Zoo Tycoon DS
Endlich hat man den Nintendo DS erkannt. Und zwar als eine Konsole, die mit ihren Touchscreen Fähigkeiten geradezu prädestiniert ist für jegliche Strategiespiele und Simulationen, wie die „Tycoon“ Serie eine ist. Ähnlich den PC Versionen der Serie (Zumindest „Rollercoaster Tycoon“ wird wohl jedem ein Begriff sein) wird jetzt die DS Version entwickelt. Der Name ist Programm und so seid ihr als Spieler dafür verantwortlich, dass euer Tiergehege ordentlich Zaster in die zoologischen Kassen bringt. Aber Stopp, so einfach ist es dann doch nicht!
Wer ins Spiel geht und denkt, er könne den virtuellen Zoodirektor spielen und Geldscheine zählen reicht aus, um den Zoo in Schuss zu halten, der wird bald mit dem Insolvenzberater Bekanntschaft machen. Doch so weit müsst ihr anfangs noch gar nicht denken. Zu Beginn habt ihr nämlich schlicht noch keinen Zoo. Mit einem recht mickrigen Startkapital geht es dann an grundlegende Schritte. Ihr selbst dürft euch das Zoogelände aussuchen und euch phantasievoll die erste Beta-Version eures Zoos basteln. Ein paar kleinere Tierchen, Seen, Wege, Gehege – mehr habt ihr anfangs nicht zu bieten. Jetzt gilt es, Besucher zu locken und somit Geld in die Kassen zu spülen, um den Zoo größer, die Gehege sicherer, die Tiere glücklicher und nicht zuletzt euch reicher zu machen. Hierzu könnt ihr Eintrittspreise aber auch Individualpreise festlegen, zum Beispiel die Preisliste eures zoointernen FastFood Ladens. Auf die Art und Weise verdient ihr nach und nach Geld, das ihr dann immer weiter investieren müsst, um euren Wunschzoo zu kreieren und das anspruchsvolle Publikum immer mit Neuheiten zu begeistern. Denn dumm sind eure Besucher nicht! Ändert sich über einen längeren Zeitraum nichts im Zoo, haben die Besucher auch keine Lust mehr, zu kommen. Ein glückliches Händchen ist also in allen Belangen gefragt.
Doch Zoo Tycoon ist bei weitem nicht so oberflächlich, wie ich es gerade beschrieben habe. Eine Simulation eben. Und wie es bei Simulationen so üblich ist, könnt ihr bestimmte Dinge bis ins kleinste Detail festlegen – was auch bitter nötig ist! Sperrt ihr beispielsweise Antilopen ins Löwengehege, habt ihr bald keine Antilopen mehr. Kaninchen zu den Raubvögeln ist sicher auch keine gute Entscheidung. Ihr seht also, dass jedes Tier seinen individuellen Bereich braucht, auch Fressgewohnheiten müssen berücksichtigt werden. Doch nicht nur die Fauna (Artgenossen in einem Käfig!) sondern auch die Flora, die Gestaltung eines Geheges ist entscheidend. Ihr müsst dem jeweiligen Tier soviel seines natürlichen Areals bieten, wie möglich. So könnt ihr beispielsweise keine Affen ins Wasser stecken und auch keine Krokodile in den Dschungel. Denn: Wenn die Tiere nicht glücklich sind, nur schlafen oder gelangweilt im Gehege umherlaufen, wirkt sich das zum einen einmal mehr auf die Besucher aus, zum anderen aber auch auf den Gemütszustand der Tiere. Sind sie unglücklich, essen sie nichts, paaren sich nicht oder Ähnliches.
Außerdem sollten Gehege absolut sicher sein – nicht dass mal ein Löwe ausbricht und auf die Besucher losgeht. Solche Vorkommnisse wirken sich – wie könnte es anders sein – nicht gerade gut auf das Image eures Zoos und die damit verbundenen Besucherzahlen aus. So müsst ihr aber auch zum Beispiel auch bei den Affen darauf achten, keine Bäume zu nahe am nach oben offenen Gehege zu Pflanzen, sonst sind die flinken Primaten bald schon Geschichte.
Auch Angestellte sollten beim Füttern nicht grad mit den Raubtieren auf Tuchfühlung gehen, ihr müsst also wirklich alles bedenken.
Um dem Treiben noch die Krone aufzusetzen, müsst ihr neben Tieren und Finanzen auch die Besucher selbst gut im Auge behalten. Nicht, dass ein Kind seine Cola ins Nilpferdbecken kippt, oder der ältere Herr seinen angenagten Hamburger in den Affenkäfig wirft. Weiterhin könnt ihr sogar die Höhe einzelner Käfigareale bestimmen und somit Plateaus oder Ähnliches innerhalb der Käfige schaffen.
Wir gehen indes davon aus, dass die DS Version alle Details der PC Version beinhalten wird, da dies zum einen technisch auf jeden Fall realisierbar ist, zum anderen wären alle Reduzierungen des Spielinhalts unsinnig. Somit könnten wir uns freuen auf: 40 verschiedene Tierarten (!), 60 verschiedene Gebäudematerialien und nicht weniger als 60 verschiedene Lebensräume der Tiere, so dass die optimal artgerechte Unterbringung ermöglicht ist – zumindest, wenn man über entsprechende finanzielle Mittel verfügt.
Prognose:
Mit Zoo Tycoon erwartet uns zweifelsohne ein tolles Spiel, das die Touchscreenfähigkeiten des NDS einmal auf eine ganz besondere Art und Weise beanspruchen wird. Dabei wird hoffentlich kein Funken des PC-Flairs verloren gehen, da die Portierung 1:1 erfolgen soll. Ich jedenfalls bin sehr gespannt auf die portable Simulation und erwarte persönlich auch ein tolles, vielleicht ein wegweisendes NDS Game, was die (strategischen) Simulationen angeht.
Quelle:planetds.de (alte News aber trotzdem interessant)






