Çamlik: Friedhof der Kuschellokomotiven


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Çamlik: Friedhof der Kuschellokomotiven

Beitragvon tomtom am Samstag 17. November 2007, 17:05

Çamlık: Friedhof der Kuschellokomotiven

Wenig bekannt ist eines der reizvollsten Museen der Türkei, das besonders Männer ansprechen wird, die das Kind in ihrem Herzen bewahrt haben: Das Lokomotivenmuseum Çamlık ganz in der Nähe der viel bekannteren Sehenswürdigkeiten Ephesus und Sterbehaus der Mutter Maria. Kuscheln wird man mit den stählernen Ungetümen nicht gerade wollen, doch begehen kann sie der Lokomotivenfan – Modelleisenbahnfans sollten sich die großen Originale nicht entgehen lassen.

Erreichen läßt sich das Traumziel der Eisenbahnfans am leichtesten von Izmir aus in Richtung Kuşadası fahrend. 8 km nach Selçuk, der Stadt, bei der das bekannte Ephesus liegt, kommt man in das Dorf Çamlık, das die alten Dampfloks der türkischen Eisenbahnen beherbergt. Dort folgt man dem Hinweisschild „Railway Steam Engine Museum“.



Auf dem Gelände sind sie nicht zu übersehen – groß und schwarz stehen die alten Dampfloks bereit und warten auf die großen Kinder, die die Originale einmal so richtig groß, zum Anfassen und Betreten vor sich haben wollen. Sie sind so gut und gepflegt erhalten, daß man meinen könne, man stehe im Auslieferungshof einer Lokomotivenfabrik, die sich über die Zeiten gerettet hat.

Ganze 35 der altehrwürdigen Maschinen sind hier versammelt, und aus aller Herren Länder stammen sie. Deutsche Lokomotiven lassen sich ebenso bewundern wie solche aus dem Heimatland der dampfgetriebenen Zugwagen, aus England. Die älteste stammt aus dem Jahr 1887, und die neueste von 1952. Hinzu kommen US-Lokomotiven, französische, tschechische und schwedische Modelle – ein Traum für den Fan, der hier schnell die Zeiten und Welten vor seinen Augen passieren lassen möchte.



Doch damit nicht genug: Auch Waggons lassen sich hier bewundern, offene, geschlossene, luxuriöse und einfache Passagierwaggons... Und wer sich für greifbare Zeugnisse der Geschichte der Türkei interessiert, der findet hier auch den Privatwaggon Atatürks vor, der natürlich stets von einheimischen Besuchern wimmelt. Einst Bestandteil von Atatürks „Weißem Zug“, diente der dem Gründer der Republik auch als mobiles Generalstabsquartier im Befreiungskrieg nach dem Ersten Weltkrieg.



Das Vergnügen für Lokomotivenfans ist bei alledem nicht einmal teuer: 3 Türkische Lira kostet der Eintritt in eines der schönsten Freiluftmuseen der Türkei, und ein Restaurant gibt es auch, wenn das Besichtigen der Dampfloks Hunger gemacht haben sollte.



Infos (leider nur Türkisch):

Çamlık Buharlı Lokomotif Müzesi (Dampflokomotivenmuseum Çamlık)

Tel.: +90/232/894 80 21

Fax.: +90/232/894 81 19


Quelle.www
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