„Die Bäume in Belek haben nicht wir gefällt, sondern der Sta

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„Die Bäume in Belek haben nicht wir gefällt, sondern der Sta

Beitragvon tomtom am Freitag 7. Dezember 2007, 15:36

„Die Bäume in Belek haben nicht wir gefällt, sondern der Staat!“


Dursun Gündoğdu, der Leiter der Redaktion Türkische Riviera der türkischen Tageszeitung Hürriyet, unterhielt sich mit Nuri Özaltın, dem Besitzer der Gloria Hotels in Belek östlich von Antalya. Dabei sprachen die beiden auch über den Vorwurf, für die Hotels und Golfplätze in Belek seien Hunderttausende von Bäumen gefällt worden.

Frage: Man spricht davon, daß Sie für Ihren Golfplatz Tausende von Bäumen haben fällen lassen. Was ist an den Vorwürfen dran?



NÖ: Das ist ein Thema, das immer wieder einmal von den Medien aufgeworfen wird. Mit den Investitionsfirmen, die hier tätig sind, hat das überhaupt gar nichts zu tun.



Frage: Wer hat die Bäume denn dann fällen lassen?



NÖ: Darauf werde ich noch eingehen. Zuerst geht es einmal darum, daß Geländezuweisungen dieser Art aufgrund eines Gesetzes vorgenommen werden. Im Vertrag zur Zuweisung des Geländes durch das Finanzministerium und das Ministerium für Kultur und Tourismus heißt es: „Die auf dem Gelände vorhandenen Bäume werden durch das Forstministerium gezählt, numeriert und ein Plan angefertigt. Die Quote, die der Plan vorsieht, muß durch das Forstministerium genehmigt werden.“ Also wird auf einem Gelände von beispielsweise 100 Morgen zuerst die Zahl der Bäume durch das Forstministerium ermittelt und die Bäume werden numeriert. Danach wird die planmäßige Quote durch das Ministerium genehmigt. Außerdem ist im Vertrag vorgesehen, daß die Zahl der Bäume, die auf ein Hotel oder einen Golfplatz fällt, vor dem Beginn der Bauarbeiten durch das Forstministerium protokolliert wird. Danach werden die betreffenden Bäume durch das Forstministerium selbst gefällt.



Frage: Das heißt, das Forstministerium hat die Bäume selbst gefällt?



NÖ: Natürlich. Denn es heißt ja auch im Vertrag, „die Bäume werden vom Forstministerium gefällt und abtransportiert.“



Frage: Sie sagen also, daß Sie die Bäume gar nicht gefällt haben, sondern der Staat?



NÖ: Natürlich, denn so steht es ja auch im gesetzlich vorgeschriebenen Zuweisungsvertrag.



Frage: Das heißt also, Ihr Unternehmen hat auf diesen zugewiesenen Geländen nicht einen einzigen Baum gefällt?



NÖ: Genau. Das dürfen wir auch gar nicht. In einem auf diese Art zugewiesenen Gelände darf man nicht einmal einen Baum fällen, der vertrocknet und gestorben ist. Alle diese Bäume sind numeriert und eingetragen. Man meldet dem Forstministerium, daß der Baum eingegangen ist. Dann kommen deren Arbeiter, fällen ihn und transportieren ihn ab.



Frage: Sollten Ihrer Meinung nach baumbestandene Gelände für Golfplätze zugewiesen werden, oder nicht vielmehr freie Flächen, auf denen man später Bäume pflanzen kann?



NÖ: Ich antworte Ihnen ganz persönlich, und das wissen auch die Umweltschützer. Wir sind ein Unternehmen, das sich für die Umwelt einsetzt. Ich als Nuri Özaltın und auch meine Frau Sabahat Özaltın sehen das so, außerdem war mein Schwiegersohn Ali Talip Özdemir selbst einmal Umweltminister. Wir haben ein hohes Interesse am Erhalt der Umwelt. Das ist schließlich unsere gemeinsame Heimat, in der wir alle leben wollen. Wir haben hier als Unternehmen 100.000 Bäume selbst gepflanzt. Alleine in der Umgebung des neuen Gloria Serenity wurden 30.000 Bäume von uns gepflanzt.



Frage: Und wieviel Bäume wurden für den Bau dieses Hotels gefällt?



NÖ: Auf dem Gelände gab es wenige Bäume, es wurden vielleicht 20 bis 30 Bäume dafür gefällt.



Frage: Gut, Sie sagen also, wir haben keine Bäume gefällt. Wurden Ihres Wissens für andere Golfplätze Bäume gefällt?



NÖ: Die Forstgesetze sind ja auch Ihnen bekannt. Es ist nicht möglich, Bäume außerhalb der Bedingungen der Zuweisungsverträge zu fällen. Die Personen, die das behaupten, haben die Gesetze und Bedingungen überhaupt nicht studiert. Diese Bäume sind nicht einmal dazu geeignet, als Holz verarbeitet zu werden. Man kann sie allenfalls als Brennholz verwenden. Ich stamme selbst vom Schwarzen Meer. Bei uns kann man das Holz der Tannen und Fichten verarbeiten. Doch die Bäume hier haben keinen wirtschaftlichen Wert. Die Bäume, die nicht für die Golfplätze gefällt wurden, werden geschützt und man hat dort sehr schöne Grünflächen geschaffen.



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