Meine unglaubliche Computer-Geschichte...

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Meine unglaubliche Computer-Geschichte...

Beitragvon Vegesacker am 04.03.2008, 21:19

Hi!
Ich möchte diesen Thread nutzen, damit jeder mal seine unglaublichste Computergeschichte erzählen kann...


Meine unglaubliche Computer-Geschichte

Kapitel 1

Vor 3 Jahren kaufte ich mir einen neuen Rechner. 3 GHz, 2x 120 GB S-ATA Platten. Wow. Hammer.
Ich kopierte also alle meine Daten (MEIN LEBEN!) von der alten 120 GB Platte auf die eine Neue. Und dann dachte ich mir: Formatier mal die Alte, dann kannste die auch einbauen und als 3. Platte nutzen.
Super Idee soweit.
Leider hatte ich den Plan ohne die neue Platte gemacht. Denn nach 4 Wochen (sic!) verabschiedete sich die Platte, wo alles drauf war. Videos, Musik, Texte, Songs, Ideen, Fotos, Bilder, etc. p.p. You name it. 12 Jahre Computerleben. Was sich da halt so ansammelt. Und ich bin auch noch ein kreativer Mensch...das heißt...sehr sehr SEHR viele coole Dinge, die ich mir ausgedacht habe, waren weg.
Weg bedeutet in diesem Fall: Technischer Festplattenschaden. Der Motor drehte sich nicht mehr, die Platte war mausetot. Da hilft auch kein Recoverytool mehr.
Also wollte ich sie professionell reparieren lassen: 3000 Euro. Aha. Dann halt nicht. Schwund ist immer.
Good bye, Daten.

Kapitel 2

Vor einem Jahr musste der Rechner neu aufgesetzt werden. Der tolle 3 GHz Rechner. Mittlerweile hatte ich eine baugleiche Ersatz-Platte und alles lief rund. Bis das Mainboard kaputt ging. Deshalb - neues mainboard rein und neu aufsetzen.
Kein Thema.
Eigentlich.
Leider waren 3 120 GB Festplatten eingebaut. Daher passierte mir ein folgenschwerer Fehler:
Ich formatierte natürlich nicht die richtige Platte und hatte mal eben 70 GB Daten über'n Jordan geschickt.
Ein Glück: Diesmal nur aus 2 Jahren, und meine Kreativität hatte auch in den letzten Monaten gelitten. Dennoch: Wieder einmal eine Säuberung, die so nicht geplant war.
Good bye, Daten.

Kapitel 3

Vor 5 Tagen (!) verabschiedete sich mein toller, neuer PC. Windows Vista. 2x 3GHz. 4 GB Ram. 2x500 GB S-ATA Platten im Raid zu 1 TB.
What happened?
Irgendein Tool zerstörte irgendwas innerhalb von Vista, so dass ich keine Programme mehr ausführen konnte. Nicht einmal den Explorer. Oder den Taschenrechner.
Ich hatte einen schwarzen Bildschirm mit einem weißen Mauszeiger. Ende.
Na super! Also erst einmal den taskmanager hervorholen. Funktioniert! Immerhin. Per Netzwerk kann ich sogar auf den einen freigegebenen Ordner zugreifen und die Daten des Ordners retten. Wow. Aber die anderen 120 GB, die NICHT in dem Ordner sind? Wie komme ich da ran...ohne Explorer?
Die Lösung: Taskmanager öffnen. Datei - Neuer Task. Ok - Abbrechen - Durchsuchen. Durchsuchen? Na klar! Da öffnet sich ja eine Art Explorer! Und schwupps sind alle Daten in der Freigabe und auf dem alten Computer.
Ein Glück. Sogar die Mails konnte ich retten. Auch wenn ich mindestens eine Stunde danach gesucht habe.
Nun also Vista neu aufgesetzt - diesmal nicht mit Raid 0, sondern Raid 1 (Also Platten spiegeln). Damit beuge ich dem nächsten Hardwaredefekt vor. Danach musste ich nur noch alle Programme neu aufspielen und meine alten Daten (immerhin 120 GB) ein bisschen sortieren, löschen, aufräumen.
Wohl gemerkt: Auf dem alten PC.
Und was passiert 3 Tage, nachdem ich den Vista Computer verloren habe?
Genau. Eine der 120 GB Platten im alten Rechner bekommt nen Schuß weg und lässt sich nicht mehr lesen. Mit 50 GB Daten. Herzlichen Dank!
Zum Glück konnte ich diese IDE-Platte an den vista Rechner anschließen und alle Daten retten.
Ergebnis der letzten Woche:
2 komplett neu aufgesetzte Rechner.
Kein Datenverlust.
Wir gehn voran
als euer 12. Mann
durch Regen und Wind
durch Sturm und Schnee
HSV ole!

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Re: Meine unglaubliche Computer-Geschichte...

Beitragvon d3m4u am 29.10.2008, 15:36

Meine unglaublichste Computer-Geschichte:

Ein Kunde brachte seinen TIP-TOP-DELL-PC in meinen Laden, klagte jammernd über mangelnde Grafikpower und fragte, ob man denn da nicht noch was raus kitzeln kann? Zumal die Grafikkarte ja die BESTE war, die man sich seiner Zeit auswählen konnte! ‚Ja, ja, das kennen wir ja alle…Dell…jaaa, soll einem da noch was zu einfallen?’

Besonders auffällig sei das Ganze bei Call of Duty 3 (das einzige 3D-Game auf dem PC). Nun ja, kundenfreundlich wie ich bin, nahm ich mir die Zeit, zwischen Kaffee und Kippe, um das Sorgenkind auf den OP-Tisch zu platzieren und begann auch sofort wie wild den Patienten mit dem grundlegendsten Kabelsalat zu versorgen.
Alle das machte ich natürlich unter wachsamen, und nervös auf die Uhr schauenden, Augen des HighEnd-PC-Besitzers. Welcher mir auch sogleich paradenartig ins Handwerk hechtete und mir das, mit einem DVI-Adapter bestückte SVGA-Kabel, mit einem So-wird-das-gemacht-Blick aus der Hand riss! ‚So was liebe ich…! Warum kommt er zu mir, wenn er alles besser weiß?’

Grund seines eifrigen Eingriffes war meine, für ihn wohl unverständliche Bewegung Richtung DVI-Anschluss auf Höhe der von mir vermuteten PCIe-Schnittstelle. Dank seiner Hilfe wurde das Kabel nun auf den ON-BOARD-SVGA-Anschluss nach wildem reißen und wackeln am DVI-Adapter mit verachtendem Blick fixiert. ,Moin Moin!‘ :wall:

Gut, ‚Kunde hat immer Recht‘ dachte ich mir, und beobachtete sein Vorgehen. Nachdem er mir nun die Dia-SHOW-artige und Augenkrebs verursachende HIGH-END-GRAFIK demonstrierte, warf ich ein freches, „soll ich mal?“, ein. Nach einem prüfenden Blick auf die Uhr nickte der Kunde mir genervt zu und fragte im selben Atemzug, wie lange so was wohl dauern mochte. Ich beruhigte ihn mit einem Fingerzeig auf meine Preistabelle an der Wand, dass es wohl bei der angefangen Stunde bliebe, sofern er mich denn frei walten ließe.

Während ich das Game mit einem freundlichen ALT+F4 killte und mir den Hardwaremanager zu Gemüte führte, überbrückte ich die Zeit mit Fragen zum bisherigen Vorgehen seinerseits. Er sprach von lediglich 1-2 Stunden heiterer Plauderei zwischen ihm und der kostengünstigen Hotline, als ich erschreckend feststellte, dass lediglich die On-Board-Grafik vom Gerätemanager angezeigt wurde und sogleich fromm-fröhlich neustartete.

Nervös an den Extremitäten kauend, beobachtete mein sehr geschätzter Kunde mein Vorgehen im Bios und gleich darauffolgendes Betätigen des Powerbuttons. Schraubenzieher zückend bäumte ich mich vor ihm auf und drohte, ans Eingemachte zu gehen.

Von Schweißperlen benetzter Haut (gut es war Sommer), stieß mir der Kunde ein deutlich nasal wahrnehmbares, „UND WAS IST MIT MEINER GARANTIE, WENN SIE JETZT DRAN RUMSCHRAUBEN?“, entgegen und setzte eine bedrohliche Fragezeichenmimik auf. Ich bot ihm natürlich freundlichst an, das Gerät alternativ zum Hersteller einschicken zu können, da es für mich klar nach einem Defekt der eigentlichen Grafikkarte aussah. :birne:

Nach einem „na gut...“ machte ich mich ans Werk, öffnete die Höllenmaschine und entnahm sorgfältig den Staubteppich, der sich dank scheinbar durchdachter Luftstromtechnik ‚übrigens auch seeeehr leise…‘ gebildet haben musste. Und siehe da... die Grafikkarte befand sich neben dem PCI-E Slot, aber immerhin bombenfest an der dafür vorgesehenen Slotblende geschraubt, wodurch sie auch eine leichte Biegung der Karte zeigte. DELL :big_applaus:

Nach zweiminütigem Schrauben und Stecken verpasste ich der nun fertigen Maschine wieder die Kabel, startete den PC und installierte anschließend die aktuellsten Treiber für seine, nun zweckerfüllende 8600GTO, (welche er mir auch erlaubte mit einem Kabel zu verbinden).
Als ich das Spiel gestartet, alles auf max. gestellt und drauflos geballert.

"FERTIG!".

Ende vom Lied waren 10€ Trinkgeld und ein neuer Stammgast meiner LAN-Partys.
MfG,

d3m4u
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