Homer und seine „Ilias“ in völlig neuem Licht
Über Homer wusste man bisher fast nichts. Legenden zufolge war der Verfasser der „Ilias“ ein blinder Sänger aus einer der griechischen Kolonien in Kleinasien. Auch zur Entstehung seines Epos vom Troianischen Krieg sind die Theorien so vielfältig wie umstritten. Der österreichische Schriftsteller Raoul Schrott hat die „Ilias“ neu übersetzt - und ist im Zuge seiner Beschäftigung mit dem Werk auf eine Sensation gestoßen.
Schrott zeichnet ein ganz neues Bild: Der Dichter lebte in Kilikien, heute Türkei, als griechischer Schreiber der assyrischen Machthaber. Beider Konflikte verwob Homer in sein Werk, ebenso wie das Gilgamesch-Epos und das Alte Testament. Die größte Überraschung: Vorbild für Troia war Karatepe, eine Hauptstadt Kilikiens.
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