Gefährliches Windows-Update Falsches Windows-Update verseucht Rechner
Erschienen am 08. April 2008 | Christoph Schmidt
Vermeintliche Windows-Updates entpuppen sich als System-Killer.
Die Sicherheitsbehörde US-Cert hat vor gefälschten Microsoft-Mails gewarnt, die gefährliche Schadsoftware verbreiten. Demnach verschicken Angreifer angebliche Sicherheits-Updates zum kommenden Patch-Day im April. Wer auf den Link in der eMail klickt, verseucht sein System mit einem brandgefährlichen Trojaner.
Gefährliches Update Die gefälschte Microsoft-eMail
Die Nachrichten kommen mit der Betreffzeile "Critical Patch Released: Microsoft Security Bulletin MS08-64738" und warnen vor kritischen Lücken in den Microsoft-Produkten Outlook und Exchange Server, die bereits von Angreifern aktiv ausgenutzt werden. Mit Hilfe eines speziellen Patches könnten sich die Empfänger angeblich schützen. Der Link in der eMail gaukelt dem Nutzer nur das vermeintliche Sicherheits-Update vor - und führt anstatt auf eine Microsoft-Seite auf einen verseuchten Server.
Angreifer fahren zweigleisig
Über diesen Server schleicht sich ein Trojaner auf den Rechner und infiziert das System umgehend. Dabei fahren die Angreifer zweigleisig: Neben dem Link auf die verseuchte Seite enthält die eMail auch einen mit dem TROJ_AGENT.AZZZ infizierten Anhang Die Rechner werden dann entweder in ein Botnetz eingegliedert oder nach privaten Daten durchforstet.
Trojaner-eMail ungelesen löschen
Wer diese eMail erhält, sollte sie nicht öffnen und ungelesen löschen. Microsoft versendet keine Patch-Hinweise ungefragt an Privatkunden. Hingegen informiert T-Online Computer regelmäßig über neue Sicherheits-Updates für Microsoft-Produkte. Denn aktuelle Virenmails sind derart gut gemacht, dass sie von Originalnachrichten kaum zu unterscheiden sind. Selbst die korrekten Namen der Angeschrieben stehen mittlerweile in der Anrede - und noch viel mehr. Experten empfehlen deshalb, die entsprechenden Sicherheits-Tools stets aktuell zu halten. So können die zu erwartenden Updates der Sicherheits-Dienstleister zeitnah installiert und Maßnahmen gegen die Malware ergriffen werden.


