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MIt dem Ostblock- oder Realsozialismusbeispiel ist das so eine Sache, weil da schnell der Eindruck erweckt wird (besser: werden soll), Planwirtschaft sei per se Misswirtschaft.
Das ist ja auch unbestreitbar der Fall.
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Die Deutsche Demokratische Republik wurde zudem aufs äußerste von Moskau gemolken
Im Gegenteil, ohne den sowjetischen Hegemon wäre es der DDR noch viel dreckiger ergangen, denn die Sowjetunion schaffte für ihre Vasallenstaaten mit ebenfalls wirtschaftsdiktatorischen Methoden künstlich einen Absatzmarkt, auf dem sie ihre Produkte loswerden konnten, die aufgrund ihrer minderwertigen Qualität und ihrer völlig ineffizienten Herstellungsweise auf dem freien Weltmarkt unverkäuflich gewesen wären. Man sieht das ja deutlich daran, dass alle sowjetischen Vasallenstaaten des Ostblocks beim ersten Schwächeln der UDSSR sofort wie Kartenhäuser zusammenstürzten.
Nach 1990 mussten fast alle DDR-Unternehmen nicht etwa deshalb Bankrott erklären, weil sie vom bösen Westen unterjocht worden wären, sondern weil ihre Produkte ineffizient hergestellter Schrott waren, der außerhalb des von der UDSSR künstlich aufrechterhaltenen Absatzmarktes innerhalb des Warschauer Paktes unmöglich Käufer finden konnte.
Was aus einer sozialistischen Zwangswirtschaft wird, die keinen von einem Hegemon geschaffenen künstlichen Absatzmarkt mehr hat, sieht man ja seit 1990 am Beispiel Kuba.
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Moskau wiederrum musste Unmengen an Kapital in Verteidigung investieren, um Angriffe aus dem imperialistischen Westen abzuschrecken...
Ist das mit dem im Gegensatz zur Sowjetunion imperialistischen Westen gerade Selbstironie oder ernst gemeint?
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Mir gings aber auch um zwei Sachen hinter dem Arbeitsplatz: Die Qualität Arbeiten und somit sich und Familie versorgen zu können.
Die Grundversorgung jedes Bürgers wird in der westlichen Welt bereits durch ein großzügiges Sozialsystem garantiert.
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Und eben auch um den Entfaltungsaspekt, überhaupt tätig zu sein im Sinne normativer Subjektivierung von Arbeit.
Und wie soll man diese garantierte Arbeit für alle anders schaffen als durch die Einrichtung überflüssiger, gar nicht benötigter Jobs auf Staatskosten? Im Zuge der 1848er-Revolution war man in Frankreich übrigens auch schon auf die grandiose Idee gekommen, ein Recht auf Arbeit in die Verfassung aufzunehmen. Um dieses Recht durchzusetzen, schuf man die sogenannten "Nationalwerkstätten", in denen jeder Arbeitslose eine völlig überflüssige, vom Staat künstlich geschaffene und finanzierte Arbeitsstelle erhielt. Nach ungefähr zwei bis drei Monaten war der Staat bankrott und musste das Projekt wieder einstellen: Planwirtschaft im Schnelldurchlauf.