist das eine gute Lösung zum Notfüttern.
Gruß Peter


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BeitragVerfasst: 28.03.2008, 11:18 
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hier ist ein Bild von diesem Beutel:

http://www.papuso.de/Produkte/druckvers ... eutel.html

Meine Frage:
Was machst du mit dem Beutel? Hängst du den mit der Zuckerlösung in die Beute?

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Reinhard

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28.03.2008, 12:13 
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Hallo,

danke für die Info !

Die Beuteln habe ich sogar daheim, aber das die so heißen wußte ich echt nicht !

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W:snowman: Gruß Sybill CM2
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BeitragVerfasst: 28.03.2008, 14:04 
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Hallo,

ist hier jetzt eine Massenhysterie ausgebrochen, da bei mir der Eindruck entsteht, daß ihr alle Notfüttern müßt ?
Wenn das wirklich der Fall ist, sollte man über seine Betriebsweise nachdenken. In meiner Ortsgruppe haben mich auch viele ausgelacht, wie ich erzählt habe eine 28l Apiinvertbox für 2 Völker zu verfüttern, dafür schlafe ich beruhigt und volle Futterwaben kann man für Ableger immer gebrauchen.

@Drohne
Zitat:
Apifonda lehne ich im übrigen total ab und dieses Zeug kommt mir garantiert nicht mehr ins Haus.

Was verwendest du für deine Apideakasterln (Apiinvert + Lecaton?) Meines Wissen nach ist selbst gemachter Futterteig ist auf Belegstellen verboten. Ich kann keine Nachteile bei Apifonda entdecken, hatte letztes Jahr keine Problem mit meinen Apideakasterl, meine Bienen haben alles aufgegessen nichts ist hart geworden.

Gruß
Astacus


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BeitragVerfasst: 28.03.2008, 14:12 
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ich war vormittag bei den Bienen, da sind sie brav geflogen. Ein kurzer Blick in die Beuten hat mir gezeigt, dass sie den Futterteig ratzeputz aufgefuttert haben. Ich bin also beruhigt.
Ich hab mir ja heuer die 4 Völker neu gekauft und die waren nicht extrem eingefüttert. Ich bin sonst auch einer, der eher zu viel des Guten im Herbst auftischt und dann im Frühjahr bei schlechtem Wetter gut schläft.

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Reinhard

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