frankie hat geschrieben:
Wie sollen sich das denn vermischen? Indem in der Schule mehr "sinnlose" Beweise gelehrt werden? So was zu können mag ja für den Mathematiker interessant sein, ein anderer wird aber im normalen weiteren Leben dies nie wieder brauchen. Was aber fast jeder braucht, sind solide Rechenkenntnisse und grundlegendes zum Umgang mit Funktionen. Genau drauf sollte sich die Schule beschränken.
Das erinnert mich an die (mittlerweile hoffentlich von der Haager Landkriegsordnung verbotene) klassische Foltermethode für Grundschüler - der Mengenlehre. Ich war gut im Grundschulrechnen, nur bei der Mengenlehre stürzte ich unrettbar ab. Weniger weil ich es nicht verstand, sondern weil ich mich auf den langweiligen Blödsinn keine 10 Sekunden konzentrieren konnte und stets nicht wusste was Thema war wenn der Pauker was fragte. Was interessierte es mich ob Element Sowieso Teil der Menge der großen, ungelochten Dreiecke ohne Pimmel war?
Ich glaube es war der letzte glückliche Tag meines Lebens an den ich mich erinnern kann, als plötzlich wieder Zahlen an der Tafel standen.
Ich hab - dank meines gesegneten Alters - Mengenlehre erst im Gymnasium genießen dürfen. Wobei ich nie verstand was daran ein Problem sein soll. Ist doch völlig logisch auch im normalen Leben Schnitt- oder Vereinigungsmengen zu bilden. Dies und das, dies oder das, dies aber nicht das. Klar darf so was nicht das Rechnen an sich ersetzen.