.... der deutsche Fußball hat Punkte gut gemacht, wobei eine Elf alles überstrahlte. Was Werder Bremen geschafft hat, ist unvergleichlich. Wie diese von Ausfällen gebeutelte Mannschaft den Top-Favoriten Real Madrid beherrscht hat, verdient allerhöchste Anerkennung. Wie sie auch das Nord-Derby gegen den HSV dominierte, spricht ebenfalls für sich.
Ich bin ein Anhänger der Bremer Spielart und Spielkunst. Und für die Liga ist es gut, dass neben den Bayern mit ihren Solisten sich mit den Bremern eine Truppe an der Spitze festgesetzt hat, die einen gepflegten Fußball im wahrsten Sinne des Wortes spielt.
An Werder fasziniert mich die Spielphilosophie - in guten wie in schlechten Zeiten. Egal, wie der Gegner heißt, egal, ob Stammspieler fehlen, Werder spielt immer den gleichen Stil. Ein Verdienst von Trainer Thomas Schaaf, aber auch von Manager Klaus Allofs, die beide für das Rauten-System die passenden Akteure verpflichtet haben. Eine fantastische Personalpolitik seit Jahren. Mit dem Resultat: Eine gute Bank, wie sich gerade in diesen schweren Zeiten zeigt.
Die Qualitäten der Bremer: Eine Verteidigung mit Mertesacker und Naldo, die Ruhe ausstrahlt und ein vorzügliches Aufbauspiel leistet, gute Bewegung, gute Organisation und Struktur im Mittelfeld, wo momentan Diego und mein Schützling Daniel Jensen dank ihrer Handlungsschnelligkeit überragen, sowie torgefährliche Stürmer.
Dänemarks Nationaltrainer Morten Olsen im Kicker

