Marktredwitz/Hof: Erdbeben erschüttert Oberfranken
Ein Erdbeben erschütterte am Freitag den Raum Marktredwitz und Hof in Oberfranken. Wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg meldete, haben die Erdstöße eine Stärke von 4,1 auf der Richterskala erreicht. Den Angaben nach war es das stärkste Beben in der Region seit über als 15 Jahren.
Schon in der Nacht wurden Bewohner durch die Erschütterungen aus dem Schlaf gerissen. Gegen Mitternacht war im Grenzgebiet zu Tschechien ein Wert von 3,7 auf der Richterskala gemessen worfen. Einige Bürger hätten einen l a uten Knall oder «Rollen und Grollen» vernommen, hieß es weiter.
Den Angaben nach hatten die sogenannten Schwarmbeben Anfang der Woche angefangen. Das Zentrum gefand sich bei Novy Kostel in Tschechien, jedoch wurden die Erschütterungen zunächst nur von Messinstrumenten der Wissenschaftler festgestellt. Seit Mittwoch wurden sie dann auch vereinzelt von der Bevölkerung wahrgenommen.
Dem LfU nach ereignete sich das letzte Beben mit einer vergleichbaren Stärke im Juni 1992. Solche Erdstöße sind dann weiträumig zu spüren, mit Schäden an Gebäuden muss bei dieser Entfernung zum Epizentrum aber nicht gerechnet werden, hieß es weiter.
Die Aktivität dieser Region befinde sich in engem Zusammenhang mit der geologisch gesehen recht jungen Geschichte des Eger-Grabens. Für ein genaues Bild bittet der Erdbebendienst des LfU die Bevölkerung, ihre Beobachtungen mitzuteilen. (ddp/fm)
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