Physiotherapeut wegen Missbrauch von Patientinnen verurteilt
Nach sexuellen Übergriffen auf Frauen bei Massagen hat das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch einen Physiotherapeuten in Abwesenheit zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Massagen ausschließlich einen «Sexualbezug hatten und medizinisch nicht mehr zu rechtfertigen waren». Der 43-Jährige wurde daher des sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses schuldig gesprochen.
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Sieben Frauen, darunter sechs Patientinnen, hatte der Masseur in seiner Steglitzer Praxis zwischen April 2004 und Juli 2006 sexuell missbraucht. Die Fälle seien «identisch» gewesen, sagte der Richter. Demnach hatten sich die Patientinnen, die über Rückenbeschwerden klagten, bis auf den Slip ausziehen müssen und waren bei der Behandlung «über längere Zeit» im Intimbereich massiert worden. Für die Frauen sei ersichtlich gewesen, dass der Angeklagte erregt gewesen sei, hieß es.
Daneben hatte er eine Kosmetikerin, die sich um eine Anstellung beworben hatte, auf ähnliche Weise sexuell belästigt. Der Physiotherapeut hatte zu Verhandlungsbeginn zu den Vorwürfen geschwiegen. Bereits am zweiten Tag war der gebürtige Iraner dem Prozess ferngeblieben. Das damals vorgelegte Attest eines Krankenhauses in Teheran war nachweislich gefälscht gewesen. Der Aufenthaltsort des 43-Jährigen ist weiter unbekannt.
(ddp)
Quelle:
http://de.news.yahoo.com/ddp/20071212/t ... 590_1.html