Caro hat geschrieben:
Nach Abzug dieser Schulden von besagter Summe sollten Hewes Söhne tatsächlich jeder 3(!) Pfund und diverse Naturalien erhalten, ...
So wenig war das aber zur damaligen Zeit auch nicht. Ich hab grad die Shakespeare-Biographie zuende gelesen (selbe Zeit) und der Gute hat sogar einen Freund wegen weniger als einem Pfund nichtbezahlter Schulden vor Gericht gezerrt.
Und allgemein war so ein Testament von größerer Bedeutung, als nur sein Hab und Gut aufzuteilen - es war auch ein wichtiges Vermächtnis über persönliche Bindungen und Präferenzen.
Um den Bogen zum (hier relevanteren

) 19. Jahrhundert zu schlagen: Jane Austen hat den Hauptteil ihres Privatbesitzes an Cassandra vermacht, aber auch den kürzlich bankrott gegangenen Henry (der ihr auch finanziell viel mit der Veröffentlichung ihrer Werke geholfen hat) mit einer symbolischen Summe bedacht. Ebenso bekam die Zofe von Eliza de Feuillide's Mutter(!) Geld zugesprochen, weil JA wusste, dass sie sich in einer äußerst prekären Lage befand.
Solche Summen haben den beiden Begünstigten wahrscheinlich nicht viel geholfen, aber es hatte einen hohen symbolischen Wert.