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Es wird Werder werden – mit Anlaufzeit
Die heißeste Transferfrage des Landes scheint entschieden. Werder Bremen wird das Rennen um Sturms Jungstar Sebastian Prödl machen. Den Grazern soll der Verteidiger bis zur EURO dennoch erhalten bleiben – ein Leihgeschäft mit den Deutschen macht es möglich.
Sebastian Prödl ist dieser Tage sichtlich genervt. “Ich bin keine Ware”, entgegnet er den dauernden Journalisten-Anfragen wegen eines möglichen Wechsels ins Ausland. Ein Dutzend Scouts schaute dem 20-jährigen Ausnahmeverteidiger im Dress der Schwarz-Weißen in den vergangenen Wochen und Monaten auf die Beine. In Pole-Position standen zuletzt der frischgebackene Klub-Weltmeister AC Milan und Werder Bremen, der Verein von Nationalteamkollege Martin Harnik.
Werder macht das Rennen
Letzterer dürfte nun das Rennen um den 1,94 Meter Verteidiger machen. “Es war nicht mein letztes Spiel für Sturm”, sagte Prödl noch nach dem , das Sturm in der heimischen Liga den Platz an der Sonne während der Wintermonate sicherte. Bei den anwesenden Journalisten herrschte Verwirrung. Bleibt er doch bei Sturm? Die Antwort dürfte “Jein” heißen. Wie sportnet.at aus vertrauenswürdiger Quelle erfuhr, steht ein Transfer mit Werder Bremen kurz vor dem Abschluss.
Leihgeschäft mit Blick auf die EURO
Der Clou an der Sache: Prödl wird wohl jetzt verkauft, aber erst im Sommer für die Bremer spielen. Hintergrund ist die anstehende EURO, die für den Spieler oberste Priorität hat. Ein Dasein als Bankdrücker hinter den gestandenen Bundesligaprofis Mertesacker und Naldo wäre für Prödl ein zu großes Risiko, das Highlight im kommenden Jahr doch noch von der Tribüne aus beobachten zu müssen.
Auf Anfrage von sportnet.at wollte Prödl das skizzierte Szenario nicht dementieren: “Es ist noch nichts unterschrieben. Es stimmt, dass es intensive Verhandlungen mit Bremen gibt.”
Werder bietet 2,5 Millionen
Ein Fragezeichen hinter einem Transfer bleibt freilich Sturm Graz. Im Sommer schlugen die Steirer noch ein Angebot aus Bremen aus. Immerhin hatte Rosenborg Trondheim knapp vier Millionen Euro für Prödl geboten. Die Deutschen wollten nur die Hälfte zahlen. Laut Informationen von sportnet.at soll Werder sein Angebot nun auf etwa 2,5 Millionen aufgebessert haben.
Indizien, dass Sturm trotz des etwas niedrigeren Angebots diesmal weich werden könnte, sind jedenfalls vorhanden. Einerseits wird Prödls Marktwert bei einem bis 2009 laufenden Vertrag kontinuierlich niedriger. Andererseits bestünde im Gegensatz zum Sommer – damals ging das Angebot unmittelbar vor Transferschluss ein – für Sportdirektor Walter Hörmann die Möglichkeit, halbwegs adäquaten Ersatz zu verpflichten.
Hiden möglicher Ersatz
Der bei Rapids Trainer Peter Pacult in Ungnade gefallene Teamspieler Martin Hiden wäre so einer. Für den 34-Jährigen (der bereits in der Saison 1996/97 das Sturmdress überzog) ist die EURO im kommenden Sommer das letzte große Highlight seiner Karriere und ein Wechsel deshalb unausweichlich, um die Chance auf einen Platz in Hickersbergers 23-Mann-Kader zu bewahren.



