frankie hat geschrieben:
Trotzdem glaube ich dass, die allermeisten spaeter im Beruf nie wieder einen mathematischen Beweis fuehren muessen. Berechnungen sind aber in vielen Berufen wichtig. Deswegen sollte m.E. auch der Schwerpunkt den Schulmathematik auf Berechnungen liegen.
Naja, in fast jedem technischen Berufen muss man beweisen können:
- Der Programmierer muss die Korrektheit und Komplexität seines Codes beweisen.
- Der Architekt muss nachweisen, dass das Gebäude nicht einstürzen wird.
usw.
Und genaugenommen ist eine "Berechnung" ja auch nichts anderes als ein Beweis, nur in kondensierter Notation.
Es geht auch nicht nur um vollständig ausgeführte Beweise. Ich halte es für durchaus akzeptabel, wenn einige tiefliegend Resultate ohne den seitenlangen Beweis mitgeteilt werden. Viele Schüler sind ohnen nicht in der Lage, solchen langen schwierigen Beweisen zu folgen. Die schalten dann einfach ab.
Das Problem in der Schule scheint mir aber vielmehr zu sein, dass schon die Begriffe nicht sauber definiert (geschweige denn richtig motiviert) werden. So hab ich das jedenfalls erlebt, vielleicht hat sich das zwischenzeitlich gebessert. Die Schüler sind verunsichert, weil sie keine genaue Vorstellung davon haben, mit was sie da überhaupt "rechnen". Das ist mMn der Grund, warum sich viele mit Mathe so schwertun.
Gruß
F