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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 08:30 
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Richtig! Denn sie rechnen nur in Geld und Prozenten, sind oberflächlich, arrogant, feige, unflexibel, unmenschlich, asozial und komplett "merkbefreit" für alles, was über ihren z. T. extrem beschränkten Horizont hinausgeht.

Einige von ihnen sind so blöd, das man ihnen, wenn sie so groß wären, wie sie blöd sind, das Essen mit der Flak hochschießen müßte.

Ich habe täglich mit bis zu 2000 Bankern zu tun und die oben genannten Eigenschaften treffen auf fast 90% von ihnen zu.

frankie hat geschrieben:
Aber so langsam verstehe ich Falke warum er Banker hasst!

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Zuletzt geändert von Falke am 07.03.2008, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 08:48 
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Zitat:
Ich habe täglich mit bis zu 2000 Bankern zu tun


Was hast du denn täglich mit 2000 (!) Bankern zu schaffen? -grübel-


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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 09:43 
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Da gibt es eigentlich nur eine Erklärung.. ähm Falke, Du arbeitest doch nicht etwa im Bahnhofsviertel!? :twisted:

(Wobei der Spruch mit der Flak ja nicht schlecht ist)


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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 10:04 
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Oh mein Gott, das kann man sich ja nicht durchlesen

Good Mister hat geschrieben:
Man hat halt kein automatisches Anrecht auf nen 100% sicheren Job, bei dem man jedes Jahr auch noch automatisch 10% mehr verdient. Da muss man schon etwas dafür tun.


Man sollte aber ein Anrecht auf überhaupt einen Job haben - und die reale Entlohnung muss regelmäßig angepasst werden. Ist doch ganz einfach, wie man da widersprechen kann ist mir völlig fragwürdig.

Und von wegen es hätte keine Argumente gegeben...:
frankie hat geschrieben:
Darum gehts ja! Jeder muß immer qualifizierter werden, immer mehr leisten! Das ist unmenschlich!


ist fast schon ein Argumnt aus der Kategorie "Moralkeule".

TomK hat geschrieben:
Zweitens führen Juristen nur Gesetze aus, die von Politikern gemacht werden. Die wiederum werden vom Volk gewählt.
Aktuelles Beispiel Jugendkriminalität: Roland Koch hat (völlig zurecht und längst überfällig) eine Verschärfung des Jugendstrafrechts gefordert


Und was ist das wieder für ein Schma... (das mit Koch kommentier ich mal gar nicht erst...) Rechtsausführung ist doch keine Einbahnstraße. Gerade dahingehend hat Frankie doch argumentiert: Wenn zu gering gestraft wird - und hier kommt die Schuld des Juristen, nicht die der Gesetzgebung ins Spiel - obwohl härtere Strafe möglich ist.

frankie hat geschrieben:
Und es gibt viele viele Leute in D denen es viel viel schlechter geht als mir. Wenn ich dann hoere dass BMW tausende Stellen wegrationalisieren will nur weil ihr Gewinn (!) etwas kleiner wurde, dann krieg ich einen Hass!


Ich frage mich wie es Menschen geben kann, die bei sowas keinen Hass kriegen. Und dann kommt der ganze kapitalistische Sud hoch...

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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 10:14 
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Natürlich nicht. Oder sind die dortigen "Etablissements" derartig stark von Bankern besucht? :lol: :lol:

Good_Mister hat geschrieben:
Da gibt es eigentlich nur eine Erklärung.. ähm Falke, Du arbeitest doch nicht etwa im Bahnhofsviertel!? :twisted:

(Wobei der Spruch mit der Flak ja nicht schlecht ist)

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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 10:30 
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@Falke: Klar, was glaubst Du, warum die ganzen Großbanken ihre Türme da gebaut haben? :D

@Exlamento: Also ich kann nirgendwo ein Recht für mich selbst ableiten, daß irgendwer einen "Job" für mich organisieren müßte. Nicht die "Gesellschaft" als Ganzes und auch nicht irgendwelche Dritten. Daß es unmenschlich sei, seine Skills ab und an steigern zu müssen, ist ein schlechter Witz. Nach dem Motto: "Ich kann gar nichts und habe auch keine Lust dazu. Aber ich habe ein Recht darauf, daß ihr mir dafür Kohle gebt! Und zwar jedes Jahr mehr!"


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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 10:34 
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@exlamento.
Zitat:
Man sollte aber ein Anrecht auf überhaupt einen Job haben


Und wie soll dieses Recht umgesetzt werden? Indem eine staatliche Wirtschaftsdiktatur wie in den sozialistischen Staaten der Vergangenheit völlig überflüssige, künstliche Jobs schafft, die nichts einbringen und deren Finanzierung nach ein paar Jahrzehnten im totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch des Staates endet, wie es 1989-1991 im Ostblock geschah? Die Bundesrepublik muss nun schon seit knapp 20 Jahren über tausend Milliarden (!) in den Osten pumpen, um die katastrophalen Auswirkungen dieses Wirtschaftssystems halbwegs zu kurieren und den dortigen Lebensstandard dem eines modernen Industriestaates anzugleichen. Hätte man die völlig verrottete DDR 1990 ihrem Schicksal überlassen, würde sie als Folge ihres Wirtschaftssystems heute wahrscheinlich ungefähr den Lebensstandard Weißrusslands oder der Ukraine aufweisen.

Ich fände es ja auch schön, jedem Menschen das Recht auf 200 Jahre Lebenszeit, perfekte Gesundheit, sexuelle Erfüllung und allgemeine Glückseligkeit einzuräumen, aber die Gewährung eines Rechtes ist herzlich sinnlos, wenn es keine Möglichkeit gibt, dieses Recht durchzusetzen.


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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 11:25 
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-- verzeihung - bitte auch verschieben --

MIt dem Ostblock- oder Realsozialismusbeispiel ist das so eine Sache, weil da schnell der Eindruck erweckt wird (besser: werden soll), Planwirtschaft sei per se Misswirtschaft. Mag sogar sein.
Die Deutsche Demokratische Republik wurde zudem aufs äußerste von Moskau gemolken, Moskau wiederrum musste Unmengen an Kapital in Verteidigung investieren, um Angriffe aus dem imperialistischen Westen abzuschrecken...

Klar kannst du nicht jedem eine sinnvolle Arbeitsstelle garantieren und die gleichzeitig realistisch entlohnen.

Mir gings aber auch um zwei Sachen hinter dem Arbeitsplatz: Die Qualität Arbeiten und somit sich und Familie versorgen zu können. Und eben auch um den Entfaltungsaspekt, überhaupt tätig zu sein im Sinne normativer Subjektivierung von Arbeit.

Kurzum: Recht auf Arbeit, und wenn das nicht gewährleistet werden kann, eben Hilfe/Ausgleich. Die Bundesrepublik versucht sich hierran kontinuierlich, wenn auch mehr schlecht als recht.
Mit sozialer Marktwirtschaft, eingebettetem Kapitalismus und was man dazu alles sagen kann bin ich grundsätzlich ganz zufrieden - ich fürchte mich nur vor der Zukunft, da die Entwicklung hier in den letzten Jahrzehnten nur noch aus Aufweichung unseres, sagen wir sozialen Grundkonsens besteht.

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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 12:51 
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Zitat:
MIt dem Ostblock- oder Realsozialismusbeispiel ist das so eine Sache, weil da schnell der Eindruck erweckt wird (besser: werden soll), Planwirtschaft sei per se Misswirtschaft.


Das ist ja auch unbestreitbar der Fall.

Zitat:
Die Deutsche Demokratische Republik wurde zudem aufs äußerste von Moskau gemolken


Im Gegenteil, ohne den sowjetischen Hegemon wäre es der DDR noch viel dreckiger ergangen, denn die Sowjetunion schaffte für ihre Vasallenstaaten mit ebenfalls wirtschaftsdiktatorischen Methoden künstlich einen Absatzmarkt, auf dem sie ihre Produkte loswerden konnten, die aufgrund ihrer minderwertigen Qualität und ihrer völlig ineffizienten Herstellungsweise auf dem freien Weltmarkt unverkäuflich gewesen wären. Man sieht das ja deutlich daran, dass alle sowjetischen Vasallenstaaten des Ostblocks beim ersten Schwächeln der UDSSR sofort wie Kartenhäuser zusammenstürzten.
Nach 1990 mussten fast alle DDR-Unternehmen nicht etwa deshalb Bankrott erklären, weil sie vom bösen Westen unterjocht worden wären, sondern weil ihre Produkte ineffizient hergestellter Schrott waren, der außerhalb des von der UDSSR künstlich aufrechterhaltenen Absatzmarktes innerhalb des Warschauer Paktes unmöglich Käufer finden konnte.
Was aus einer sozialistischen Zwangswirtschaft wird, die keinen von einem Hegemon geschaffenen künstlichen Absatzmarkt mehr hat, sieht man ja seit 1990 am Beispiel Kuba.

Zitat:
Moskau wiederrum musste Unmengen an Kapital in Verteidigung investieren, um Angriffe aus dem imperialistischen Westen abzuschrecken...


Ist das mit dem im Gegensatz zur Sowjetunion imperialistischen Westen gerade Selbstironie oder ernst gemeint?

Zitat:
Mir gings aber auch um zwei Sachen hinter dem Arbeitsplatz: Die Qualität Arbeiten und somit sich und Familie versorgen zu können.


Die Grundversorgung jedes Bürgers wird in der westlichen Welt bereits durch ein großzügiges Sozialsystem garantiert.

Zitat:
Und eben auch um den Entfaltungsaspekt, überhaupt tätig zu sein im Sinne normativer Subjektivierung von Arbeit.


Und wie soll man diese garantierte Arbeit für alle anders schaffen als durch die Einrichtung überflüssiger, gar nicht benötigter Jobs auf Staatskosten? Im Zuge der 1848er-Revolution war man in Frankreich übrigens auch schon auf die grandiose Idee gekommen, ein Recht auf Arbeit in die Verfassung aufzunehmen. Um dieses Recht durchzusetzen, schuf man die sogenannten "Nationalwerkstätten", in denen jeder Arbeitslose eine völlig überflüssige, vom Staat künstlich geschaffene und finanzierte Arbeitsstelle erhielt. Nach ungefähr zwei bis drei Monaten war der Staat bankrott und musste das Projekt wieder einstellen: Planwirtschaft im Schnelldurchlauf.


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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 19:43 
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Das war ironisch gemeinte Geschichtsklitterung.

Aber schon lustig, wie der Ostblock-Binnenmarkt als künstlicher Absatzmarkt herabgewürdigt wird. Ich finde den EG-Protektionismus ungleich schlimmer.
Übrigens konnte das demokratische Deutschland ;) dank Willy Brandt auch zumindest marginal am EG Binnenmarkt teilhaben.

Was die DDR und das wirtschaftl. Verhältnis zur UdSSR angeht gilt sicher sowohl als auch. Die hingen sich beide an der Nabelschnur, wenn auch unterschiedlich dick.

Raskolnikov hat geschrieben:
Die Grundversorgung jedes Bürgers wird in der westlichen Welt bereits durch ein großzügiges Sozialsystem garantiert.


großzügig.. lachhaft. Hierzulande jedenfalls nicht, das war mal so. Hätte nur noch gefehlt, dass du statt "großzügig" die Vokabel "gerecht" verwendet hättest.

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BeitragVerfasst: 07.03.2008, 23:50 
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@Exlamento: Was wäre denn deiner Meinung nach großzügig?

Also inklusive "Leistungen für Unterkunft und Heizung" bekommt ein alleinstehender Hartz 4 - Empfänger derzeit 707 EUR. Ich habe als Student mit einem etwas kleineren Budget eigentlich ganz gut gelebt.

Verdammt nochmal, warum verfügen Sozialisten denn nie über auch nur einen Funken Pragmatismus! Was passiert denn, wenn Hartz 4 plötzlich ein lockeres Leben ohne jede Einschränkung bedeuten würde?


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BeitragVerfasst: 08.03.2008, 13:48 
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Großzügig will ich doch gar nicht, ich habe die Verwendung des Begriffes nur kritisiert, das ist Hohn und Spott auf Betroffene.
Genug sollte es sein - und da ist mir völlig unklar, wie mensch auch nur annähernd von Bedarfsdeckung sprechen kann.

Man sollte insbesondere auch sich gesund ernähren können und am Leben teilnehmen können!
Und wenn ich an Familien mit Kindern denke, der Anteil ist ein Witz.

Good Mister hat geschrieben:
Verdammt nochmal, warum verfügen Sozialisten denn nie über auch nur einen Funken Pragmatismus! Was passiert denn, wenn Hartz 4 plötzlich ein lockeres Leben ohne jede Einschränkung bedeuten würde?


Hach... ich werde auch nie richtig verstanden, naja mein Fehler. Recht auf Arbeit habe ich zwar gefordert, wenn auch nur im Sinne von "sollte" (nice to have, durchaus im Klaren über die Illusion).
Auf Vollbeschäftigung oder rechtliche Implementierung eines solchen Rechts wollte ich gar nicht hinaus.

Und hier spreche ich mich nicht für großzügige Sozialleistungen aus, sondern für ausreichende.

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BeitragVerfasst: 08.03.2008, 14:21 
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Zitat:
Genug sollte es sein - und da ist mir völlig unklar, wie mensch auch nur annähernd von Bedarfsdeckung sprechen kann.


Nun ja, es ist mehr, als praktisch jeder Student, Wehr- oder Zivildienstleistende zur Verfügung hat, und die überleben normalerweise auch irgendwie.


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BeitragVerfasst: 08.03.2008, 15:32 
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Die beiden Gruppen sind auch so Fälle...

Als Studierender hat man sowieso kein Einkommen. Und bis zur jetzigen Ausbildungsförderungsanpassung hat es auch ewig gedauert.
Beim Sold war es auch lange überfällig. Ich bin damit jedenfalls nicht ausgekommen. Naja ist eh Zwangsarbeit.

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BeitragVerfasst: 08.03.2008, 18:55 
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Hallo Falke,

Falke hat geschrieben:
Solange es Menschen gibt, geht diese Welt langsam aber sicher zugrunde.


Das tut die Welt schon seit über 40.000 Jahren, seit es die Neumenschen gibt. So gesehen ein relativ stabiler Zeitraum.

Falke hat geschrieben:
Warte mal 10 Jahre, wenn die überhaupt so lange durchhält, dann unterhalten wir uns nochmal darüber.


Okay, 8.März 2018. Ich habs mir in meinem Handy-Kalender eingetragen. Da wird mein alter Nokia bestimmt immer noch funktionieren, während viele neuere Modelle bestimmt nicht mehr vorhanden sind. Aber wehe Du bist dann nicht da. -fluch-

Gruss
BartS


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