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 Betreff des Beitrags: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:58 
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Seit einigen Tagen zähle ich den Abfall an Milben - mein Erstaunen war groß als ich täglich von 3 Milben bis zu 63 zählen mußte.
Zur Info - die Ableger haben unter 10 Milben je Volk, die Trachtvölker momentan über 30 Milben täglich - aber nur mehr bis Wochenende, dann wird behandelt - und gezählt natürlich.
Gruß Albert

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 25.07.2008, 13:56 
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Wenn ich ehrlich bin Albert, so getraue ich mich erst gar nicht die Windel einzulegen. Auf den Bienen selbst habe ich schon mehr als genug gesehen, dies deutet auf gar nichts gutes hin.

Kommende Woche wird abgeschleudert, es folgt die erste Futtergabe und unverzüglich wird behandelt. Wer im heurigen Jahr nachlässig ist, wird garantiert sein blaues Wunder erleben. Warum sehe ich dies so düster: infolge des sehr warmen Winters haben so manche Königinnen durchgebrütet, bzw sehr sehr früh mit der ersten Eiablage begonnen. Es gibt also um eine Bienengeneration mehr. Ist sicherlich auch ein Grund für die sehr starken Völker im heurigen Jahr.

Josef

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Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 25.07.2008, 22:26 
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Josef hat geschrieben:

Zitat:
Kommende Woche wird abgeschleudert, es folgt die erste Futtergabe und unverzüglich wird behandelt.


Dazu 2 Fragen:

- In welcher Größenordnung bewegt sich die erste Futtergabe?

- Wie wird behandelt? In D ist üblich, wenn ich es richtig verstanden habe, 80 ml 60%ige Ameisensäure im Nassenheider Verdunster (normal oder horizontal, ähnlich der Schwammtuchmethode) pro besetzter Zarge. Wie machst Du es?

Ich wollte jetzt noch übers WE füttern und ab Montag Ameisensäure geben, da der Wetterbericht für die kommende Woche noch gut ist, es danach aber wieder kühler und feuchter werden soll.

Und noch eine Frage: Ich habe ja meine Völkervermehrung nach der Methode "Brutling" mit Schwarmzelle und Flugling mit der alten Königin und 1 alten Brutwabe gemacht. Ich vermute also, daß die Varroabelastung im Brutling größer ist als im Flugling, wo der gesamte Wabenbau seit Mai erneuert wurde, habe bei letzterem also vermutlich noch etwas mehr Zeit mit der Behandlung. Milbe habe ich glücklicherweise erst eine gesehen, morgen kommen aber die ersten Kontrollwindeln rein.

Abendliche Grüße von

franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 26.07.2008, 08:23 
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Hallo,

habe ja momentan zwei Völker (ein Schwarm und ein Ableger davon, also noch keine Trachtvölker). Der Schwarm sitzt auf 2 Zargen und der Ablger auf einer. Bei beiden habe ich vor 3 Tagen jeweils eine Packung (2 Streifen) ApiLifeVar reingegeben. Laut Varroabehandlungsschulung hätte bei einer Zarge auch ein 1 Streifen genügt. Jetzt das Ergebnis:

beim Ableger sind es 198 Milben pro Tag
beim Schwarm sind es 20 Milben pro Tag

Die beiden Völker stehen direkt nebeneinander. Im 1-zargigen Volk hab ich den 10-fachen Varroafall gegenüber dem 2-zargigen Volk. Ist sowas normal:?:

lg
Konrad


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 26.07.2008, 12:41 
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gärtner hat geschrieben:
- In welcher Größenordnung bewegt sich die erste Futtergabe?


Bei mir wird eine 4 Litter fassende Schale mit einer 1 : 1 Lösung gegebn. Diese ist garantiert am nächsten Tag leer und wenn das Wetter passt, geht´s bereits am späten Nachmittag mit der AS los.

Die erste Gabe erfolgt mit 15 ml 65 %iger AS mit Schwammtuch von oben. Drei Tage später wird der Erfolg kontrolliert.

Die zweite Gabe erfolgt sieben Tage später mit 20 ml ebenfalls 65 % iger AS. Zumeist genügen drei Behandlungen, da ja eine Restentmilbung im Nov mit OS erfolgt.

Achtung Franz! Wenn, dann mußt beide gleichzeitig behandeln!


Zitat:
Zitat Konrad

Bei beiden habe ich vor 3 Tagen jeweils eine Packung (2 Streifen) ApiLifeVar reingegeben.


Bitte uns mit dieser Api Live Var Methode unbedingt aus dem laufenden zu halten Konrad. Dieses Mittel hätte auch ich sehr gerne verwendet, es kamen aber familiäre Bedenken bezüglich Geschmacksbeeinträchtigung der Honige im nächsten Jahr auf. Ich glaube nicht daran, aber als Demokrat beuge ich mich eben der Mehrheit. :pfeif:

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 26.07.2008, 19:59 
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Ihr wisst aber schon , daß im Api Life Var meines Wissens Thymol drin ist!!!! Der Thymiangeschmack - das Thyminanöl - ist übrigens auch im Wachs zu finden (lt. Stefan ungefähr 3 Monate) zu riechen aber wesentlich länger.
Dies wirkt und sonst nichts, so sehe ich das, die "anderen mögen das ruhig anders sehen".
Man könnte sagen ein systemisches Insektizid über den Bienenkörper gegen die Milbe.
Gruß Einstein

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 26.07.2008, 22:15 
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Drohne schreibt:

Zitat:
Die erste Gabe erfolgt mit 15 ml 65 %iger AS mit Schwammtuch von oben. Drei Tage später wird der Erfolg kontrolliert.


15 ml pro Zarge? Pro Wabe???

Hier sind's üblicherweise 80 ml 60%ige pro Zarge für Langzeitbehandlung.

Man will ja nix falsch machen...

franz


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 Betreff des Beitrags: Ameisensäurebehandlung
BeitragVerfasst: 27.07.2008, 14:48 
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So, jetzt hab ich meine 2 ersten Nassenheider Horizontalverdunster zusammengebaut.
Laut Bedienungsanleitung sind folgende Mengen anzuwenden:

Ameisensäure 60 %

Erste Behandlung Juli/August nach dem Abschleudern
10-12 Tage mit 15-20 ml pro Zarge und Tag - das entspricht 150 - 240 ml pro Zarge!

Zweite Behandlung September/Oktober vor der Brutpause
10-14 Tage mit 10-15 ml pro Zarge und Tag - das entspricht 100 - 210 ml pro Zarge!

Hat jemand hier im Forum bereits mit dem Nassenheider Horizontalverdunster gearbeitet und Ameisensäure in dieser Größenordnung appliziert?

Bitte um Einschätzungen/Erfahrungen ob diese Mengen so ok oder zu hoch sind.

Mit Dank und Grüßen,
franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 27.07.2008, 17:23 
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Hallo Franz,

lt. "Varroa unter Kontrolle" 2 ml AS je besetzter Wabe, da kannst Du Dir das selbst ausrechnen ...
Die Broschüre kannst Du Dir aber auch als PDF herunterladen, einfach nur den Namen eingeben.

Meine sitzen in der Regel auf 2 Räumen im HBB, also hab ich ca. 24 Waben=50 ml AS 60% (ich habe ja Vierraumbeuten, wie bekannt) heute mit Schwammtuch gegeben. Am Dienstag schau ich mal nach, wie es denn so aussieht.

freundliche Grüße

Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 27.07.2008, 18:33 
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Hallo,

wenn ich eure Mengen lese, so muß ich sagen, daß ich ja mit Atombomben auf meine Bienen losgehen. Ich behandle mit dem Universalverdunster von unten.

2 Zarger bekommen 150 ml 85% Ameisensäure für 14 Tage
1 Zarger bekommen 100 ml 85% Ameisensäure für 14 Tage
danach noch einmal
2 Zarger 100 ml 85% Ameisensäure für 1 Woche
1 Zarger 70 ml 85% Ameisensäure für 1 Woche

Ich habe zwar Brutausfall aber meines Erachtens wird dieser durch höhere Brutaktivität nach der Behandlung ausgeglichen.

Meine Völker lagen bei 3-7 Milben/pro Tag vor der Behandlung.

Gruß
Astacus

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 Betreff des Beitrags: Ameisensäure
BeitragVerfasst: 27.07.2008, 19:10 
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Lt. Auskunft meines erfahrendsten Vereinskollegen behandelt dieser seine aktuell 2x13-Waben Hinterbehandler (3-Raum-Beuten!) mit 120 ml im Nassenheider-Verdunster über 10 Tage. Der Verdunster befindet sich im oberen Raum direkt am Fenster.
Bei 1 Brutraum rät er zu 100 ml. Sollte es nicht reichen, noch einmal behandeln.

Ich denke, ich werde ab morgen mit 10 ml pro Wabe rangehen.

Es ist dabei natürlich zu beachten, daß der Verdunster die Säure deutlich langsamer abgibt, als das Schwammtuch bei Direktapplikation!

franz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 09:02 
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Die Verdunstung hängt von der zugeführten Wärme ab.
Ich habe heute das Objekt der Begierde mal genauer untersucht - die Varroa und möchte Euch die verschiedenen Altersunterschiede mal zeigen.
Je jünger desto weniger AS usw.
Gruß

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 16:15 
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heute ist der erste wärmere Tag seit ich ApiLifeVar in die Stöcke gegeben habe. Auf ca. 1m Entfernung vom Stock riecht man die ätherischen Öle bereits. Den Bienen gefällt das nicht so sehr, deshalb sammeln sich diese alle am Boden.
Bild
Solche Bilder kenn ich von meinen Bienen normalerweise nicht. Ist das bei der Varroabehandlung immer so?


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 19:05 
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Hallo Franz,

ich hab nochmal nachgesehen, bezogen auf DNM immer noch 2 ml 60%ige AS je Wabe lt. "Varroa unter Kontrolle"... Wörtlich würde ich das auch nicht nehmen, habe bei 24 besetzten Waben auch 50 ml draufgeschossen. Es geht auch so genug "verloren", d. h. verdunstet sonstwohin. Bei solchen Mengen von 10ml würde ich das berühmte Sprichwort von den Kanonen bzw. Spatzen rezitieren...
...oder hast Du offenen Gitterboden ???!!!

Allerdings werde ich morgen die Sache kontrollieren und notfalls bis zum WE noch 1 - 2 mal nachbehandeln (Schwammtuch). Versuchsweise hab ich bei einem Volk den Nassenheider horizontal mit ca. 150 ml eingestellt.
Ergebnisse frühestens am Wochenende !

Der frisch beweiselte Ableger ist gänzlich ohne AS, wegen Madam, und wird es auch noch ein Weilchen bleiben.

freundliche sächsische Grüße

Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfassen des Varroabefalles.
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 19:52 
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Hallo Konrad,

Zitat:
Solche Bilder kenn ich von meinen Bienen normalerweise nicht. Ist das bei der Varroabehandlung immer so?

Da kann ich dich beruhigen ist immer so bei Behandlungen.
So sah letztes Jahr mein Volk nach dem Einschub des Universalverdunster aus.
Bild
Seitdem gibts bei mir nur mehr tiefgekühlte Ameisensäure, da beginnt die Verdunstung nicht so schnell und die Bienen können sich daran gewöhnen.
Irgendeine Reaktion muß das Behandlungsmittel doch zeigen, sonst wirkt es ja nicht.

Gruß
Astacus

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