Riesen-Kinderpornoskandal: Tausende unter Verdacht
In einer der größten Aktionen wegen des Besitzes von Kinderpornografie wird derzeit deutschlandweit gegen mehrere tausend Verdächtige ermittelt. Nach Informationen des Radiosenders MDR Info vom Montag gibt es derzeit 12 000 Verdächtige.
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Eine Bestätigung für die Zahl gab es zunächst nicht. Allein für Sachsen-Anhalt bestätigte die Staatsanwaltschaft Halle 325 Fälle, die zum großen Teil abgeschlossen seien. Bereits am Freitag hatte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bestätigt, dass in dem Bundesland gegen rund 1700 Beschuldigte wegen des Verdachts auf Besitz von kinderpornografischen Dateien ermittelt werde. Aus anderen Bundesländern gab es bisher keine detaillierten Angaben.
Die bundesweite Aktion unter dem Tarnnamen «Himmel» laufe seit mehreren Monaten und gehe auf Ermittlungen in Berlin zurück. Es habe zahlreiche Beschlagnahmungs-Aktionen gegeben. Weitere Durchsuchungen seien geplant.
Ausgelöst wurde die Operation «Himmel» einem Bericht der «Mitteldeutschen Zeitung» zufolge durch die Hinweise eines Internetanbieters in Berlin. Die Firma habe auf ihren Servern einen ungewöhnlich intensiven Datenverkehr registriert, diesen analysiert und dabei festgestellt, dass dort kinderpornografische Dateien heruntergeladen werden. Daraufhin schaltete das Unternehmen die Polizei ein. Nach intensiven Ermittlungen gaben die Strafverfolgungsbehörden in Berlin die Verfahren dann an die jeweils zuständigen Bundesländer ab.
Bei den Ermittlungen war auch der damalige Oberbürgermeister von Merseburg (Sachsen-Anhalt), Reinhard Rumprecht (parteilos), Anfang August ins Visier der Fahnder geraten. Er wurde wegen des Besitzes von Kinderpornografie per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt, anschließend legte er sein Amt nieder.
Quelle :
http://de.news.yahoo.com/dpa2/20071224/ ... 95c_2.html