Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Hier könnt ihr eigene Umfragen erstellen.

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Bist du für härtere Strafen für Jugendliche?

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Nur bei Wiederholungstätern
0
Keine Stimmen
Muß individuell gehandthabt werden
6
43%
 
Abstimmungen insgesamt : 14

Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Nobby am 11.01.2008, 14:35

Die Medien sind voll nach dem Ministerpräsident Koch und die CDU härtere Strafen für jugendliche Straftäter verlangt.

Wie ist deine Meinung dazu?


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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon meister1993 am 11.01.2008, 23:13

Ich meine das man das nicht Allgemein für alle Straftäter sehen kann, man muß eben jeden Fall für sich Bewerten, trotzdem sollten die Strafen insgesamt schon abschreckend sein.

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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Bremerinliner am 12.01.2008, 10:39

Nachdem ich gestern Szenen in einer U-Bahn-Station gesehen habe, wo 2 Jugendliche einen älteren Mann verprügelt haben und sogar noch zu getreten haben, wo er am Boden lag, frage ich mich wirklich, kann solchen *Menschen*überhaupt noch geholfen werden? Ob härtere Strafen was bewirken würden, ich glaube nicht.
Solche *Menschen*merken doch gar nicht, was sie da tun? Es ist schon schlimm, wie hilflos unsere Regierung dem gegenüber steht.
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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Balu am 13.01.2008, 16:14

Hallo!

Was heisst hier eigentlich "Jugendliche"? Wenn man den Medien, Gollum Koch und den rechten Hetzern glaubt, handelt es sich um abgerichtete Kampfmaschinen. Laut BLÖD-Zeitung werden die Kiddies von ihren Eltern dazu "ausgebildet", zu stehlen, erpressen, dealen und prügeln. Die große Mehrzahl dieser Jugendlichen sind Ausländer, die sich mit Fäusten und Waffen in einem unheiligen Land ohne Perspektiven eine Zukunft erkämpfen wollen.

Jetzt hat Gollum Koch auch erkannt, dass diese Rotznasen zum Teil unter 14 Jahren alt sind. So umgehen die elterlichen Auftraggeber die Strafmündigkeit und müssen sich nicht die Hände schmutzig machen. Da gehört also auch was geändert!

Gut, dass wir Gollum Koch haben, der uns darauf hinweist und unsere tiefsten Ängste anspricht. Er ist unser HEILsbringer!

Was da schief gegangen ist, ist in Zeiten des Wahlkampfes nicht von Belang!

Schönen Sonntag wünscht


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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Nobby am 14.01.2008, 01:35

Hier mal eine Stimmabgabe bei:
http://www.szenenight.de/umfragen/resul ... +Stimme%21

Da bin ich doch froh, dass wir so besonnen an das Thema rangehen.
Bemerkenswert ist aber, bei szenenight schreiben hauptsächliche junge Leute und offensichtlich beurteilen diese die Lage mit anderen Augen als wir.

Sind wir "älteren" vielleicht doch zu naiv?

Eine Gruppe von ca. 15 Jugendliche hat am Montagabend ein Internetcafè in Bremen - Vegesack überfallen. Dabei wurden die Gäste misshandelt und das Inventar zertrümmert. Ein 17-jähriger Gast erlitt einen Messerstich in den Rücken.

Diese Taten klingen mehr nach einem Film, aber leider handelt es sich hierbei um die bittere Realität. Der Messerstich verfehlte nur knapp die Milz des Opfers. Laut Angaben der Polizei schwebt der Mann nicht mehr in Lebensgefahr. Wie die Polizei gestern berichtete, ereignete sich der Vorfall gegen 19 Uhr in der Lindenstraße in einem Lokal mit angeschlossenem Internetcafé. Dem Angriff ging eine Stunde zuvor ein Verweis gegen drei Jugendliche voraus. Die drei hatten ein 13-jähriges Mädchen auf übelste Weise sexuell beleidigt und waren dafür aus dem Lokal gewiesen worden. Es handelt sich scheinbar um einen Rachefeldzug der Jugendlichen gegen das Internetcafè.

Das Opfer, welches später den Messersich ertragen musste, hatte zuvor das 13-jährige Mädchen beschützen wollen. Etliche Gäste erlitten durch Schläge und Tritte leichtere Blessuren. Nach dem Überfall flüchtete die Gruppe in Richtung Weserpromenade. Bei der sofort eingeleiteten Fahndung wurde in der Schulkenstraße ein 15-jähriger Tatverdächtiger festgenommen.

Er bestreitet bislang eine direkte Tatbeteiligung. Angeblich will er nur vor dem Lokal gestanden haben. Bei den gesuchten Angreifern soll es sich laut Zeugenaussagen um russisch- und kurdischstämmige Jugendliche handeln.Bereits im Februar dieses Jahres war dasselbe Internetcafé in Vegesack von einer Gruppe von Männern überfallen worden. Die Angreifer hatten damals Baseballschläger, Kanthölzer und ein Beil dabei. Mehrere Gäste des Cafés erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Eine Videokamera zeichnete den Angriff auf. Die grausamen Bilder, die die Kamera festhielt, schockten selbst langjährige Ermittler. Im Zuge der Fahndung wurden damals sieben Männer einer Großfamilie festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Ob der Vorfall von Montag in Zusammenhang mit dem Überfall aus dem Februar steht, ist noch ungeklärt. Die Opfer werden derzeit vernommen.

Für Hinweise ist die Polizei dankbar. Ihr erreicht die Polizei unter der Telefonnummer 83 54488!

Quelle: Polizei Bremen / Weser Kurier


Dazu ein Kommentar bei http://www.szenenight.de
yx
geschrieben von xy, 10 01, 2008
leute hört ma zu ich war bei beiden atentate dabei und soll ich ma was sagen die scheiß cops sind einfach feige die haben bei den ersten atentate die männer nach nur eine woche haft wieder entlassen ob wohl einer von denen bewährung hatte und bei den zweiten atentat haben wir die cops gewarnt das die mit verstärkung wieder kommen werden doch die cops haben es ignoriert die haben nach gut eine woche gerade ma 3 leute festgenommen obwohl wir den cops alles gesagt haben wer und wie die leute heißen nach gut 2 wochen kamen sie wieder auf freiem fuß so was ist doch nicht normal die heutige polizei kannste in der tonn klopfen die sin für nix zu gebrauchen

Noch mehr Berichte:
http://www.szenenight.de/search.html?se ... %FCberfall

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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon xedos am 14.01.2008, 06:34

Ich kann nicht beurteilen, ob die Strafen hoch genug sind.
Aber ich wünsche mir Schnellgerichte, welche sofort Urteile aussprechen, wobei ich auch Ausweisungen mit einbeziehe.
Gruß von XEDOS .
Wenn nicht jetzt, wann dann ?
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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Balu am 14.01.2008, 09:14

... nicht auszudenken, wenn auch nur EIN Polizist mal "die Nerven verliert" und einem dieser Idioten eine langt. DANN wird aber geschrien!!!!

Wenn diese Rabauken schon bekannt sind, dann muss ich sagen, haben die auch hier nichts mehr zu suchen! In ihren heimischen Kriegsgebieten können sie sich dann austoben!

Aber Vorsicht! Mit dem Kochschen Kamm über alle hinwegzufahren, ist ein Fehler! Koch hat nur unsere rechten Wurzeln gegossen!

Aber mal Hand auf's Herz: in welchem Land werden solche Auswüchse geduldet? Wenn ich die Bilder aus Italien sehe, wird mir ganz anders. Und das sind EINHEIMISCHE!
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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Nobby am 14.01.2008, 12:22

xedos hat geschrieben:Ich kann nicht beurteilen, ob die Strafen hoch genug sind.
Aber ich wünsche mir Schnellgerichte, welche sofort Urteile aussprechen, wobei ich auch Ausweisungen mit einbeziehe.


Von Ausweisungen wird so gut wie kein Gebrauch gemacht.
Der "harte Kern" in den einzelnen Stadtteilen sind immer nur 2-3 Leute, der Rest sind Mitläufer. Wenn Richter dem Kern zeigt wo die Grenzen sind, dann würde es auch anders aussehen.
Nur wir haben zu wenig Richter und die wir haben, fahren all zu oft auf Kuschelkurs.
Diese jungen Leute, sie als Jugendliche zu bezeichnen fällt mir schwer, sie brauchen Grenzen und es muss etwas passieren damit das unendliche "mal sehen wie weit kann ich gehen", aufhört.

Das dies möglich ist hat das Durchgreifen auf der Diskomeile gezeigt!

Den Frust von Polizisten kann ich gut verstehen. Das die dann rechte Parteien wählen auch. Sie sind doch "die Affen der Nation".

Jugendgewalt ist auch kein Problem das nur wir in Deutschland haben. In Dänemark gibt es die gleichen Probleme. Eine erschreckende Häufung von Gewaltkriminalität mit Schusswaffengebrauch und Angriffe mit Messern! Fast immer sind es Täter mit Migrationshintergrund aus islamischen Ländern.

Ich habe zufällig heute morgen die Nachrichten von DK-Radio aufgeschlagen, und was finde ich:
http://www.dr.dk/Nyheder/Indland/2008/01/14/094731.htm

Eine 20 jährige Frau wird nachts um 2.00 Uhr von vier jungen Männern, mit südländischen Aussehen, aus einen BMW beschossen.
Warum? Sie hatte die Hupe benutzt, weil der BMW auf gefährliche Weise den Verkehr behinderte.
Tatort Kopenhagen.

http://www.dr.dk/Nyheder/AlleNyheder/#news49
21 jähriger Mann in Untersuchungshaft wegen zweifachen Tötungsversuch mit einen Messer. Dieser "interne Streit" von Migranten hat sich am Sonnabend den 12.01.08 in Odense abgespielt.

Der Unterschied zu uns ist, der Täter wurden sofort in Untersuchungshaft genommen. Bei uns hätte man den Herren wahrscheinlich, nach Feststellung der Personalien, bis zur Gerichtsverhandlung frei rumlaufen lassen.

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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Lantana am 15.01.2008, 17:54

Der Typ heißt übrigens Roland Koch...nur mal so am Rande bemerkt...

(P.S.: Bin aber kein Fan von ihm!!!)
Der Sinn des Lebens ist, was übrig bleibt, wenn man alles Sinnlose wegläßt.
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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Nobby am 15.01.2008, 18:22

Lantana hat geschrieben:Der Typ heißt übrigens Roland Koch...nur mal so am Rande bemerkt...

(P.S.: Bin aber kein Fan von ihm!!!)


Danke für den Hinweis!
Da kann man mal sehen wie unbekannt der Mann hier ist!
Nur seine Aussagen sind bekannt.

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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Robert am 16.01.2008, 23:00

wenn die Kiddis alt genug sind andere auszurauben, abzustechen ud zusammenzutreten, dann sind sie auch alt genug für den Knast
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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Nobby am 19.01.2008, 13:02

Die Wiederwahl von Roland Koch ist gefährdet!
Seine Forderungen entpuppen sich immer mehr als Wahlpropaganda und dienen nach Meinung der Experten nicht zu einer Eindämmung der Jugendgewalt!

Dazu im Weser - Kurier von Heute:

Polizei: Erziehungscamps wenig hilfreich
Überraschendes Positionspapier / Analyse benennt Integrationsdefizite / "Abschiebung keine Lösung"
Von unserer Redakteurin
Rose Gerdts-Schiffler

BREMEN. Kostenloser Nachhilfeunterricht für Kinder aus Hoch-Risiko-Familien, Ganztagsschulen, Sprachförderung von jungen Migranten - die Ideen zur Bekämpfung von Jugendkriminalität scheinen aus der Sozialarbeit zu kommen. Tatsächlich aber hat der Leiter der Bremer Kripo ein Grundsatzpapier formuliert, das eine Ursachenbekämpfung beschreibt, die weit über die herkömmliche Polizeiarbeit hinausgeht.Anlass für die lesenswerte Schrift waren zahllose Anfragen von Journalisten zum Thema Jugendgewalt. Damit sich die Bremer Polizei mit einer Zunge zu den heiß umstrittenen Themen "Erziehungscamps", und "Ausweisung" äußert, hat Kripo Chef Holger Münch Fakten zusammengetragen, sie analysiert und an die Mitarbeiter verteilt.Demnach wird im Jahr 2020 der Anteil junger Menschen in Bremen mit Migrationshintergrund die 50 Prozent-Marke überschreiten. Münch: "Kinder von Alteingesessenen sind dann eine von vielen Minderheiten. Wir reden also ganz überwiegend von Kriminalität "unserer Jugend", die wir nicht einfach abschieben können." Kriminelle Karrieren würden zudem nur unterbrochen, wenn die Eingliederung in Schule, Lehre und Beruf gelinge. Probleme, die aufgrund von Integrationsmängeln im Land entstanden seien, müssten auch im Land gelöst werden.Immer wieder nimmt Münch Bezug auf den aktuellen "Armutsbericht" der Arbeitnehmerkammer. Die räumliche Polarisierung von Armut in Bremen habe direkte Auswirkungen auf Jugenddelinquenz.In Bremen stieg der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren bei Raubdelikten seit dem Jahr 2002 um 8,1 Prozent. Dabei ging die Gewaltkriminalität 2007 insgesamt um 7,74 Prozent zurück - mit Ausnahme der Jugendlichen und Heranwachsenden.Dabei haben die Fälle, bei denen sich Jugendliche und vor allem Heranwachsende bewaffneten, im Vergleichzeitraum Januar bis Oktober 2006 und 2007 stark zugenommen. Auffällig sei, dass immer häufiger Verbrechen aus einer Gruppe heraus begangen würden. Bei Heranwachsenden kam die Polizei auf eine Steigerungsrate von 126 Prozent oder in absoluten Zahlen - um 19 Fälle. Auch hier handele es sich insbesondere um Heranwachsende mit Migrationshintergrund. Rücksichtnahme auf Alter, Geschlecht oder Behinderung des Opfers sei nicht erkennbar, schreibt Münch und nennt Straßengangs wie die "Original-Grambker-Gangster", "LL7" oder " G-4-life".Dem stellt der Kripochef andere deprimierende Zahlen gegenüber: Über 60 Prozent aller ausländischen Kinder erreichten in Bremen keinen oder nur den Hauptschulabschluss. Wie stark die Quartiere in der Hansestadt bereits auseinanderfallen zeige sich auch beim Anteil von Hartz IV-Empfängern: In Borgfeld ist aktuell jedes 50. Kind betroffen. In Gröpelingen, Tenever, der neuen Vahr Nord ist es jedes zweite Kind.So sieht Bremens Kripo-Chef denn in Ganztagsschulen einen zentralen Lösungsansatz, um Kinder zu fördern und von exzessivem Medienkonsum fernzuhalten. Neben der klassischen polizeilichen Strafverfolgung plädiert der Kripo-Chef für "aufsuchende Polizeiarbeit". Die Antwort auf straffällige Kinder müsse "frühzeitig, schnell und konsequent" erfolgen. Sein Fazit: "Die Erziehungscamps sind dagegen wenig hilfreich, um die Probleme zu lösen."
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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Nobby am 20.01.2008, 20:13

Jugendgewalt
Junge Männer auf Feindfahrt

Von Frank Schirrmacher

15. Januar 2008 Das Redeverbot, wonach über ausländische Jugendkriminalität oder solche mit Migrantenhintergrund nur im Zusammenhang mit Jugendkriminalität im Allgemeinen zu sprechen sei, ist Geschichte. Das hat nichts mit rechtsradikalen oder ausländerfeindlichen Tendenzen der Gesellschaft zu tun, sondern mit den Tätern selbst.

Sie verrichten ihre Taten nämlich nicht mehr stumm. Sie reden dabei. Das heißt nicht, dass sie schon eine Ideologie hätten. Aber sie haben begonnen, einen Feind zu identifizieren. Sie vollziehen immer häufiger einen Schritt, der die angestaute, arbiträre, nach Zufallsopfern suchende Aggressivität an einen Gegner heftet. Das sind „die Deutschen“. Es steht so nicht in den Lehrbüchern. Uns war historisch unbekannt, dass eine Mehrheit zum rassistischen Hassobjekt einer Minderheit werden kann. Aber es gibt starke Signale dafür. Letzten Donnerstag zum Beispiel in Berlin.

Deutsche? Migranten?

Die türkisch- und libanesischstämmigen Jugendlichen, die am vergangenen Donnerstag in Berlin einen Busfahrer mit dem Satz „Alles nur Scheiß-Deutsche überall!“ ohne Vorwarnung angriffen und verletzten, können sich aussuchen, was sie sind. Wir selber wissen noch nicht einmal, wie wir sie nennen sollen: Deutsche, Migranten, Deutsche mit Mitgrationshintergrund? Die radikalisierten Täter in München und Berlin wollen in dem Augenblick der Tat und vielleicht sogar überwiegend Nicht-Deutsche sein.

Zum Thema

* FAZ.NET-Sonderseite: Jugendkriminalität
* Jugendstrafrecht für Kinder? Koch in der Kritik
* Jugendkriminalität: Wir Richter sind auch nur Menschen
* Junge Türken neigen am meisten zur Gewalt
* Ein Staatsanwalt darf nicht über Jugendkriminalität reden

Die Gründe liegen so erkennbar auf der Hand, dass die Debatte darüber geradezu grotesk ist: Den jungen, ganz überwiegend muslimischen Männern verhilft die Ausgrenzung der „Deutschen“, ebenso übrigens wie die der Frauen, zu einem Gefühl der Überlegenheit. Die Deutschen, die sie an der Bushaltestelle sahen, entsprachen erkennbar dem, was sie sich unter normalen Deutschen vorstellen. Der Polizist aber, der das Trio verhaftete und der auf seine türkischstämmige Herkunft hinwies, wurde ebenfalls als „Scheiß-Deutscher“ beschimpft. In diesem Fall aber sollte die Bezeichnung gleichsam die Verachtung für den kulturellen Identitäts-Verrat markieren.

Deutschfeindliche Äußerungen nehmen zu

Die Polizei bestätigt, dass deutschfeindliche Äußerungen bei den Angriffen zunehmen. Deutsche werden neuerdings bei grundlosen Attacken auch als „Schweinefresser“ bezeichnet, was den Konflikt bereits in die Sphäre des Kriegs der Kulturen transportiert.

Man kann solche Äußerungen schon deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil sie sich evolutionär in den Parallelwelten unserer Gesellschaft entwickeln. Die zweite und dritte Generation chancenlos gewordener Zuwanderer hat Teile Berlins nach den Worten der dortigen Bürgermeister unregierbar gemacht. Die Hoffnung der deutschen Mehrheit, diese Radikalismen gleichsam durch die pure Masse zu konsumieren, verkennt die demographische Krise einer alternden Gesellschaft. Die von uns zu verantwortende Nicht-Integration der Zuwanderer tritt jetzt in die nächste Phase bei den Einheimischen: die Desintegration der Mehrheit durch punktuelles Totschlagen Einzelner. Dort, wo wir es bemerken, wie in der Münchner U-Bahn, sind nicht „Auswüchse“ zu beobachten, sondern hat der Übergang stattgefunden - jedenfalls spricht unendlich viel mehr für die Vermutung, es handele sich um eine Entwicklung, um Tendenzen, die auf Dauer angelegt sind, wenn nichts geschieht. Die seltsame Parallele zwischen Neo-Nazis und kriminellen jungen Muslimen ist offenkundig: Sie reicht von der Herabwürdigung und Verfolgung aller Minderheiten bis zum Dekadenzvorwurf an die Mehrheit.

Die Schuld soll der Rentner tragen

Eine der größten Leistungen der deutschen Nachkriegsgesellschaft war es, den „inneren Feind“ nicht zu postulieren, trotz aller Konflikte und Kontroversen nicht. Umso bedauerlicher, dass es jetzt ein geschätzter Kollege tut, und zwar mit den Mitteln jener Gesellschaftskritik der sechziger Jahre, die in jedem Hausmeister den Nazi und in jedem Rentner den Kleinbürger sah. Der Kollege Jens Jessen, Feuilletonchef der „Zeit“, vertritt in einem Videoblog seiner Zeitung, mit Blick auf den U-Bahn-Überfall in München, eine neue These. Er fragt, ob der Rentner, der in der U-Bahn sich das Rauchen verbat, nicht nur das letzte Glied einer Kette „unzähliger Gängelungen und Ermahnungen“ sei, die Ausländer in Deutschland zu erleiden haben und in diesem Fall das Fass zum Überlaufen brachte.

Vielleicht, so Jessen, kam es deshalb zu der - auch von ihm so bezeichneten - unentschuldbaren Tat. Das widerspricht zwar seiner späteren Pointe, dass es sich in München in erster Linie um gleichsam internationale Berufskriminelle handele, aber es dringt vor zur Schlussfolgerung: Er stelle die Frage, so Jessen, ob unser Problem in Wahrheit nicht darin bestehe, „dass es zu viele besserwisserische deutsche Rentner gibt, die den Ausländern hier das Leben zur Hölle machen und vielen Deutschen auch“.

Mehrheit unter Nazi-Verdacht

Da das Video gestattet, in Jessens Gesicht zu lesen, spricht wenig dafür, dass er das ironisch meint. Vermutlich meint er es ernst, aber bietet es gleichzeitig als literarische Exzentrizität an. Wie auch immer: Wenn das die Positionen sind, die eingenommen werden, um das alte Weltbild der moralisch dubiosen, weil nach Belieben unter Nazi-Verdacht zu stellenden deutschen Mehrheit zu erhalten, dann erleben wir jetzt das glückliche Ende dieses Wahns.

Deutschland, das seit dem Jahre 1945 ein Gespür für Rassismen und Totalitarismen aller Art entwickelt hat, misstraut sich selbst so sehr, das es die notwendige Integration jahrelang nicht zu leisten wagte. Vielleicht das Beunruhigendste an den Vorgängen ist, dass die Mehrheit keine Sprache für diese Bedrohung hat. Die Polizei in Berlin hat geprüft, ob man gegen die Gewalttäter auch wegen Volksverhetzung ermitteln könne. Das, so berichtet die „Berliner Zeitung“, wurde verworfen. Erstens seien die Täter trotz Migrationshintergrund selbst Deutsche. Zweitens regelt das Strafgesetzbuch, dass Volksverhetzung vorliegt, wenn zum Hass gegen „Teile der Bevölkerung“ aufgestachelt wird. Deutsche, so die Juristen, seien aber kein „Teil“.

Sind sie es nicht? Sie sind der Teil, der fürs Ganze steht: nämlich jene Tradition, die nicht zulässt, dass in ihrer Mitte radikale Ideologien und rassistische Anschläge ungesühnt bleiben. Die Türkische Gemeinde in Deutschland tut dies erkennbar nicht in ausreichendem Maße. Als der Terrorismus die Mehrheit zum Feind erklärte, reagierte der Staat juristisch. Einzig die juristisch kodifizierte Sprache vermag das babylonische Sprachenwirrwarr zu lösen. Zur Klarheit, die vom Staat gefordert ist, gehört auch, dass man ausspricht, dass die Mischung aus Jugendkriminalität und muslimischem Fundamentalismus potentiell das ist, was heute den tödlichen Ideologien des zwanzigsten Jahrhunderts am nächsten kommt.

F.A.Z., 15.01.2008, Nr. 12 / Seite 31
Bildmaterial: AP, F.A.Z.-Kat Menschik

Dazu eine andere Sicht:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2900#more-2900
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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon Bremer Engel am 27.01.2008, 21:00

Also ich denke mal um das WARUM wird sich heutzutage viel zu sehr gekümmert. Täter werden doch zu Opfern gemacht, gerade bei Gewaltstraftaten. Habe in den letzten Tagen im Radio ne Diskussion mitbekommen über ein paar Kinder, die einen Obdachlosen totgeprügelt haben. Der Bürgermeister hat doch tatsächlich gesagt, man müsse die Motive der Kinder hinterfragen, was sie soweit gebracht hat. Das kann ich euch auch so sagen: Perspektivlosigkeit, Langeweile und Dummheit. Aber nein, die Kinder hatten eine schlimme Kindheit, die haben viele und trotzdem begehen sie keine Straftaten.
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Re: Roland Koch verlangt härtere Strafen für "Jugendliche"!

Beitragvon jamatula am 19.02.2008, 22:17

ich habe 7 kinder und wir gelten als sozialschwache familie im deutschen sinne.meine kinder sind alle halb deutsch.ich kann mich als mutter meiner kinder nicht aus der verantwortung entziehen,normale menschen aus ihnen zu machen und habe das auch nie getan,bzw.die hilfe des jugendamtes in anspruch genommen.aber wenn ich heute auf den schulhof meiner kleinen tochter gehe(6) und sehe wie ein 8 jähriger einen 7 jährigen (viel kleineren)mit fußtritten attackiert und auf meine frage:soll ich das bei dir auch mal machen? ,nur labidar mitteilt,das darfst du nicht,dann weiß ich warum die jugentlichen von heute so sind wie sie sind.sie bekommen zu hause keinen sinn mehr für recht und unrecht mehr vermittelt und vorallem bekommen sie keinen respekt mehr vermittelt.man kann nicht so einfach sagen das die ausländischen jugentlichen so sind.das stimmt nicht.ich habe 18 und 20 jährige söhne und manchmal habe selbst ich den glauben an die deutsche staatsgewalt und an die polizei verloren.wenn nähmlich mein 18 jähriger vor mir steht und sagt:mama die ham mir mein handy gezockt,hätte ich das nicht gegeben,hätte ich ein messer im rücken,und ich weiß wer das war.ich sage okay gehen wir zur polizei.mein sohn sagt:nein das lassen wir besser,weil sonst habe ich morgen ein messer im rücken.dann frage ich mich:wird die deutsche polizei geschmierrt von den ausländischen banden hier?ich bin nähmlich zur polizei gegangen,trotz des neins meines sohnes,der täter war aktenkundig(130 straftaten)er ist von der sogenannten niiribande,die sind überall in deutschland verteilt.also warum wird der nicht verhaftete?komisch oder?verfahren wurde eingestellt.täter nicht zu ermitteln.warum?er ist doch namentlich bekannt.also ich kann nur noch sagen der deutsche staat macht sich seine leiden selber.er läßt offensichtlich kriminelle objekte vorsätzlich im lande.trotz 130 straftaten mit 19 jahren?und die ganze sippschaft gleich mit.mein sohn hat mal versucht einen dvd player zu stehlen im jugentlichen leichtsinn ,hat nicht geklappt.die strafe folgte auf den fuße,verurteilung zum arbeitseinsatz auf dem spielplatz.ich sage mir immer man lass die assozialen doch so weiter leben,egal ob deutsch oder ausländisch und versuche aus deinen kindern das beste zu machen.und das tue ich nach 25 jahren immer noch.jamatula
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